Mit einem vierten Teil der „Universal Soldier“-Reihe hätte wohl niemand wirklich gerechnet. Ebenso wenig nochmals Jean-Claude van Damme und Dolph Lundgren in ihren angestammten Rollen zu sehen. Eine Reise ins Herz der Finsternis, an deren Ende ein surreales Treffen mit einem höchst ungewöhnlichen Jean-Claude van Damme steht.

Nun ist „Universal Soldier: Day of Reckoning“ da und kommt gar in überflüssigem 3D daher. Zu Beginn des Films nimmt man die Perspektive von John ein und erlebt per subjektiver Kamera mit, was ihm zustösst – und ist umso schockierter, dass Van Damme als Devereaux nun scheinbar ein kaltblütiger Mörder geworden ist. Ebenso wie die Hauptfigur hat man als Zuschauer keine Ahnung. Der Film erscheint wirr und zusammenhanglos, nichts ergibt Sinn. Es ist die totale Desorientierung, unter der auch der Protagonist leidet. Im Verlauf der Geschichte wird aber klar, worauf „Universal Soldier: Day of Reckoning“ abzielt und welches gigantische Vorbild sich die Autoren offenbar genommen haben. Dieser Film ist – ganz lapidar gesagt – eine B-Action-Bastard-Version von „Apocalypse Now“. Das erklärt auch, warum Van Damme hier mit Glatze agiert. Als Unisol-Version von Colonel Kurtz soll er dem Vorbild wohl so ähnlich wie möglich sehen. Soviel zur Story:

John (Scott Adkins) muss miterleben, wie drei Männer in sein Haus eindringen. Ihr Anführer, Luc Devereaux (Jean-Claude van Damme), tötet vor seinen Augen seine Frau und seine kleine Tochter. Neun Monate später erwacht John in einem Krankenhaus aus dem Koma. Er leidet an partieller Amnesie, kann sich jedoch an den Mord an seiner Familie erinnern – und er will nichts mehr als Rache. Während John versucht, Devereaux‘ Fährte aufzunehmen, wird ein Universal Soldier aktiviert, der Andrew Scott (Dolph Lundgren) und die anderen desertierten Unisols aufspüren und vernichten soll. Doch Scott dreht ihn um, so dass sich der Attentäter der sich im Aufbau befindlichen Armee der ehemaligen Unisols anschliessen kann. Er wird auf John angesetzt, der sich von dem Mann jedoch nicht aufhalten lässt. Wie ein Bluthund folgt er der Spur, die ihn schliesslich einen Fluss hinab und in die Höhle des Löwen führt, wo Devereaux schon auf ihn wartet.

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