In gewissen Kreisen hält sich schon lange der Mythos, Krieg wäre das profitabelste Geschäft überhaupt. Wenn man sich die Zahlen der Rüstungskonzerne anschaut, fällt einem schnell auf, dass der Umsatzwachstum und die Renditen relativ mau ausfallen im Vergleich zu anderen Branchen.
Mit Internet-Plattformen auf denen Katzen-Bildchen und Memes gepostet werden, lässt sich wesentlich besser Geld verdienen als mit Rüstung. Wenn es nur nach Profitabilität ginge, würde es in Zukunft keine Kriege mehr geben, dafür umso mehr Memes.
Doch die Ursache für Kriege sind nicht – wie häufig impliziert – die Profitinteressen von Rüstungskonzernen, sondern die Politik:
«Der Krieg ist eine blosse Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln.»
Selbst wenn man all die Firmen zusammennimmt, macht Meta/Facebook mit fast 40 Milliarden mehr Gewinn als all die Firmen zusammen. Die meisten Rüstungskonzerne haben eine Umsatzrendite von weit unter 10%. Es gibt zig Branchen in denen die Umsatzrenditen wesentlich höher sind. Zu erwähnen ist auch noch, dass einige Firmen wie Airbus den grössten Teil ihres Geldes im zivilen Bereich erwirtschaften.
Damit wird nicht das Geld gemacht. Die Kabale verdient an den Kursgewinnen der Rüstungsaktien an der Börse. Raytheon Aktien am 03.04.2020 unter 50 Dollar – derzeit über 100 Dollar. An der Börse spielt die Musik, nicht im operativen Geschäft! Wer schon einmal für ein Aktienunternehmen gearbeitet hat, weiß, dass der operative Gewinn zweitrangig ist und der entscheidende Faktor der Kurs der Aktie ist. Zumal der operative Gewinn ohne detaillierte Betrachtung (wie er zustande kam) kaum aussagekräftig ist. Momentan investieren die grossen Rüstungsunternehmen kräftig, da sie ja langfristige Eskalationsgarantien haben. Diese Investitionen schmälern den Gewinn momentan, bringen auf Dauer aber viel Geld. Interessanter ist die Betrachtung der Struktur der Grossaktionäre, meist Finanzkraken, die sowohl an der Zerstörung, als auch am Wiederaufbau der Länder maximal verdienen.









«Dravens Tales from the Crypt» bezaubert seit über 15 Jahren mit einer geschmacklosen Mischung aus Humor, seriösem Journalismus – aus aktuellem Anlass und unausgewogener Berichterstattung der Presse Politik – und Zombies, garniert mit jeder Menge Kunst, Entertainment und Punkrock. Draven hat aus seinem Hobby eine beliebte Marke gemacht, welche sich nicht einordnen lässt.








