Bill Paxton ist tot

Bill Paxton hat in „Aliens“, „Titanic“ und „Apollo 13“ mitgespielt, sein Regiedebüt gab er 2001 mit „Dämonisch“ (Frailty), nun ist der amerikanische Schauspieler im Alter von 61 Jahren nach einer Herz-OP gestorben.

Paxton hat in tausend Klassikern mitgespielt und war spezialisiert auf Badasses und Irre, seine berühmtesten Genre-Auftritte waren wohl Private Hudson in Aliens und der blauhaarige Punk im Terminator. Kein Wunder, gehörte er doch zu den Lieblingsschauspielern von Regisseur James Cameron, der ihn immer wieder für seine grossen Projekte engagierte. Der gebürtige Texaner war für insgesamt drei Golden Globes nominiert, unter anderem für seine Darstellung in der Serie „Big Love“. 2001 gab er mit dem düsteren Film „Frailty“ sein Regiedebut, darin spielten er selbst und Matthew McConaughey die Hauptrollen.

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The Terminator - Terminator VS Punks (HD)

Paxton wurde in Fort Worth, Texas als Sohn von Mary Lou und John Lane Paxton geboren. Bereits mit 18 Jahren zog er nach Los Angeles, wo er sich als Dekorateur und Kulissenhilfe verdingte. Zwei Jahre später stand er 1975 im Film „Verrückte Mama“ (Crazy Mama) das erste Mal vor der Kamera. Wenig später zog er nach New York, wo er bei Stella Adler (Studio Of Acting in NYC) Schauspiel studierte. Während seiner Studienzeit fand er zahlreiche kleinere Engagements in Fernsehproduktionen, zudem schrieb und produzierte er Kurzfilme. Der eigentliche Durchbruch gelang ihm 1992 mit dem Film „One False Move“. 1994 war Paxton als windiger Autoverkäufer in „True Lies – Wahre Lügen“ zu sehen, 1995 als Astronaut in „Apollo 13“ an der Seite von Tom Hanks und Kevin Bacon. 1996 folgte unter der Regie von Jan de Bont der Katastrophenfilm „Twister“ an der Seite von Helen Hunt. 1997 verkörperte er die Rolle des Brock Lovett in James Camerons Oscar-prämiertem Erfolgsfilm „Titanic“. Besonders gut hat er mir in Filmen wie „Verflucht sei, was stark macht“, „Phantom-Kommando“, „Near Dark – Die Nacht hat ihren Preis“, „Trespass“ und „The Colony – Hell Freezes Over“ gefallen und auch in den „Geschichten aus der Gruft“ war er zu sehen.

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Aliens : Bishop's Knife Trick

Seit 1997 produzierte Bill Paxton auch selbst Filme, seinen Einstand als Produzent gab er mit „Traveller – Die Highway-Zocker“ mit Mark Wahlberg und Julianna Margulies. 2001 debütierte er mit „Dämonisch“ als Regisseur, 2005 folgte sein zweiter Film „Das grösste Spiel seines Lebens“. Bill Paxton lebte bis zu seinem Tod mit seiner Frau und zwei Kindern in Ojai, Kalifornien. „Seine Leidenschaft für die Kunst wurde von allen wahrgenommen, die in trafen und jeder erkannte seine warme und ausdauernde Energie“. Mit einem Schreiben hat die Familie des US-Schauspielers und Filmemachers den Tod des 61-Jährigen bestätigt. Paxton sei aufgrund von Komplikationen nach einer Operation gestorben, heisst es darin. „Ich hatte eine Karriere, die irgendwie unter dem Radar verlief, auch wenn das variierte. Ich war so gesegnet, dass ich dafür bezahlt wurde, das zu tun, was ich liebe“, soll Paxton einmal gesagt haben. Demnächst ist er nochmal im Kino in der Überwachungs-SciFi-Literaturverfilmung von Dave Eggers „The Circle“ mit Emma Watson zu sehen. Danke für die ganzen Badasses, R.I.P. Bill…

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(aliens) hudson best moments
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Goodbye Bill Paxton

Richard „Captain Apollo“ Hatch gestorben

Als Captain Apollo in der Sci-Fi-Serie „Kampfstern Galactica“ verdrehte Richard Hatch in den 70er Jahren reihenweise Frauen den Kopf. Auch im Reboot der Kultserie hatte er eine wiederkehrende Rolle. Nun ist Richard Hatch ist im Alter von 71 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung gestorben.

