Rob Zombie hat mal wieder zugeschlagen – und diesmal ist es kurz, dreckig und grün. Das Musikvideo zu «The Black Scorpion», der neuesten Single aus seinem neuen Album «The Great Satan», ist draussen und falls ihr dachtet, ein Kerl mit Dreadlocks und mehr Tattoos als Hautfläche könnte euch noch überraschen: Falsch gedacht.
Grünes Licht, Zombie, seine Band, Punk-Metal – fertig. Unter zwei Minuten. Keine ausufernden Solos, kein episches Drumfill-Geprotze, keine dreistündige Navel-Gazing-Session. Der Track ballert rein, zieht seine Sache durch und verschwindet wieder, bevor ihr überhaupt Zeit hattet, euren Kaffee zu trinken. Respekt, ehrlich.
«The Black Scorpion» reiht sich ein in eine Parade an Singles, die zeigen, dass Rob Zombie mit über 40 Jahren in diesem Geschäft immer noch keine Lust hat, brav zu spielen: «F.T.W. 84», «(I’m a) Rock ‚N‘ Roller», «Heathen Days» und «Punks And Demons» — allesamt Beweisstücke dafür, dass der Mann an der Spitze der Heavy Music nicht sitzt, weil er dort hingeklebt wurde, sondern weil er alle anderen vom Thron geprügelt hat.
Vier Jahrzehnte Avantgarde-Ästhetik treffen auf monströsen Groove-Rock — das klingt nach Kunsthochschule, fühlt sich aber an wie ein Hammerschlag in die Magengrube. «The Great Satan» ist laut Zombie selbst eine seiner kühnsten Platten. Manche brauchen drei Akte und ein Orchester. Rob Zombie braucht grünes Licht und einen Verstärker.
Sechs Wochen. Sechs Wochen ist die Strasse von Hormus bereits blockiert, und wer glaubt, es gehe dabei nur um Öl, Geopolitik und das übliche Säbelrasseln zwischen Washington und Teheran, hat den eigentlichen Film verpasst. Der läuft nämlich im Hintergrund – leise, effizient, hochprofitabel – und sein Drehbuch wurde nicht in einem Kriegsministerium geschrieben, sondern in den Vorstandsetagen von BlackRock, Microsoft und Amazon.
Beginnen wir mit den nackten Zahlen, denn die sind bereits verheerend genug. Durch die Strasse von Hormus fliessen rund 20 Prozent des weltweit benötigten Erdöls und Erdgases. Sechs Wochen Blockade bedeuten sechs Wochen massiv eingeschränkte Energieversorgung, steigende Produktionskosten, kollabierte Lieferketten und eine Inflation, die sich mit jeder weiteren Woche tiefer in die Kaufkraft der arbeitenden Bevölkerung frisst. Das ist schmerzhaft, aber beherrschbar – für reiche Länder. Für arme Länder beginnt hier bereits die Katastrophe.
Doch der eigentliche Brandbeschleuniger trägt einen unscheinbaren Namen: Düngemittel. 35 Prozent der weltweiten Düngemittel-Rohstoffe passieren die Strasse von Hormus – ausgerechnet jetzt, in der Pflanzsaison der nördlichen Hemisphäre, wenn Landwirte von Nigeria bis Bangladesh die Äcker bestellen müssen. Ohne Dünger keine Ernte. Ohne Ernte kein Essen. Das ist keine Theorie, keine Prognose mit Unsicherheitskorridor – das ist Agronomie. Und die Katastrophe, das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen, ist bereits unabwendbar. Selbst wenn die Blockade morgen früh aufgehoben würde, käme der Dünger zu spät. Die Ernte 2026 in weiten Teilen der Welt ist bereits verloren.
Nigeria, Kenia, Äthiopien, Bangladesh — vier Länder, 600 Millionen Menschen, mehr als die Hälfte davon unterhalb der Armutsgrenze. Für diese Menschen bedeutet «Lebensmittelknappheit» nicht teurere Brötchen beim Bäcker. Es bedeutet Hunger. Realer, tödlicher, massenhafter Hunger. Während europäische Verbraucher die Supermarktpreise verfluchen und Politiker Entlastungspakete ankündigen, sterben anderswo Menschen – leise, weit weg, ohne Hashtag.
Nun stellt sich die Frage, die jeder stellen sollte und kaum einer laut stellt: Wer hat ein Interesse daran? Hunger ist kein Zufall. Hunger ist, historisch betrachtet, immer auch ein Instrument – ein Hebel, mit dem Abhängigkeiten geschaffen, Märkte neu geordnet und Bevölkerungen gefügig gemacht werden. Und in diesem Fall gibt es eine Antwort, die so offensichtlich ist, dass sie fast schon dreist wirkt.
Wir befinden uns mitten in der vierten industriellen Revolution. Nach dem Personal Computer und dem Internet hat die KI die Bühne betreten — und sie denkt nicht biologisch, sie denkt effizient. Technologisch optimiert. Und ihre Analyse der traditionellen Landwirtschaft fällt vernichtend aus: Ineffizient, personalintensiv, flächenfressend, unkontrollierbar. Das Urteil der Algorithmen: Ersetzen.
Die Lösung heisst Vertical Farming. Obst und Gemüse nicht mehr unter freiem Himmel, nicht mehr von Bauern auf Feldern, nicht mehr abhängig von Wetter, Boden und Saatgut — sondern in Fabriken. In Containern. Unter künstlichem Licht, mit künstlicher Bewässerung, mit minimalem Personaleinsatz und maximalem Kontrollgrad. Wer die Fabrik besitzt, besitzt das Essen. So einfach ist die neue Landwirtschaft.
Und wer investiert in diese neue Landwirtschaft? Bill Gates. Jeff Bezos. SoftBank. Google Ventures. IKEA. Walmart. Die übliche Gästeliste jener Dinnerpartys, zu denen niemand eingeladen wird, der von seiner Arbeit lebt.
Die Viehzucht soll ebenfalls verschwinden — zu teuer, zu personalintensiv, zu kompliziert. Ersetzt wird sie durch Laborfleisch, das heute bereits industriell im 3D-Drucker produziert werden kann und preislich mit konventionellem Fleisch konkurriert. Wer investiert? Gates, Elon Musks Bruder Kimbal, Richard Branson. Und — das ist der Teil, der besonders zynisch ist — ausgerechnet Tyson Foods und Cargill, die beiden amerikanischen Fleischgiganten, die jahrzehntelang die Massentierhaltung perfektioniert haben und nun behaupten, Laborfleisch diene der Verringerung von Tierleid. Die Konzerne, die Millionen von Tieren industriell schlachten, positionieren sich als Tierschützer der Zukunft. Man muss diese Dreistigkeit fast bewundern.
Und wer sitzt als institutioneller Grossaktionär hinter all diesen Unternehmungen — sowohl Vertical Farming als auch Laborfleisch? BlackRock und Vanguard. Die beiden Vermögensverwalter, die zusammen Anteile an praktisch jedem bedeutenden Konzern der Welt halten und deren Einfluss auf globale Wirtschaftsentscheidungen so gross ist, dass Regierungen dagegen wie Hobbyvereine wirken.
Das Muster ist nicht schwer zu erkennen, wenn man bereit ist, hinzuschauen. Eine globale Krise, die die traditionelle Landwirtschaft destabilisiert. Düngemittelknappheit, Ernteausfälle, Preissteigerungen — Bedingungen, unter denen kleine Bauernbetriebe zuerst aufgeben, während Grosskonzerne günstig Marktanteile kaufen. Hungersnöte in armen Ländern schaffen politischen Druck für «innovative Lösungen» — und die innovativen Lösungen sind zufällig bereits fertig, bereits patentiert, bereits investiert.
Wer kontrolliert das Saatgut, kontrolliert die Ernte. Wer kontrolliert die Fabrik, kontrolliert das Essen. Wer das Essen kontrolliert, kontrolliert die Menschen. Das ist keine Paranoia — das ist Machtlogik, so alt wie die Zivilisation, nur diesmal mit KI-Optimierung, ESG-Rating und einer hübschen Nachhaltigkeitsstory für das Jahresbericht-Cover.
Die Strasse von Hormus ist blockiert. Die Ernte fällt aus. 600 Millionen Menschen in vier Ländern stehen am Rand einer Hungerkatastrophe. Und irgendwo tagt ein Board of Directors, das auf die Quartalszahlen des Vertical-Farming-Portfolios schaut und nickend feststellt: Der Plan läuft nach Zeitplan. Guten Appetit!
Hunger by Design: Wie die Blockade der Strasse von Hormus den grossen Reset der Landwirtschaft finanziert
Sarah Engels fährt zum ESC nach Wien. Schön. Interessiert hier niemanden. Was interessiert: Sie war vorher in Südafrika, hat mit schwarzen Mädchen ihren Song geprobt, das Video auf Instagram gepostet — und prompt brach jener Shitstorm los, der im Jahr 2026 so verlässlich eintrifft wie die nächste Klimakonferenz mit Privatjet-Anreise. Der Vorwurf: White Saviorism. Die Realität: Eine Heuchelei-Veranstaltung, bei der nicht Sarah Engels das eigentliche Problem ist.
Ja, die Bildsprache war unklug. Das Setting – weisse Frau im Mittelpunkt, schwarze Kinder als Kulisse, keiner wird mit Namen vorgestellt, alle verschmelzen zur homogenen Requisite – bedient einen Armutsvoyeurismus, den wir seit den Äthiopien-Bildern der 80er Jahre kennen und seitdem zur Kunstform perfektioniert haben. Die eigenen Kinder zensiert, die afrikanischen Kinder unzensiert auf dem Präsentierteller – das ist zumindest eine Frage wert. Berechtigt. Notiert. Weiterfahren.
Aber jetzt zu den Moralaposteln, die sich auf diese Kritik stürzen wie Möwen auf einen Pommesstand – denn hier liegt der eigentliche Skandal, und er riecht deutlich intensiver. Die linksprogressive Woke-Bubble, die gerade kollektiv empört die Hände ringt, baut ihr gesamtes ideologisches Fundament auf exakt jenem Prinzip, das sie bei Sarah Engels anprangert: Schwarze Menschen als permanente, hilflose Opfer zu inszenieren, die ohne weisse Verbündete — Pardon, «Allies» — durch das böse, strukturell rassistische System nicht bestehen können. Tag für Tag, Tweet für Tweet, Panel für Panel wird das Opfernarrativ gepflegt, zementiert, institutionalisiert. Und dann wundern sich dieselben Menschen, dass ein Popstar nach Südafrika fliegt und sich als Retterin inszeniert?
Man züchtet sich die White Saviors selbst heran. Das ist keine Pointe – das ist Kausalität. Wer jahrelang predigt, dass marginalisierte Menschen grundsätzlich unprivilegiert, strukturell benachteiligt und ohne externe Unterstützung hilflos sind, darf sich nicht wundern, wenn die nächste Influencerin diese Botschaft verinnerlicht hat und mit dem besten Gewissen der Welt nach Afrika fliegt, um zu «helfen». Die Woke-Ideologie ist der Nährboden für genau jenen paternalistischen Retterkomplex, den sie gleichzeitig als Rassismus geisselt. Beides gleichzeitig zu vertreten erfordert eine kognitive Flexibilität, die man auch anders nennen könnte: Doppelmoral.
Und dann ist da noch der wohl pikanteste Punkt, den man in all dem Empörungslärm fast überhört: Hätte Sarah Engels auf einem dänischen Schulhof mit einer weissen Schulklasse gesungen und die Kinder unzensiert gezeigt – hätte irgendjemand auch nur mit der Wimper gezuckt? Die Antwort kennen wir alle. Nein. Null Reaktion. Kein Video, keine Entrüstung, kein Hashtag. Das Drama entsteht ausschliesslich, weil die Kinder schwarz sind. Wer ist hier also eigentlich derjenige, der schwarze Kinder anders behandelt? Sarah Engels, die mit ihnen singt – oder die Empörungsmaschine, die erst dann aufheult, wenn die Kinder die falsche Hautfarbe haben? Wenn man mit dem Finger auf jemanden zeigt, zeigen bekanntlich drei Finger zurück.
Das Muster ist so alt wie die Bewegung selbst: Schwarze Menschen werden von beiden Lagern instrumentalisiert. Die eine Seite für Reichweite und ESC-Promo, die andere für Likes, moralische Überlegenheitsgefühle und den wohligen Schauer der Selbstgerechtigkeit. Beiden geht es nicht um die Kinder in Südafrika. Beiden geht es ums eigene Ego. Der Unterschied zwischen Sarah Engels und ihren lautesten Kritikern ist lediglich der Kanal der Selbstdarstellung.
Und die Mädchen aus Südafrika, die in diesem Video zu sehen sind? Die hatten vielleicht einfach Spass am Singen. Aber das ist eine Perspektive, die in diesem Diskurs niemanden interessiert – weil sie das Opfernarrativ stört, auf dem die gesamte Empörungsindustrie ihren Lebensunterhalt aufgebaut hat.
