Handgefertigte Lederschädel aus Brooklyn

Menschliche Schädel als Dekogegenstände führen einem das Tabuthema Tod direkt vor Augen und für die Menschen hat die Endlichkeit des Lebens etwas mysterisches, was uns immer interessiert hat und interessieren wird. „Memento Mori“ nennt sich das neueste Designstück aus dem Hause Heavy Eyes, das eine lebensgrosse Schädelnachbildung aus Leder ist. Als Material diente kein harter Knochen, sondern hochwertig verarbeitetes Premiumleder. Die Einzelteile werden in einer Manufaktur in Brooklyn per Hand zusammengefügt, als Verbindungselemente dienen Metallschräubchen. In zwei Varianten sind die dekorativen „Memento Mori“-Schädel zu haben: Schwarzes Leder mit schwarzem Metall und Naturleder mit silberfarbenen Schrauben, der Stückpreis liegt bei 180 US-Dollar.

Handgefertigte Lederschädel aus Brooklyn
Handgefertigte Lederschädel aus Brooklyn
Handgefertigte Lederschädel aus Brooklyn
Handgefertigte Lederschädel aus Brooklyn
(via HighSnobiety)

Der fröhliche Friedhof

Ein kleiner Stadt Friedhof in Rumänien hat sich durch seine farbenfrohen „Grabsteine“ einen Namen gemacht. Der Fröhliche Friedhof in Săpânţa nutzt Holzschilder, bemalt mit Bildern des Verstorbenen und „bunten“ Epitaphien über sie. Diese wurden alle von Stan Ioan Pătraş und nach seinem Tod, von seinem Protege, Dumitru Pop gefertigt. Von überall aus der ganzen Welt kommen die Leute den Friedhof zu sehen und wer nun mehr dazu wissen möchte, findet mehr hier

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Merry Cemetery | 100 Wonders | Atlas Obscura

Leonard Cohen, der Meister der Melancholie, ist gestorben

Das Jahr 2016 ist ein richtiger Alptraum! Nun ist der Songschreiber, Komponist und Lyriker Leonard Cohen im Alter von 82 Jahren in seiner Wahlheimat Los Angeles verstorben. Der Kanadier war einer der ganz, ganz Grossen. Seine melancholischen Songs sind Klassiker. Mit seiner rauchigen Stimme, dem tief in die Stirn gezogenen schwarzen Hut und der ihn stets umgebenden Aura tiefster Melancholie galt Cohen als Phänomen und Legende. Seine Texte über Liebe, Rausch, Trauer und Philosophie machten ihn zu einem der wichtigsten Dichter der Popmusik – neben Bob Dylan.

Leonard Cohen, der Meister der Melancholie, ist gestorben

Kollegen und Millionen Fans auf der ganzen Welt trauern um den kanadischen Meister der Melancholie, der Tod hatte sich angekündigt. Vor rund drei Wochen veröffentlichte Cohen sein letztes Album „You want it darker“ und Fans erkannten in den düsteren Songs eine Art Testament, denn der Kanadier war zum Zeitpunkt der Aufnahmen bereits schwer krank. Mehr und mehr hatte sich der Musiker in den vergangenen Jahren aus der Öffentlichkeit in seine bescheidene Wohnung in Los Angeles zurückgezogen. Die Gesundheit wollte einfach nicht mehr mitspielen. Jetzt ist Cohen im Alter von 82 gestorben, wie sein Label Sony Music Canada in der Nacht zum Freitag mitteilte.