Wie US-Branchenmagazine übereinstimmend berichten und seine Familie sowie sein Manager mittlerweile bestätigt haben, ist Hatch am Dienstag, dem 7. Februar 2017, im Alter von 71 Jahren in seinem Haus im kalifornischen Santa Clarita gestorben. Für viele wird er als Captain Apollo, Raumpilot in der 70er-Jahre-Sci-Fi-Serie „Kampfstern Galactica“ für immer unsterblich bleiben. Hatch wurde kurz nach Kriegsende, im Mai 1945, in Kalifornien geboren. Im Alter von 25 Jahren begann er seine Schauspielerkarriere als Mitglied der TV-Seifenoper „All My Children“. Schon zu Beginn seiner vor allem von Fernsehrollen geprägten Karriere machte Hatch mit denkwürdigen Gastauftritten in Serienklassikern wie „Hawaii Fünf-Null“, „Denver Clan“, „Love Boat“ und „Die Waltons“ auf sich aufmerksam. In der letzten Staffel der Krimiserie „Die Strassen von San Francisco“ trat er als neuer Hauptdarsteller gar das schwere Erbe von Michael Douglas an, der ausgestiegen war, um sich auf seine Filmkarriere zu konzentrieren. Auch nach dem Durchbruch mit „Kampfstern Galactica“ schaute Hatch für kleinere Parts in beliebten Serien wie „T.J. Hooker“, „Mord ist ihr Hobby“, „MacGyver“ oder „Baywatch“ vorbei.

Nicht nur mit seiner Hauptrolle in „Kampfstern Galactica“ bewies Hatch seine Liebe für das Franchise und Sci-Fi im Allgemeinen. Er selbst verfasste Ende der 90er Jahre und Anfang des neuen Jahrtausends mehrere Romane, in denen er die Handlung der Serie weitererzählte. 1999 versuchte er Universal mit einem eigens gedrehten Trailer gar davon zu überzeugen, das Kultformat mit einer neuen Serie fortzusetzen, wofür er allerdings keinen Zuschlag bekam. Als Ronald D. Moore fünf Jahre später mit seiner Neuauflage „Battlestar Galactica“ mehr Erfolg hatte, bekam Hatch darin die Rolle des radikalen Politikers und früheren Terroristen Tom Zarek. Danach wurde es ruhiger um ihn. In jüngerer Vergangenheit machte Hatch ausserdem als grosser Unterstützer des noch immer in der Entwicklung befindlichen „Star Trek“-Fanfilmprojekts „Axanar“ von sich reden, für dessen Kurzfilm-Vorgeschichte „Prelude To Axanar“ er bereits als Klingonen-Commander Kharn vor der Kamera stand. Die Fanfiction, die über eine Crowdfunding-Kampagne finanziert wurde, kann noch immer via Youtube abgerufen werden. Zuletzt moderierte Hatch Abendveranstaltungen auf Kreuzfahrtschiffen.

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Prelude to Axanar

Er spielte „Captain Apollo“ in der Battlestar Galactica-Serie und den daraus hervorgegangenen Filmen den Commander Apollo, eine der beiden Heldenfiguren neben Lieutenant Starbuck. Battlestar Galactica war damals im Fahrwasser von Star Wars unglaublich erfolgreich – wir hatten ja nix – und von Muffit habe ich heute noch Albträume. Danke für den ganzen SciFi-Spass und Ruhe in Frieden Richard „Captain Apollo“ Hatch!


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Apollo and Starbuck - You've Got a Friend in Me

Sir John Hurt mit 77 Jahren gestorben

Gerade noch feierten wir seinen Geburtstag, jetzt müssen wir uns von John Hurt verabschieden. „Der Elefantenmensch“, „1984“, „Alien“ oder „Dame, König, As, Spion“ – Hurt brillierte stets. Ein grossartiger Schauspieler, dessen stets melancholischer Gesichtsausdruck einen sofort in den Bann schlug. John Hurt fand in seiner experimentierfreudigen, inquisitiven Arbeit viele laute und stille, aber immer eindrucksvolle andere Wege, seinen Charakteren Ausdruck zu verleihen. Egal, wo Hurt auftauchte, er blieb im Gedächtnis, er war gross auch in den kleinen Rollen.