Steigt aus der Opferrolle aus. Man kann nicht gleichzeitig Stolz und Selbstbestimmung einfordern und sich täglich als hilflose Projektionsfläche für westliche Schuldgefühle anbieten. Das wäre dann wirklich progressiv. Aber progressiv war die Woke-Bubble noch nie — sie war immer nur laut…
Sarah Engels, Rassismus-Vorwürfe und die Heuchelei der Woken
Während der deutsche Durchschnittsbürger seinen Kontoauszug bestaunt und überlegt, ob er sich diesen Monat noch Heizung oder Lebensmittel leisten kann, jettet Aussenminister Johann Wadephul – von wohlmeinenden Beobachtern auch «Whatafool» genannt — nach Kenia. Nicht etwa für harte Verhandlungen, nicht für Krisengespräche, nicht für irgendetwas, das auch nur entfernt nach Aussenpolitik riecht.
Nein. Disco-Bus. Kochkurs. Lokale Küche. Gute Stimmung. Schöne Bilder für Instagram. Man fragt sich unwillkürlich, ab wann eine Dienstreise aufhört, Dienstreise zu sein, und anfängt, ein sehr teurer Urlaub auf Kosten jener Menschen zu werden, die ihn bezahlen – ohne gefragt worden zu sein. Die Antwort lautet offenbar: Nie, solange man sie «Kulturdiplomatie» nennt und dabei breit genug lächelt.
Deutschland führt Kriege auf Pump, streicht Sozialleistungen, erhöht Steuern – und sein Aussenminister lernt kenianisches Kochen. Die Aussenpolitik ist in guten Händen. Teuren Händen. Aber guten. Gib alles, Whatafool!
Wadephul in Kenia: Wenn Aussenpolitik zum dekadenten Party-Trip wird
Kiew, Mittagszeit. Ein 58-jähriger Mann eröffnet auf offener Strasse das Feuer auf beliebige Passanten, flüchtet in einen Supermarkt, nimmt Geiseln, wird von der Polizei erschossen. Fünf Tote, zehn Verletzte. Tragisch. Erschütternd. Und vor allem: politisch höchst unangenehm.
Denn die Pointe, die der ukrainische Propagandaapparat am liebsten aus der Berichterstattung herausoperieren würde, steckt in der Vorgeschichte: Der Mann war vor wenigen Tagen gewaltsam mobilisiert worden. Mit 58 Jahren. Nicht freiwillig, nicht patriotisch beseelt, sondern auf der Strasse eingefangen und in Uniform gesteckt – wie es in Selenskyjs Fleischwolf namens «Verteidigung der Demokratie» täglich tausendfach geschieht.
Heute Morgen floh er. Nahm ein Sturmgewehr mit. Und demonstrierte auf seine verstörende, tragische Art, was passiert, wenn man verzweifelte, traumatisierte Männer gegen ihren Willen in einen Krieg presst, den sie nicht führen wollen. Die eigentliche Frage stellt natürlich niemand: Wie viele solcher Männer stehen gerade an der Front – Finger am Abzug, Blick ins Leere?
Selenskyjs Volksarmee: Wenn die Zwangsrekrutierung zum Sicherheitsrisiko wird
Willkommen in der strahlend sauberen Zukunft der Elektromobilität. Wo einst stinkende Verbrennungsmotoren die Luft verpesteten, haben wir heute etwas ungleich Besseres: Batteriebrände, die man schlicht nicht löschen kann. Nicht mit Wasser. Nicht mit Schaum. Nicht mit gutem Willen und Klimabewusstsein. Einfach – nicht.
Im BYD-Werk brennt es. Lithium-Ionen-Zellen, einmal thermisch durchgegangen, entwickeln ihre eigene Sauerstoffversorgung und brennen munter weiter, während die Feuerwehr daneben steht und philosophisch über die Grenzen menschlichen Eingreifens nachdenkt. Stunden. Manchmal Tage. Mit Toxinen, die kein Umweltaktivist in seiner Zukunftsvision eingeplant hatte.
Aber das Narrativ bleibt unerschütterlich: Das E-Auto rettet die Welt. Die Produktion der Batterie? Umweltkatastrophe. Das Laden mit Kohlestrom? Nicht erwähnen. Der Brandfall? Versicherungssache. Die giftigen Löschmittel im Grundwasser? Schön schweigen. Die Verbrenner-Fahrer werden derweil mit Fahrverboten bestraft, während das grüne Wunderwerk der Neuzeit lichterloh brennt – und niemanden interessiert’s. Prost. Auf die Zukunft!
Grüne Apokalypse: BYD brennt – und die Klimakirche schweigt
Jedes Mal, wenn irgendwo auf der Erde ein Sturm weht, ein Fluss über seine Ufer tritt oder die Sonne etwas zu enthusiastisch scheint, steht die Klimaalarm-Industrie schon bereit – Pressemitteilung vorformuliert, Kamera läuft, Hysterie auf Anschlag. Der Klimawandel war’s. Natürlich. Immer.
Die New York Times verkündete seelenruhig, der Klimawandel habe europäische Überschwemmungen doppelt so wahrscheinlich gemacht. Die BBC übertraf das locker: Hitzewellen in den USA seien satte 35-mal wahrscheinlicher geworden. Bloomberg nicht zu vergessen: Die Amazonas-Dürre? 30-mal klimagemachter als ohne CO₂. Woher diese erstaunlich präzisen Zahlen stammen? Aus der sogenannten «Attributionsforschung» — einer Disziplin, die Wissenschaftler wie Roger Pielke treffend als «taktische Wissenschaft» bezeichnet. Diese diene rechtlichen und politischen Zwecken, unterliege nicht immer der Überprüfung durch Fachkollegen und die Ergebnisse würden im Allgemeinen über Pressemitteilungen verbreitet.
Quelle: NOAA
Pikant dabei: Weder der IPCC noch die zugrundeliegende wissenschaftliche Literatur stellen annähernd so starke und bestimmte Behauptungen auf — das ist kein Klimaskeptiker-Stammtisch, das ist Pielke selbst, der den medialen Irrsinn auseinandernimmt.¨
Aber wozu braucht man Peer-Review, wenn Milliardäre, die «Net Zero» als neues Geschäftsmodell entdeckt haben, die Studien finanzieren und gleichgeschaltete Medien sie unkritisch weiterverbreiten? Otto sei sich darüber im Klaren, dass die Hauptfunktion solcher Studien darin bestehe, Klagen gegen Unternehmen für fossile Brennstoffe zu unterstützen. Wissenschaft als juristische Waffe, finanziert von Interessengruppen, verbreitet ohne Gegenkontrolle — willkommen in der Klimakirche des 21. Jahrhunderts. Wer widerspricht, wird als «Leugner» exkommuniziert. Der Scheiterhaufen wartet. Er ist natürlich klimaneutral.
Nobelpreisträger enttarnt Klimadaten-Trickserei — aber wen interessiert’s?
Stellen wir uns kurz vor, ein Nobelpreisträger für Physik betritt eine internationale Klimakonferenz, nimmt die heiligen Datentafeln der Klimareligion in die Hand und fragt ganz simpel: «Stimmt das hier eigentlich?» In einer vernünftigen Welt würde dies Schlagzeilen machen, Untersuchungen auslösen und vielleicht – nur vielleicht – den einen oder anderen Milliarden-Fördertopf zum Versiegen bringen. In unserer Welt hingegen wird der Mann als «Leugner» abgestempelt und die Maschine läuft weiter. Business as usual.
John Clauser, Nobelpreisträger für Physik 2022, kein Hinterhof-Skeptiker, kein bezahlter Erdöl-Lobbyist, sondern einer der renommiertesten Naturwissenschaftler der Gegenwart, hielt auf einer internationalen Klimakonferenz einen Vortrag, der es in sich hatte. Sein Ziel: Die vielzitierten Beweise für eine angebliche Klimakrise auf ihre Substanz zu überprüfen. Sein Werkzeug: Elementare Mathematik. Sein Befund: Vernichtend.
Schuldig: Das Klima. Beweis: Keiner. Förderer: Milliardäre. Fragen? Verboten.
Im Fokus stand ein Artikel aus dem Jahr 2012, erschienen im renommierten Physics Today, verfasst von zwei Wissenschaftlern der amerikanischen Nationalen Ozean- und Atmosphärenbehörde NOAA. Die zentrale Behauptung des Textes: Extreme Wetterereignisse nehmen durch den Klimawandel zu. Klingt vertraut. Klingt nach jedem zweiten BBC-Beitrag seit 2015. Klingt nach Konsens.
Clauser’s Methode zur Überprüfung war von bestechender Schlichtheit — fast schon beleidigend simpel für eine Wissenschaft, die Billionen rechtfertigen soll: Er nahm die vom Artikel selbst angegebenen Werte des US-Klimaextreme-Index für den Zeitraum 1910 bis 2011, trug sie als Streudiagramm auf und erstellte davon ein zeitliches Spiegelbild. Dann präsentierte er beide Grafiken nebeneinander und forderte sein Publikum auf, herauszufinden: Welche zeigt den «echten» Verlauf, welche ist umgekehrt?
Das Ergebnis war so entlarvend wie ernüchternd — die beiden Grafiken waren schlicht nicht voneinander zu unterscheiden. Kein erkennbarer Trend, keine eindeutige Richtung, kein «jüngster Anstieg», den die NOAA-Autoren so vollmundig verkündet hatten. Clauser brachte es auf den Punkt: «Wenn Sie nicht erkennen können, welche dieser Grafiken korrekt dargestellt ist, lässt sich der behauptete Anstieg extremer Wetterereignisse nicht aus den eigenen Daten der Autoren ableiten.»
Und dann die Frage, die eigentlich jeder Steuerzahler, jeder Politiker, jeder Journalist stellen müsste: «Sind Sie wirklich so zuversichtlich, dass Sie bereit wären, Billionen Dollar darauf zu setzen?» Billionen. Nicht Millionen. Billionen. Für Grafiken, die man nicht mal richtig herumhalten kann. Clausers abschliessende Bezeichnung für diese Methode war nicht diplomatisch, nicht ausgewogen, nicht «beide Seiten haben Argumente»: Er nannte es «betrügerische Pseudowissenschaft.» Punkt. Kein Weichspüler, keine akademische Umschreibung.
Und hier liegt der eigentliche Skandal – nicht einmal, dass solche Studien existieren, denn Schlechtes findet sich in jeder Disziplin. Der Skandal ist, dass genau diese Art von methodisch unhaltbarer Arbeit zur Grundlage globaler Energiepolitik, Billionen-teurer Transformationsprogramme und gesellschaftlicher Umerziehung geworden ist. Dass Regierungen auf Basis von Grafiken, die man problemlos auf den Kopf stellen kann, Industrien zerstören, Heizungen verbieten und Bauern enteignen.
Die Klimakirche braucht keine Beweise – sie braucht Gläubige. Und wer zweifelt, bekommt keinen Peer-Review, sondern einen Shitstorm. Clauser hat das gewusst und trotzdem gesprochen. Das verdient Respekt. Der Regen weiss von all dem nichts. Er fällt trotzdem – klimaneutral, unbeeindruckt und ohne Pressemitteilung.
Achtung, Welt: Die Modern-Metal-Maschinerie Devildriver hat die Schlafmützen endlich abgelegt und verkündet ihr neues Album «Strike And Kill» — garniert mit dem Musikvideo zur donnernden Single «Dig Your Own Grave». Das letzte Studiowerk «Dealing With Demons Vol. II» liegt schon seit 2023 in den Regalen und sammelt Staub, aber gut Ding will bekanntlich Weile haben, oder?
Bandkopf Dez Fafara, der Mann mit dem Kehlkopf aus geschmolzenem Stahl, bringt die Botschaft auf den Punkt: Eine falsche Entscheidung, eine Sekunde Dummheit – und du schaufelst dir eigenhändig dein Grab. Poetisch, oder? Noch besser: Du kannst mit deinen miesen Zügen auch gleich jemand anderen mit reinziehen. Deshalb das herrlich direkte «six feet ain’t deep enough for you» — weil manche Idioten ein Loch brauchen, das tief genug für ihre Vergehen reicht. Fazit von Fafara: Pass verdammt nochmal auf, welche Entscheidungen du um Mitternacht triffst. Der Friedhof hat immer Platz…
Es war einmal eine Frau, die es nicht dabei belassen konnte, eine gescheiterte Verteidigungsministerin zu sein. Nein, Ursula von der Leyen träumt Grösseres: Die ungekrönte Königin Europas. Und warum auch nicht? Wer braucht schon demokratische Legitimation, wenn man den richtigen Lebenslauf – und genug Nadelstreifen-Connections – mitbringt?
In der heiligen Halle der EUdSSR, jenem bürokratischen Moloch an der Schelde, hat sich «Ursula I.» längst über demokratische Kleinigkeiten hinweggesetzt. Transparenz? Für das Fussvolk. Rechenschaftspflicht? Bitte nicht vor dem Mittagessen. Stattdessen: Verordnungen, Direktiven, grüne Träumereien und SMS-Löschorgien mit Pharmabossen – alles im Namen Europas, versteht sich.
Doch hier die gute Nachricht, für alle, die noch einen Funken politisches Bewusstsein besitzen: Diese Krönung wird nicht stattfinden. Europa ist kein Königreich – auch wenn Brüssel das gerne vergessen würde. Die Krone bleibt im Regal, Ursula. Versprochen.