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Leonard Cohen - Everybody knows (original studio version)

Geboren wurde Leonard Norman Cohen 1934 in der kanadischen Stadt Montreal als Sprössling einer wohlhabenden jüdischen Familie. Schon als Kind lernte er Gitarre spielen und hatte bald erste Auftritte in Cafes und Clubs., doch die Musik sollte für ihn nach lange Zeit Nebensache bleiben. Cohen wollte schreiben, doch die Einnahmen aus dem Schreiben reichten nicht zum Leben. „Ich wollte nicht schreiben, um bezahlt zu werden. Ich wollte für das bezahlt werden, was ich schreibe.“ Also zog Cohen Ende der 60er Jahre nach New York und nahm die Musik wieder auf – bald mit grossem Erfolg. Alben wie „Songs of Leonard Cohen“ (1967), „Songs of Love and Hate“ (1971) und „Death of a Ladies‘ Man“ (1977) beeinflussten ganze Generationen von Musikern, Songs wie „Suzanne“, „So Long, Marianne“, „Bird on the Wire“, „First We Take Manhattan“, „Hallelujah“, Everybody Knows“ und „Chelsea Hotel #2“ gelten längst als Klassiker. Cohens spirituell-melancholische Songs handeln von verlorener Liebe und Leid, von Todessehnsucht und Gottessuche, sprachlich erinnern sie an polierte Kleinode. „Leute, die ihre Songs im Cafe oder im Taxi schreiben, kann ich nur bewundern – ich habe das nie geschafft.“

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Leonard Cohen - Everybody Knows

Sein Privatleben hatte Cohen immer möglichst unter Verschluss gehalten. Bekannt ist lediglich, dass er mit der schwedischen Malerin Suzanne Elrod zwei Kinder hat und vorübergehend mit der Schauspielerin Rebecca De Mornay liiert war. In Los Angeles lebte er mit Tochter und Enkelin zusammen. „Mein Ruf als Frauenheld ist ein Witz“, sagte er einmal in einem Interview. „Er hat mich dazu gebracht, mich bitter durch die zehntausend Nächte zu lachen, in denen ich alleine war.“ Im Alter war der Liedermacher noch einmal zurückgekehrt, nachdem er zwischenzeitlich gegen Depressionen gekämpft hatte und jahrelang in einem Zen-Kloster verschwunden war. „Wenn ich von Depressionen spreche, spreche ich von klinischen Depressionen, die der Hintergrund meines ganzen Lebens sind, ein Hintergrund voller Angst und Beklemmung, einem Gefühl, dass nichts richtig läuft, dass Zufriedenheit nicht möglich ist und alle Strategien in sich zusammenfallen“, sagte er einmal dem britischen ‚Guardian‘. „Ich bin froh, sagen zu können, dass diese Depression sich langsam aufgelöst hat und nie wieder mit derselben Kraft in mein Leben zurückgekommen ist.“

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Leonard Cohen - Hallelujah

Auch aus finanzieller Notwendigkeit, nachdem ihn seine frühere Managerin um millionenschwere Rentenrücklagen betrogen hatte, war Cohen auf die Bühnen der Welt zurückgekehrt. 2011 bekam er sogar den spanischen Prinz-von-Asturien-Preis für Literatur und 2012 hatte er mit „Old Ideas“ sogar das erfolgreichste Album seiner jahrzehntelangen Karriere herausgebracht. In Erinnerung bleiben wird er den meisten aber dennoch als der Sänger mit der rauchigen Stimme, umgeben von einer Aura tiefster Melancholie. Danke Leonard Cohen das du immer das geschrieben hast, was wahr ist – und die Wahrheit immer so auszudrücken wusstest, dass es ein Teil der Erfahrung der Person war, die deine Worte hörte oder las. Danke für die leidenschaftliche Intensität mit welcher du dein Innerstes so ehrlich in deinen schönen und erschütternden Liedern und Texten ausdrücktest. Danke für deine Hingabe an die Musik. Danke für die ruhigen Nächte, die Reflexion, die Perspektive, die Wahrheit und das traurige Lächeln. Rest In Peace!

