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*** UPDATE: Hier findet ihr das Konzert Review dazu ***

Metallica by Request am Sonisphere 2014 Schweiz in Basel kommt wie es kommen muss, die Masse wird die Traumsetlist völlig verhunzen. Also, macht mir persönlich und euch bitte einen Gefallen, wählt weder “Enter Sandman”, “Nothing Else Matters” noch “Sad But True”, dass macht die Masse so oder so. Wählt die offizielle Empfehlung aus der Gruft:

  • Am I Evil?
  • Whiplash
  • Blitzkrieg
  • Last Caress/Green Hell
  • So What
  • Die, Die My Darling
  • Fade to Black
  • Metal Militia
  • Jump in the Fire
  • Battery
  • No Remorse
  • The Four Horsemen
  • Master of Puppets
  • Damage, Inc.
  • Phantom Lord
  • Astronomy
  • Damage Case
  • It’s Electric
  • Helpless
  • One
  • Orion
  • Fight Fire With Fire
  • Jump in the Fire

Der aktuelle Stand des Voting findet ihr hier. Also Freunde, packen wirs an und machen den Auftritt in Basel zu KEINEM Massenhappening! Falls ihr gerne nachlesen möchtet, wie die Sonisphere Festivals mit Metallica und vielen anderen Bands in der Vergangenheit gewesen sind, findet für die Jahre “2010: The Big Four in Switzerland – The Big Desaster“,”2011: Dawn of the Joggeli” und “2012: In Yverdon-les-bains” die Konzert Reviews hier in der Gruft!

Metallica by Request in Basel, Sonisphere Schweiz

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Die erste Ausgabe in Jonschwil versank im Schlamm, die zweite in Basel brach Veranstalter Free and Virgin das Genick. Das Sonisphere Festival stand bisher unter einem schlechten Stern. Letzten Mittwoch folgte der dritte Anlauf in neuer Umgebung und mit neuem Veranstalter. 32’000 Metalheads – mehr als erwartet – strömten auf das Gelände Parc Rives Du Lac in Yverdon-Les-Bains am Neuenburgersee mit den Headlinern Motörhead, Slayer und Metallica. Der Neustart ist geglückt, ist jedoch weit weg von perfekt. Der Sound war, wenn er denn kam – bei Mastodon lief zum Beispiel die PA die halbe Zeit nicht und fiel immer wieder aus – doch erstaunlich gut. Der Golden Circle war zu gross ausgelegt und man musste wieder einmal, Jonschwil lässt grüssen, über 30 Minuten für Getränke anstehen. Nichts desto trotz war mein Eindruck dass dies das beste Sonisphere Festival bis jetzt war, das sonnige Wetter und die geniale Location machten so einiges wett.

Rund 32’000 Musikfans haben Metallica auf das ehemalige Expo.02 Gelände in Yverdon-les-Bains, welches selbst 28’000 Einwohner hat, gelockt, wo am Mittwoch die dritte Ausgabe des Sonisphere Festivals über die Bühne ging. Dies war das erste Mal, dass in dieser Stadt ein Festival in dieser Grössenordnung organisiert wurde. Das Festival begann um 15 Uhr bei schönstem Wetter, die Atmosphäre war ok und die Dezibel hoch, so hoch, dass die Konzerte bis ins 13 km entfernte Cheyres (FR) zu hören waren. Rund 1’200 Helfer waren am Gelingen des Festivals beteiligt, die Montage dauerte eine Woche und es hatte rund 50 Imbissbuden, 5.5 km Barrieren und 300 mobile Toiletten. Lustigerweise war keine Bar im Golden-Circle-Bereich aufgestellt, was mir jedoch ziemlich egal war, da ich eh nicht zu den Weichspülmetalern mit zu viel Kohle im Sack gehöre, doch organisatorisch hätte dies sicherlich besser gelöst werden können, aber so musste halt the Rich-People zum Fussvolk Getränke holen, was die Wartezeiten nicht gerade verkürzte.



Mit den Headlinern Metallica, Motörhead und Slayer konnte wahrhaftig geballte Metal-Macht präsentiert werden. Eluveitie, Gojira und Mastodon waren ebenfalls mit von der Partie, die Drei mussten aber quasi in den sauren Apfel beissen und dem sonnengeschwängerten Publikum – nachmittags bei 30 Grad – ihre Musik schmackhaft machen. Bei Eluveitie war leider noch komplett tote Hose, was vielleicht aber am Sound lag, der vermutlich im Vergleich zum restlichen Programm etwas aus dem Rahmen fiel und so nicht den Erwartungen der Besucher entsprochen hat und die Band bereits eine halbe Stunde nach Türöffnung spielen musste. Doch auch Gojira mussten das Publikum daran erinnern, dass dies ne Metalshow war und forderte zu Pits auf, welche aber nicht stattfanden. Und so konnten erst Mastodon, sie boten vor allem ihr neustes Album “The Hunter” feil, für gute Stimmung sorgen. Leider stieg während 45 Minuten ohne zu übertrieben 15 mal der Sound aus und dies war wirklich unterstes Niveau, da kann ich nur ein grosses Lob an Mastodon ausprechen, welche sich davon nicht beirren liessen und immer wieder souverän und ohne mit der Wimpern zu zucken weiter machten.

Die anschliessend auftretenden lebenden Legenden, Slayer, hatten zwar keine Ungereimtheiten mit der Technik, irgendwie aber erweckten sie den Eindruck, Probleme mit dem Bewegungsapparat zu haben. Ähnlich dynamisch wie eine Terrakotta-Armee spulten sie ihre Setlist ab. Vielleicht lag dies aber auch am Publikum und Slayer liessen sich von der bewegungslosen Menge anstecken – oder es war schlicht das Alter, denn Tom wirkte in meinen Augen optisch als nicht mehr ganz der Frischeste. Slayer bestachen mit ihrem kompromisslosen, rasend schnellen und knüppelharten Sound. In dieser unglaublichen Präzision konnte das von Slayer aber nicht unbedingt erwartet werden, denn Gitarrist Jeff Hannemann hat sich immer noch nicht von seiner Spinnenbiss-Infektion erholt und musste durch Gary Holt ersetzt werden. Ein paar Moshpits gab es aber dennoch, zwar nicht direkt vor der Bühne (Golden Circle Problem), aber beim Fussvolk ging es doch ab, obwohl diese Pits grösstenteils mehr wie Kindergeburtstag wirkten.



Motörhead zeigte sich wiederum von ihrer schmutzig guten Seite und versprühten niemals Langweile. Doch auch hier fehlte die Stimmung direkt vor der Bühne und Lemmy stand oft fraglos da und wartete auf Reaktionen seitens des Publikums, wenn er einen Song ankündigte. Neues war von den Altmeistern der harten Töne freilich aber nicht zu hören. Kult-Rocker Lemmy Kilmister bot seinen gewohnten, schnörkellosen, ehrlichen Rock. Zeitgleich zog sich die Sonne zurück und übergab ihren Platz der passenden Abenddämmerung. Je mehr Zeit verstrich und je dunkler es wurde, desto mehr suchten ihren Platz mit direkter Sicht zur Bühne. Die gesamte Fanschar wartete auf Metallica und erwartete ein schwarzes Spektakel. Übrigens erstaunt es mich nicht, dass Free and Virgin beim Sonisphere Basel Konkurs gegangen ist, wenn ich an die Schlangensteherei in Yverdon denke und wie viel Umsatz in Yverdon durch das Warten verloren ging, kann ich nur sagen: Schade, Schade, Schade.