Exzentriker und Ausgestossene, irre Autokraten und gequälte Widerständler: Der Schauspieler John Hurt versenkte sich mit Leib und Seele in die Abgründe menschlicher Natur. Kein anderer Darsteller seiner Generation verkörperte Schmerz und Verletzung so intensiv wie der 1940 geborene Brite. Hurt drängte mit seinem Spiel nie nach vorn, war nie ein Mann der ersten Reihe wie seine Freunde und Trink-Kumpanen Oliver Reed und Peter O’Toole und doch brannten sich seine besten Rollen tief ins kollektive Kinogedächtnis ein: Der „Elefantenmensch“ Joseph Merrick, Gay-Ikone Quentin Crisp, Winston Smith in „1984“ oder der römische Herrscher Caligula waren nur einige seiner Paraderollen, die er verkörperte. Die gesamte Palette menschlicher Schwäche und Zerbrechlichkeit konnte Hurt mit der Eindringlichkeit seines schon früh von Falten zerfurchten Gesichts und der sehnigen Drahtigkeit seines Physis verkörpern. In jede einzelne seiner Rollen versenkte er sich ganz und gar, egal wie tief die Abgründe schienen.

Als Sohn eines anglikanischen Vikars wuchs Hurt in frömmelnden Verhältnissen in der englischen Grafschaft Lincolnshire auf. Der Vater war distanziert, als jüngstes von drei Geschwistern hing Hurt am Rockzipfel seiner Mutter, trieb aber bereits als Ministrant im Gottesdienst allerlei Schabernack, als er die Weihrauchgefässe absichtlich überfüllte, um die Gemeinde einzunebeln und in Ohnmacht zu versetzen. An der kirchlichen Prep-School scheiterte er jedoch und wurde an eine öffentliche Schule geschickt. Ein Kulturschock, der Hurt tief beeindruckte: Die autoritäre Strenge der Lehrer, die Brutalität der Bullys auf dem Schulhof, das ständige Fluchen – Härten der Arbeiterklasse, die dem behüteten Pastorensohn bis dato unbekannt gewesen waren. Hurt zog sich in Fantasiewelten zurück und entwickelte, gehänselt und eingeschüchtert, sein Gespür für Underdogs. 1966 entdeckte Regisseur Fred Zinnemann den Bühnen- und Fernsehschauspieler und gab ihm eine Nebenrolle als Richard Rich in der Romanverfilmung „Ein Mann zu jeder Jahreszeit“.

Seinen Durchbruch erlebte er nach vielen kleineren Rollen und mehreren Jahren als Ensemble-Mitglied an der Royal Shakespeare Company jedoch erst 1975 mit seiner Hauptrolle als Szenegrösse Quentin Crisp in dem TV-Biopic „The Naked Civil Servant“. Schwules Kino war in den Siebzigern noch dabei, sich abseits von Voyeurismus oder Didaktik zu etablieren, sodass Hurts furchtlose, zickig-flamboyante Darstellung der queeren Ikone für Aufsehen sorgte. Im Jahr darauf schockierte er das Fernsehpublikum erneut mit seinem rundheraus irren Caligula in „I, Claudius“, der zu seiner sterbenden Grossmutter ins Bett kroch und seiner schwangeren Schwester das ungeborene Kind aus dem Bauch schnitt. Drei Jahre später gewann Hurt mit seiner Darstellung des Häftlings Max in Alan Parkers Gefängnisschocker „Midnight Express“ einen Golden Globe als bester Nebendarsteller und eine Oscar-Nominierung. 1979 folgte einer von Hurts kürzesten, aber spektakulärsten Kino-Auftritte. In Ridley Scotts Weltraum-Thriller „Alien“ spielt er das bemitleidenswerte Crew-Mitglied Kane, dem nach einem gierig verzehrten Spaghetti-Dinner die erste Horror-Kreatur aus dem Brustkorb bricht. Der Schock auf Kanes Gesicht, in den sich Schmerz und Unglaube mischen, ist furchterregender als die grandiosen Spezialeffekte in dieser Szene.