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Leonard Cohen , Bird on the Wire, London, 15-09-2013

Dia De Los Muertos: Fotos der Parade in Mexiko-City

Freunde, ob ihr es glaubt oder nicht, aber dieses Jahr fand zum ersten Mal in Mexiko-City eine Dia De Los Muertos-Parade statt! Zu sehen gab es fantastische Kostüme und Puppen bei dieser feierlichen und lokalisierten mexikanischen Tradition des Volk ist wirklich die Idee angenommen zu haben scheinen, das Leben ihrer Lieben feiern, die verstorben sind, während eine Parade zu beobachten. Bei Esquire gibt es 30 erstaunliche Fotos vom Tag der toten Feiern in Mexiko-City, hier unsere Favoriten…

Dia De Los Muertos: Fotos der Parade in Mexiko-City
Dia De Los Muertos: Fotos der Parade in Mexiko-City
Dia De Los Muertos: Fotos der Parade in Mexiko-City
Dia De Los Muertos: Fotos der Parade in Mexiko-City
Dia De Los Muertos: Fotos der Parade in Mexiko-City
Dia De Los Muertos: Fotos der Parade in Mexiko-City
Dia De Los Muertos: Fotos der Parade in Mexiko-City
Dia De Los Muertos: Fotos der Parade in Mexiko-City
Dia De Los Muertos: Fotos der Parade in Mexiko-City
Dia De Los Muertos: Fotos der Parade in Mexiko-City
Dia De Los Muertos: Fotos der Parade in Mexiko-City

Augmented Dead

Augmented Dead

In Japan gibt es nun eine Pokémon GO-artige App, mit der man Verstorbene auf dem Friedhof besuchen kann. Dabei kann der Verstorbene noch zu Lebzeiten bereits seinen Auftritt im Todesfall planen, wie The Japan Times berichtet:

Augmented Dead

By allowing people to “catch” pre-recorded video messages from the departed in cemeteries, [a tombstone company in Chiba Prefecture] hopes to create an effect similar to snagging Pokemon characters, but with a more personal touch. Yoshiyuki Katori, president of Ryoshin Sekizai in Katori, Chiba, said the firm’s new app, named “Spot message,” realizes his longtime dream of preserving memories of the deceased for the living.

“My uncle, who ran a paint store, died eight years ago after he fell from a tall structure at work,” said Katori, 33. “His death was so sudden, and it shattered the lives of his family. I also respected him a lot, so I would often visit his grave, consulting with him in my mind whenever I had issues concerning my business. I wondered how comforting it would be if he could talk to me at his grave, with messages like ‘How are you doing?’ and ‘Hang in there.’ ”

Katori then came up with the idea of using augmented reality to plant video messages from the dead at their resting places and other locations dear to them.

The concept mixes virtual images with real-life landscapes captured by the camera of a smartphone or tablet. The web-based service targets people who want to prepare videos and photos to be shown to their families and close friends after they die, Katori said.

Augmented Dead
(Pics via Samim)

The Life of Death

In diesem animierten Kurzfilm von Marsha Onderstijn ist der Tod für einmal nicht der Bösewicht. Der Tod – oder vielleicht eher „ein“ Tod, nämlich der, der in einem bestimmten Wald lebt – geht routiniert seinem Beruf nach, bis er sich eines Tages in ein besonders hübsches Reh verliebt…

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The Life of Death

Splatter/Gore-Begründer Herschell Gordon Lewis ist tot

Herrschell Gordon Lewis wurde oft „Godfather of Gore“ genannt und er drehte den ersten Splatterfilm der Geschichte. Jetzt ist der US-Filmemacher im Alter von 87 Jahren gestorben. Der Regisseur der Filme „Blood Feast“ und „Two Thousand Maniacs!“ verstarb in seinem Haus in Pompano Beach, Florida, sagte sein Sprecher James Saito.