Äusserst pünktlich und voller Spielfreude trumpften Metallica auf, jedes songtechnische Register wurde gezogen. Die Kalifornier spielten das “Black Album” – ihr legendäres Meilenstein-Werk von 1991 – in voller Länge. Doch das Album einfach nur von Song 1 bis 12 runterzunudeln, das wäre für die Metal-Heroen zu einfach, stattdessen drehten Metallica die Reihenfolge der Songs um und starteten mit “The Struggle Within”, dem eigentlichen Abschlusssong des Albums. Die zwölf Songs der Scheibe gelten heute als Hymnen der Rockmusik. Wie sehr, das zeigte sich am Sonisphere-Festival, als tausende Fans in den Gesang von Frontmann James Hetfield einstimmten oder den Takt von Schlagzeuger Lars Ulrich mitklatschten. Und zwar nicht nur bei der radiotauglichen Ballade “Nothing Else Matters”, sondern bei fast jedem einzelnen Song. Metallica überzeugte, bis auf Kirk Hammett, den dieser versemmelte jeweils laufend einfachste Passagen.



Erfreulich war bei Metallica, dass die musikalische Verirrung mit Lulu und der verunglückten Zusammenarbeit mit Lou Reed schadlos überstanden und mit der Interpretationen des “Black Album” zwar nichts Neues geboten wurde, doch signalisierten die Jungs mit ihrem langen, beherzten Auftritt, dass sie immer noch die Alten sind. “Blackened” liess bei jedem kleinen Pyromanen das Herz aufgehen mit grossen Flammen-Säulen und “One” überzeugte mit oberfetten Lasern. Das “Black Album” war aus meiner Sicht etwas langfädig und für mich vor Jahren der Tod der Band, doch man wird älter und so kam der Sound insgesamt sehr gut rüber und zu (meinem) Glück bleib es nicht bei den Songs aus diesem Album, sondern es wurde dem geneigten Fan auch älter Kost geboten.

Insgesamt war es ein geiler, entspannender Event in stimmiger Umgebung. Das Sonisphere in Yverdon stand unter dem Zeichen von Mässigung: weniger Bands, weniger Zuschauer, weniger Gigantomanie, weniger Gedränge bei gleichbleibender musikalischer Qualität. Die Bandwechsel verliefen reibungslos und der Sound war von erstaunlicher Transparenz und kam echt fett rüber. Ärgerlich war nur das Gedränge vor den Bierständen und vermutlich für die Bands der viel zu gross angelegte Golden Circle Bereich for the Rich-People, die sich zu fein oder zu faul waren, ihren Arsch zu bewegen. Hauptsache, man geht danach an den Merch-Stand, kauft ein teures Shirt und lässt dann den grossen Fan raushängen. Und dass sich die Golden Circler zu schade waren Begeisterung zu zeigen, war ja eigentlich mehr als absehbar und folglich habe ich dafür keinerlei Mitleid – ausser den Bands gegenüber. Nichts desto trotz, Metallica, Motörhead, Slayer, Mastodon, Gojira und Eluveitie waren einfach Klasse. Offensichtlich braucht es die Romandie um ein gelungenes Festival hinzubekommen. Wirklich tolle Location und wohl das beste Sonisphere bis jetzt…



Die erste Ausgabe in Jonschwil versank im Schlamm, die zweite in Basel brach Veranstalter Free and Virgin das Genick. Das Sonisphere Festival stand bisher unter einem schlechten Stern. Letzten Mittwoch folgte der dritte Anlauf in neuer Umgebung und mit neuem Veranstalter. 32'000 Metalheads – mehr als erwartet – strömten auf das Gelände Parc Rives Du Lac in Yverdon-Les-Bains am Neuenburgersee mit den Headlinern Motörhead, Slayer und Metallica. Der Neustart ist geglückt, ist jedoch weit weg von perfekt. Der Sound war, wenn er denn kam - bei Mastodon lief zum Beispiel die PA die halbe Zeit nicht und fiel immer wieder aus - doch erstaunlich gut. Der Golden Circle war zu gross ausgelegt und man musste wieder einmal, Jonschwil lässt grüssen, über 30 Minuten für Getränke anstehen. Nichts desto trotz war mein Eindruck dass dies das beste Sonisphere Festival bis jetzt war, das sonnige Wetter und die geniale Location machten so einiges wett. Rund 32'000 Musikfans haben Metallica auf das ehemalige Expo.02 Gelände in Yverdon-les-Bains, welches selbst 28'000 Einwohner hat, gelockt, wo am Mittwoch die dritte Ausgabe des Sonisphere Festivals über die Bühne ging. Dies war das erste Mal, dass in dieser Stadt ein Festival in dieser Grössenordnung organisiert wurde. Das Festival begann um 15 Uhr bei schönstem Wetter, die Atmosphäre war ok und die Dezibel hoch, so hoch, dass die Konzerte bis ins 13 km entfernte Cheyres (FR) zu hören waren. Rund 1'200 Helfer waren am Gelingen des Festivals beteiligt, die Montage dauerte eine Woche und es hatte rund 50 Imbissbuden, 5.5 km Barrieren und 300 mobile Toiletten. Lustigerweise war keine Bar im Golden-Circle-Bereich aufgestellt, was mir jedoch ziemlich egal war, da ich eh nicht zu den Weichspülmetalern mit zu viel Kohle im Sack gehöre, doch organisatorisch hätte dies sicherlich besser gelöst werden können, aber so musste halt the Rich-People zum Fussvolk Getränke holen, was die Wartezeiten nicht gerade verkürzte.

Mit den Headlinern Metallica, Motörhead und Slayer konnte wahrhaftig geballte Metal-Macht präsentiert werden. Eluveitie, Gojira und Mastodon waren ebenfalls mit von der Partie, die Drei mussten aber quasi in den sauren Apfel beissen und dem sonnengeschwängerten Publikum – nachmittags bei 30 Grad – ihre Musik schmackhaft machen. Bei Eluveitie war leider noch komplett tote Hose, was vielleicht aber am Sound lag, der vermutlich im Vergleich zum restlichen Programm etwas aus dem Rahmen fiel und so nicht den Erwartungen der Besucher entsprochen hat und die Band bereits eine halbe Stunde nach Türöffnung spielen musste. Doch auch Gojira mussten das Publikum daran erinnern, dass dies ne Metalshow war und forderte zu Pits auf, welche aber nicht stattfanden. Und so konnten erst Mastodon, sie boten vor allem ihr neustes Album "The Hunter" feil, für gute Stimmung sorgen. Leider stieg während 45 Minuten ohne zu übertrieben 15 mal der Sound aus und dies war wirklich unterstes Niveau, da kann ich nur ein grosses Lob an Mastodon ausprechen, welche sich davon nicht beirren liessen und immer wieder souverän und ohne mit der Wimpern zu zucken weiter machten. Die anschliessend auftretenden lebenden Legenden, Slayer, hatten…

Sonisphere Festival 2012 in Yverdon-les-Bains mit Metallica, Motörhead und Slayer

Atmosphäre - 85%
Performance - 90%
Akustik - 90%
Sichtverhältnisse - 80%
Vor-Ort-Service - 60%
Sanitäre Einrichtungen - 80%
Parkplatzsituation - 40%
Zusammenfassung

Insgesamt war es ein geiler, entspannender Event in stimmiger Umgebung. Das Sonisphere in Yverdon stand unter dem Zeichen von Mässigung: weniger Bands, weniger Zuschauer, weniger Gigantomanie, weniger Gedränge bei gleichbleibender musikalischer Qualität. Die Bandwechsel verliefen reibungslos und der Sound war von erstaunlicher Transparenz und kam echt fett rüber. Ärgerlich war nur das Gedränge vor den Bierständen und vermutlich für die Bands der viel zu gross angelegte Golden Circle Bereich for the Rich-People, die sich zu fein oder zu faul waren, ihren Arsch zu bewegen. Nichts desto trotz, Metallica, Motörhead, Slayer, Mastodon, Gojira und Eluveitie waren einfach Klasse. Offensichtlich braucht es die Romandie um ein gelungenes Festival hinzubekommen. Wirklich tolle Location und wohl das beste Sonisphere bis jetzt...