Mit körperlicher Versehrtheit bekam es Hurt auch 1980 in David Lynchs „Der Elefantenmensch“ zu tun. Er spielte, praktisch unkenntlich unter monströsen Verformungen, den von der seltenen Lymphstörung Elefantiasis befallenen Briten Joseph Merrick (im Film John genannt). Sein Aufschrei am Ende des Films ging durch Mark und Bein: „I’m not an animal. I’m a human being!“ Die berührende, oft mit Boris Karloffs klassischer Frankenstein-Performance verglichene Darstellung brachte Hurt eine weitere Oscar-Nominierung ein. Unter der schweren Maske allein auf schmerzerfüllte, verängstigte oder verachtende Blicke und Gestik zurückgeworfen, entwarf Hurt eine so bemitleidenswerte wie würdevolle Figur. Mit gleicher Sensibilität machte Hurt auch das mit Poesie gegen das autoritäre „Big Brother“-Regime widerstrebende Individuum Winston Smith zum schauspielerischen Ereignis. Als Michael Radfords Verfilmung von George Orwells Gesellschaftsdystopie „1984“ im gleichen Jahr ins Kino kam, spiegelte sich das Leid und die Gebrechlichkeit seiner Filmcharaktere längst auch im Privatleben John Hurts: Seine langjährige Lebensgefährtin Marie-Lise Volpelière-Pierrot starb 1983 bei einem Reitunfall. Hurt verfiel dem Alkohol, dem er schon seit seinen Anfängen aus Unsicherheit zugetan war.

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Nineteen Eighty Four (1984) - Rats - Richard Burton - John Hurt

In späteren Karrierejahren brillierte Hurt als versierter und verlässlicher Nebendarsteller und Sprecher in Dutzenden von Rollen: Unvergessen bleiben seine minimalen, aber wirkungsvollen Einsätze als Zauberstabmacher Mr Ollivander in zwei Teilen der Harry-Potter-Reihe, aber auch prägnante Rollen in Lars von Triers „Melancholia“ und als Geheimdienstchef in der Le-Carré-Adaption „Dame, König, Ass, Spion“. Ehrgeiz, sagte er einmal dem „Guardian“, sei nie seine Sache gewesen. „Ich habe unheimlich ambitionierte Leute beobachtet: Im Moment des Erfolgs wissen sie genau, wo es lang geht, sie wissen, wie sie damit umgehen sollen und dann geht es richtig los für sie. Toll. Aber so funktioniere ich nicht.“ Im Juli 2015 wurde er von Königin Elizabeth II. zum Ritter geschlagen. Religiös war der vierfach verheiratete, inzwischen seit vielen Jahren trockene Cricket-Fan trotz seiner Kindheitsprägung nie gewesen.

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V for Vendetta High Chancellor Scenes

John Hurt starb in der Nacht zu Samstag in London an den Folgen seiner Bauchspeicheldrüsenkrebs-Erkrankung. Noch vor einem Jahr hatte er sich in der britischen Presse zuversichtlich gezeigt, den Krebs besiegen zu können. Ich kann gar nicht aufzählen, in wie vielen Genre-Filmen der Mann mitwirkte, am berühmtesten wurden bereits genannt, doch sind hier auch neben Kane in Ridley Scotts Alien, eine Rolle die er selbst nochmal in Mel Brooks Spaceballs verarschte, auch Sam Peckinpahs in „The Osterman Weekend“ genannt oder lieh er dem Hasen Hazel in „Watership Down“ seine Stimme und sprach Aragorn in Ralph Bakshis Zeichentrick-Hobbit. Hurt blieb SciFi und Fantasy immer treu, war der Anführer der Aufständischen in „Snowpiercer“ und natürlich der diabolische Great Chancellor in „V for Vendetta“. John Hurt war wahrlich eine Legende des Genre-Films. Ein ganz grosser Schauspieler verlässt die Bühne. Ruhe in Frieden. Thanks for all the Magic, John.

Cremation Design: Morbides Geschirr aus Menschenknochen

Für seinen verstorbenen Opa wollte ​Justin Crowe ein ganz besonderes Kunstwerk erschaffen und hat zu dessen Ehren 200 menschliche Knochen im Internet bestellt, um aus ihnen ein ganz sonderbares Kaffee-Service zu erstellen. Mittlerweile ist aus der obstrusen Idee tatsächlich ein Geschäftsmodell geworden. Nach vier Monaten Arbeit hat er das Ehren-Dinner für acht Personen gehalten. Und dann begannen die Anfragen, ob man das nicht auch bestellen könne? Wer tatsächlich seine Liebsten nach dem Tod in Form einer Tasse oder Vase bei sich haben möchte, schaut bei Cremation Designs vorbei…

With a background in ceramics, I knew that bone ash was a common ingredient in glaze so I developed a special recipe using typical ingredients like clay, silica, and feldspar, and added my freshly fired, crushed and powdered human bone ash.