Splatter/Gore-Begründer Herschell Gordon Lewis ist tot

H.G.Lewis hatte mit seiner Blood-Trilogie (Blood Feast (1963), 2000 Maniacs! (1964) und Color Me Blood Red (1965)) Anfang der 60er Jahre die Splatter/Gore-Subgenres erfunden. Für seinen ersten Film „The Prime Time“ (1959) war Lewis als Produzent tätig. Daraufhin begann er, als Regisseur zu arbeiten. Mit „Blood Feast“ drehte er den ersten Splatterfilm der Filmgeschichte. Seine Filme, die mit geringen Produktionskosten entstanden, drehten sich um Blut, Gewalt und Nacktheit. Mit Blood Feast griff Lewis die Hochkultur des Kinos an; sein Film, in dem ein ägyptischer Caterer Frauen tötet, um sie für obskure Rituale zu Essen zu verarbeiten, sorgte seinerzeit praktisch ausnahmslos für Empörung. Mit Herschell Gordon Lewis war die Vornehmheit vorbei.

Splatter/Gore-Begründer Herschell Gordon Lewis ist tot

Bereits in dem Trailer zu „Blood Feast“ wurde das Publikum gewarnt: Wer leicht aus der Fassung gerate oder Herzprobleme habe, möge jetzt den Saal verlassen; auch für Kinder und Schwangere sei, was jetzt zu sehen ist, nicht geeignet. Ein stümperhafter Affront gegen den Feingeist sei das, in jeder Hinsicht eine Amateurarbeit, von dem Drehbuch ganz zu schweigen. Das stimmt wahrscheinlich alles, aber es bereitete den Weg für eine vor Produktivität sprudelnde Grindhouse-Szene, ohne die es jemanden wie Quentin Tarantino heute nicht geben würde. In H.G.Lewis Film ging es zur Sache, nicht nur spritzte das rot leuchtende Kunstblut über die Leinwand, auch wurden wehr- und arglose Opfer – meist junge, hübsche, zumeist leicht bekleidete Frauen – von einem gewissen Fuad Ramses, dem Inhaber eines kleinen ägyptischen Catering-Services, mit einem langen Fleischermesser regelrecht ausgenommen. Alles war zu sehen und die Verletzung und Zerstückelung des menschlichen Leibes nicht länger ein Tabu im Film.

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BLOOD FEAST (1963) Trailer Herschell Gordon Lewis' pioneering gore fest

Der 1929 in Pittsburgh, Pennsylvania geborene Regisseur wusste um die verstörende Wirkung der Gewalt und er setzte sie, das war seine eigentliche Entdeckung, ihres Schauwertes wegen ein. Nur darauf kam es ihm an, moralische Zweifel an seinem Tun hatte er nicht. Zum Film gekommen war der ausgebildete Journalist eher auf Umwegen. Nach dem Studium lehrte er englische Literatur an der Mississippi State University, langweilte sich aber schnell mit seinen Studenten, er begann für Radio und Fernsehen zu arbeiten und drehte schliesslich einige Erotik- und Softcore-Filme. Dabei verstand er, dass mit geringen Produktionskosten, aber grossen Schauwerten gutes Geld zu verdienen war. So kam er schliesslich zur expliziten, gewissermassen pornografisierten Gewalt des Alles-zeigen.

Splatter/Gore-Begründer Herschell Gordon Lewis ist tot

Auf „Blood Feast“ folgten weitere Gewalt-Exzesse, „Scum of the Earth!“ (1963), „A Taste of Blood“ (1966), „The Gruesome Twosome“ (1967), „She-Devils on Wheels“ (1968) und „The Wizard of Gore“ (1970). In den 70er Jahren arbeitete Lewis in der Werbeindustrie, erst in den Nullerjahren wandte er sich wieder dem Filmemachen zu und drehte „Blood Feast 2“ (2002) sowie „The Uh-Oh Show“ (2009). Die Horrorkomödie „BloodMania“, an der er zuletzt arbeitete, konnte er leider nicht mehr fertigstellen. Auch wenn Lewis mit seinen Splatter-Orgien nie im Mainstream-Kino ankam, beeinflusste er doch eine Reihe von wichtigen Regisseuren, allen voran John Waters, Roberto Rodriguez, Quentin Tarantino und James Gunn. Mach’s gut, Herschell – und danke für das massenhafte Blut!

