Punk Against Trump

Denizen Records haben passend zu der aktuellen Lage dieses Album veröffentlicht, dessen kompletter Erlös „Planned Parenthood“ gespendet wird. Erwerben könnt ihr dieses bei Bandcamp

Greil Marcus, Punk Spirit

Arte Tracks mit Greil Marcus (Punk-Kenner und der erste Review-Redakteur vom Stone) über die Geschichte des Punk:

Punk’s not dead – und doch ist die Bewegung ist sehr viel älter, als es viele wahrhaben wollen. Ein kleiner Streifzug durch die Punk-Geschichte mit Greil Marcus, einem ausgewiesenen Experten für die Sex Pistols.

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Wie 230 Filme Pretty Fly (for a White Guy) singen

„Pretty Fly (For a White Guy)“ fand ich schon immer zu poppig und eigentlich unpassend, ist er eben Kult und irgendwie habe ich mich dann doch gefreut, diesen Filmzitatschnipsel-Remix zu sehen. Mal wieder gekonnte Schnittschwerstarbeit von The Unusual Suspect. Give it to me baby! Uh-huh! Uh-huh!

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The Offspring's 'Pretty Fly (for a White Guy)' Sung by 230 Movies | The Unusual Suspect

Album Review: Abstürzende Brieftauben – Doofgesagte leben länger

Endlich fliegen sie wieder! Am 23. September ist mit „Doofgesagte leben länger“ das neue Album der Fun-Punkband „Abstürzende Brieftauben“ erschienen. Fun-Punk? Bei den strengen und orthodoxen Punks war der Begriff damals mehr als nur verpönt. Sogar Michael „Olga“ Algar, Sänger der Toy Dolls, die international als Erfinder des Genres gelten, lehnt den Begriff bis heute ab. Die Abstürzenden Brieftauben hingegen, die Mirco „Micro“ Bogumil 1983 gemeinsam mit Konrad Kittner gründete, trugen die Bezeichnung mit Stolz. Eine Reaktion darauf bekamen die Tauben gleich zu Beginn ihrer Laufbahn zu hören: „Ihr seid doch gar keine Punks!“ Von den Strengen und Orthodoxen. Denen, die von echter Freiheit wenig verstehen…

Abstürzende Brieftauben - Doofgesagte leben länger

Dabei war der „Fun“ der Abstürzenden Brieftauben aus meiner Sicht die echte Befreiung, die Luft zum Atmen, das verschmitzte Schmunzeln bei geballter Faust, die Blume im Knopfloch zu Nietengürtel und rot geschnürten Stiefeln. Stets spielten sie schnell, griffig und das Stagediving und die Verbrüderung auf der Bühne ohne Gitter und Absperrung selbst bei grösseren Veranstaltungen pflegten sie früher als die meisten. Der Musikindustrie öffneten und verweigerten sie sich gleichzeitig. Als ihnen in den Neunzigern rund um Alben wie „Im Zeichen des Blöden“ und „Der Letzte macht die Tür zu“ sogar Charterfolg und BRAVO-Storys zufielen, schrieben sie mit „EMI“ eine Persiflage auf ihre Plattenfirma und schafften es fast, den Song unbemerkt aufs Album zu schmuggeln. „Die Platte war schon praktisch im Druck“, sagt Micro, „nur irgendwann hat sich jemand das Band tatsächlich mal bis zum Ende angehört.“ Die Single zum Album besteht grösstenteils aus Originalanrufen auf Konrads AB. In Hape Kerkelings Film „Kein Pardon“ spielen sie Kabelhilfen. Die Tourneen durch die nach der Wiedervereinigung frisch zur BRD gestossenen Neuen Bundesländer wurden zu „Selbstverteidigungstouren“ durch von angriffslustigen Faschos besetztes Gebiet. Einmal reisen ihnen 150 Neonazi-Hooligans sogar mit der Bahn hinterher.

