Hotel Transsilvanien 3 – Ein Monster Urlaub

Hotel Transsilvanien 3 - Ein Monster Urlaub

20181 h 38 min
Kurzinhalt

Im dritten Teil der erfolgreichen Animationsfilmreihe von Regisseur Genndy Tartakovsky kehrt die Monster-Familie zurück. Diesmal unternehmen Drakula und Co. eine Kreuzfahrt. Sommer, Sonne, Sonnenschein? Weit gefehlt! Denn an Bord erleben die Monster ein gefährliches Abenteuer.

Metadaten
Titel Hotel Transsilvanien 3 - Ein Monster Urlaub
Original Titel Hotel Transylvania 3: Summer Vacation
Regisseur Genndy Tartakovsky
Laufzeit 1 h 38 min
Starttermin 30 Juni 2018
Detail
Film-Details
Bewertung Nicht schlecht
Schauspieler
Mit: Adam Sandler, Andy Samberg, Selena Gomez, Kevin James, David Spade, Steve Buscemi
Trailer

Same Same But Different. Regisseur Genndy Tartakovsky setzt erfolgreich auf einen Tapetenwechsel im mittlerweile dritten Animationsabenteuer rund um den liebenswerten Dracula und so halten sich die für einen dritten Teil üblichen Ermüdungserscheinungen in Grenzen. Seit nunmehr sechs Jahren erfreut uns „Hotel Transsilvanien“ mit skurrilen Geschöpfen der Nacht und kindgerechtem Humor nicht nur für die Kleinen unter uns. Eins der ganz grossen Highlights ist keiner der Filme, aber auch „Hotel Transsilvanien 3 – Ein Monster Urlaub“ reiht sich in die liebgewordenen Abenteuer um Graf Dracula ein, wie immer ganz süss erzählt, aber auch mit Humor, der immer mal wieder verpufft.

Immer nur in Transsilvanien die Gäste bedienen, während einem Hunderte verfressener, kleiner Wölfe um die Füsse wuseln, kann ja auf Dauer auch ganz schön anstrengend sein. Nicht nur für Dracula und seine Freunde, sondern auch die Gagschreiber bei Sony Pictures, die die Handlung im nunmehr dritten Teil der Reihe auf ein Kreuzfahrtschiff verlegen. Und so wie sich einst auf dem „Love Boat“ Liebeswünsche erfüllten, so mag dies vielleicht auch für Dracula eine nette Pause vom Alltag sein, dachten sich die Macher. An Bord serviert Sony wieder einen bunten Mix an Monstern und Witzen, die manchmal gut zünden, aber eben auch oft nicht ganz erstklassig sind. Es macht Spass, die Figuren wiederzusehen und Draculas private Abenteuer zu erleben, aber der richtige Schuss gelingt nicht – und das war auch schon bei Hotel Transsilvanien und Hotel Transsilvanien 2 der Fall.

Aber auch die Hotel Transsilvanien-Reihe bietet immer mal wieder gute Gags, man denke nur an die glupschäugige Fledermaus-Mavis in Teil 1 oder die äusserst zahlreiche Werwolf-Familie. In „Hotel Transsilvanien 3 – Ein Monster Urlaub“ wird beispielsweise das Thema „Musik zur Entspannung“ zu einem Brüller und auch der Gremlins-Charterflug sucht seinesgleichen. Das täuscht aber nicht darüber hinweg, dass die Geschichte keine wirklichen Überraschungen oder eben Gags am laufenden Band bietet. Nicht nur Kinder sollten sich amüsieren können, so eine Reihe hat das Potenzial, auch für ältere Kinozuschauer reizvoll zu sein. Von daher hätten wir uns mehr lustige Szenen gewünscht, die ruhig auch die müden Werwolfeltern auf Suche nach Entspannung zeigen dürften. Wer Kinder hat, wird wissen, was gemeint ist und diese Parallelen zum echten Leben bergen so viel mehr Möglichkeiten. Genndy Tartakovsky setzt immer wieder auf visuelle Witze und landet dabei zahlreiche Volltreffer. Auch dieses Mal gibt es wieder eine Menge komischer Details und absurder Einfälle zu bestaunen. Dabei lässt der „Dexters Labor“-Regisseur seiner Lust am Abgefahren-Überdrehten hier sogar noch etwas mehr freien Lauf als in den Teilen zuvor.

Wer die ersten beiden Teile mochte, wird auch an „Hotel Transsilvanien 3 – Ein Monster Urlaub“ seine Freude haben. Kein grosser Wurf, eine ganz passende Fortsetzung, nur eben dieses Mal nicht in Transsilvanien. Die Figuren sind sympathisch, so manche Witze kommen richtig gut und zumindest die Kleinen werden viel zu schmunzeln haben. Mit Augenzwinkern und viel Herz geht es in „Ein Monster Urlaub“ einmal mehr um Familie und Liebe. Trotz sympathischer Toleranzbotschaft und einiger origineller Auflockerungen ist die zentrale Monster-Menschen-Romanze zwischen dem Fürsten der Finsternis und der Kreuzfahrtschiffskapitänin allerdings auch eines der weniger gelungenen Elemente des Films, der gerade im zweiten Drittel einige Längen aufweist. Die verzückt-verzogenen Grimassen des verliebten Vampirs werden ähnlich überstrapaziert wie die ohnehin arg konstruierten Gewissensbisse der doppelgesichtigen Ericka und die Bedenken der besorgt-eifersüchtigen Tochter. „Hotel Transsilvanien 3 – Ein Monster Urlaub“ bleibt im Trickfilmmittelmass stecken und dass liegt auch am übertrieben hektischen, beliebig zusammengebastelten Finale.