Ursula I., Königin der EUdSSR – Ein Märchen aus Brüssel
Es war ein grosser Tag für die EUdSSR. Ursula von der Leyen, Europas selbsternannte Digital-Kaiserin, trat feierlich vors Mikrofon und präsentierte der staunenden Bevölkerung das neueste Meisterwerk Brüsseler Ingenieurskunst: Eine App zur Altersüberprüfung. Zum Schutz der Kinder, natürlich. Immer zum Schutz der Kinder. Und selbstverständlich «datenschutzkonform» — dieses Zauberwort, das in Brüssel dieselbe Funktion erfüllt wie «glutenfrei» auf einem Schokoriegel.
Das Problem: Noch bevor von der Leyen die Bühne verlassen hatte, war die App bereits geknackt. Zwei Minuten. Nicht zwei Stunden, nicht zwei Tage – zwei Minuten. Für ein Projekt, an dem die EU-Kommission über ein Jahr lang gearbeitet hat. Ein Jahr Entwicklungszeit, geschätzte Millionen an Steuergeldern und das Ergebnis hält einer Hacking-Attacke weniger lang stand als ein nasses Papiertaschentuch einem Sturm.
Doch hier wird es interessant – und hier trennt sich die naive Lesart von der realen. Telegram-Gründer Pawel Durow, ein Mann, der weiss, wie digitale Überwachungssysteme funktionieren, weil er selbst genug Regierungen auf die Finger geschaut hat, liefert die entscheidende Deutung: Das war kein Fehler. Das war der Plan.
Der Plan ist von bestechender Schlichtheit, fast schon bewunderungswürdig in seiner Dreistigkeit.
Schritt eins: Eine angeblich «datenschutzfreundliche», aber bewusst hackbare App präsentieren.
Schritt zwei: Den unvermeidlichen Hack öffentlichkeitswirksam geschehen lassen.
Schritt drei: Den Datenschutz unter dem Deckmantel der «Reparatur» still und leise entsorgen.
Was dabei herauskommt, ist kein verbessertes System – sondern ein lupenreines Überwachungsinstrument, das jetzt legitim als «datenschutzkonform» etikettiert werden kann, weil man ja «keine andere Wahl hatte.» Durow nennt es beim Namen: Die EU-Bürokraten benötigten einen Vorwand – und haben ihn sich kurzerhand selbst geliefert.
Als wäre das nicht genug, meldet sich auch Querdenker-Gründer Michael Ballweg zu Wort und seziert das zweite grosse Versprechen der Kampagne: Open Source. Von der Leyen hatte vollmundig erklärt, die App sei offen und transparent einsehbar. Technisch gesehen — und nur technisch gesehen — stimmt das sogar. Der Kern, die Protokolle, die viel beschworene Zero-Knowledge-Technik: Alles auf GitHub, alles einsehbar, alles wunderbar progressiv.
Aber – und dieses «Aber» ist so gross, dass man es von Brüssel bis Bukarest lesen kann – die fertige App, die der Bürger am Ende auf sein Gerät lädt, kommt nicht von der EU. Sie kommt von der nationalen Regierung oder deren privaten Dienstleistern. Und diese nationalen Versionen? Nicht automatisch Open Source. Das Backend, die Server, die Anbindung an staatliche Datenbanken, die «spezifischen nationalen Anpassungen» — all das kann vollständig proprietär bleiben. Vollständig im Dunkeln. Vollständig unkontrollierbar.
Man bekommt also ein hübsches, bunt lackiertes Frontend mit «Privacy»-Versprechen vorgesetzt, während im Maschinenraum dahinter niemand genau weiss – oder wissen soll – was mit Ausweisdaten, Geräteprofilen und Bewegungsdaten tatsächlich passiert. Wer prüft die nationalen Backends? Wer kontrolliert die privaten Dienstleister? Wer garantiert, dass aus «Altersverifikation» nicht binnen Monaten ein Vollprofil des digitalen Lebens jedes Europäers wird?
Die Antwort ist so einfach wie erschreckend: Niemand. Das ist kein offenes System. Das ist ein Baukasten, bei dem die wichtigen Schubladen von Anfang an für den Bürger verschlossen bleiben – und für die Behörden sperrangelweit offen stehen.
Erst Transparenz versprechen, dann Kontrolle behalten. Erst die Kinder schützen, dann alle überwachen. Erst Open Source rufen, dann proprietäre Backdoors einbauen. Klassisches Brüsseler Dreischritt-Programm. Die App zum Schutz der Kinder. Wie rührend. Wie durchsichtig. Wie gewohnt. Die Kinder interessieren die korrupten Politiker keinen Deut, es geht nur um Kontrolle und Überwachung…
Irgendwo zwischen Golfkrieg und Gameshow hat die amerikanische Aussenpolitik ihr neues Leitmotiv gefunden – und es klingt erschreckend nach einem gescheiterten Eurovision-Beitrag. Die Strasse von Hormus, jene 54 Kilometer schmale Schlagader der Weltwirtschaft, durch die täglich ein Fünftel des globalen Ölangebots fliesst, ist dicht. Zu. Blockiert. Weil USrael im Kollektivrausch des «Entweder-mit-uns-oder-gegen-uns» offenbar vergessen hat, dass eine Blockade keine Einbahnstrasse ist.
Der Iran blockiert zurück. Natürlich. Wer hätte das ahnen können – ausser jedem, der eine Weltkarte besitzt und rudimentäre Kenntnisse in Geopolitik. Das Ergebnis: Ölpreis durch die Decke, Tankstellenpreise auf Rekordhoch, Europa zahlt die Zeche für einen Krieg, den es nicht gewählt hat, und Trump twittert – pardon, «trutht» — Durchhalteparolen, während Melania die Koffer packt.
Impeachment? Vielleicht. Snickers für alle Beteiligten? Definitiv. Frieden? Bitte nicht während der Sendezeit…
Es gibt Momente, in denen die Geschichte innehält, tief Luft holt und beschliesst, alles auf einmal zu erledigen. KI ersetzt menschliche Arbeit. Geld verliert seine historische Funktion. Die globalen Eliten bauen das Finanzsystem zum totalen Herrschaftsinstrument um. Man muss das in seiner Gesamtheit würdigen.
Ernst Wolff, Bestsellerautor, scharfer Kritiker und mutiger Investigativjournalist, hat eine These, die tatsächlich einen ernstzunehmenden Kern hat: KI ersetzt menschliche Arbeit in einem historisch beispiellosen Ausmass. Geld war seit Jahrtausenden ein Spiegel menschlicher Arbeitsleistung. Wenn diese Grundlage wegbricht, bricht das Geldsystem mit. Soweit, so nachvollziehbar. Soweit auch, so unbestritten unter Ökonomen, die das nur weniger dramatisch formulieren, weil sie keinen Onlineshop betreiben.
Aber dann kommt der Schritt, der den Unterschied macht zwischen Analyse und Produktplatzierung: Die Eliten – jene zahlenmässig verschwindend geringe Gruppe von Milliardären und demnächst auch noch Billionären, wie Wolff sie mit der Präzision eines Menschen beschreibt, der gerade keine genaueren Namen nennen möchte – nutzen diesen Moment, um Geld in ein totales Herrschaftsinstrument umzubauen. Stable Coins, digitale Zentralbankwährungen, programmierbare Währungen, die eingefroren, blockiert und beschlagnahmt werden können. Wer das nicht versteht, gibt seine Freiheit freiwillig ab.
Und die Lösung? Gold. Silber. Physische Werte. Nicht programmierbar. Nicht von Dritten abhängig. Dabei ist die eigentliche Frage, die Wolff nicht stellt, mindestens so interessant wie die, die er stellt: Wenn die globalen Eliten tatsächlich planen, Geld in ein totales Kontrollsystem umzubauen – warum sollten sie ausgerechnet bei physischem Gold kapitulieren? Historisch gesehen haben Regierungen Gold schlicht verboten, konfisziert oder seinen Besitz unter Strafe gestellt, wenn es ihnen in die Quere kam. Die USA haben das 1933 getan.
Die KI-Analyse ist real. Die Gefahr programmierbarer Währungen ist real. Der Genius Act mit seinen Einfrierklauseln ist real und beunruhigend. All das verdient ernsthafte Auseinandersetzung – in Parlamenten, Universitäten, Redaktionen.
Wie die künstliche Intelligenz das bestehende Geldsystem zerstört | Ernst Wolff Aktuell
Dein Gehirn summt ständig vor sich hin – mit ganz unterschiedlichen Wellenfrequenzen. Je nachdem, was du gerade tust und wie du dich fühlst, sind bestimmte Frequenzen dominanter als andere.
🔴 Gamma-Wellen (~30 Hz)
Wachsamkeit, Konzentration, geistige Aktivität.
Gamma-Wellen sind die kleinsten und schnellsten Schwingungen im Gehirn. Sie treten besonders dann auf, wenn du dich intensiv auf eine Aufgabe konzentrierst.
🟡 Beta-Wellen (14–30 Hz)
Denken, Problemlösen, wacher Zustand.
Beta-Wellen haben eine höhere Frequenz und geringere Amplitude. Sie sind typisch für wache, denkende Zustände – etwa beim Planen, Analysieren oder Diskutieren.
🟢 Alpha-Wellen (9–13 Hz)
Entspannung, Visualisierung, Tagträumen.
Diese Wellen stehen für einen gelösten, reflektierenden Zustand – etwa beim Tagträumen, bei leichter Meditation oder entspannter Selbstbeobachtung.
🔵 Theta-Wellen (4–8 Hz)
Zwischen Wachsein und Schlaf, kreative Impulse.
Theta-Wellen tauchen auf, wenn du tief meditierst, gedankenverloren bist oder dich in einem kreativen Fluss befindest – oft mit geschlossenen Augen, wach aber versunken.
🟣 Delta-Wellen (< 4 Hz)
Tiefer Schlaf, Bewusstlosigkeit.
Delta-Wellen sind mit dem tiefsten, traumlosen Schlaf verbunden. In extremen Fällen treten sie auch bei Bewusstlosigkeit auf – hier ist das Gehirn im absoluten Ruhemodus.
Es gibt vier archetypische Tore, durch die jede Seele in diese Welt tritt: Vater, Mutter, Sohn, Tochter. Moderne Psychologie nennt sie Beziehungsmuster, Prägung, Bindungsdynamik. Alte Schulen nannten sie Mysterium, Initiation, Erbe. Denn bevor wir Bürger, Arbeiter, Wähler oder Konsumenten werden, sind wir Kinder. Und das Nest, in dem wir erwachen, ist unser erster Tempel.
Vater und Mutter sind nicht nur biologische Funktionen. Sie sind Urbilder im kollektiven Feld. Der Vater als Grenze, Richtung, Schutzwall gegen das Chaos. Die Mutter als Quelle, Wärme, Schoss des Lebens. Diese Kräfte existieren nicht nur in Familien, sondern als kosmische Prinzipien: Ordnung und Fürsorge, Strenge und Hingabe, Himmel und Erde.
Wo diese Kräfte im Gleichgewicht sind, wächst eine Seele in Würde heran. Wo sie verzerrt sind, entstehen Risse im inneren Gefüge. Nicht nur durch sichtbare Gewalt, sondern durch Abwesenheit. Durch das Schweigen am Abendbrottisch. Durch den Blick, der nicht kommt. Durch die Umarmung, die fehlt.
Ein Kind reagiert nicht rational auf das, was im Nest geschieht. Es reagiert existenziell. Wird es nicht gesehen, fühlt es sich unsichtbar im Universum. Wird es abgewertet, glaubt es, das Leben selbst sei gegen es gerichtet. So entstehen unbewusste Gelübde: «Ich muss gefallen.» «Ich darf nicht stören.» «Ich bin nicht genug.»
Diese Schwüre begleiten den Erwachsenen in die Welt. Der Sohn sucht im Chef den Vater. Die Tochter sucht in Beziehungen die Mutterwärme. Anerkennung wird zur Ersatzreligion. Karriere zur Initiationsprüfung. Liebe zum Tauschgeschäft.
Wenn die inneren Eltern fehlen oder gebrochen sind, sucht die Seele Ersatzfiguren. Früher waren es Könige, Fürsten, geistliche Autoritäten – Vater Staat, Mutter Kirche. Heute ist es das anonyme Gebilde «der Staat», ein abstraktes Wesen aus Paragrafen und Versprechen. Er verspricht Sicherheit, Versorgung, Anerkennung. Er spricht in einer Sprache, die an das Urbedürfnis des Kindes rührt: «Ich kümmere mich.»
So verschiebt sich die Loyalität vom lebendigen Familienband zur abstrakten Struktur. Die archetypische Vater- und Mutterkraft wird projiziert auf Institutionen. Und was einst im Inneren geheilt werden sollte, wird nach aussen delegiert.
Wenn Familienstrukturen zerfallen, zerfällt mehr als ein Haushalt. Es zerfällt das energetische Schutzfeld, das Generationen getragen hat. Aus Grossfamilien werden Kernfamilien. Aus Kernfamilien Einzelne. Aus Einzelnen isolierte Fragmente.