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Abstürzende Brieftauben - Nie wieder Pegida

Rund 25 Jahre später sieht es in manchen Teilen Ostdeutschlands wieder so aus wie damals. Da ist es nur konsequent, dass die Tauben als erste Single der neuen Platte einen Ohrwurm namens „Nie wieder Pegida“ auspacken. 1997 wurde – bis auf zwei kleine Reunionkonzerte 2002 – die Band aufgelöst. 2006 musste Micro seinen besten Freund und Mitstreiter Konrad mit nur 44 Jahren nach einem Herzstillstand beerdigen. Auf Konrads Grabstein steht „pacem et circenses“, eine anspielungsreiche Mischung aus dem römischen „Brot und Spiele“ sowie dem 1993er-Albumtitel der Band, „Krieg und Spiele“. Eine Haltung, die Micros neuer und aktueller Mitstreiter Olli sein Leben lang als Fan der Band aufgesaugt hat, bis er 2013 schliesslich selber Mitglied wurde. „Es hat lange Anläufe gebraucht, bis wir gemeinsam eine Musik machen konnten, die wirklich wieder wie Tauben klingt“, sagt Micro, „aber es hat geklappt.“ Jetzt wird alles wieder so gemacht wie früher: Im eigenen Studio aufgenommen, selber produziert, durch den gefährlichen Osten getourt. „Die meisten haben uns geraten: Macht bloss kein neues Album, spielt die alten Sachen. Das reicht.“ Hört man „Doofgesagte leben länger“ kann man nur mit einem breiten Grinsen im Gesicht ausrufen: Danke, Micro und Olli! Danke, dass ihr nicht darauf gehört habt! Denn DAS, liebe Kritiker, Veranstalter und Journalisten, die ihr diesen Text hier gerade lest, DAS ist die Luft zum Atmen, die der Punk braucht und die einem das Gefühl gibt, am Leben zu sein! Weder ellenlange Manifeste noch profane Suffschlager, sondern die Essenz aus ganz viel Spielfreude und den paar klaren Grenzen, die man sich für ein würdevoll widerständiges Leben setzt. Gegen Faschos. Gegen Überwachung. Gegen Frühvergreisung. Für Freiheit, für Freude, für das Leben, in dem man einfach mal drauf scheisst! Die Strengen und Orthodoxen? Sitzen heute in Parteien oder haben sich ein Eigenheim gebaut. Weil sie nie verstanden haben, dass man seine Ketten am besten durch ganz einfache Massnahmen sprengt.

Abstürzende Brieftauben - Doofgesagte leben länger

Mir gefiel der Funpunk der beiden schon immer, weil es der Antipol zum bierernsten Krawallpunk der Strengen und Orthodoxen war. Die Tauben waren einfach erfrischend und man konnte einfach nur Party machen. Nun sind sie wieder da – und die klassischen Brieftauben Vibes sind wieder gut zu hören. 16 Songs, etwas mehr als eine halbe Stunde, perfekt! Mehr muss es auch nicht sein. Gut produziert und ein Cover ganz im Stil der alten Platten. Perfekt! Man erkennt sofort, wer hier am Werke ist – gerade im Opener „Das Grauen Teil 3“. Hier fühlt man sich sofort in die 80er oder frühen 90er zurückversetzt. Na klar sind ein paar Sachen eher flach-lustig und albern – aber so sind sie halt. Und klar gibt es nach wie vor auch ernste Themen. Die Tauben haben sich immer klar gegen Rechts positioniert und das müssen sie aufgrund der AfD und Konsorten jetzt leider wieder. Und der Rest der Songs ist recht kurzweilig ohne natürlich Tiefgang zu haben, aber das war eh immer die Kernkompetenz der beiden. Lustig bis albern, aber stets flott und frisch unterwegs ohne weh zutun. Auf den Konzerten, die die Tauben seit 2013 wieder spielen, erlebt Micro, wie viel ihre Art von Punk tatsächlich bewirkt hat. „Da kommen Leute aus der ehemaligen Ostzone, die sagen: Ihr habt uns das Leben gerettet.“ Oder Schränke, „drei Jahre Knast auf dem Buckel, tätowiert, Ringe im Gesicht“, nehmen Micro in den Arm und sagen: „Du warst als Junge für mich der Grösste.“ Grossartig für all die jungen Leute von heute, die mit den Tauben diese Erfahrung nun noch einmal ganz von vorne machen können. Konrad wäre stolz auf dieses Werk, ihr Könige des Funpunk!