Beurteilung 75%
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75
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Heute findet das Sonisphere Schweiz statt und zu diesen Anlass präsentiert DRC – Dravens Radio from the Crypt für alle Daheimgebliebenen und solche, welche die 4 Herren nicht erwarten können “Kill’em all – Metallica Special” auf dem hauseignen Radio. Im Programm gibts unter anderem die vier Herren höchstpersönlich, plus Bands wie The Misfits, Diamond Head, Queen, Blue Oyster Cult, Bob Seger, Destruction, Beatallica, Apocalyptica, Lynyrd Skynyrd, Thin Lizzy, Donots, Hatebreed, In Extremo, Machine Head, Primal Fear, Staind, Bullet for my Valentine, Fear Factory, Danzig, Six Feed Under und Discharge. Alle samt zollen The Four Horsemen ihren Tribut oder haben diese wesentlich beeinflusst. And now: Bang your Head!!!

:rock: :rock: :rock: :rock:

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Metallica sind die Headliner der dritten Ausgabe des Metal-Festivals Sonisphere, das dieses Jahr zum dritten Mal in der Schweiz durchgeführt wird. Metallica spielen dabei ihr “Black Album” in voller Länge. Weitere bestätige Acts sind: Slayer, Motörhead, Mastadon, Gojira und Eluveitie. Sonisphere findet am Mittwoch, 30. Mai 2012 in Yverdon-les-Bain statt. Das Openair-Festgelände im Parc des Rives du Lac bildet die einmalige Kulisse für das Festival der Metalfreunde. Das Gelände am Ufer des Neuenburgersees wurde während der Expo.02 als Ausstellungsgelände genutzt und fasst 45’000 Besucherinnen und Besucher. Aber nun zu den Spielzeiten der Herren…

Playtime:

Türöffnung 15.00 Uhr
Eluveitie: 15.45 – 16.15 Uhr, Stage II
Gojira: 16.20 – 16.50 Uhr, Stage I
Mastodon: 17.00 – 17.40 Uhr, Stage II
Motörhead: 17.50 – 19.00 Uhr, Stage I
Slayer: 19.10 – 20.10 Uhr, Stage II
Metallica: 20.30 – 22.30 Uhr, Stage I

Somit sind Metallica fertig, bevor die letzten Züge fahren:

Yverdon Les Bains – Zürich: 23.07 Uhr
Yverdon Les Bains – Bern: 23.07 Uhr
Yverdon Les Bains – Basel: 23.07 Uhr
Yverdon Les Bains – Luzern: 23.07 Uhr
Yverdon Les Bains – St. Gallen: 22.07 Uhr
Yverdon Les Bains – Lausanne: 00.00 Uhr
Yverdon Les Bains – Genf: 23.53 Uhr

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*** Mittlerweile ist das Konzert vorbei, hier gehts zum Review ***

Freunde, reserviert euch den Mittwoch, den 30. Mai 2012, denn gestern wurde auf der Metallica Homepage nachfolgendes veröffentlicht. Was für viele für Jubelschreie und Lobgesang sorgen wird, vermag mich aber nicht wirklich zu begeistern, dann offensichtlich soll das komplette “Black Album” gespielt werden – naja, mal sehen ob ich mir das antue – da könnte höchsten Slayer für den nötigen Ausgleich Thrash sorgen…

Final European Tour Announcement
This is it, our final addition to the summer vacation in Europe with a Sonisphere date at Yverdon-les-Bains, Switzerland on May 30, 2012. You guessed it, the ‘Black Album’ will be performed in its entirety (yeah, yeah, that 20th Anniversary thing) and the line-up for the day is out of this world as Slayer, Motorhead, Mastodon, Gojira and Eluveitie will all be joining us!
The Met Club pre-sale already in progress, so Clubbers should log in for details. The pre-sale will end on Wednesday, February 15 at 9:00 AM local time. There is a four ticket limit for the pre-sale.
Tickets go on sale on Friday, February 17 at 8:00 AM local time at www.ticketcorner.ch. For more information about Sonisphere, click here: www.sonispherefestivals.com.

Somit sind Metallica die Headliner der dritten Ausgabe des Heavymetal-Festivals Sonisphere, das dieses Jahr in der Schweiz durchgeführt wird. Das Openair-Festgelände im Parc des Rives du Lac bildet eine einmalige Kulisse für das Festival der Metalfreunde und könnte für mich doch zum Grund werden, mir diese Veranstaltung zu Gemüte zu führen. Das Gelände am Ufer des Neuenburgersees wurde während der Expo.02 als Ausstellungsgelände genutzt und fasst um die 45’000 Besucher. Hoffen wir, dass die Organisatoren das Festival dieses Mal besser hinkriegen als im Jahr 2011 (Dawn of the Joggeli) oder 2010 (The Big Desaster)

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“Aufgabe von Kunst ist es heute, Chaos in die Ordnung zu bringen.” schrieb Theodor W. Adorno in Minima Moralia und die Organisation und Koordination des Sonisphere Festivals in Basel war von Chaos geprägt, wie auch diverse Bands in Ansagen bemerkten und man konnte am letzten Freitag von Glück sprechen, dass nichts passiert ist. Doch gab es auch Hammershows von Hatebreed, Slipknot, Eluveitie und Iron Maiden. Bands super, Wetter super, Rest nicht. Aber das OK des Schweizer Sonisphere kann sich dies, nach der letztjährigen Schlammschlacht offensichtlich leisten… – denn es hätte auch schlechter sein können. Die grossartigen Bands liessen so über einiges hinwegsehen und dem grössten Teil der Metalheads ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.

Letzten Freitag war es wieder soweit: Sonisphere schlug seine Zelte auf, zum zweiten Mal und nach der Jungfernfahrt in Jonschwil, fand das Festival diesmal im Basler St. Jakob Stadion mitsamt Umschwung statt. Das Wetter zeigte sich von seiner guten Seite und die schier unerschöpflichen Anzahl an Bands liessen einem auch etwas über die organisatorischen Mängel hinwegsehen – diese aber nicht vergessen, denn bereits mit dem Start ins Festival am Freitag wurde klar, auf was sich das Sonisphere wirklich verstand: Gewinnmaximierung! Den leider wurden die Spielzeiten der Bands, welche bereits im Vorfeld x-mal geändert wurde, zu Beginn des Tages wieder umgestellt und komprimiert, was weder bei Fans noch Bands für Begeisterung gesorgt haben dürfte, mir persönlich aber nicht wirklich eine Rolle spielte.

Der Bändeltausch war dilettantisch organisiert und die Bändelchen super, denn diese gibts 1:1 für 120 Franken bei Flyerking zu kaufen… 1000 Stück, der Link dazu war sogar aufgedruckt und damit nicht genug, mit einem Ticket konnte man soviel Bändel holen wie man wollte und damit Freunden und Bekannten eine Freude machen. Doch dies sollte nur der Anfang zum organisierten Chaos sein, denn das Festival stand schon seit Wochen unter einem schlechten Stern, da der Anlass Mangels Zuschauer vom Fussball- ins Leichtathletikstadion verschoben werden musste und es dort nicht möglich war, die bezahlten Sitzplätze in Anspruch nehmen zu können. So erhielten sämtliche Käufer eines Sitzplatztickets zum Einlass Bons für zwei Getränke und eine Wurst. Doch wo zum Teufel könnte man die Bons für die versprochenen gratis Getränke und Wurst einlösen? 90% der Catering-Stände wollten auf alle Fälle von diesen Bons nichts wissen. Befremdlich wirkte auch, dass sobald man das Metalfestival betreten hatte, als erstes ein Törtchenstand zu sehen war… nun ja – ich kannte sowas bis dahin nicht, aber kann ja auch nett sein, sich zu Hatebreed Kaffee und Kuchen reinzuziehen. Nach so einem Konzert braucht der ausgepowerte Metalhead ja bekanntlich einen Zuckerstoss…



Doch kommen wir erst mal zum wesentlichen des Festivals, der Musik! Leider konnte man auch diese, zu Beginn des Festivals nicht richtig geniessen, bei Sick Puppies auf der Apollo Stage, notabene der Hauptbühne des Anlasses, kam es zu einem Stromausfall, was bereits wieder Zweifel an der Professionalität der Organisation aufkommen liess. Bei Cataract auf der Red Bull Stage wurde man nicht mehr reingelassen, da die Halle bereits voll war. Die Security wurde dabei irgendwelchen Studenten und Teenies überlassen, die auch des zweifelhafte Vergnügen hatten, enttäuschten Fans vor verschlossenen Türen abzuweisen, was bei stärker alkholosierten Fans locker hätte eskalieren können. Gegebenermassen war für uns etwas Sonne angesagt, so fläzten wir uns in der Nähe der Apollo Stage auf den Rasen, liessen den ersten Ärger ersaufen verfliegen… und kamen dabei noch etwas in Genuss von Mr Big, welche aber nicht wirklich meinem Gusto entsprechen.