Cremation Design: Morbides Geschirr aus Menschenknochen
Cremation Design: Morbides Geschirr aus Menschenknochen
Cremation Design: Morbides Geschirr aus Menschenknochen
Cremation Design: Morbides Geschirr aus Menschenknochen
Cremation Design: Morbides Geschirr aus Menschenknochen
Cremation Design: Morbides Geschirr aus Menschenknochen

Alle 2016 verstorbenen Künstler auf einem Foto

2016 hat sich da wirklich einiges genommen. Da sind wirklich einige Künstler dabei, die nicht gerade eine unwichtige Rolle in meinem Leben gespielt haben. 2017 wird besser – seien wir optimistisch und erhalten die positiven Erinnerungen an diese Künstler…


(via Consequence of Sound)

In Memoriam 2016

Geraint Hacking hat die ungemein hohe Dichte an Prominenztoden zum Anlass genommen, eine schöne kleine Hommage in Rotoscope-Manier zu schaffen. Vier Minuten Hoffnung auf ein besseres 2017…

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In Memoriam 2016 - Rotoscope Tribute by Geraint Hacking

Falls ihr nicht alle direkt erkannt haben solltet:
Gene Wilder – Charlie and the Chocolate Factory
Anton Yelchin – Star Trek
Tony Burton – Rocky
Burt Kwouk – The Pink Panther
David Huddleston – The Big Lebowski
Alan Rickman – Die Hard
Erik Bauersfeld & Kenny Baker – Star Wars
Andrew Sachs
Caroline Aherne
Paul Daniels
Frank Kelly
Robert Vaughn
Ronnie Corbett
Victoria Wood
Terry Wogan
Prince
Phife Dawg
David Bowie
Maurice White
Lemmy
Muhammad Ali
Leonard Cohen

Ruhe in Frieden, Carrie Fisher

Am 23. Dezember hat Carrie Fisher einen Herzinfarkt erlitten, denn sie leider nicht überlebt hat. Die Schauspielerin, die jeder als Prinzessin Leia aus der Star Wars Trilogie kannte, starb am 27. Dezember 2016 im Alter von 60 Jahren an den Folgen, wie „ein Sprecher ihrer Familie gegenüber US-Medien“ bestätigte. 2016 hat uns viele unserer Pop-Helden genommen…

„Die Welt hat sie geliebt“, heisst es in einem Statement ihrer Tochter Billie Lourd, die ebenfalls als Schauspielerin (Scream Queens) arbeitet. Fisher wurde als 19 Jährige durch ihre Rolle als Prinzessin Leia aus der „Star Wars“-Serie bekannt. Dort spielte sie die starke, kämpferische, elegante, geistreiche, überlegte, pragmatische Prinzessin Leia Organa. Eine Rolle, die ihr sowohl Ruhm als auch Anerkennung und Kummer bescheren sollte. In den Jahren nach der ursprünglichen Trilogie tat sich Fisher zunehmend schwer damit, an den gigantischen Erfolg der Sci-Fi-Saga anzuknüpfen, stand zwischendurch aber immer mal wieder für Genrefilme vor der Kamera. Wer erinnert sich nicht an ihren denkwürdigen und selbstrefferenziellen Gastauftritt in Wes Cravens Horror-Sequel „Scream 3“ oder die Verbindungsmutter Mrs. Crenshaw aus Sorority Row (Schön bis in den Tod)? Carrie war eben nicht nur die Prinzessin von Alderaan, sondern eine talentierte, komplizierte, unendlich lustige, erfolgreiche Frau in Hollywood, deren beeindruckende Karriere Ehre gebührt.