Tracklist

  • Das Grauen Teil 3
  • Ausschlafen
  • Pieke Punk
  • Lindener Girls
  • Freiheit stirbt
  • Nie wieder Pegida
  • No Future war gestern
  • Keine Termine
  • Der Roadie Job ist gar nicht so einfach wie man denken mag
  • Tim Buktu
  • Pause
  • Die Blumen sind für sie Herr Polizist
  • Weisst du was du mich mal kannst
  • Im Garten sind Mörder
  • Die Tauben kommen
  • Vorbei
Album Review: Abstürzende Brieftauben - Doofgesagte leben länger
9.1 Total
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Originalität9.5
Tempo9
Musikalische Fähigkeiten8.5
Gesang9
Songtexte9.5
Substanz9.5
Produktion9
Langlebigkeit8.5
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„Die Ärzte“-Fans schockiert: Ex-Bassist The Incredible Hagen ist tot

Hagen Liebing, der frühere Bassist der Punkrock-Combo „Die Ärzte“ ist tot. Er starb überraschend heute Sonntag im Alter von 55 Jahren nach kurzer, aber schwerer Krankheit, wie das Berliner Stadtmagazin tip auf seiner Facebook-Seite mitteilte: „Die Nachricht kam am Ende für uns nicht überraschend und doch sind wir unendlich traurig“.

"Die Ärzte"-Fans schockiert: Ex-Bassist The Incredible Hagen ist tot

Hagen Liebing wurde 1961 in Berlin geboren und stieg 1986 bei den Ärzten ein und blieb bis zur deren zwischenzeitlichen Auflösung 1988 in der Band. Als die Ärzte sich 1993 wieder vereinten, war The Incredible Hagen nicht mehr dabei. Über seine Zeit mit den Ärzten veröffentlichte er 2003 sein Buch „The Incredible Hagen – Meine Jahre mit ‚Die Ärzte'“. Anfang der 90er Jahre arbeitete der studierte Medienwissenschaftler zunächst als Musikjournalist für den „Tagesspiegel“, später wechselte er dann zum „tip“. Zudem leitete Liebing zeitweise die Öffentlichkeitsarbeit des Sportvereins Tennis Borussia Berlin.

"Die Ärzte"-Fans schockiert: Ex-Bassist The Incredible Hagen ist tot

Hagen stiess 1986 zu den Ärzten, als Bela B. ihn anrief und fragte, ob er Popstar werden wolle. Das erste gemeinsame Konzert war ein Benefizkonzert für „den wahren Heino“ im Berliner Tempodrom. Es war die erste grosse Zeit der Ärzte, als die Band einerseits auf dem Weg in die Charts war, andererseits mit ihren bewusst provozierenden Liedern immer wieder Ärger mit den Behörden bekamen. Eine amtliche Skandalband. Im Gegensatz zu Rodrigo González und Hans „Sahnie“ Runge war er angestellter Bassist und kein Mitglied im eigentlichen Sinne, daher war auf jeder Ärzte-CD, bei der er mitwirkte, der Vermerk „featuring The incredible Hagen“ zu finden. Farin und Bela hatten ihn bei seinem Einstieg vor die Wahl gestellt, entweder angestellt zu sein, was einen Festlohn bedeutete oder komplett einzusteigen, was eine Gewinnbeteiligung, aber auch das Mittragen von Verlusten der Band bedeutet hätte. Da Hagen zu dieser Zeit noch studierte, entschied er sich für die Anstellung. Er wurde in die Band geholt, weil Farin und Bela nach Sahnie in Hagen einen ruhigen Menschen fanden. Im Jahre 1988 lösten sich die Ärzte auf und jeder ging seinen eigenen Weg. Auf spOnline hatte er vor ein paar Jahren darüber geschrieben:

Irgendwann beschlossen wir dann, unser allerletztes Konzert in Westerland auf Sylt zu spielen. Im Kursaal. Weil da nur etwa 1.500 Leute reinpassten, wollten wir eigentlich zwei Konzerte spielen, aber das wurde nicht genehmigt. Die Stadtverwaltung hatte Angst, dass es zu einer „Punkerinvasion“ käme. Das passierte dann natürlich trotzdem. Weil es das letzte Konzert war, kamen viele Freunde und Weggefährten auf die Insel. Rocko Schamoni und die Goldenen Zitronen, Rod Gonzales, der jetzt bei den „Ärzten“ mein Nachfolger am Bass ist, Lanrue von Ton Steine Scherben. Außerdem kamen Tourleute, Crew-Mitglieder, Roadies, alte Freunde aus dem Berliner Punkumfeld und ganz viele Fans, die uns immer hinterhergereist sind. Mit denen haben wir dann nachmittags die Strandkörbe unsicher gemacht.

Abends war es dann so weit. Wir saßen backstage kurz vor dem Auftritt. Jan hat Gesangsübungen gemacht. Ich nicht. Bei mir war das fruchtlos, und Dirk hat auch keine gemacht. Dann sind wir auf die Bühne gegangen wie bei jedem anderen Konzert.

Wir gingen rauf, es war dunkel und als alle an ihren Instrumenten waren, ging es mit einem Wumms los – Licht an, Musik ab! Ab da war es praktisch nur noch ein einziges Brüllen von den Fans. Unten waren die normalen Konzertbesucher, unsere Freunde standen oben auf einer Galerie, die einmal rundherum ging. Man hat von der Bühne aus jeden gesehen. Alle Leute, die ich kannte, habe ich ständig im Blick gehabt. Und als die alle so gerührt geguckt haben, da wurde einem schon klar, dass das eben doch kein normales Konzert war. Jeder war sich wirklich dieser einzigartigen Situation bewusst: Das ist jetzt wirklich das letzte Konzert.

Witzig war es natürlich trotzdem. Ein „Ärzte“-Konzert ist immer witzig. Aber das war wie süß-sauer – man hatte beides intus. Irgendwann waren wir dann mit unserem Standard-Set durch. Erst da merkten wir, dass wir gar nicht mehr aufhören wollten. Wir spielten die Zugaben … und dann noch mehr Zugaben. Irgendwann merkten wir: Mist, jetzt müsste eigentlich mal Schluss sein – und dann haben wir noch mehr Zugaben gespielt. Es ging wirklich sehr, sehr lange. Am Ende verbeugten wir uns, verabschiedeten uns von den Leuten. Dann sind wir von der Bühne gegangen. Vom Band lief Musik, die Jan extra aufgenommen hatte. Ich weiß gar nicht mehr, was es zum Anfang des Konzertes war. Aber am Ende lief „Non, je ne regrette rien“ von Edith Piaf.

Posted by tip Berlin on Sonntag, 25. September 2016

Während seiner Zeit als Bassist und als Hintergrundsänger bei den Ärzten studierte er Medienwissenschaft. Bei der Neugründung der Band 1993 war er allerdings nicht mehr dabei. Doch auch nach seinem Ende bei „Die Ärzte“ spielte Musik im Leben des Bassisten eine große Rolle. So arbeitete er als Journalist zunächst im musikalischen Ressort des Tagesspiegels und später für das Berliner Magazin Tip. 2003 veröffentlichte er sein Buch „The Incredible Hagen – Meine Jahre mit ‚Die Ärzte'“. Hagen lebte mit der Musikchefin von Radio Eins, Anja Caspary und den beiden gemeinsamen Kinder zusammen. Für mich lebt der unglaubliche Hagen weiter, Hagen selbst hat natürlich keinen blassen Schimmer davon, das er tot ist. Hagen ist einfach nicht mehr auf demselbem Zeitstrahl wie wir, so wie ein Photon, das in Null Eigenzeit das ganze Universum durchqueren kann. Gute Reise Hagen, mach’s gut. Rock on!