So war die erste Show die man wirklich geniessen konnte mit Dave Wyndorf, seines Zeichens Dreh- und Angelpunkt der drogengeschwängerten Monster Magnet. Nach Dave mit seinen Mannen war bereits ein Höhepunkt des Sonisphere’s angesagt: Hatebreed! Einfach grossartig wie diese Jungs es verstanden haben gleich von Beginn weg das Publikum in ihren Bann zu ziehen. Höllisch laut und mit einem so fetten Sound, stillstehen kennen die Jungs nicht. Bei solch fetten Riffs gibt es einfach kein Pardon. Ehrliche Emotionen, ungestüme Leidenschaft, ein fetter Sound und besonders mächtige Energie. Vor der Bohemia Stage setzte sich das Publikum nahezu geschlossen in Bewegung, Jamey Jasta tobte über die Bretter und heizte die schwitzende Meute immer weiter ein und die feierten bei bestem Sound und zu Killer-Tracks wie “Destroy Everything”, “This Is Now”, “Live For This” oder “Doomsayer” eine riesige Party.



Das Eluveitie und Slipknot zur selben Zeit spielen mussten, war eine kleine Unschönheit, die so manchen Fan ärgerte, wie auch der Marktplatz, welcher völlig Jenseits eingerichtet war, denn wer kauft sich schon Flip-Flops an einem Metal-Festival? Auf all den meinen unzähligen Festivals an den ich teilgenommen habe, hab ich noch nie – aber noch gar nie – Flip-Flops zum Verkauf gesehen! Das 4 dl Wasser dabei für 5 Franken verkauft wurde, passt wieder mal ins ganze Bild der Gewinnmaximierung, doch damit nicht genug, an den Ständen durften keine Flaschen verkauft werden, während Leute offen mit Partyfässern reinspazierten. Ich weiss nicht wie begeistert Iron Maiden wären, wenn sie wüssten, dass man ohne jegliches Hindernis mit Schusswaffen reinspazieren konnte. Ich habe schon viel gesehen, aber sowas Lächerliches und Unprofessionelles ist mir noch selten untergekommen, denn selbst einen Raketenwerfer reinzunehmen wäre kein Problem gewesen. :pistolen:

Doch kommen wir wieder zurück auf die Musik, Anerkennung verdienen selbstverständlich weitere Sonisphere-Exponenten wie Hammerfall, Mastodon und Eluveitie, welche allsamt grossartige Shows boten und die Fans absolut zu überzeugen vermochten. Auch Chrigel von Eluveitie war das organisatorische Chaos aufgefallen und versuchte mit Witz das Ganze etwas aufzulockern, Chaosphere ist nur einer der Ausdrücke die fielen. Wie immer bot seine Band mit ihrem Melodic Death Metal mit keltischen Melodien das, was von ihnen erwartet wurde: Rocken, grooven, tanzen, springen, klingen, träumen, loslassen.

Seit dem letztjährigen (Drogen-)Tod des Slipknot Bassisten Paul D. Grey ist die Band aus Iowa nur selten aufgetreten. Trotzdem oder vielleicht gerade deshalb boten Slipknot ein wahres Feuerwerk. Auf der Hauptbühne gaben sie ein Stelldichein, das furios wie gewaltig war. Trotz Tageslicht und Sonne schraubten die bizarr-clownesk anmutenden Metaller das Seh- und Hörerlebnis in sphärische Höhen. Rotormässig in die Höhe schraubte sich überdies Joey Jordison mitsamt seiner Drum-Station und nebst Pyrotechnik gaben Slipknot Stage Diving zum Besten. Rund 90 Minuten dauerte der Gig, der nicht wenige Male Zuschaueropfer forderte und Helfer wie Helfershelfer arbeitsame Minuten bescherte. Leider konnte man die Bildschirme der Apollo Stage kaum von hinten sehen.



Die Verpflegungsstände am Sonisphere (nicht die in der Halle), waren hygienisch schweinisch. Vorgefertigte Hamburger lagen offen in einem Kasten. Das Geld wurde mit blossen Händen angenommen, um dann mit selbiger den Käse aufs Fleisch und das Brötchen und Fleisch zusammen zu drücken. Die gleiche Hand kratzt sich Sekunden später im Gesicht, hebt vom Boden Abfall auf und kümmert sich anschliessend ungewaschen wieder ums Essen. Nicht eine Person am Stand tut dies, nein, es tun alle und im Münzstock lagen Frites und Geld, teilweise gemischt im und mit Essen. Da wünsch ich doch guten Appetit. Und Freunde, 9 Franken für ein 4 Bissen Pizzastück ist nicht nur leicht übertrieben, sondern grenzt an Wucher, da bleibt einem nur ein Schluck Wasser, aus dem Becher mit dem Goldrand :)

Doch kommen wir wieder zurück auf die Musik, da doch noch grosse Headliner wie Alice Cooper und Iron Maiden anstehen. Auch wenn es Mr Cooper nicht schafft, mich stimmlich zu beeindrucken, so ist es doch spannend zu sehen für welche Szene der nächste Song wohl herhalten soll. Man hört ihm einfach an, dass “I’m Eighteen” schon lange, lange nicht mehr stimmen kann, seine Vorstellungskraft und Spass am Spiel mit verrückten Requisiten hat dieses Alter zum Glück kaum überholt. Mit einem beeindruckenden Schatz an Vitalität, Energie und Groteske führt uns der 63 jährige Altrocker durch sein Theater aus Kitsch und Selbstinszenierung.

Völlig nicht kitischig waren Iron Maiden. Die eiserne Jungfrau brachte zu Beginn überwiegend Songs von “The Final Frontier”, ihrem neusten Album und bei welchem ich ums verrecken nicht warm werde. Passend zur neuen Scheibe ballerte das Intro nebst folgendem “Final Frontier” und “El Dorado” aus den Boxen. Die Bühne war, wie fast immer, genauso gestaltet bzw. an den neuesten Output angelehnt, sprich eine Science Fiction Landschaft – gesäumt von zwei Funktürmen nebst Sternenhimmel. Es folgte ein wahrer Klassiker: “2 Minutes To Midnight”. Es ist nach wie vor faszinierend, wie topfit die sechs Herren über die Bühne fegen. Und als später auch noch die 20 Meter-Variante über die Bühne glotzt und böse mit den roten Augen funkelt, ist die Welt sowieso in Ordnung. Ok, der Bursche sieht zwar mittlerweile aus wie ein Weltraumschwein, aber verdammt, es ist immer noch Eddie. Screeeeeaaaammmmm for me Basel, Screeeeeeeeeeeeeeeeeaaaaaaaaammmmmmmmmm for meeeee!

Ganz grosses Kino und im Kuppeldach und Bühnenhintergrund funkeln Lichter wie Sterne. Irgendwie galaktisch wunderschön. Aber das war noch nicht alles, was das Auge geboten bekam: Zu vielen Songs wurden passende riesige Stoffbilder wie Theaterkulissen in den Bühnenhintergrund gezogen und Eddie fehlte auch nicht.