Die Tochter der Hollywood-Schauspielerin Debbie Reynolds und des Sängers Eddie Fisher (1928-2010) spielte auch in Filmen wie „Blues Brothers“, „Harry und Sally“ und „Lieblingsfeinde – Eine Seifenoper“ mit. Sie veröffentlichte acht Bücher, darunter erst kürzlich ihre Autobiografie „The Princess Diarist“. Darin enthüllt sie, dass sie am „Star Wars“-Set mit ihrem Kollegen Harrison Ford eine Affäre gehabt habe. Ihre Bücher habe ich leider nie gelesen, aber immer wieder fantastische Zitate entdeckt, die natürlich jetzt wieder überall gesharet werden. Ihre Arbeit als Skriptdoktor wurde seit Jahrzehnten hoch angesehen, auch wenn offiziell natürlich wenig bestätigt wurde. Ihre Talkshowauftritte waren ebenfalls unterhaltsam und ihr grandioser Auftritt bei der Verleihung des AFI Lifetime Achievement Awards an George Lucas aka The Roast of George Lucas war legendär. 2015 kehrte sie in „Star Wars: Das Erwachen der Macht“ in ihrer ikonischen Rolle als General Leia Organa ebenso lebhaft wie vor mehr als drei Jahrzehnten auf die Leinwand zurück und eben jene Trilogie sollte sie auch 2017 wieder auf die grosse Leinwand zurückführen.

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Carrie Fisher Roasts George Lucas at AFI Life Achievement Award

Fisher erzählte in ihrem Buch „Wishful Drinking“ eine Geschichte, die zu dem Zitat führte, den sie in ihrem Nachruf wollte:

Anyway, George comes up to me the first day of filming and he takes one look at the dress and says, ‚You can’t wear a bra under that dress.‘

So, I say, ‚Okay, I’ll bite. Why?‘

And he says, ‚Because… there’s no underwear in space.‘

I promise you this is true, and he says it with such conviction too! Like he had been to space and looked around and he didn’t see any bras or panties or briefs anywhere.
Now, George came to my show when it was in Berkeley. He came backstage and explained why you can’t wear your brassiere in other galaxies, and I have a sense you will be going to outer space very soon, so here’s why you cannot wear your brassiere, per George. So, what happens is you go to space and you become weightless. So far so good, right? But then your body expands??? But your bra doesn’t- so you get strangled by your own bra. Now I think that this would make a fantastic obit- so I tell my younger friends that no matter how I go, I want it reported that I drowned in moonlight, strangled by my own bra.

Sie hatte es im Leben dank ihrer Krankheit oft nicht leicht, doch ihr lustiger und lockerer Umgang und Engagement als Fürsprecherin halfen. Nicht nur ihr. Auf Auftritt auf Twitter war stets lustig, ihre kreative Schreibweise seit Jahren ebenso kryptisch legendär. Wie keine Zweite prägte Carrie Fisher die Heldinnenfigur des Kinos. Sie war mal lieblich, mal schiessfreudig und bei allem, was sie tat, forderte sie ihr Publikum auf: Nehmt das Leben nicht zu ernst! An ihr müssen sich seit 40 Jahren alle Heldinnenfiguren des Kinos messen und sie werden es in Zukunft genauso müssen, denn an sie reicht keine in ihrem Facettenreichtum heran. In „Rogue One“, dem Film, der die Vorgeschichte von Episode IV erzählt und der gerade in den Kinos läuft, ist Fisher noch einmal dank digitalem Zauber für einige Sekunden als blutjunge Leia zu sehen und sie spricht ein einziges Wort: „Hoffnung“. Man könnte meinen, dass ihre Lebensmission in dieser Szene zusammengefasst ist, für immer jung zu sein und für immer Hoffnung zu spenden. Doch Carrie Fishers Leben zu würdigen, heisst, sie als fiktive und als reale Heldin, als junge Prinzessin und alte Rebellin in Erinnerung zu behalten. Danke, Carrie. Machs gut. May the Force be with you… always.

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Princess Leia - Carrie Fisher Tribute - BBC Orchestra

Handgefertigte Lederschädel aus Brooklyn

Menschliche Schädel als Dekogegenstände führen einem das Tabuthema Tod direkt vor Augen und für die Menschen hat die Endlichkeit des Lebens etwas mysterisches, was uns immer interessiert hat und interessieren wird. „Memento Mori“ nennt sich das neueste Designstück aus dem Hause Heavy Eyes, das eine lebensgrosse Schädelnachbildung aus Leder ist. Als Material diente kein harter Knochen, sondern hochwertig verarbeitetes Premiumleder. Die Einzelteile werden in einer Manufaktur in Brooklyn per Hand zusammengefügt, als Verbindungselemente dienen Metallschräubchen. In zwei Varianten sind die dekorativen „Memento Mori“-Schädel zu haben: Schwarzes Leder mit schwarzem Metall und Naturleder mit silberfarbenen Schrauben, der Stückpreis liegt bei 180 US-Dollar.