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DÄ Madonnas Dickdarm live Sylt 1988
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Hagen Liebing im Interview (Die Ärzte)
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Die Ärzte - Ich ess' Blumen (14.05.1988)
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Die Ärzte - Nach Uns Die Sinnflut 1988 (Album)

The Original Misfits, Videos von Reunion-Show in Denver: Die, Die My Darling

The Original Misfits, Videos von Reunion-Show in Denver: Die, Die My Darling

Am 4. September spielten Glenn Danzig, Jerry Only und Doyle Wolfgang Von Frakenstein mit Live-Drummer Dave Lombardo als „The Original Misfits“ beim Riot Fest ihre erste gemeinsame Show seit 1983. Eine weitere Show des Misfits-Classic-Line-ups findet am 18. September beim Riot Fest And Carnival in Chicago statt. Weitere Konzerte will Frontmann Danzig nicht ausschliessen: „Wir werden sehen, wie es läuft. Es könnte zu weiterer Arbeit führen, aber wer weiss, wie die ganze Sache sich entwickelt? Ich meine, ich glaube nicht, dass es ein Desaster wird. Ich glaube, es wird unglaublich.“ Wenn man sich die nachfolgenden Clips des Auftritts anschaut, kann man Danzig nur bepflichten! Hoffen wir mal die Herren kommen auf Tour und nehmen dabei auch Europa ins Visier… – man wird ja nwohl noch träumen dürfen…

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Die Die my Darling by the Misfits
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She by the Misfits
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Night of the living dead Misfits
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Misfits live riot fest Denver 2016 Danzig Only
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The Misfits (REUNION) - Bullet (Live at Riot Fest) - Denver, CO

(Bild Rob DiLauro)

Sid & Nancy: 30th Anniversary Trailer

Hier der Restaurations-Trailer zum 30sten Jubiläum von Sid & Nancy…

Sid Vicious, the Sex Pistols bassist who was arrested for the murder of his girlfriend Nancy Spungen, but who died in 1979 from a heroin overdose before the case came to court. Gary Oldman stars in the lead role.

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Sid & Nancy: 30th Anniversary Trailer - Back In Cinemas Aug 5 & Blu-Ray DVD Aug 29

DBD: Six Years On Dope – NOFX

Am 7. Oktober erscheint das neue Album „First Ditch Effort“ von NOFX und als Kostprobe gibts jetzt das Lyric-Video zum Track „Six Years On Dope“. Das Album der Punkrocker soll ziemlich düster ausfallen und beschäftigt sich unter anderem mit den Themen Selbsthass und Sterblichkeit…

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NOFX - Six Years On Dope (Official Lyric Video)

Wahlwerbung der Anarchistischen Pogo Partei Deutschlands aus dem Jahr 1997

1997 war die Welt noch in Ordnung! „Jugendliche brauchen Rente – keine Arbeitsplätze!“, Freunde, dass ist doch mal ein Parteiprogramm mit Hand und Fuss! Damit ist die Partei 1997 in St. Pauli immerhin auf 5,3% gekommen.

1994 wurde die APPD neu gegründet. Man beschloss, nun auch bei Wahlen anzutreten. Bei den Bürgerschaftswahlen in Hamburg 1997 erreichte die APPD im Stadtteil St. Pauli 5,3 % der Stimmen und wurde dort viertstärkste Partei. 1998 trat die APPD mit ihrem Spitzenkandidaten Karl Nagel mit den Motto „Arbeit ist Scheiße!“ und „Saufen, saufen, jeden Tag nur saufen!“ bei der Bundestagswahl an. Sie erreichte jedoch bundesweit lediglich 35.347 Stimmen (0,07 %) und damit nicht die nötigen 0,5 %, um den Wählern die Wahlkampfkostenerstattung in Form einer geplanten „Freibierfete“ zurückzahlen zu können. Schließlich wurde die Partei 1999 erneut aufgelöst.
Wikipedia

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APPD Wahlspot 1997
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