Und wieder kamen daraufhin ein paar neuere Stücke (“Blood Brothers”, “The Wicker Man” und “When The Wild Wind Blows”), bis “The Evil That Men Do” den Block an Klassikern einleitete. Ab diesem Moment war es dann wohl auch um die grössten Skeptiker geschehen: Egal, ob nun die melancholischen Passagen von “Fear Of The Dark” oder die gottgleichen Twin-Leads von “Iron Maiden”: Wer in diesen Minuten keine Gänsehaut bekam oder so derbe mitgröhlte, dass er am nächsten Tag kiloweise Hustenbonbons futtern musste, der hat an dem Abend irgendetwas falsch gemacht!



Taschendiebe, angeblich aus Rumänien, machten als weiteres Übel sämtliche Stages unsicher und so manchen Metalhead um ein iPhone oder Portemonnaie ärmer. War klar, dass es sich bei den Tätern um keine “Metaler” handeln konnte, denn ich hätte noch nie erlebt das sich diese gegenseitig bestehlen. Aber wie sagt man so schön, irgendwann einmal ist das erste Mal, vielleicht gilt dies auch für die Flip-Flops. Zumindest waren Taschendiebe auch schon am Greenfield organisiert (!) unterwegs, dieses Phänomen scheint also so langsam an Open-Airs Usus zu werden.

Über die diesjährige Sonisphere-Veranstaltung könnte ich noch viel schrieben, immerhin waren weiters auch Gwar, In Flames, Judas Priest und und und am Start. Doch zu viele Worte verderben das Textejakulat und so hoffe ich einfach auf fruchtbaren Boden für Kritik, denn irgendwie kam mir bei dem vorhanden Chaos immer wieder das Schlammbad von Jonschwil 2010 in den Sinn. Aber bekanntlich sind alle guten Dinge drei und vielleicht schafft man es nächstes Jahr endlich ein professionelles und rundum überzeugendes Festival in den Küchen von Outfield Productions und die Zürcher Konzertagentur Free & Virgin zu brutzeln, denn auch dieses Jahr haben sie sich einmal mehr alles andere als mit Ruhm bekleckert. Nächstes Jahr muss für mich schon ein Hammer Line-up am Start sein, dass ich wieder komme… oder ich stehe auf dem Parkhaus und gucke mir das Konzert gratis an :)



Pics by Rockslave (Metal Factory) und Videos von TheLostDevil, MrNomBidon, gagadumiau, protyreus und Haldi4803.

"Aufgabe von Kunst ist es heute, Chaos in die Ordnung zu bringen." schrieb Theodor W. Adorno in Minima Moralia und die Organisation und Koordination des Sonisphere Festivals in Basel war von Chaos geprägt, wie auch diverse Bands in Ansagen bemerkten und man konnte am letzten Freitag von Glück sprechen, dass nichts passiert ist. Doch gab es auch Hammershows von Hatebreed, Slipknot, Eluveitie und Iron Maiden. Bands super, Wetter super, Rest nicht. Aber das OK des Schweizer Sonisphere kann sich dies, nach der letztjährigen Schlammschlacht offensichtlich leisten... - denn es hätte auch schlechter sein können. Die grossartigen Bands liessen so über einiges hinwegsehen und dem grössten Teil der Metalheads ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Letzten Freitag war es wieder soweit: Sonisphere schlug seine Zelte auf, zum zweiten Mal und nach der Jungfernfahrt in Jonschwil, fand das Festival diesmal im Basler St. Jakob Stadion mitsamt Umschwung statt. Das Wetter zeigte sich von seiner guten Seite und die schier unerschöpflichen Anzahl an Bands liessen einem auch etwas über die organisatorischen Mängel hinwegsehen - diese aber nicht vergessen, denn bereits mit dem Start ins Festival am Freitag wurde klar, auf was sich das Sonisphere wirklich verstand: Gewinnmaximierung! Den leider wurden die Spielzeiten der Bands, welche bereits im Vorfeld x-mal geändert wurde, zu Beginn des Tages wieder umgestellt und komprimiert, was weder bei Fans noch Bands für Begeisterung gesorgt haben dürfte, mir persönlich aber nicht wirklich eine Rolle spielte. Der Bändeltausch war dilettantisch organisiert und die Bändelchen super, denn diese gibts 1:1 für 120 Franken bei Flyerking zu kaufen... 1000 Stück, der Link dazu war sogar aufgedruckt und damit nicht genug, mit einem Ticket konnte man soviel Bändel holen wie man wollte und damit Freunden und Bekannten eine Freude machen. Doch dies sollte nur der Anfang zum organisierten Chaos sein, denn das Festival stand schon seit Wochen unter einem schlechten Stern, da der Anlass Mangels Zuschauer vom Fussball- ins Leichtathletikstadion verschoben werden musste und es dort nicht möglich war, die bezahlten Sitzplätze in Anspruch nehmen zu können. So erhielten sämtliche Käufer eines Sitzplatztickets zum Einlass Bons für zwei Getränke und eine Wurst. Doch wo zum Teufel könnte man die Bons für die versprochenen gratis Getränke und Wurst einlösen? 90% der Catering-Stände wollten auf alle Fälle von diesen Bons nichts wissen. Befremdlich wirkte auch, dass sobald man das Metalfestival betreten hatte, als erstes ein Törtchenstand zu sehen war... nun ja - ich kannte sowas bis dahin nicht, aber kann ja auch nett sein, sich zu Hatebreed Kaffee und Kuchen reinzuziehen. Nach so einem Konzert braucht der ausgepowerte Metalhead ja bekanntlich einen Zuckerstoss...

Doch kommen wir erst mal zum wesentlichen des Festivals, der Musik! Leider konnte man auch diese, zu Beginn des Festivals nicht richtig geniessen, bei Sick Puppies auf der Apollo Stage, notabene der Hauptbühne des Anlasses, kam es zu einem Stromausfall, was bereits wieder Zweifel an der Professionalität der Organisation aufkommen liess. Bei Cataract auf der Red Bull Stage wurde man nicht mehr reingelassen, da die Halle bereits voll war. Die Security wurde…

Sonisphere 2011 - Dawn of the Joggeli

Atmosphäre - 65%
Performance - 95%
Akustik - 70%
Sichtverhältnisse - 70%
Vor-Ort-Service - 0%
Sanitäre Einrichtungen - 10%
Parkplatzsituation - 30%
Zusammenfassung

Ich weiss nicht wie begeistert Iron Maiden wären, wenn sie wüssten, dass man ohne jegliches Hindernis mit Schusswaffen reinspazieren konnte. Ich habe schon viel gesehen, aber sowas Lächerliches und Unprofessionelles ist mir noch selten untergekommen, denn selbst einen Raketenwerfer reinzunehmen wäre kein Problem gewesen. Die Verpflegungsstände am Sonisphere waren hygienisch schweinisch. Vorgefertigte Hamburger lagen offen in einem Kasten. Das Geld wurde mit blossen Händen angenommen, um dann mit selbiger den Käse aufs Fleisch und das Brötchen und Fleisch zusammen zu drücken. Die gleiche Hand kratzt sich Sekunden später im Gesicht, hebt vom Boden Abfall auf und kümmert sich anschliessend ungewaschen wieder ums Essen. Nicht eine Person am Stand tut dies, nein, es tun alle und im Münzstock lagen Frites und Geld, teilweise gemischt im und mit Essen. Da wünsch ich doch guten Appetit. So hoffe ich auf fruchtbaren Boden für Kritik, denn irgendwie kam mir bei dem vorhanden Chaos immer wieder das Schlammbad von Jonschwil 2010 in den Sinn. Aber bekanntlich sind alle guten Dinge drei und vielleicht schafft man es nächstes Jahr endlich ein professionelles und rundum überzeugendes Festival in den Küchen von Outfield Productions und die Zürcher Konzertagentur Free & Virgin zu brutzeln, denn auch dieses Jahr haben sie sich einmal mehr alles andere als mit Ruhm bekleckert.