Der Einzelne ohne Wurzel sucht Halt in Ideologien. Er sucht Sinn in Bewegungen. Er sucht Zugehörigkeit in Kollektiven. Doch keine Ideologie ersetzt das Fundament eines lebendigen Bundes zwischen Mann und Frau, zwischen Eltern und Kind.
Die Familie war über Jahrhunderte der Altar des Alltags. Dort wurden Werte übergeben, nicht als Dogma, sondern als gelebtes Beispiel. Dort lernte der Junge, was Verantwortung bedeutet. Dort lernte das Mädchen, was Würde heisst. Und beide lernten, dass sie Teil einer Kette sind, die vor ihnen begann und nach ihnen weitergeht.
Wird dieses Band gekappt, entsteht Orientierungslosigkeit. Geschlechterrollen werden nicht aus freier Erkenntnis hinterfragt, sondern aus Verwirrung. Mutterschaft wird entwertet, Vaterschaft dämonisiert. Treue wird als Fessel gedeutet, Bindung als Einschränkung. Selbstverwirklichung ersetzt Hingabe.
Doch das Leben selbst ist Beziehung. Keine Seele inkarnierte, um isoliert zu triumphieren. Wir sind keine autarken Monaden, sondern Knoten in einem lebendigen Netz. Wo keine stabile Familie ist, wird der Staat zum Ersatznest. Wo kein Vater steht, spricht die Behörde. Wo keine Mutter trägt, verwaltet das System. Der Mensch wird zum Antragsteller seiner eigenen Existenz. Doch ein Gebilde aus Gesetzen und Formularen kann keine archetypische Wärme erzeugen. Es kann regeln, aber nicht nähren. Es kann verwalten, aber nicht lieben.
Heilung beginnt nicht im Parlament, sondern im Haus. Nicht in der Ideologie, sondern im Bewusstsein. Jeder Mann trägt das Potenzial des schützenden Vaters in sich. Jede Frau das der nährenden Mutter. Und beide tragen Anteile des jeweils anderen.
Die Rückkehr zur natürlichen Ordnung bedeutet nicht Rückschritt, sondern Erinnerung. Erinnerung daran, dass Familie kein Zufall ist, sondern ein energetischer Bund. Dass Kinder keine Last sind, sondern Fortsetzung des eigenen Lebensstroms. Dass Treue kein Käfig ist, sondern ein Gefäss für Tiefe.
Wer die innere Vater- und Mutterkraft heilt, benötigt keine Ersatzeltern in Institutionen. Wer in einer starken Familie verwurzelt ist, steht aufrecht gegenüber jeder äusseren Macht.
Die grosse Transformation beginnt nicht mit Revolution, sondern mit Versöhnung. Mit dem Mut, die eigenen Prägungen anzuschauen. Mit der Bereitschaft, nicht weiterzugeben, was einen selbst verletzt hat. Mit der Entscheidung, das Nest wieder zu einem heiligen Raum zu machen.
Denn ohne stabile Beziehungen gibt es keine stabile Gesellschaft. Ohne Kinder keine Zukunft. Und ohne gelebte archetypische Ordnung bleibt nur Verwirrung. Vater. Mutter. Sohn. Tochter. Vier Tore. Vier Spiegel. Vier Wege zur Ganzheit.
Die Frage ist nicht, wer uns führen soll. Die Frage ist, ob wir bereit sind, wieder selbst Eltern zu sein – füreinander und für die Zukunft.
Nichts in der Politik passiert zufällig. Wenn es doch passiert, war es so geplant. Franklin D. Roosevelt hat das gesagt. Und man muss kein Verschwörungstheoretiker sein, dieses Reizwort, das immer dann aus der Schublade gezogen wird, wenn jemand unbequeme Fragen stellt, um festzustellen, dass dieses Zitat auf die COVID-Pandemie mit einer Präzision passt, die einem den Atem verschlägt.
Sasha Latypova, ehemalige Führungskraft in der pharmazeutischen Forschung und Entwicklung, legt seit Jahren Dokumente, Aussagen und Audioaufnahmen auf den Tisch, die das offizielle Narrativ nicht ergänzen, sondern vollständig zertrümmern. Ihre jüngste Arbeit dreht sich um ein internes AstraZeneca-Zoom-Meeting vom Ende 2020. Darin beschreibt Mark Esser, Vizepräsident für monoklonale Antikörper, beiläufig – während man einander auf die Schulter klopft – dass DARPA, die Forschungsagentur des US-Verteidigungsministeriums, AstraZeneca am 4. Februar 2020 anrief. «Keine Überraschung», sagt Esser. Man war ja bereits seit 2017 Teil des Konsortiums. Drei Jahre bevor irgendjemand das Wort COVID buchstabieren konnte.
Das Pentagon als Drehbuchautor
Was war dieses Konsortium? DARPA hatte ab etwa 2012 pharmazeutische Unternehmen angesprochen, spätestens aber 2017 konkret bei AstraZeneca angeklopft. Das Angebot: Militär identifiziert Viren mit Pandemie-Potenzial – nicht ganz klar wie – Pharma liefert Impfstoffe und Therapeutika innerhalb von 60 Tagen. Zu diesem Angebot sagte AstraZenecas Führung laut eigenem Geständnis auf dem Tape zunächst: «Ich dachte, das ist Science-Fiction.» Dann sagte man ja. Natürlich. Das Pentagon winkt mit Milliarden und die Pharmaindustrie ist ja bekannt für ihre moralische Standhaftigkeit.
Rund 300 Unternehmen sollen diesem Konsortium beigetreten sein. Kein Wettbewerb, keine unabhängige Forschung – ein koordiniertes, militärisch gesteuertes Netzwerk aus Pharmaunternehmen, NGOs, Geheimdiensten und Regierungen. Das Pentagon nannte das «Pandemic Preparedness». Orwell hätte gelächelt.
Am 4. Februar 2020 – dem Tag, an dem die Notstandserklärung später rückwirkend in Kraft gesetzt wurde – gingen laut Latypova Hunderte interne E-Mails durch Behörden, Militär, CDC und HHS. Koordination auf höchster Ebene. Inhalt weitgehend geschwärzt. Aber die Teilnehmerliste allein füllt mehrere Seiten. Zufälle dieser Qualität muss man erst mal produzieren.
Gates, Bourla, Rutte: Angeklagt in Amsterdam
In den Niederlanden läuft seit 2023 ein Zivilverfahren, das in seiner Bedeutung weit über die Landesgrenzen hinausreicht. Bill Gates, Albert Bourla (CEO von Pfizer) und der ehemalige niederländische Ministerpräsident Mark Rutte – der es inzwischen, wie es bei gescheiterten Politikern so üblich ist, zum NATO-Generalsekretär gebracht hat – stehen als individuelle Beklagte vor Gericht. Niederländisches Recht ermöglicht genau das: Keine Firma als Schutzschild, keine Institution als Puffer. Menschen. In Person.
Gates versuchte zunächst, die Zuständigkeit des Gerichts zu verneinen. Der Richter sah das anders. Ihre Anwälte erscheinen. Und was sagen neun Verteidigungsanwälte, die gesammelt im Gerichtssaal der Berufungsinstanz in Amsterdam sitzen, dem einzigen Anwalt der Kläger gegenüber? Auf eine Stunde präsentierter Beweislast antworteten sie mit einem einzigen Satz: «COVID war eine echte Erkrankung und die Impfstoffe sind sicher und wirksam.» Das war es. Ende. Mehr hatten neun hochbezahlte Juristen nicht zu sagen. Was für ein Geständnis der Argumentationslosigkeit.
Der PREP Act: Die Lizenz zum Schaden
Was das alles rechtlich möglich machte, ist der amerikanische PREP Act – ein Gesetzesmonster, das besagt: Erklärt der HHS-Sekretär eine Pandemie, dann gilt das Lebensmittel- und Arzneimittelgesetz nicht mehr. FDA darf keine «sicher und wirksam»-Kennzeichnung ausstellen. Klinische Studien sind unter Notfallzulassung rechtlich nicht durchführbar. Und keine Haftung. Für niemanden. Für nichts.
Hillary Clinton und Joe Biden standen 2005 im Kongress auf und sagten, dieses Gesetz sei zutiefst verfassungswidrig. Die Republikaner drückten es durch. Heute schweigen beide. Das nennt man politische Reifung.
In Europa wurde kein PREP Act benötigt. Bourla und Ursula von der Leyen verhandelten per SMS Impfstoffverträge für die gesamte EU – zehn Dosen pro EU-Bürger, Haftungsausschluss per Vertragsklausel, jahrelang geschwärzte Dokumente. Die nationalen Regierungen unterschrieben. Was sie unterschrieben haben, wissen viele bis heute nicht vollständig.
Der sechste Zeuge
Latypova erwähnt beiläufig, dass Professor Francis Boyle – Rechtsprofessor und Autor der Biowaffen-Konventionsgesetzgebung – bereit war, vor Gericht auszusagen, dass die COVID-Impfstoffe unter die Definition biologischer Waffen fallen. Drei Wochen nach seiner Zusage starb er «plötzlich».
Man muss das nicht interpretieren. Man darf es einfach zur Kenntnis nehmen und sich fragen, wie viele Zufälle man akzeptiert, bevor man aufhört, sie Zufälle zu nennen.
Das Verfahren in Leeuwarden findet am 22. Oktober statt. Öffentlich. Die Kläger sind schwer verletzt, manche arbeitsunfähig, einer bereits verstorben. Ihr Gegner: Einer der reichsten Männer der Welt, der grösste Pharmahersteller des Planeten und ein ehemaliger Regierungschef – jetzt an der Spitze der mächtigsten Militärallianz der Geschichte.
Kleines Budget. Grosse Gegner. Und die Wahrheit, die sich bekanntlich nicht geschwärzt, einfrieren oder retroaktiv umdatieren lässt.
BREAKING! "Pfizer KNEW the covid shot was a POISON from the very beginning" Court Documents reveal
Pete Hegseth, Gottes eigener Kriegsminister und selbsternannter Kreuzritter im Tarnanzug, hat bei der Pentagon-Gebetsversammlung gestern einen Bibelvers vorgetragen. Einen echten, selbstverständlich. Absolut authentisch. Direkt aus dem Heiligen Buch. Das Buch Pulp Fiction, Kapitel Tarantino, Vers Ezekiel 25:17.
Der Mann, der das weltgrösste Militär kommandiert, kann eine Hollywood-Räuberpistole nicht von der Heiligen Schrift unterscheiden. Und niemand im Raum hat’s gemerkt, oder es war allen schlicht egal? Was kommt als Nächstes beim Pentagon-Frühstücksgottesdienst? Die Bergpredigt aus Monty Pythons «Das Leben des Brian»? «Gepriesen sind die Skifahrer», «Romanes eunt domus!» und zum Abschluss ein feierliches «Chwanzus Longus» vor versammelter Generalität?
Aber ehrlich: Für eine Regierung, die Realität seit Jahren mit Fiktion verwechselt, ist ein Tarantino-Vers als Heilige Schrift nur konsequent. Zumindest ist «Ezekiel 25:17» dramatischer als die meisten echten Lageberichte aus dem Weissen Haus.
Amen.
Pentagon-Gottesdienst: Pulp Fiction ist jetzt Heilige Schrift
Man könnte meinen, der finale Kampf in Rocky IV sei einfach nur ein überdrehter Boxkampf mit viel Pathos und noch mehr Schweiß. Stimmt auch. Und trotzdem steckt da mehr drin als zwei Männer, die einander das Gesicht neu sortieren.
Im Ring stehen sich Rocky Balboa und Ivan Drago gegenüber. Nicht nur Boxer, sondern wandelnde Ideologien. Der eine improvisiert, leidet, steht wieder auf. Der andere wirkt wie ein Produkt aus Labor, System und Berechnung. Mensch gegen Maschine, Herz gegen Programmierung.
Was den Kampf interessant macht, ist nicht die Choreografie. Es ist der Moment, in dem das scheinbar perfekte System anfängt zu wanken. Drago, dieser emotionslose Koloss, zeigt Risse. Schmerz, Zweifel, vielleicht sogar so etwas wie Respekt. Und Rocky? Der macht, was er immer macht: Weiter. Ohne Strategiepapier, ohne perfekte Technik. Einfach stur.
Der eigentliche Schlag passiert nicht im Ring, sondern im Kopf der Zuschauer. Die Menge kippt. Loyalitäten verschieben sich. Plötzlich wirkt der Aussenseiter echter als das perfekt konstruierte Ideal.
Am Ende gewinnt nicht nur Rocky. Es gewinnt die Idee, dass selbst das Unbesiegbare brüchig wird, wenn der Glaube daran nachlässt. Klingt vertraut. Sollte es auch…
Es war immer nur eine Frage der Zeit. Wer die Entwicklung der Europäischen Union in den letzten zwei Jahrzehnten aufmerksam verfolgt hat, wusste: Das Einstimmigkeitsprinzip ist nicht das Fundament eines Staatenbundes – es ist ein Hindernis auf dem Weg zu etwas ganz anderem. Und Hindernisse werden in Brüssel nicht diskutiert, sie werden beseitigt.