Handgefertigte Lederschädel aus Brooklyn
Handgefertigte Lederschädel aus Brooklyn
Handgefertigte Lederschädel aus Brooklyn
Handgefertigte Lederschädel aus Brooklyn
(via HighSnobiety)

Der fröhliche Friedhof

Ein kleiner Stadt Friedhof in Rumänien hat sich durch seine farbenfrohen „Grabsteine“ einen Namen gemacht. Der Fröhliche Friedhof in Săpânţa nutzt Holzschilder, bemalt mit Bildern des Verstorbenen und „bunten“ Epitaphien über sie. Diese wurden alle von Stan Ioan Pătraş und nach seinem Tod, von seinem Protege, Dumitru Pop gefertigt. Von überall aus der ganzen Welt kommen die Leute den Friedhof zu sehen und wer nun mehr dazu wissen möchte, findet mehr hier

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Merry Cemetery | 100 Wonders | Atlas Obscura

Leonard Cohen, der Meister der Melancholie, ist gestorben

Das Jahr 2016 ist ein richtiger Alptraum! Nun ist der Songschreiber, Komponist und Lyriker Leonard Cohen im Alter von 82 Jahren in seiner Wahlheimat Los Angeles verstorben. Der Kanadier war einer der ganz, ganz Grossen. Seine melancholischen Songs sind Klassiker. Mit seiner rauchigen Stimme, dem tief in die Stirn gezogenen schwarzen Hut und der ihn stets umgebenden Aura tiefster Melancholie galt Cohen als Phänomen und Legende. Seine Texte über Liebe, Rausch, Trauer und Philosophie machten ihn zu einem der wichtigsten Dichter der Popmusik – neben Bob Dylan.

Leonard Cohen, der Meister der Melancholie, ist gestorben

Kollegen und Millionen Fans auf der ganzen Welt trauern um den kanadischen Meister der Melancholie, der Tod hatte sich angekündigt. Vor rund drei Wochen veröffentlichte Cohen sein letztes Album „You want it darker“ und Fans erkannten in den düsteren Songs eine Art Testament, denn der Kanadier war zum Zeitpunkt der Aufnahmen bereits schwer krank. Mehr und mehr hatte sich der Musiker in den vergangenen Jahren aus der Öffentlichkeit in seine bescheidene Wohnung in Los Angeles zurückgezogen. Die Gesundheit wollte einfach nicht mehr mitspielen. Jetzt ist Cohen im Alter von 82 gestorben, wie sein Label Sony Music Canada in der Nacht zum Freitag mitteilte.

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Leonard Cohen - Everybody knows (original studio version)

Geboren wurde Leonard Norman Cohen 1934 in der kanadischen Stadt Montreal als Sprössling einer wohlhabenden jüdischen Familie. Schon als Kind lernte er Gitarre spielen und hatte bald erste Auftritte in Cafes und Clubs., doch die Musik sollte für ihn nach lange Zeit Nebensache bleiben. Cohen wollte schreiben, doch die Einnahmen aus dem Schreiben reichten nicht zum Leben. „Ich wollte nicht schreiben, um bezahlt zu werden. Ich wollte für das bezahlt werden, was ich schreibe.“ Also zog Cohen Ende der 60er Jahre nach New York und nahm die Musik wieder auf – bald mit grossem Erfolg. Alben wie „Songs of Leonard Cohen“ (1967), „Songs of Love and Hate“ (1971) und „Death of a Ladies‘ Man“ (1977) beeinflussten ganze Generationen von Musikern, Songs wie „Suzanne“, „So Long, Marianne“, „Bird on the Wire“, „First We Take Manhattan“, „Hallelujah“, Everybody Knows“ und „Chelsea Hotel #2“ gelten längst als Klassiker. Cohens spirituell-melancholische Songs handeln von verlorener Liebe und Leid, von Todessehnsucht und Gottessuche, sprachlich erinnern sie an polierte Kleinode. „Leute, die ihre Songs im Cafe oder im Taxi schreiben, kann ich nur bewundern – ich habe das nie geschafft.“