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DRC – Dravens Radio from the Crypt präsentiert zum heutigen Sonisphere Festival Tag in Basel, bei welchem Namen wie Limp Bizkit, Slipknot, Iron Maiden, Hatebreed, Cavalera Conspiracy, Bring Me The Horizon, Kreator, Eluveitie, Gwar, Cataract, Gojira, Monster Magnet, Hammerfall, Mastodon, In Flames, Alice Cooper und viele andere mehr auftreten, auf dem hauseignen Radio ein kleines Special, mit den folgenden Sendezeiten:

Sonisphere Special
Freitag 6:00 Uhr bis 9:00 Uhr
Freitag 10:00 Uhr bis 13:00 Uhr
Freitag 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Freitag 18:00 Uhr bis 21:00 Uhr
Freitag 22:00 Uhr bis 01:00 Uhr
Samstag 2:00 Uhr bis 3:00 Uhr

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Endlich ist der Running Order online zum Sonisphere in Basel, ebenso Infos zu neuen Tickets und weitere Bands wurden bestätigt. Der Freitag gestaltet sich wie folgt:

Türöffnung/Doors: 12.00

APOLLO STAGE
13.30 – 14.15 Sick Puppies
14.45 – 15.30 Mr. Big
16.00 – 17.00 Alter Bridge
17.30 – 18.30 Limp Bizkit
19.00 – 20.15 Slipknot
21.00 – 23.00 Iron Maiden

BOHEMIA STAGE
16.30 – 17.00 Infos folgen
17.30 – 18.30 Cavalera Conspiracy
19.00 – 20.00 Times Of Grace
20.30 – 21.30 Bring Me The Horizon
22.00 – 23.00 Kreator
23.30 – 00.30 Eluveitie
01.30 – Gwar

RED BULL STAGE
14.00 – 15.00 Infos folgen
15.30 – 16.30 Gojira
17.00 – 18.00 Skindred
18.30 – 19.30 Escape The Fate
20.00 – 21.00 Infos folgen
21.30 – 22.30 Architects
23.30 – 00.30 Turisas

SATURN STAGE
14.45 – 15.15 Buckcherry
15.45 – 16.45 Monster Magnet
17.15 – 18.15 Hammerfall
18.45 – 19.45 Mastodon
20.15 – 21.15 Alice Cooper
21.45 – 22.45 Papa Roach
23.15 – 00.15 In Flames
00.45 – 02.00 In Extremo

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Neben den bereits bestätigten Headliner Iron Maiden, sowie Slipknot, Hatebreed, In Flames, Alice Cooper, Bring me the Horizon, und Architects, konnten nun weitere Hochkaräter dem Programm des Sonisphere Festivals in Basel hinzugefügt werden. Am Freitag den 24. Juni werden auf insgesamt fünf Bühnen Bands zu hören und sehen sein. Neu bestätigt: In Extremo, Mr. Big, Papa Roach, Kreator, Hammerfall, Cavalera Conspiracy, Mastodon, Escape The Fate, Gwar, Times Of Grace und Devildriver. Am Vorabend, also Donnerstag, den 23. Juni geben Judas Priest das allerletzte Konzert in der Schweiz – danach werden sie sich auflösen. Am selben Abend lassen es auch Whitesnake und The Damned Things krachen. Weitere Acts werden laufend hinzugefügt.

Morgen, den 26. Januar um 8.00 Uhr morgens gehts los mit dem Ticketvorverkauf. Falls man sämtliche Bands und Actionplaces anschauen möchte, wird empfohlen, sich eines der limitierten Kombitickets zu sichern, welches genau dies ermöglicht. Hier gilt: “first come, first serve”. Anschliessend sind nur noch Tickets für die Konzerte im St. Jakobspark erhältlich, Einzeltickets vom 23.6. und Zwei-Tages-Pässe (St. Jakobshalle plus St. Jakobspark). Den Lageplan zu diesem Metalspass gibts hier.

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UPDATE: Das Konzert ist mittlerweile Vergangenheit und wer gerne wissen möchte, wie es war, kann gerne meinen Bericht dazu lesen: Sonisphere 2011 – Dawn of the Joggeli.

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Nach dem Schlamm Debakel in diesem Jahr scheint man daraus gelernt zu haben und lässt das Sonisphere Festival 2011 am Freitag, den 24. Juni im Joggeli in Basel stattfinden. Als Headliner konnte dabei niemand geringerer als Iron Maiden verpflichtet werden. Mit von der Partie sind ebenfalls Slipknot, Hatebreed, In Flames, Alice Cooper, Bring me the Horizon, Architects und weitere Bands sollen folgen

Update: Offensichtlich wird das Festival auf dem St. Jakob-Gelände, inklusive Fussballstadion in Basel durchgeführt. Den Link zum Lageplan gibts hier. Es sind vier Bühnen vorgesehen. Die Hauptbühne wird im Fussballstadion St. Jakobpark stehen, auf welcher am 24. Juni von 16:00 bis 23:00 Uhr fünf bis sechs Bands vor rund 40’000 Zuschauer auftreten werden. Zudem werden in den Räumlichkeiten der St. Jakobshalle drei Nebenbühnen aufgestellt, die sich jeweils auf eine Stilrichtung fokussieren und bis in die frühen Morgenstunden bespielt werden. Neben den Tickets für den Hauptteil des Festivals, der im Fussballstadion stattfinden wird, werden 13’000 Kombitickets verkauft, die Zugang zu allen Konzertbühnen erlauben.

Eine beschränkte Anzahl Campingplätze steht in unmittelbarer Nähe zum Festivalareal zur Verfügung. Der Vorverkauf startet am Mittwoch, den 26. Januar 2011 um 08:00 Uhr.

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Am letzten Freitag spielten “The Big Four of Thrash” im ländlichen Jonschwil vor rund 47’000 Metalheads aus dem In- und Ausland. Bands wie Metallica, Slayer, Megadeth, Anthrax, Motörhead, Devil Driver, Rise Against, Amon Amarth, Mastodon und Atreyu vermochten die Fans mehr als nur zufrieden zu stellen. Einzig das schlechte Wetter und die damit verbundene Schlammchlacht vermochte die Stimmung zu trüben und wie in meinem Review zum Konzert von Metallica vor zwei Jahren am selben Ort, sind klare organisatorische Mängel vorhanden, welche mit ein wenig Weitsicht und weniger geiz problemlos zu umgehen gewesen wären. Aber harter, krachender Thrash Metal vom Feinsten entschädigt selbst für dieses Versagen und vermochte doch die langen Gesichter einiger Schönwetter-Rocker wieder zu erhellen. Ein Konzert Review zum Sonisphere Festival im Degenaupark Jonschwil.

Wie bereits vor 2 Jahren fuhren wir am Freitag morgen früh Richtung Toggenburg, um eigentlich in Wil die Autobahn zu verlassen. Doch auch dieses Mal staute sich bereits Kilometer vor der Ausfahrt Wil der Verkehr auf im Pannenstreifen, so dass wir die Blechschlange rechts liegen liessem und wieder weiterfuhren, zur nächsten Ausfahrt. Dies war, wie vor 2 Jahren, wieder frei und so mussten wir wieder keine grosse Wartezeit auf uns nehmen und traffen auf dem Weg nach Jonschwil auf normalbefahrene Strassen. Wir konnten direkt auf den Parkplatz fahren und hatten insgesamt vielleicht eine Wartezeit von 10 Minuten. So soll es sein. Doch schon beim Aussteigen war klar, wer keinen 4×4 hat, kommt da ohne Hilfe mit der Karre nicht mehr aus der Sauce, welche mal eine Wiese war und jetzt mehr einem kleinen Moor glich. Kein Wunder, gemäss der Messstation Tänikon fielen in 18 Stunden 91 Millimeter Regen, so viel wie üblicherweise in einer Woche…



Nach einem kleinen Fussmarsch kamen wir dann endlich zum Austragungsort, wo über 20 weltbekannte Bands auf zwei Bühnen zu sehen sein sollten und schon da war klar, es gibt heute ganz, ganz viel Schlamm und die ersten Besucher, welche wegen des Wetters bereits frühzeitig abreisten, kamen uns entgegen, denn bereits seit dem späten Donnerstagnachmittag setzte der grosse Dauerregen ein und so gab es im wahrsten Sinn des Wortes “Meh Dräck”, denn der Regen hielt die ganze Donnerstagnacht an und liess auch bis Freitagmittag nicht nach, so dass sich das Festivalgelände längst in einen riesigen Schlammteppich verwandelt hatte und man sich mehr schwimmend als gehend sich durchs Gelände pflügen musste.