Der aktuelle Anlass ist, wie so oft, ein praktischer: Ungarn hat wiederholt Entscheidungen blockiert, zuletzt beim geplanten Ukraine-Kredit von rund 90 Milliarden Euro. 90 Milliarden. Ohne Zustimmung einzelner Mitgliedsländer, einfach durchgedrückt per Mehrheitsentscheid. Das Prinzip, dass jeder Staat bei zentralen Fragen – Krieg, Frieden, internationale Verpflichtungen – ein Vetorecht besitzt, soll künftig durch Mehrheitsentscheidungen ersetzt werden. Weil Einstimmigkeit unbequem ist. Weil sie bedeutet, dass auch kleine Länder Nein sagen dürfen. Und das geht natürlich nicht.
Die Argumentation aus Brüssel ist dabei von bestechender Schlichtheit: Einzelne Staaten blockieren, also muss das Blockieren abgeschafft werden. Nicht die Entscheidungen werden hinterfragt – das Recht, sie abzulehnen, wird abgeschafft. Das nennt man in Brüssel «Handlungsfähigkeit stärken.» Anderswo nennt man es Gleichschaltung.
Besonders hilfreich kommt dabei die politische Entwicklung in Ungarn: Ein Staat, der sich bislang regelmässig als Bremsklotz gegen Finanzhilfen und Kompetenzausweitungen positioniert hat, könnte als Gegengewicht wegfallen. Das Timing ist bemerkenswert. Der letzte nennenswerte Widerstand räumt sich gerade selbst aus dem Weg – und Brüssel steht bereit, die entstandene Lücke mit neuen Abstimmungsregeln zu füllen, bevor irgendjemand auf die Idee kommt, sie anders zu nutzen.
Was folgt, ist absehbar: Gemeinsame Schuldenmodelle, langfristige EU-Finanzierungsinstrumente, weitere Kompetenzverschiebungen nach Brüssel – alles Vorhaben, die bislang am Widerstand einzelner Staaten scheiterten und nun, ohne Veto, plötzlich mehrheitsfähig werden. Der Mechanismus ist elegant: Man wartet, bis der Widerstand schwächelt, ändert dann die Spielregeln und erklärt das Ergebnis zur demokratischen Entscheidung.
Was dabei verschwindet, ist das, was die EU ursprünglich von einem Zentralstaat unterscheiden sollte: Die Souveränität ihrer Mitglieder. Künftig können milliardenschwere Entscheidungen, die einzelne Länder unmittelbar betreffen, ohne deren Zustimmung getroffen werden. Das ist nicht Integration – das ist Entmündigung mit Mehrheitsbeschluss.
Die Union souveräner Staaten, als die die EU einst vermarktet wurde, ist in diesem Modell eine Erinnerung. Was entsteht, ist ein zentralisiertes politisches Gebilde, in dem nationale Interessen nicht mehr vertreten, sondern überstimmt werden.
Philippe Séguin wusste es 1992. Die Frage ist nur, wie viele es heute noch wissen wollen…
Nichts wird gründlicher vorbereitet als eine Krise, die «plötzlich» auftaucht. Corona war solch ein Fall. Was als Schock verkauft wurde, war zuvor x-mal geübt worden: Szenarien, Planspiele, Durchläufe. Lock Step (2010) lieferte früh die Dramaturgie, Event 201 kurz vor dem «Ausbruch» von Corona die Generalprobe. Pandemie, Lockdowns, Kommunikationsdisziplin, Governance. Ein zuvor einstudiertes Protokoll.
In diesem Gespräch führt die Spur immer wieder zu Bill Gates und seiner Stiftung. Schon seine Vorfahren beschäftigten sich mit Family Planning, Geburtenkontrolle, Steuerung durch Fürsorge. Philanthropie als Politik ohne Mandat, Technik als Vollstrecker. Corona wirkt hier nicht als Ausnahme, sondern als Beschleuniger einer Vision, die die Erde mit deutlich weniger Menschen sieht. KI macht immer mehr Menschen überflüssig. Wäre es nicht sinnvoll, Fruchtbarkeit global zu kontrollieren? Durch eine Impfung? Wäre eine historisch niedrige Geburtenrate in Verbindung mit Menschen, die völlig überraschend aus dem Leben scheiden, langfristig nicht ein Vorteil für die, die übrig bleiben? Und wäre es nicht zwingend nötig, das Wissen über die medizinischen Fakten im Anschluss an die Impfung zu kontrollieren? Wer gehört zu den Hauptinvestoren bei ChatGPT? Bill Gates.
Warum passen Übung und Wirklichkeit so reibungslos zusammen?
Dieses Gespräch mit ChatGPT sollte auch als historisches Zeugnis angesehen werden.
Erwachen ist kein sanfter Prozess, sondern ein leises Beben im Innersten. Schicht um Schicht zerfällt das alte Weltbild, wie Nebel, der von der Sonne durchdrungen wird. Die vertrauten Erklärungen, die uns einst Sicherheit gaben, lösen sich auf – und zurück bleibt ein stilles Staunen, ein unstillbarer Hunger nach Wahrheit.
Der Weg des Erwachens führt durch Dunkelheit, durch Einsamkeit, durch das Schweigen derer, die noch schlafen. Du lachst nicht mehr über dieselben Witze, du führst keine Gespräche mehr über Dinge, die leer geworden sind. Und manchmal flackert der Gedanke auf: War es leichter, in der Illusion zu leben?
Doch tief in dir weisst du: Es gibt kein Zurück. Du bist hier, um beim Geburtsprozess einer neuen Erde zu begleiten – einer Zeit, in der das Menschliche wieder göttlich wird. Diese Geburt ist schmerzhaft, chaotisch, ungewiss. Aber sie ist auch heilig.
Jedes Aufbrechen, jedes Infragestellen, jedes Loslassen ist ein stilles Gebet. Du wurdest für diesen Übergang ausgewählt – nicht, weil du perfekt bist, sondern weil du bereit bist, zu erinnern, wer du wirklich bist.
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen verkündete kürzlich mit sichtlicher Begeisterung in Brüssel: Die europäische Altersverifikations-App sei technisch fertig und werde den Bürgern «bald zur Verfügung stehen.» Und sie erläuterte auch gleich das Funktionsprinzip – nach demselben «bewährten Modell» der «erfolgreichen» Corona-App. Wer sich an die Jahre 2021 ff. erinnert, in denen EU-Bürger ohne exakt dieses «innovative Instrument» keinen Zugang zum öffentlichen Raum mehr hatten, darf an dieser Stelle kurz innehalten und die Assoziation sacken lassen. Es darf davon ausgegangen werden, dass von der Leyen sehr genau weiss, welche Assoziation sie hier erzeugt. Es ist keine versehentliche Wortwahl.
Philippe Séguin sagte es 1992, am Tag der Debatte über den Maastricht-Vertrag, mit einer Klarheit, die seither systematisch aus dem kollektiven Gedächtnis heraus redigiert wurde: «Es ist nicht Europa, das man uns vorschlägt, sondern das Ende der Demokratie.» Der damalige Präsident der französischen Nationalversammlung, späterer Sozialminister und Präsident des Rechnungshofes, irrte sich nur in einem Punkt: Er unterschätzte, wie lange der Prozess dauern würde. Über dreissig Jahre später ist das Projekt weit fortgeschritten – und das aktuelle Kapitel nennt sich, mit der für diese Klasse von Politikern typischen Chuzpe: Kinderschutz.
Wie die App funktioniert — und was das bedeutet
Die Einrichtung erfordert Reisepass oder Personalausweis. Die App ist, wie von der Leyen betont, «vollständig quelloffen — jeder kann den Code prüfen, auch die Partnerländer.» Sie spricht bereits von einem möglichen «globalen Standard.» Eingebettet ist das Ganze in den Rahmen des Digital Services Act, der künftig als rechtliche Grundlage für die umfassende Identifikationspflicht im digitalen Raum dient.
Von der Leyen versichert gleichzeitig: «Niemand wird Ihr genaues Alter kennen, niemand Ihre Identität und auch nicht, welche Inhalte Sie sich ansehen.» Eine Aussage, die man mit derselben Ernsthaftigkeit bewerten darf, mit der man seinerzeit «die Impfung bleibt freiwillig» bewertet hat. Wer heute noch solchen Zusicherungen aus Brüssel vertraut, hat die letzten fünf Jahre auf einem anderen Kontinent verbracht.
Parallel dazu hat Frankreichs Präsident Macron für soziale Medien ein Verbot für unter 15-Jährige bis September angekündigt und einen EU-weiten Videogipfel für einen «koordinierten Ansatz» einberufen. In Deutschland lässt Lars Klingbeil ein Positionspapier ähnlichen Inhalts und nahezu identischen Wortlauts durch Hinterzimmer zirkulieren – ein Papier, das die einst als «100% freiwillig» beworbene EU-Altersverifikation nun zur verpflichtenden Zugangsvoraussetzung für Online-Plattformen macht. Inklusive der Absicht, VPN-Umgehungen zu blockieren.
Das Ziel dieser Architektur ist nicht schwer zu entschlüsseln. Das Projekt der Altersverifikation im Internet verfolgt genau ein Ziel: Die erwachsene Nutzermehrheit dazu zu zwingen, sich mit digitaler ID oder Biometrie zu identifizieren. Erzwungene Online-Identifizierung ist nicht die Grundlage einer demokratischen Gesellschaft – sie ist die Grundvoraussetzung von Narrativkontrolle und Datensammlung, die ihrerseits das Fundament autoritärer Staatssysteme und moderner Massenüberwachung bilden. Quelloffen einsehbar, länderübergreifend verfügbar, auf «globalen Standard» ausgelegt. Transparenz nennt man das, wenn man Euphemismen mag. Andere nennen es Infrastruktur.
Der Kinderschutz-Vorwand
«Aber es ist doch für die Kinder!» ist der koordinierte Schlachtruf, der diese Offensive zusammenhält – von Brüssel über Paris bis Berlin. Er funktioniert, weil er unangreifbar klingt. Wer gegen Kinderschutz ist, ist für Kindesmissbrauch – so die implizite Logik, die jede ernsthafte Debatte im Keim erstickt.
Dabei wäre ein ehrliches Interesse am Schutz junger Menschen an ganz anderen Stellen sichtbar: In einer brauchbaren Bildung statt Wehrkunde-Revival, in unabhängigem Informationszugang statt kuratierten Staatsnarrativen, in der Bekämpfung der seit Jahrzehnten konstant hohen Kinderarmut – 25 Prozent der Kinder in der EU sind von Armut bedroht, 20 Millionen konkret. Oder in der konsequenten Strafverfolgung mutmasslicher organisierter Pädophilie, die in Netzwerken mit illustren Namen operiert, während die zuständigen politischen Kreise lieber «Verschwörungstheorie» rufen als Staatsanwälte.
Dieselben, die standardmässig die Frühsexualisierung von Kindern in Lehrpläne integrieren. Dieselben, die uns wiederholt die Chatkontrolle anbieten. Dieselben, die junge Menschen in geopolitische Kriege schicken würden, für die sie zu jung sind, um auf TikTok zu sein. Diesen soll ernsthaft ein redliches Interesse am Wohlergehen von Minderjährigen abgenommen werden?
Was Kinder im Netz verstören könnte, ist im Übrigen eine interessante Frage. Sind die Massaker, die demokratische Vertreter auf der Welt anrichten, befeuern und absegnen, etwa nicht jugendfrei? Muss man bald auch beim Öffnen regulärer Nachrichtenportale seinen Ausweis zeigen, bevor man von Toten, Bomben und Kriegen erfährt – von einer Realität, an deren Gestaltung die Kinderschützer aus Brüssel aktiv mitwirken?
Was als Nächstes kommt
Das Internet, das in seinem gegenwärtigen Zustand bereits erheblich überwacht wird, steht vor seiner nächsten Domestizierungsstufe. Die technische Infrastruktur ist nach eigenen Angaben fertig. Die rechtliche Grundlage über den Digital Services Act ist gesetzt. Die politische Koordination zwischen EU-Kommission, Mitgliedstaaten und willigen Regierungsparteien läuft. Was fehlt, ist allein die schrittweise Normalisierung des Vorgangs – und für die ist das Kinderschutz-Framing hervorragend geeignet.
Niemand braucht eine digitale Gouvernante. Niemand braucht Bevormundung, Zensur, Narrativkontrolle und die damit verbundene Infrastruktur, verpackt in eine App, die mit demselben Modell operiert wie das Instrument, das vor wenigen Jahren den Zugang zum öffentlichen Leben reguliert hat. Und niemand hat Klingbeil oder von der Leyen gewählt, um die Anonymität im Internet unter dem Vorwand des Kinderschutzes zu liquidieren.
Philippe Séguin hatte 1992 recht. Er wusste nur noch nicht, wie das Ende der Demokratie im Jahr 2025 aussehen würde: Quelloffen, länderübergreifend, mit freundlichem Interface – und selbstverständlich für die Kinder!
Nach dem Wahlsieg der Opposition in Ungarn zeigen sich deutsche Medien erfreut über das Ende der 16-jährigen Regierungszeit von Viktor Orbán. Die Berichterstattung über diesen politischen Wandel in Budapest steht jedoch in der Kritik, wichtige Aspekte der Entwicklung unvollständig darzustellen.