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2000 Maniacs (1964) Trailer Ingles
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Color Me Blood Red trailer

Splatter/Gore-Begründer Herschell Gordon Lewis ist tot

„Die Ärzte“-Fans schockiert: Ex-Bassist The Incredible Hagen ist tot

Hagen Liebing, der frühere Bassist der Punkrock-Combo „Die Ärzte“ ist tot. Er starb überraschend heute Sonntag im Alter von 55 Jahren nach kurzer, aber schwerer Krankheit, wie das Berliner Stadtmagazin tip auf seiner Facebook-Seite mitteilte: „Die Nachricht kam am Ende für uns nicht überraschend und doch sind wir unendlich traurig“.

"Die Ärzte"-Fans schockiert: Ex-Bassist The Incredible Hagen ist tot

Hagen Liebing wurde 1961 in Berlin geboren und stieg 1986 bei den Ärzten ein und blieb bis zur deren zwischenzeitlichen Auflösung 1988 in der Band. Als die Ärzte sich 1993 wieder vereinten, war The Incredible Hagen nicht mehr dabei. Über seine Zeit mit den Ärzten veröffentlichte er 2003 sein Buch „The Incredible Hagen – Meine Jahre mit ‚Die Ärzte'“. Anfang der 90er Jahre arbeitete der studierte Medienwissenschaftler zunächst als Musikjournalist für den „Tagesspiegel“, später wechselte er dann zum „tip“. Zudem leitete Liebing zeitweise die Öffentlichkeitsarbeit des Sportvereins Tennis Borussia Berlin.

"Die Ärzte"-Fans schockiert: Ex-Bassist The Incredible Hagen ist tot

Hagen stiess 1986 zu den Ärzten, als Bela B. ihn anrief und fragte, ob er Popstar werden wolle. Das erste gemeinsame Konzert war ein Benefizkonzert für „den wahren Heino“ im Berliner Tempodrom. Es war die erste grosse Zeit der Ärzte, als die Band einerseits auf dem Weg in die Charts war, andererseits mit ihren bewusst provozierenden Liedern immer wieder Ärger mit den Behörden bekamen. Eine amtliche Skandalband. Im Gegensatz zu Rodrigo González und Hans „Sahnie“ Runge war er angestellter Bassist und kein Mitglied im eigentlichen Sinne, daher war auf jeder Ärzte-CD, bei der er mitwirkte, der Vermerk „featuring The incredible Hagen“ zu finden. Farin und Bela hatten ihn bei seinem Einstieg vor die Wahl gestellt, entweder angestellt zu sein, was einen Festlohn bedeutete oder komplett einzusteigen, was eine Gewinnbeteiligung, aber auch das Mittragen von Verlusten der Band bedeutet hätte. Da Hagen zu dieser Zeit noch studierte, entschied er sich für die Anstellung. Er wurde in die Band geholt, weil Farin und Bela nach Sahnie in Hagen einen ruhigen Menschen fanden. Im Jahre 1988 lösten sich die Ärzte auf und jeder ging seinen eigenen Weg. Auf spOnline hatte er vor ein paar Jahren darüber geschrieben:

Irgendwann beschlossen wir dann, unser allerletztes Konzert in Westerland auf Sylt zu spielen. Im Kursaal. Weil da nur etwa 1.500 Leute reinpassten, wollten wir eigentlich zwei Konzerte spielen, aber das wurde nicht genehmigt. Die Stadtverwaltung hatte Angst, dass es zu einer „Punkerinvasion“ käme. Das passierte dann natürlich trotzdem. Weil es das letzte Konzert war, kamen viele Freunde und Weggefährten auf die Insel. Rocko Schamoni und die Goldenen Zitronen, Rod Gonzales, der jetzt bei den „Ärzten“ mein Nachfolger am Bass ist, Lanrue von Ton Steine Scherben. Außerdem kamen Tourleute, Crew-Mitglieder, Roadies, alte Freunde aus dem Berliner Punkumfeld und ganz viele Fans, die uns immer hinterhergereist sind. Mit denen haben wir dann nachmittags die Strandkörbe unsicher gemacht.