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Leonard Cohen - Everybody Knows

Sein Privatleben hatte Cohen immer möglichst unter Verschluss gehalten. Bekannt ist lediglich, dass er mit der schwedischen Malerin Suzanne Elrod zwei Kinder hat und vorübergehend mit der Schauspielerin Rebecca De Mornay liiert war. In Los Angeles lebte er mit Tochter und Enkelin zusammen. „Mein Ruf als Frauenheld ist ein Witz“, sagte er einmal in einem Interview. „Er hat mich dazu gebracht, mich bitter durch die zehntausend Nächte zu lachen, in denen ich alleine war.“ Im Alter war der Liedermacher noch einmal zurückgekehrt, nachdem er zwischenzeitlich gegen Depressionen gekämpft hatte und jahrelang in einem Zen-Kloster verschwunden war. „Wenn ich von Depressionen spreche, spreche ich von klinischen Depressionen, die der Hintergrund meines ganzen Lebens sind, ein Hintergrund voller Angst und Beklemmung, einem Gefühl, dass nichts richtig läuft, dass Zufriedenheit nicht möglich ist und alle Strategien in sich zusammenfallen“, sagte er einmal dem britischen ‚Guardian‘. „Ich bin froh, sagen zu können, dass diese Depression sich langsam aufgelöst hat und nie wieder mit derselben Kraft in mein Leben zurückgekommen ist.“

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Leonard Cohen - Hallelujah

Auch aus finanzieller Notwendigkeit, nachdem ihn seine frühere Managerin um millionenschwere Rentenrücklagen betrogen hatte, war Cohen auf die Bühnen der Welt zurückgekehrt. 2011 bekam er sogar den spanischen Prinz-von-Asturien-Preis für Literatur und 2012 hatte er mit „Old Ideas“ sogar das erfolgreichste Album seiner jahrzehntelangen Karriere herausgebracht. In Erinnerung bleiben wird er den meisten aber dennoch als der Sänger mit der rauchigen Stimme, umgeben von einer Aura tiefster Melancholie. Danke Leonard Cohen das du immer das geschrieben hast, was wahr ist – und die Wahrheit immer so auszudrücken wusstest, dass es ein Teil der Erfahrung der Person war, die deine Worte hörte oder las. Danke für die leidenschaftliche Intensität mit welcher du dein Innerstes so ehrlich in deinen schönen und erschütternden Liedern und Texten ausdrücktest. Danke für deine Hingabe an die Musik. Danke für die ruhigen Nächte, die Reflexion, die Perspektive, die Wahrheit und das traurige Lächeln. Rest In Peace!

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Leonard Cohen , Bird on the Wire, London, 15-09-2013

Dia De Los Muertos: Fotos der Parade in Mexiko-City

Freunde, ob ihr es glaubt oder nicht, aber dieses Jahr fand zum ersten Mal in Mexiko-City eine Dia De Los Muertos-Parade statt! Zu sehen gab es fantastische Kostüme und Puppen bei dieser feierlichen und lokalisierten mexikanischen Tradition des Volk ist wirklich die Idee angenommen zu haben scheinen, das Leben ihrer Lieben feiern, die verstorben sind, während eine Parade zu beobachten. Bei Esquire gibt es 30 erstaunliche Fotos vom Tag der toten Feiern in Mexiko-City, hier unsere Favoriten…

Dia De Los Muertos: Fotos der Parade in Mexiko-City
Dia De Los Muertos: Fotos der Parade in Mexiko-City
Dia De Los Muertos: Fotos der Parade in Mexiko-City
Dia De Los Muertos: Fotos der Parade in Mexiko-City
Dia De Los Muertos: Fotos der Parade in Mexiko-City
Dia De Los Muertos: Fotos der Parade in Mexiko-City
Dia De Los Muertos: Fotos der Parade in Mexiko-City
Dia De Los Muertos: Fotos der Parade in Mexiko-City
Dia De Los Muertos: Fotos der Parade in Mexiko-City
Dia De Los Muertos: Fotos der Parade in Mexiko-City
Dia De Los Muertos: Fotos der Parade in Mexiko-City

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