Tja, dass kann es geben, wenn sich ein 3500 Seelen Dorf wie Jonschwil mit den Königen des Bösen anlegt, denn schon bereits nach wenigen Minuten auf dem Gelände ist einem alles egal, denn schnell spürt man den Schlamm, der betonfest an den Schuhen klebt, nicht mehr und bewegt sich gleitend in einem riesigen Meer von rund 47’000 Fans von Bands, welche weltweit für das Böse schlechthin in der Musik stehen: Slayer, Megadeth, Anthrax, Motörhead und natürlich Metallica. Hell yeah, was soll einem da dass bisschen Schlamm schon gross stören? Und gegen den Abend drückt die Sonne doch noch durch die Wolken und lässt den blauen Himmel über dem Gelände erstrahlen… ;)

Gegen Mittag stand Anthrax auf der Bühne und gaben “Caught in a Mosh”, “Got the Time”, “Indians”, “Antisocial”, “Madhouse”, “Only”, “Efilnikufesin (N.F.L.)” und “I Am The Law” zum besten. Hell yeah! War ja schon mal seeeehr geil! Doch es konnte nur besser werden, gegen Abend standen Slayer auf dem Programm. Böse. Sehr böse. Und gerade wegen dieser Band sind doch besonders viele Fans nach Jonschwil gekommen. “God hates us all” brüllt Sänger und Bassist Tom Araya dem Publikum entgegen und gleich wird losgelegt mit Songs wie “World Painted Blood”, “Jihad”, “War Ensemble”, “Hate Worldwide”, “Dead Skin Mask”, “Angel of Death”, “Beauty Through Order”, “Disciple”, “Mandatory Suicide”, “Chemical Warfare”, “South of Heaven” und natürlich “Raining Blood”! HAMMER!!!!

Um gleich wieder durch Megadave mit Megadeth überboten zu werden, welche zeigten, was Thrash Metal ist und sich mit “Holy Wars… The Punishment Due”, “Hangar 18″, “Wake Up Dead”, “Headcrusher”, “In My Darkest Hour”, “Skin O’ My Teeth”, “A Tout Le Monde”, “Hook In Mouth”, “Trust”, “Sweating Bullets”, “Symphony Of Destruction” und “Peace Sells” zusammen mit Scott Ian von Anthrax in die Gehörgänge der Fans frästen! Einzig in europäische Geographie scheint Dave Mustaines nicht ganz sicher zu sein, am Schluss des Gigs schwenkt Dave doch die Slowakische Flagge – im Glauben es sei die Flagge der Schweiz, über seinem Kopf. Hinter der Bühne scheint er dann wohl auf dieses kleine Missverständnis hingewiesen worden zu sein, zumindest stand Dave gleich wieder auf die Bühne und entschuldigte sich :)



Auch Motörhead liessen sich nicht lumpen und spielten Songs wie “Iron Fist”, “Stay Clean”, “Be My Baby”, “Rock Out”, “Metropolis”, “Over The Top”, “Cradle to the Grave”, “In The Name Of Tragedy”, “Just ‘Cos You Got The Power”, “Going To Brazil”, “Killed By Death”, “Ace Of Spades” und “Overkill”! Lemmy is God!!!

Doch jetzt gab es Metallica! Als Sähnehäubchen spielten die Jungs vorallem ältere Songs wie “Creeping Death”, “For Whom The Bell Tolls”, “Ride The Lightning”, “No Remorse”, “Fade To Black”, “That Was Just Your Life”, “The End Of The Line”, “Sad But True”, “Welcome Home (Sanitarium)”, “Broken, Beat And Scarred”, “One”, “Master Of Puppets”, “Fight Fire With Fire”, “Nothing Else Matters”, “Enter Sandman”, und in der Zugabe “Breadfan”, “Whiplash” und als Rausschmeisser “Seek & Destroy”! Leider muss dazu gesagt werden, dass sämtliche Konzerte miserabel abgemischt waren! Da waren offensichtlich absolut unfähige Tontechniker am Werk und lasst euch eines von mir gesagt sein, ihr seid wirklich Super-Pfeifen!

Machtlos mussten die Organisatoren des Jonschwiler Sonisphere zusehen, wie der Grossanlass im Schlamm versank – und sehen sich deswegen massiver Kritik ausgesetzt, bei welcher ich mich ebenfalls nicht zurückhalten möchte, denn es grenzt schon an Unfähigkeit, der Aufräumequipe ein solch absolutes Chaos zurück zu lassen! Infrastrukturelle Mängel waren in praktisch allen Bereichen festzustellen! Nicht einmal genügend Bier war an gewissen Ständen vorhanden! Eine verdammte Frechheit, man darf sich gar nicht vorstellen, wie lange die Biervorräte gehalten hätten, bei sonnigem Wetter! Zudem musste man 30 bis 40 Minuten auf ein Bier anstehen! Auch die Sanitäter hatten es teilweise mit “speziellen” Verletzungen zu tun, denn häufig kam es zu Ratten- und Mäusebissen, was eine Folge des aufgeweichten Bodens war und die Viecher auch nicht einfach absaufen wollten.

Wie schon vor zwei Jahren, war für dieses Mal etwas mehr 47’000 Besucher nur paar hundert Sitzgelegenheiten aufgestellt worden und dies bei einem Festival, das an die 20 Stunden Programm bot! Bilder von vor Erschöpfung auf den Knien kauerten Fans, die kaum noch ihre bleischweren Füsse bewegen konnten, sowie einer Massenschlägerei, bei der lange nicht eingeschritten worden war und die Explosion einer Gasflasche in einem Verpflegungszelt heben das Image des Festivals nicht gerade ins unermessliche, eher im Gegenteil und wie man durch die Pressebeauftragte von Free & Virgin, Ana Garcia, erfahren durfte, wurde aus Kostengründen darauf verzichtet, Kunststoffplatten grossflächig zu verlegen – was aus meiner Sicht, in Kombination mit gestreutem Stroh und Holzschnitzel die Schlammschlacht massiv verringert hätte. Tja, jetzt wird es einiges mehr Kosten, dass Gelände wieder zu reinigen und einigermassen wieder einen Rasen hinzukriegen, denn der ganze Müll befindet sich, dank fehlender Abfallbehältnisse, ebenfalls tonnenweise im Schlamm!

Die Organisation des Festivals war Sache der eigens dafür gegründeten Firma Outfield Productions. Linus Thalmann, Gastro-Unternehmer, SVP-Kantonsrat und früherer Organisator der Tufertschwiler und Jonschwiler Open Airs, ist zu einem Drittel beteiligt. Der Hauptaktionär und somit der Veranstalter des Sonisphere ist die Zürcher Konzertagentur Free & Virgin und wenigstens der Laden sollte eigentlich wissen, wie man sowas zu organisieren hat! Doch denkste Puppe! Denn teilweise herrschte gar “Lebensgefahr” auf Gelände, denn es mussten gar 40 Angehörige der Feuerwehr Jonschwil und des Sicherheitsverbunds der Region Wil aufgeboten werden, um die Sicherheitsaufgaben zu übernehmen oder nach dem 18 stündigen Dauerregen die sich auf dem Gelände gebildeten Schlammseen mit Spezialfahrzeuge abzugesaugen, denn da bestand laut Aussage der Organisatoren “Gefahr für Leib und Leben”!