Kritiker bemängeln, dass in der deutschen Medienlandschaft bestimmte Faktoren der ungarischen Wahlergebnisse nicht ausreichend beleuchtet würden. Diese Informationslücken könnten nach Ansicht von Beobachtern zu einer unvollständigen Einschätzung der politischen Situation in Ungarn führen. Die jahrelange Berichterstattung über die Regierung Orbán hatte sich häufig auf Kritikpunkte wie Rechtsstaatlichkeit und Medienfreiheit konzentriert.
Medienkritiker argumentieren, dass eine umfassende Berichterstattung alle relevanten Entwicklungen und Hintergründe einbeziehen sollte, um der Komplexität der politischen Verhältnisse gerecht zu werden. Sie sehen in der aktuellen Darstellung eine Fortsetzung einer bereits etablierten Erzählweise über die ungarische Politik.
Die Debatte um die Medienberichterstattung über Ungarn spiegelt grundsätzlichere Diskussionen über journalistische Objektivität und die Auswahl von Informationen wider. Während Befürworter der aktuellen Berichterstattung auf die Bedeutung kritischer Begleitung autoritärer Tendenzen verweisen, fordern andere eine ausgewogenere Darstellung aller Aspekte der politischen Entwicklungen in Ungarn.
Was unsere Medien zu Orbáns Abwahl verschweigen – und warum sie sich damit selbst entlarven
In der Schweiz läuft es nach bekanntem Muster: Wenn ein Problem zu gross, zu heikel oder schlicht zu unbequem ist, dann wird nicht an der Wurzel gesägt – man pinselt lieber die Blätter an, damit sie in der Abendsonne schön glänzen. Begrenzung der Zuwanderung? Zu viel Streit mit Brüssel. Schluss mit Open Borders für Migranten? Klingt nach Rassismus, das kann keiner riskieren. Abriss von günstigem Wohnraum stoppen, damit Renditejäger nicht noch mehr auspressen? Um Himmels willen, da würde man ja die Baulobby verärgern – und die finanziert schliesslich den einen oder anderen Wahlkampf.
Symptombekämpfung im Hochglanzformat
Also macht man, was in der Politik seit Jahrzehnten am besten funktioniert: Symptombekämpfung und Ablenkung. Das Ganze wird natürlich in die hübsche Verpackung „verantwortungsvolle Politik“ gesteckt, um dann medial auf allen Kanälen durch die Republik geblasen zu werden. Denn die Medien sind inzwischen nicht mehr der berühmte „vierte Pfeiler der Demokratie“, sondern das Lautsprecherhorn für den gerade gültigen Auftrag. „Framing“ heisst das Zauberwort – früher nannte man es Propaganda, heute klingt es hipper.
Neue Feindbilder braucht das Land
Anstatt über die wirklichen Ursachen zu sprechen, wird die Bevölkerung darauf getrimmt, die falschen Feindbilder zu hassen. Rentner in ihren schuldenfreien Häuschen – was für ein Skandal! Da sitzen die Alten gemütlich im Eigenheim, während die Jugend in der Mietfalle darbt. Double Income, No Kids-Paare mit grosszügigen Wohnungen – auch verdächtig. Die haben Platz und Ruhe, während der brave Mittelstand mit Kindern zwischen IKEA-Schränken zusammengepfercht lebt. Voilà, die neuen Hassobjekte für die Schlagzeilen.
Ablenkung ist billiger als Konfrontation
So einfach lässt sich die Wut kanalisieren. Denn wenn die breite Masse irgendwann merkt, dass sie systematisch ausgenommen wird – steigende Lebenshaltungskosten, sinkende Reallöhne, explodierende Wohnpreise –, dann könnte sie auf die ungemütliche Idee kommen, die wirklichen Profiteure zu benennen: die Asylindustrie, die von jedem Antrag lebt wie der Wirt von der Stammkundschaft; die EU, die Grenzen am liebsten nur noch im Atlas kennt; die Bau- und Finanzlobby, die günstigen Wohnraum lieber abreisst, um Luxusbunker für Besserverdienende hinzustellen.
Karriere zuerst, Wahrheit zuletzt
Doch genau diese Konfrontation ist Gift für jede Politkarriere. Also lieber ein paar einfache Geschichten erzählen, die man dem Volk mit Schlagzeilen einhämmern kann. Das hat Tradition: Wenn es wirtschaftlich bergab geht, wenn Druck auf den Mittelstand wächst, dann braucht die Menschheit ihre Sündenböcke. Und weil das direkte Anklagen der wahren Machtzentren gefährlich ist, werden eben harmlose Zielgruppen zum Abschuss freigegeben.
Teile und herrsche – die ewige Erfolgsformel
Das Drehbuch ist altbekannt: Teile und herrsche. Hetze Jung gegen Alt, Mieter gegen Eigentümer, Familien gegen Kinderlose – Veganer gegen Fleischesser, «Klimalügner gegen «Klimaretter», «Putinversteher» gegen Kriegsbefürworter, Ungeimpfte gegen Geimpfte, Rechts gegen Links die Liste kann endlos weitergeführt werden. Während die Leute sich gegenseitig zerfleischen, lachen sich die wahren Profiteure ins Fäustchen – und zählen weiter ihre Rendite.
Schweiz 2025: Symptome statt Lösungen
Die Pointe? Wir alle wissen es. Aber wir spielen brav mit. Denn es ist einfacher, über den Nachbarn zu schimpfen, der „zu viel Platz“ hat, als jene zu hinterfragen, die uns systematisch den Boden unter den Füssen wegziehen. Willkommen in der Schweiz 2025: die Alpenrepublik der Symptombekämpfer – mit Sündenbockgarantie.
Frank Castle ist zurück. Nicht weil die Welt ihn braucht. Nicht weil irgendjemand gebeten hat. Sondern weil die Unterwelt von New York offenbar noch nicht vollständig ausgeblutet ist – und Castle dieses Problem auf seine Weise löst.
«The Punisher: One Last Kill» erscheint am 12. Mai 2026 auf Disney+ – in Deutschland einen Tag später, weil der Algorithmus offenbar auch beim Rachefeldzug auf Bürokratie besteht. Es ist das dritte sogenannte «Marvel Special Presentation», also jenes Format, das Marvel immer dann aus der Schublade zieht, wenn eine Geschichte zu brutal, zu dunkel oder zu erwachsen für das übliche Serienformat ist. Oder schlicht zu gut, um in neunzehn Folgen zur Bedeutungslosigkeit gestreckt zu werden.
Jon Bernthal kehrt zurück als Frank Castle – ein Mann, der in der Summe seines Seins aus Trauma, Schuldgefühlen und einer bemerkenswerten Fähigkeit besteht, Feinde durch Wände zu werfen. Der Trailer zeigt Castle in dem Versuch, jenseits der Rachsucht einen Sinn zu finden – bis ihn eine unerwartete Macht wieder in den Kampf zieht. Dass dieser «Sinn» vermutlich wieder in Form einer zertrümmerten Kinnlade endet, versteht sich von selbst. Der Trailer zeigt Bernthal unter anderem in Flammen stehend, während ihn Halluzinationen heimsuchen – was gleichzeitig die brutalste und die psychologisch ehrlichste Darstellung eines PTSD-geplagten Kriegsveteranen ist, die das MCU je gewagt hat.
Die Antagonistin: Ma Gnucci. In den Comics ist sie die skrupellose Anführerin der Gnucci-Verbrecherfamilie – im Rollstuhl, körperlich verwundbar, aber intellektuell und organisatorisch eine der gefährlichsten Figuren in Castles Geschichte. Dass ausgerechnet sie als Gegnerin gewählt wurde, ist kein Zufall. Ma Gnucci steht für das, was Castle am meisten hasst: Strukturierte, institutionalisierte Gewalt. Keine Chaos-Schläger, sondern ein ganzes System, das zertrümmert werden will.
Das Special wurde im Sommer 2025 in New York City gedreht und bereits das verrät die Absicht: Kein CGI-Fantasyreich, keine kosmische Bedrohung, keine Infinity-Stones. Nur Beton, Blut und Bernthal. Regie führt Reinaldo Marcus Green, das Drehbuch haben Green und Bernthal gemeinsam verfasst – und das ist der vielleicht wichtigste Satz des gesamten Projekts. Weil es bedeutet, dass jemand hinter der Kamera steht, der die Figur nicht als Verwertungsmaschine begreift, sondern als Charakter mit echtem moralischen Gewicht.
Zeitlich ist das Special zwischen dem Finale von «Daredevil: Born Again» Staffel 2 und «Spider-Man: Brand New Day» angesiedelt – womit Marvel eine erzählerische Brücke baut zwischen dem Dunkelsten, was die Plattform anbietet, und dem Freundlichsten. Ironie hat ihren eigenen Terminkalender.
Was bleibt: Marvel hat verstanden, zumindest vorübergehend, dass nicht jede Geschichte mit einem Gruppenumarmungsbild enden muss. «One Last Kill» klingt nicht wie ein Versprechen. Es klingt wie eine Drohung. Und Frank Castle macht keine leeren Drohungen.
A Marvel Television Special Presentation: The Punisher: One Last Kill | Official Trailer
Phillip Buckhaults ist kein Randerscheinung. Er ist Professor für Molekularbiologie und Genetik an der University of South Carolina, Experte für Krebsgenomik – und bekannt dafür, während der Pandemie den Covid-Speicheltest entwickelt zu haben. Ein Mann also, dem man zugetraut hat, nützliche Wissenschaft zu betreiben. Bis er anfing, unbequeme Wissenschaft zu betreiben. Am 12. September 2023 sagte er vor dem Medical Affairs Ad-Hoc Committee des Senats von South Carolina aus. Seine Aussage war von bestechender Klarheit: Der Pfizer-Impfstoff ist mit Plasmid-DNA kontaminiert. Es handelt sich nicht nur um mRNA. Er enthält DNA-Fragmente – und er weiss das, weil er ihn in seinem eigenen Labor sequenziert hat. Man lasse das kurz wirken.
Was Plasmid-DNA bedeutet – und was nicht sein sollte
mRNA-Impfstoffe funktionieren nach einem simplen Prinzip: Boten-RNA wird injiziert, gibt Bauanleitung für ein Protein, wird abgebaut, fertig. Das war das Versprechen. Das war die Grundlage der Zulassung. Das war der Unterschied zu klassischen Impfstoffen, den man dem Publikum als revolutionären Vorteil verkaufte.
Was Buckhaults gefunden hat, ist etwas anderes: Plasmid-DNA – also zirkuläre DNA-Fragmente, die bei der Herstellung des mRNA-Templates verwendet werden und eigentlich vollständig entfernt sein sollten. Nicht in Spuren. In Mengen, die über den von der EMA und FDA gesetzten Grenzwerten lagen.
DNA ist stabiler als mRNA. DNA kann in den Zellkern eindringen. Die Frage, ob und wie injizierte DNA-Fragmente mit dem menschlichen Erbgut interagieren können, ist keine esoterische Spinnerei – sie ist eine legitime molekularbiologische Frage, die beantwortet werden müsste, bevor man einen Impfstoff milliardenfach verabreicht. Sie wurde nicht beantwortet. Sie wurde nicht gestellt. Zumindest nicht laut.
Die Zulassungsbehörden und ihre blinden Flecken
Hier beginnt die eigentliche Geschichte. Pfizer wusste von der DNA-Kontamination. Das ist keine Spekulation – es ist aus Dokumenten hervorgegangen, die im Rahmen von FOIA-Anfragen veröffentlicht wurden. Die Frage ist, ob die Zulassungsbehörden – FDA, EMA, Swissmedic – bei der Prüfung der Herstellungsqualität ausreichend hingeschaut haben.
Die Antwort, die sich aus Buckhaults‘ Testimony ergibt, ist ernüchternd: Offenbar nicht gründlich genug. Oder die Grenzwerte wurden so gesetzt, dass das Ergebnis von vornherein akzeptabel aussah. Das ist kein kleines Detail. Qualitätskontrolle bei Impfstoffen existiert nicht als bürokratische Pflichtübung – sie existiert, weil injizierte Substanzen in den menschlichen Körper gelangen und dort Dinge tun können, die man nicht vollständig vorhersehen kann. DNA-Kontamination über Grenzwerten in einem Massenimpfstoff ist ein regulatorisches Versagen. Punkt.
Die Reaktion – schweigen, ablenken, weitermachen
Buckhaults‘ Aussage vor dem South Carolina Senat ist seit September 2023 öffentlich zugänglich. Die grossen Medien haben sie mit jener Gründlichkeit aufgegriffen, die inzwischen zum Markenzeichen ihrer Wissenschaftsberichterstattung geworden ist: Kaum. Kein Spiegel-Titelthema. Kein ARD-Brennpunkt. Keine dringende Nachfrage an Pfizer, die EMA oder das RKI.
Stattdessen das übliche: Der Mann sei nicht repräsentativ. Die Befunde seien umstritten. Man solle keine Panik verbreiten. Umstritten unter wem? Von wem widerlegt? Mit welchen Daten? Das sind Fragen, die der Wissenschaftsjournalismus stellen müsste – und nicht stellt, weil die Antworten unbequem werden könnten.