Abends war es dann so weit. Wir saßen backstage kurz vor dem Auftritt. Jan hat Gesangsübungen gemacht. Ich nicht. Bei mir war das fruchtlos, und Dirk hat auch keine gemacht. Dann sind wir auf die Bühne gegangen wie bei jedem anderen Konzert.

Wir gingen rauf, es war dunkel und als alle an ihren Instrumenten waren, ging es mit einem Wumms los – Licht an, Musik ab! Ab da war es praktisch nur noch ein einziges Brüllen von den Fans. Unten waren die normalen Konzertbesucher, unsere Freunde standen oben auf einer Galerie, die einmal rundherum ging. Man hat von der Bühne aus jeden gesehen. Alle Leute, die ich kannte, habe ich ständig im Blick gehabt. Und als die alle so gerührt geguckt haben, da wurde einem schon klar, dass das eben doch kein normales Konzert war. Jeder war sich wirklich dieser einzigartigen Situation bewusst: Das ist jetzt wirklich das letzte Konzert.

Witzig war es natürlich trotzdem. Ein „Ärzte“-Konzert ist immer witzig. Aber das war wie süß-sauer – man hatte beides intus. Irgendwann waren wir dann mit unserem Standard-Set durch. Erst da merkten wir, dass wir gar nicht mehr aufhören wollten. Wir spielten die Zugaben … und dann noch mehr Zugaben. Irgendwann merkten wir: Mist, jetzt müsste eigentlich mal Schluss sein – und dann haben wir noch mehr Zugaben gespielt. Es ging wirklich sehr, sehr lange. Am Ende verbeugten wir uns, verabschiedeten uns von den Leuten. Dann sind wir von der Bühne gegangen. Vom Band lief Musik, die Jan extra aufgenommen hatte. Ich weiß gar nicht mehr, was es zum Anfang des Konzertes war. Aber am Ende lief „Non, je ne regrette rien“ von Edith Piaf.

Posted by tip Berlin on Sonntag, 25. September 2016

Während seiner Zeit als Bassist und als Hintergrundsänger bei den Ärzten studierte er Medienwissenschaft. Bei der Neugründung der Band 1993 war er allerdings nicht mehr dabei. Doch auch nach seinem Ende bei „Die Ärzte“ spielte Musik im Leben des Bassisten eine große Rolle. So arbeitete er als Journalist zunächst im musikalischen Ressort des Tagesspiegels und später für das Berliner Magazin Tip. 2003 veröffentlichte er sein Buch „The Incredible Hagen – Meine Jahre mit ‚Die Ärzte'“. Hagen lebte mit der Musikchefin von Radio Eins, Anja Caspary und den beiden gemeinsamen Kinder zusammen. Für mich lebt der unglaubliche Hagen weiter, Hagen selbst hat natürlich keinen blassen Schimmer davon, das er tot ist. Hagen ist einfach nicht mehr auf demselbem Zeitstrahl wie wir, so wie ein Photon, das in Null Eigenzeit das ganze Universum durchqueren kann. Gute Reise Hagen, mach’s gut. Rock on!

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DÄ Madonnas Dickdarm live Sylt 1988
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Hagen Liebing im Interview (Die Ärzte)
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Die Ärzte - Ich ess' Blumen (14.05.1988)
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Die Ärzte - Nach Uns Die Sinnflut 1988 (Album)

The White Room

Man stelle sich vor, man ist gerade gestorben und findet sich in einem weissen Raum wieder, gegenüber sitzt jemand, der eine Minute lang alle Fragen beantwortet, die einem gerade einfallen. Und das ist nicht nur witzig und interessant, sondern am Ende auch ziemlich überraschend. Bei vielen guten Stories ist das Ende ja oftmals mindestens ein bisschen überraschend und das ist nicht nur bei diesem Kurzfilm so, sondern hoffentlich auch bei eurer eigenen Geschichte…