Das Festivalgelände, die mehrere Hektaren grosse, topfebene Degenau bei Jonschwil, glich einem umgepflügten Acker, 30 cm und mehr war der Schlamm tief und dies praktisch überall, auch innerhalb der Verpflegungszelte. Selbst die wenigen Gehwege aus Kunststoffplatten waren im Schlamm versunken. Über was man im Konzertgelände ja noch lachen und als Herausforderung sehen konnte, war für die gut belegten Park- und Campingplätze, die die Degenau umgeben, ein grosses Problem, denn viele Autos, auch schwere Wohnmobile, bleiben hilflos stecken und die Bauern der Umgebung machen das Geschäft ihres Lebens, für 20 Franken ziehen sie mit ihren Traktoren die Wagen aus dem Morast. Diese Hilfe hatten wir zum Glück nicht nötig :)

Doch bei aller Kritik war es doch auch schön zu sehen, wie die Jonschwiler und Schwarzenbacher ihr Herz für die Metalheads, welche teilweise bis aus Südamerika in ihre Dörfer angereist waren, zeigten: An der Strasse sind immer wieder “wilde” Verpflegungsstände anzutreffen, welche günstig wärmenden Punsch, etwas für den Magen und natürlich auch Bier anboten. Am Samstag werden sich die Auswirkungen des Festivals wohl auch für das Dorf gezeigt haben, die während der Nacht abgereisten Besucher hinterliessen auf der Jonschwilerstrasse eine wunderschöne Schlammspur und der Dorfbrunnen wurde behelfsmässig zur Reinigung benutzt, so dass es dort auch entsprechend ausgesehen hat, dafür die Schuhe und Kleider wieder einigermassen sauber waren. Den Imageschaden kann allerdings auch der Dorfbrunnen nicht wegputzen und da bekanntlicherweise die nächsten 5 Jahre am selben Ort Festivals im ähnlichen Ausmass stattfinden sollen, muss da wohl einiges geschehen, um 45’000 Metalheads The Big Desaster vergessen zu lassen…



Ich danke Youtube User evil666son, alessared, MrWooyko für die Clips, Anne Sitamun für die Fotos und Rob für die Korrektur zur Flagge! Und im Anschluss gibts noch “The Big Four of Thrash” beim Foto Shooting!



Am letzten Freitag spielten "The Big Four of Thrash" im ländlichen Jonschwil vor rund 47'000 Metalheads aus dem In- und Ausland. Bands wie Metallica, Slayer, Megadeth, Anthrax, Motörhead, Devil Driver, Rise Against, Amon Amarth, Mastodon und Atreyu vermochten die Fans mehr als nur zufrieden zu stellen. Einzig das schlechte Wetter und die damit verbundene Schlammchlacht vermochte die Stimmung zu trüben und wie in meinem Review zum Konzert von Metallica vor zwei Jahren am selben Ort, sind klare organisatorische Mängel vorhanden, welche mit ein wenig Weitsicht und weniger geiz problemlos zu umgehen gewesen wären. Aber harter, krachender Thrash Metal vom Feinsten entschädigt selbst für dieses Versagen und vermochte doch die langen Gesichter einiger Schönwetter-Rocker wieder zu erhellen. Ein Konzert Review zum Sonisphere Festival im Degenaupark Jonschwil. Wie bereits vor 2 Jahren fuhren wir am Freitag morgen früh Richtung Toggenburg, um eigentlich in Wil die Autobahn zu verlassen. Doch auch dieses Mal staute sich bereits Kilometer vor der Ausfahrt Wil der Verkehr auf im Pannenstreifen, so dass wir die Blechschlange rechts liegen liessem und wieder weiterfuhren, zur nächsten Ausfahrt. Dies war, wie vor 2 Jahren, wieder frei und so mussten wir wieder keine grosse Wartezeit auf uns nehmen und traffen auf dem Weg nach Jonschwil auf normalbefahrene Strassen. Wir konnten direkt auf den Parkplatz fahren und hatten insgesamt vielleicht eine Wartezeit von 10 Minuten. So soll es sein. Doch schon beim Aussteigen war klar, wer keinen 4x4 hat, kommt da ohne Hilfe mit der Karre nicht mehr aus der Sauce, welche mal eine Wiese war und jetzt mehr einem kleinen Moor glich. Kein Wunder, gemäss der Messstation Tänikon fielen in 18 Stunden 91 Millimeter Regen, so viel wie üblicherweise in einer Woche...

Nach einem kleinen Fussmarsch kamen wir dann endlich zum Austragungsort, wo über 20 weltbekannte Bands auf zwei Bühnen zu sehen sein sollten und schon da war klar, es gibt heute ganz, ganz viel Schlamm und die ersten Besucher, welche wegen des Wetters bereits frühzeitig abreisten, kamen uns entgegen, denn bereits seit dem späten Donnerstagnachmittag setzte der grosse Dauerregen ein und so gab es im wahrsten Sinn des Wortes "Meh Dräck", denn der Regen hielt die ganze Donnerstagnacht an und liess auch bis Freitagmittag nicht nach, so dass sich das Festivalgelände längst in einen riesigen Schlammteppich verwandelt hatte und man sich mehr schwimmend als gehend sich durchs Gelände pflügen musste. Tja, dass kann es geben, wenn sich ein 3500 Seelen Dorf wie Jonschwil mit den Königen des Bösen anlegt, denn schon bereits nach wenigen Minuten auf dem Gelände ist einem alles egal, denn schnell spürt man den Schlamm, der betonfest an den Schuhen klebt, nicht mehr und bewegt sich gleitend in einem riesigen Meer von rund 47'000 Fans von Bands, welche weltweit für das Böse schlechthin in der Musik stehen: Slayer, Megadeth, Anthrax, Motörhead und natürlich Metallica. Hell yeah, was soll einem da dass bisschen Schlamm schon gross stören? Und gegen den Abend drückt die Sonne doch noch durch die Wolken und lässt den blauen Himmel über dem Gelände erstrahlen...…

The Big Four in Switzerland - The Big Desaster

Atmosphäre - 20%
Performance - 90%
Akustik - 60%
Sichtverhältnisse - 70%
Vor-Ort-Service - 0%
Sanitäre Einrichtungen - 0%
Parkplatzsituation - 0%
Zusammenfassung

Bands wie Metallica, Slayer, Megadeth, Anthrax, Motörhead, Devil Driver, Rise Against, Amon Amarth, Mastodon und Atreyu vermochten die Fans mehr als nur zufrieden zu stellen. Einzig das schlechte Wetter und die damit verbundene Schlammchlacht vermochte die Stimmung zu trüben und es sind klare organisatorische Mängel vorhanden, welche mit ein wenig Weitsicht und weniger geiz problemlos zu umgehen gewesen wären. Aber harter, krachender Thrash Metal vom Feinsten entschädigt selbst für dieses Versagen und vermochte doch die langen Gesichter einiger Schönwetter-Rocker wieder zu erhellen. Teilweise herrschte gar "Lebensgefahr" auf Gelände, denn es mussten gar 40 Angehörige der Feuerwehr Jonschwil und des Sicherheitsverbunds der Region Wil aufgeboten werden, um die Sicherheitsaufgaben zu übernehmen oder nach dem 18 stündigen Dauerregen die sich auf dem Gelände gebildeten Schlammseen mit Spezialfahrzeuge abzugesaugen, denn da bestand laut Aussage der Organisatoren "Gefahr für Leib und Leben"! Das Festivalgelände, die mehrere Hektaren grosse, topfebene Degenau bei Jonschwil, glich einem umgepflügten Acker, 30 cm und mehr war der Schlamm tief und dies praktisch überall, auch innerhalb der Verpflegungszelte. Selbst die wenigen Gehwege aus Kunststoffplatten waren im Schlamm versunken.

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