Fazit ohne Schleifchen
Buckhaults ist kein Impfgegner. Er hat das in seiner Aussage explizit betont. Er ist ein Wissenschaftler, der ein Problem gefunden hat – und der die institutionelle Reaktion darauf beschreibt: Schweigen, Ignorieren, Weitermachen.
Das ist der eigentliche Skandal. Nicht die Kontamination allein – Herstellungsprobleme können passieren. Sondern die Tatsache, dass ein ausgewiesener Experte vor einem parlamentarischen Gremium aussagt, er habe einen zugelassenen Massenimpfstoff auf DNA-Kontamination untersucht und sei fündig geworden – und die zuständigen Behörden reagieren mit dem Enthusiasmus einer Stadtverwaltung auf einen Antrag zur Parkplatzneugestaltung.
Was im Impfstoff war - und warum niemand danach gefragt hat
Es beginnt nie mit dem lauten Knall, den die Masse erwartet. Keine Sirenen, keine dramatischen Schlagzeilen, kein apokalyptischer Moment, an dem alle gleichzeitig aufschrecken und sagen: «Jetzt.» Systeme sterben leise. Fast höflich. Wie ein alter Gott, der längst vergessen wurde, aber noch in den Ritualen weiterlebt, die niemand mehr versteht.
Denn jedes System ist mehr als nur Struktur. Es ist ein unsichtbares Geflecht aus Überzeugungen, ein kollektiver Zauber, gespeist aus Vertrauen, Angst und Gewohnheit. Man könnte sagen: Eine Art moderner Okkultismus. Kein Weihrauch, keine schwarzen Kerzen, dafür Bildschirme, Narrative und das stille Einverständnis der Vielen. Der wahre Träger eines Systems ist nicht seine Macht, sondern der Glaube an seine Legitimität. Und genau dort beginnt der Zerfall.
Nicht sichtbar, nicht messbar, aber spürbar für jene, die zwischen den Zeilen lesen. Ein feiner Riss im Bewusstsein. Ein Zweifel, der sich nicht mehr ganz verdrängen lässt. Ein Gefühl, dass etwas nicht stimmt, auch wenn alle Zahlen und Experten das Gegenteil behaupten. Es ist, als würde ein alter Bann schwächer werden. Die Worte wirken noch, aber die Energie dahinter ist versiegt.
Unsere Zeit ist durchzogen von solchen Rissen. Man spürt es im Ton der Debatten, in der Gereiztheit, in diesem unterschwelligen Misstrauen, das sich durch alle Schichten zieht. Die Oberfläche zeigt Geschäftigkeit, Fortschritt, Kontrolle. Doch darunter pulsiert etwas anderes: Ein kollektives Unbehagen, das sich nicht mehr in einfache Erzählungen pressen lässt.
Der Zeitgeist selbst wirkt zerrissen. Auf der einen Seite das Festhalten an alten Strukturen, als könne man durch Wiederholung die Realität stabilisieren. Auf der anderen Seite ein wachsendes Gefühl, dass diese Strukturen nur noch Hüllen sind. Symbole ohne Substanz. Rituale ohne Glauben.
Es ist fast mystisch, wie dieser Prozess verläuft. Kein klarer Anfang, kein definierter Endpunkt. Eher ein langsames Ausfransen der Wirklichkeit. Als würde ein Schleier dünner werden, durch den man plötzlich Dinge erkennt, die vorher unsichtbar waren. Nicht weil sie neu sind, sondern weil man sie nicht mehr ignorieren kann.
Gesellschaftlich zeigt sich das in einer merkwürdigen Spannung: Die Institutionen sprechen weiterhin mit der Stimme der Autorität, doch ihre Worte hallen anders. Leerer. Fragiler. Gleichzeitig wächst die Sehnsucht nach etwas Echtem, etwas, das nicht nur behauptet, sondern trägt. Doch diese Sehnsucht wird oft fehlgelenkt, kanalisiert in Ersatzrituale, in neue Dogmen, die kaum stabiler sind als die alten.
Vielleicht ist das der eigentliche Übergang, den wir erleben: Kein einfacher Zusammenbruch, sondern eine Entzauberung. Der Moment, in dem sichtbar wird, dass die Macht nie absolut war, sondern geliehen. Gebunden an die innere Zustimmung derer, die sie anerkennen. Wenn dieser innere Konsens schwindet, verliert selbst das scheinbar Unerschütterliche seine Schwerkraft.
Und dann geschieht das Paradoxe: Von aussen sieht noch alles stabil aus. Die Fassaden stehen, die Regeln gelten, die Abläufe funktionieren. Doch innerlich ist das Fundament bereits porös. Der eigentliche Einsturz hat längst begonnen, nur noch nicht im Sichtbaren.
Man könnte sagen: Wir leben nicht im Anfang des Endes, sondern im Ende des Glaubens. Und das ist der Moment, in dem Systeme wirklich sterblich werden.
Alle vier oder fünf Jahre dasselbe Ritual. Seit Jahrzehnten dieselben Plakate, dieselben Versprechen, dieselben Gesichter in neuen Anzügen. Du gehst hin, machst dein Kreuzchen, gehst nach Hause – und das System atmet erleichtert auf. Denn du hast soeben das Wichtigste getan, was eine korrupte Ordnung von dir benötigt: Du hast ihr zugestimmt. Nicht mit Begeisterung, vielleicht. Nicht aus Überzeugung, wahrscheinlich. Aber du hast mitgespielt. Und das genügt. Willkommen in der Demokratie. Sie funktioniert wunderbar – für jene, die von ihr profitieren.
Die Grundlüge des westlichen Parlamentarismus ist nicht, dass er offen tyrannisch wäre. Das wäre zu einfach, zu erkennbar, zu angreifbar. Die Grundlüge ist subtiler und deshalb wirksamer: Sie lautet, dass du eine Wahl hast. Dabei hast du seit Jahrzehnten keine mehr. Was du hast, ist eine Auswahl – zwischen Pest und Cholera, zwischen zwei Varianten desselben Programms, zwischen Parteien, die sich in Nuancen unterscheiden und in allem Wesentlichen identisch sind. Steuerpolitik für die Oberschicht, Symbolpolitik für die Masse, Militärausgaben für alle, Sparprogramme für die Schwachen. Links oder rechts der Mitte – das Ziel bleibt dasselbe. Nur die Verpackung wechselt.
Und du? Du wählst die Verpackung. Und nennst das Demokratie.
Der Anarchismus stellt an dieser Stelle eine Frage, die das System nicht beantworten kann und deshalb lieber nicht hört: Was legitimiert eine Regierung eigentlich? Die Antwort, die man uns beigebracht hat, lautet: Die Mehrheit. Die Stimmen. Das Mandat. Aber was bedeutet dieses Mandat konkret? Es bedeutet, dass die Gewählten machen können, was sie wollen – für vier Jahre unantastbar, für vier Jahre mit dem Segen der Bevölkerung ausgestattet, für vier Jahre befreit von echter Rechenschaftspflicht. Du hast gewählt. Du hast mitgemacht. Du hast das Spiel akzeptiert. Das Ergebnis liegt jetzt bei ihnen – und deine nächste Einflussmöglichkeit kommt in vier Jahren, wenn du wieder zwischen Pest und Cholera wählen darfst. Das ist der Freibrief. Unterschrieben von dir. Persönlich.
Wer nicht wählt, entzieht diesem Mechanismus die Grundlage. Nicht aus Gleichgültigkeit – das ist der Reflex, mit dem das System Nichtwähler diskreditiert, weil es sie fürchtet. Sondern aus der Weigerung, eine Legitimation zu erteilen, die man nicht erteilen will. Eine Regierung, die mit dreissig Prozent Wahlbeteiligung an die Macht kommt, hat kein Mandat. Sie hat eine statistische Restgrösse. Sie kann nicht behaupten, im Namen des Volkes zu sprechen, wenn das Volk mehrheitlich den Raum verlassen hat. Die Enthaltung ist keine Passivität – sie ist eine Aussage. Eine, die das System nicht einpreisen kann, weil es keine Schublade dafür hat.
Und was kommt stattdessen? Verantwortung. Die eigene, persönliche, unbequeme Verantwortung, das eigene Leben und das der eigenen Gemeinschaft selbst zu gestalten. Nicht delegiert an Berufspolitiker, die noch nie einen echten Arbeitstag erlebt haben. Nicht abgegeben an Parteifunktionäre, deren Karriere davon abhängt, dass alles bleibt, wie es ist. Sondern behalten – in den Händen derer, die tatsächlich betroffen sind. Lokale Strukturen. Direkte Solidarität. Gemeinschaften, die funktionieren, weil Menschen sich gegenseitig Verantwortung übernehmen, nicht weil ein Staat es per Gesetz anordnet.
Das ist die anarchistische Kernthese – und sie ist unbequemer als jede Wahlempfehlung: Das System repariert sich nicht von innen. Wer wählt, in der Hoffnung, damit etwas zu verändern, gibt dem System genau die Energie, die es braucht, um weiterzumachen wie bisher. Die Geschichte der letzten fünfzig Jahre parlamentarischer Demokratie in Westeuropa ist der Beweis: Die Parteien wechseln, die Probleme bleiben. Die Versprechen kommen, die Lösungen nicht. Der Apparat wächst, die Bürger schrumpfen.
Nicht wählen bedeutet nicht aufgeben. Es bedeutet aufhören, das Falsche zu legitimieren – und anfangen, das Richtige selbst zu tun. Ohne Erlaubnis. Ohne Mandat von oben. Ohne zu warten, dass irgendein Parteihampelmann, der auf Kosten der Allgemeinheit in Berlin oder Bern oder Brüssel residiert, gnädigerweise entscheidet, wann du frei genug bist.
Die Demokratie hat nicht versagt, weil die falschen Leute gewählt wurden.
Sie hat versagt, weil das Wählen selbst das Problem ist…
In Kalifornien existiert ein Gesetz. Selbstverständlich verfügt Kalifornien über gesetzliche Regelungen. In Kalifornien gab es stets Regeln. Dieses Exemplar stellt eine wahrlich prächtige Manifestation jener Gattung staatlicher Übergriffigkeit, ja behördlicher Bevormundung dar, die sich gerne als Wohltäter inszeniert, sich selbst für Fürsorge hält und dabei das Gesicht von jemandem trägt, der gerade verkündet hat, er handle einzig zum Wohle der Sprösslinge. Doch in Wahrheit schert er sich keinen Deut um Kinder!
Assembly Bill 1043, unterzeichnet von Gouverneur Gavin Newsom im Oktober 2025, in Kraft ab dem 1. Januar 2027, verpflichtet jeden Betriebssystem-Anbieter dazu, beim Account-Setup ein Altersverifikations-Interface einzubauen – und diese Altersdaten in Echtzeit per API an jeden App-Entwickler weiterzuleiten, der danach fragt. Jeder. Entwickler. Der. Danach. Fragt.
Man muss das kurz sacken lassen. Dein Betriebssystem – das Fundament, auf dem dein Computer läuft, das Werkzeug, das dir gehört, das du selbst installiert hast – soll künftig wissen, wie alt du bist. Und es soll dieses Wissen weitergeben. An Dritte. In Echtzeit. Weil: Kinder.
76 zu 0. Einstimmig. Kein Dissens.
Das Gesetz passierte beide Kammern des kalifornischen Parlaments einstimmig – 76 zu 0 in der Assembly, 38 zu 0 im Senat. Nicht eine einzige Gegenstimme. Nicht ein einziger Abgeordneter, der aufgestanden wäre und gefragt hätte: Warte mal – wir verpflichten jetzt also Betriebssysteme zur Alterskontrolle? Freiwillige Communityprojekte ohne Rechtsabteilung, ohne Budget, ohne Firmenstruktur? Haben wir das zu Ende gedacht?
Niemand hat gefragt. Die OSI, die FSF, die Software Freedom Conservancy und die Linux Foundation – sie alle schwiegen während des Gesetzgebungsverfahrens. Keine Stellungnahme, keine öffentliche Analyse, kein formeller Widerspruch. Die Open-Source-Welt schaute zu, während ein Gesetz verabschiedet wurde, das ihre gesamte Infrastruktur in potenzielle Strafbarkeit katapultierte. Bravo, kollektive Zivilgesellschaft.
Für Verstösse drohen Bussen von bis zu 7500 Dollar pro betroffenem Kind bei vorsätzlichen Verstössen – ohne jede Ausnahme für Projekte, die gar nicht die Mittel haben, eine Compliance-Infrastruktur aufzubauen. Ein Debian-Maintainer in seiner Freizeit, finanziert durch Spenden und Enthusiasmus, soll jetzt die gleichen Anforderungen erfüllen wie Microsoft. Hervorragend durchdacht.
Der Witz mit der Selbstauskunft
Und jetzt kommt der schönste Teil. Das Gesetz basiert nicht auf Gesichtserkennung oder staatlicher ID-Kontrolle – sondern auf Selbstauskunft. Nutzer geben einfach ihr Geburtsdatum an. Ein Kind, das «erwachsen» sein will, tippt eine andere Zahl. Fertig. Problem gelöst. Kinder geschützt.