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THE WHITE ROOM | Chris & Jack

Ink Mapping erweckt Tattoos zum Leben

Das Künstler-Dou Oskar & Gaspar aus Portugal, erwecken Tätowierungen im wahrsten Sinne des Wortes zum Leben. Dazu nutzen sie Video-Mapping-Technologie mit welcher eine Tätowierung auf eine Person projiziert und per kundenspezifischer Animation zum Leben erweckt wird. Das Projekt nennt sich „Ink Mapping“ und wurde während einer Tattoo-Convention in Lissabon 2015 einem breiteren Publikum vorgestellt.

We wanted to continue exploring the human body and we’re big fans of tattoos,” said Guillaume Alatak, project manager for Oskar & Gaspar. “It’s an expensive experience. It took about one year to find people to help fund the concept and finally a few months ago we found someone.

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Ink Mapping: Video Mapping Projection on Tattoos, by Oskar & Gaspar

R.I.P. „R2-D2“ Kenny Baker

R.I.P. "R2-D2" Kenny Baker

Die „Star-Wars“-Legende Kenny Baker, der durch seine Filmrolle als Roboter R2-D2 weltberühmt wurde, ist gestorben. Der britische Schauspieler sei im Alter von 81 Jahren verschieden, teilte seine Nichte Abigail Shield heute den britischen Medien mit. Ihr Onkel habe Probleme mit seinen Lungen gehabt und sei seit längerer Zeit krank gewesen. Sein Tod sei nicht überraschend gekommen. „Er hat den Menschen viel Freude gegeben und wir werden die Tatsache feiern, dass er in der ganzen Welt geliebt wurde“, sagte Shield der Zeitung „The Guardian“. „Wir sind alle sehr stolz auf sein Lebenswerk.“


Der kleinwüchsige Baker hatte in den ersten sechs Star Wars-Filmen R2-D2 gespielt, hatte in „Das Erwachen der Macht“ noch als Berater mitgewirkt, spielte obendrein noch den Ewok Paploo, der den Sturmtruppen auf Endor ein Speederbike klaut und war ansonsten in Klassikern wie Flash Gordon, der Elefantenmensch, Amadeus, Labyrinth und Time Bandits zu sehen. Vor 5 Monaten erst war Tony Dyson gestorben, der die R2-D2-Roboter für Star Wars gebaut hatte.

R.I.P. "R2-D2" Kenny Baker

„Er war leider zu krank, um bei den neuen ‚Star-Wars‘-Filmen mitzumachen“, sagte Shield dem Fernsehsender „Sky News“. Auch die Weltpremiere in Los Angeles musste Baker seiner Nichte zufolge sausen lassen, die Ärzte hätten ihm vom Fliegen abgeraten. Durch sein Mitwirken an der Weltraumsaga „Star Wars“ bekam Baker laut seiner Nichte „eine andere Sicht auf seine Behinderun“. Laut seiner offiziellen Website wurde Baker am 24. August 1934 in London geboren und begann als 16 Jähriger Theater zu spielen. Baker hinterlässt zwei Söhne. Seine Ehefrau Eileen starb im Jahr 1993. A very sad day…

R.I.P. "R2-D2" Kenny Baker
R.I.P. "R2-D2" Kenny Baker
R.I.P. "R2-D2" Kenny Baker
R.I.P. "R2-D2" Kenny Baker
R.I.P. "R2-D2" Kenny Baker
R.I.P. "R2-D2" Kenny Baker
R.I.P. "R2-D2" Kenny Baker
R.I.P. "R2-D2" Kenny Baker
R.I.P. "R2-D2" Kenny Baker
R.I.P. "R2-D2" Kenny Baker
R.I.P. "R2-D2" Kenny Baker

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