Man hat also eine flächendeckende Überwachungsinfrastruktur gebaut, die das eigentliche Problem – Kinder, die lügen – mit Bravour ignoriert, aber sehr gründlich das Nebenprodukt sicherstellt, dass Altersdaten aller Nutzer in Echtzeit durch ein API-System fliessen, das theoretisch von jedem App-Entwickler abgefragt werden kann, der danach fragt.
Das ist kein Kinderschutzgesetz. Das ist ein Datenerhebungsgesetz mit Kinderschutz-Branding.
Ageless Linux: Das Nein in Debian-Verkleidung
Und hier betritt Ageless Linux die Bühne. Kein Startup. Kein Venture-Capital-Projekt. Kein PR-Stunt. Eine neue Linux-Distribution, basierend auf Debian, motiviert von politischem Kommentar und zivilem Ungehorsam – und mit dem erklärten Ziel, jede Form von Altersverifikation konsequent zu vermeiden.
Das Projekt schreibt auf seiner Website ohne Umschweife: Es verstösst wissentlich und vorsätzlich gegen die Altersverifikationsvorschriften des kalifornischen Zivilgesetzbuches. Es registriert sich dabei ausdrücklich als Betriebssystem gemäss den gesetzlichen Definitionen – und stellt sich damit absichtlich ins Visier der Strafverfolger. Das ist kein Versehen. Das ist Strategie.
Die Ageless-Entwickler betonen: «Wir sind nicht gegen Kinderschutz. Wir sprechen uns dagegen aus, Überwachungsinfrastruktur aufzubauen und dies als Kinderschutz zu bezeichnen.» Der Unterschied ist fundamental und er wird in der politischen Debatte mit atemberaubender Konsequenz ignoriert.
Was würden sie stattdessen unterstützen? Gesetze, die Plattformen für algorithmische Weiterleitung schädlicher Inhalte an Minderjährige zur Rechenschaft ziehen. Gesetze, die digitale Kompetenz an Schulen fördern. Gesetze, die Apps mit echtem Risikoprofil zu transparenten Sicherheitshinweisen verpflichten. Also Massnahmen, die tatsächlich etwas mit dem Problem zu tun haben.
Die Klage, die sich jeder leisten kann – und niemand überlebt
Das Gesetz wirkt, weil die Kosten für die Verteidigung gegen eine unbegründete Klage der Generalstaatsanwaltschaft das gesamte Jahresbudget der meisten Open-Source-Projekte übersteigen. Man muss nicht mit Gewalt vorgehen. Man muss es nur öffentlich sichtbar machen.
Das ist der eleganteste Teil des staatlichen Übergriffs: Man braucht gar nicht zu klagen. Die Androhung reicht. Die Möglichkeit reicht. Das Risiko reicht. Wer kein Geld für Anwälte hat, kapituliert prophylaktisch. Compliance durch Angst. Rechtsstaatlichkeit als Druckmittel.
Ageless Linux existiert, weil das jemand aufhalten muss. Und das Versprechen ist klar: Solange es Linux-Distributionen gibt, die staatliche Altersverifikationsinfrastruktur implementieren, wird Ageless Linux Werkzeuge bereitstellen, um diese Infrastruktur zu entfernen, zu ersetzen oder zu umgehen. Es wird immer eine Distribution geben, die ihre Nutzer als Personen unbestimmten Alters behandelt.
In einer Welt, in der die EU parallel ihre eigene Altersverifikation-App entwickelt – natürlich «datenschutzfreundlich», natürlich kompatibel mit der EUDI-Wallet, die ab 2027 obligatorisch werden soll – ist Ageless Linux nicht Paranoia. Es ist Vorsorge.
Henry David Thoreau verweigerte 1849 die Steuer, weil er sich nicht zum Arm des Unrechts machen lassen wollte. Ageless Linux verweigert 2026 die API. Die Logik ist dieselbe. Die Reaktion des Staates wird wahrscheinlich auch dieselbe sein.
Willkommen im Jahr 2025, wo der fortschrittlichste Überwachungsapparat der Menschheitsgeschichte freiwillig, begeistert und auf Ratenzahlung in jeder Hosentasche steckt. Gestapo und Stasi haben Jahrzehnte gebraucht, um Millionen Menschen zu bespitzeln – und sind dabei gescheitert, weil es schlicht nicht genug Spitzel gab. Das hat sich erledigt. Das Problem hat sich in Luft aufgelöst, weil wir das Problem jetzt selbst sind. Wir tragen es mit uns. Wir laden es auf, wenn der Akku leer ist. Wir streicheln es morgens als Erstes und abends als Letztes. Es heisst Smartphone und es liebt uns auf eine Weise, die jede gesunde Beziehung weit hinter sich lässt.
Ein Rechercheteam aus Bayerischem Rundfunk, netzpolitik.org, Le Monde und weiteren Medien hat sich die Mühe gemacht, rund zehn Milliarden Standortdaten auszuwerten. Zehn Milliarden. Man muss diese Zahl kurz sacken lassen, während man dabei ist, seinen Kaffee zu trinken und sein Handy zu entsperren, das gerade den Fingerabdruck scannt, den Puls misst und die Raumtemperatur protokolliert. Das Ergebnis dieser Recherche ist so überraschend wie der nächste Marvel-Film: Die Daten, die deine Apps sammeln, landen in einem weltweiten Netzwerk aus Datenhändlern und Werbefirmen. Vermeintlich anonym natürlich. Anonym wie ein Mensch mit Namensschild, Wohnadresse, Arbeitsplatz, Bordellbesuch und psychiatrischem Klinikaufenthalt – alles im Datensatz, alles abrufbar, alles käuflich.
Bis nach Florida hat die Spur geführt, zu einem Händler, der munter Standortdaten deutscher und französischer Nutzer vertickt. Nicht an irgendjemanden natürlich – an alle, die zahlen. Stalker, Kriminelle, Geheimdienste. Eine ägyptische Exiljournalistin in Berlin wird bedroht – ihre Bewegungen sind im Datensatz. EU-Kommissionsmitarbeiter in Brüssel, ebenfalls drin. Ukrainische Soldaten an der Front, die in den Daten ihre eigenen Stellungen wiedererkennen: Natürlich auch dabei. Das Milliardengeschäft mit Standortdaten ist demokratisch. Es diskriminiert niemanden. Es verkauft jeden.
Aber das Schöne – das wirklich Bezaubernde an dieser ganzen Misere – ist, dass die öffentliche Diskussion immer noch bei Standortdaten stehenbleibt. Als wäre das die einzige Bedrohung. Als wäre ein Smartphone lediglich ein sehr teures GPS-Gerät. In Wirklichkeit ist das Gerät in deiner Tasche ein sensorisches Gesamtkunstwerk der Überwachung, gegen das der KGB aussieht wie ein gelangweilter Nachbar mit Fernglas.
Fangen wir der Vollständigkeit halber an: Dein Smartphone misst deine Bewegungen via Akzelerometer und Gyroskop auf drei Achsen. Es kennt deinen genauen Standort per GPS. Es weiss, in welche Himmelsrichtung du schaust, weil der Magnetometer das protokolliert. Es misst den Luftdruck und kann damit Höhenunterschiede bestimmen – du könntest also theoretisch nachverfolgt werden, in welchem Stockwerk eines Gebäudes du dich befindest. Es scannt deinen Fingerabdruck. Es hört mit – das eingebaute Mikrofon ist jederzeit aktivierbar. Es schaut hin – die Kamera ebenso. Und sobald du es in die Hand nimmst, erkennt es deinen Puls und deine Körpertemperatur.
Du bist nicht Kunde. Du bist Datenpunkt. Du bist Produkt. Du bist das Geschäftsmodell.
Und falls das noch nicht reicht, gibt es im Google Play Store eine App namens «Sensor Box for Android Sensors», die dir in Echtzeit zeigt, welche Sensordaten dein Gerät gerade überträgt. Lehrreich. Verstörend. Und nach zehn Minuten Nutzung auch der Moment, in dem man versteht, warum der Begriff «Smart»-Phone in Anführungszeichen gehört — denn smart ist dabei einzig und allein das System, das dich auswertet. Du selbst bist in dieser Gleichung die Variable mit dem geringsten Informationsstand.
[appbox googleplay com.nirmallabs.sensorbox]
Das europäische Datenschutzrecht, die viel gerühmte DSGVO, das grosse Versprechen an den mündigen EU-Bürger: Es existiert. Es wird verletzt. Täglich. Millionenfach. Und der Händler in Florida, der deine Daten vertickt, schert sich um europäisches Recht ungefähr so viel wie ein Algorithmus um Gefühle. Nämlich gar nicht. Weil es schlicht keine wirksame Durchsetzung gibt. Weil die Datenwirtschaft schneller ist als jeder Gesetzgeber. Weil das Geschäft zu lukrativ ist, als dass irgendjemand mit ernsthaftem Interesse an seinem Erhalt ein Interesse an seiner Einschränkung hätte.
Und hier liegt das eigentliche Problem, das weit über Datenpunkte und Bewegungsprofile hinausgeht: Es ist kein technisches Problem. Es ist ein politisches. Die Infrastruktur zur vollständigen Überwachung jedes Menschen auf diesem Planeten existiert bereits. Sie ist im Einsatz. Sie wird täglich verfeinert. Und die Gesellschaft diskutiert derweil darüber, ob die neue KI-Funktion in der Kamera-App wirklich so gut ist wie die der Konkurrenz.
Ziad K. Abdelnour hat es treffend formuliert: «We live in an era of smart phones and stupid people.» Man muss das nicht mögen. Man kann es als elitär abtun. Aber man kommt nicht daran vorbei, dass zehn Milliarden ausgewertete Standortdatensätze eine Antwort auf die Frage sind, wie bewusst der durchschnittliche Nutzer mit seinem digitalen Hosentaschenspion umgeht.
Gestapo und Stasi werden nicht mehr benötigt. Wir haben die Arbeit übernommen. Freiwillig. Begeistert. Inklusive Cloud-Backup.
Und jetzt entschuldige dich bitte — dein Smartphone möchte wissen, ob du gut geschlafen hast…
…wer übrigens dem Abgreifen von Daten etwas Einhalt gebieten möchte, kann sich z.B. die App Micro Guard Mikrofon Blocker installieren, welche das Mikrofon bei Nichtgebrauch bei Telefonaten oder Calls, automatisch ausschaltet. Wer dies umfangreicher haben möchte, findet von derselben Firma, Protectstar Inc., die App Anti-Spy App – Anti-Spyware, welche neben dem Mikrofon auch die Kamera prüft und sperrt, jede App bei der Installation auf Datenschutzverletzungen prüft und Echtzeitschutz bietet. Leider sind die letztgenannten Funktionen in der kostenlosen Variante nicht freigeschaltet, man kann diese aber 7 Tage kostenlos testen. Mir ist bei der Nutzung der kostenlosen Variante aufgefallen, dass massiv weniger Werbung auf verschiedenen Kanälen geschaltet wurde, welche nur durch Mithorchen generiert werden konnte. Wer also schon früher das Gefühl hatte, dass das Produkt-Marketing nur durch Lauschen stattfinden konnte, findet in diesen Apps Hilfe. Meiner Ansicht nach ist es sinnvoll, sich die bezahlte Option für die wenigen Kröten zuzulegen.
Draven präsentiert Geschichten aus der Gruft mit allerlei Geheimnisvollem aus den unheimlichen Tiefen des Netzes und aus jeder Ecke der Welt. Seit dem Jahre 2007 wird Dir hier ein cooler Weblog-Mix aus Musik, Movies, Comics, Horror, Games, Kunst, Radio, Trash, Punk und Heavy Metal geboten – genau so wie es sein soll! Denn glaube mir, nichts ist trivial.
When there’s no more room in hell, the dead will dance on earth! Freunde, die Gruft präsentiert: Dravens Radio from the Crypt! Hier wird Euch ein handverlesenes Musikprogramm geboten, welches von Draven speziell für die besten Leser des Internetz zusammengestellt wurde. Von Punk bis Rock, von Folk- bis Thrash-Metal, für jeden finsteren Musikgeschmack das Richtige. Natürlich immer noch ein Stückchen lauter und besser!
Duldest du Leugner auf deiner Seite?
Nein.
Immunitätsleugner, Impfschädenverharmloser und diejenigen, die das unendliche Leid von Kindern und alten Menschen negieren, sicher nicht!
Blogosphere zu deutsch
Stubenhockers WICHTIGER Beitrag zu Politik, Kultur, Wissenschaft und Popeln
Support your local Draven!
Dass das Betreiben von dravenstales.ch mit erheblichem Zeitaufwand und auch einigen Kosten verbunden ist, dürfte klar sein. Damit Kosten und vielleicht noch ein, zwei Freigetränke gedeckt sind, könnte ich den ganzen Laden hier mit Werbung vollkleistern. Ich mag aber meine Leser, weshalb ich ihnen ein (weitgehend) werbefreies Leseerlebnis bieten möchte. Wenn dir das und/oder das Treiben auf dieser Webseite gefällt, dann wäre es nett, wenn du den Spass hier irgendwie unterstützen würdest. Danke!