Fünf Jahre hat es gebraucht, bis die sechs Spanier aus dem sonnigen Barcelona ein neues Album eingespielt haben. 2010 erschien ihr gelungenes Debüt “Northland”, danach war lange Zeit Funkstille, in der man von der Band nichts hörte. Nun hat die Folk-Death-Metal Band “Northland”, ihr zweites Album “Downfall and Rebirth” veröffentlicht und dieses Album stellt vom ersten bis zum letzten Song unter Beweis, dass guter Folk Metal nicht nur aus dem hohen Norden kommen muss. Die Katalonier präsentieren gute Metal Riffs, eine saubere, gut strukturierte Produktion und niveauvolle Inhalte abseits von billigen Klischees. Fans von gutem melodischen Folk Metal sollten hier unbedingt ihre Ohren spitzen!

Northland - Downfall And Rebirth

Im Jahr 2004 taten sich im spanischen Barcelona einige Düsterseelen zusammen und die Viking Folk Metal-Horde “Northland” wurde gegründet. Da leider nicht alle der am Start Beteiligten ähnlich grosse Passionen für dieses Metier mitbrachten, hatte Bandgründer, Gitarrist und Lead-Vokalist Pau Murillo jedoch nachfolgend alle Hände voll tun, den heidnischen Haufen am Leben zu erhalten. Letzteres glückte dem ausgesprochenen Idealisten trotz aller ungewöhnlich schnellen Rotationen des Besetzungskarussells. 2010 präsentierten “Northland” ihr selbstbetiteltes Debütalbum, welches klar machte, dass die Spanier ihren skandinavischen Kollegen in nichts nachstehen. Fünf Jahre später wollen es die spanischen Spitzenkönner jetzt wieder wissen. Und die Chancen für einen Erfolg auf breiter Ebene stehen mit “Downfall And Rebirth” ausserordentlich gut. Das Album befasst sich, wie der Name schon sagt, mit dem ewigen Kreislauf des Lebens, Mutter Natur und seiner oft in Frage gestellten Zivilisation.

Northland Band

Das neue und zweite Album “Downfall and Rebirth” mit dem überaus sehenswerten Frontcover von Sallai Péter veröffentlichen die Iberer kurzerhand in Eigenregie. “Downfall and Rebirth” klingt reifer und verspielter als sein Vorgänger. Es wurde mit vielen Instrumenten experimentiert und die Angst vor langen ruhigen Passagen gänzlich abgelegt. Den Hörer erwartet hier ein gut gemischtes Folkmetal Album, dass durchaus einen frischen Wind ins Geschehen bringt. So bietet das zweite Album einen Death-Metal-Sound, der zwar schwungvoll, gleichzeitig aber auch sehr melodisch ist. Richtig hart wird es eigentlich nie, dafür sorgen neben dem hohen Stellenwert des Folklore-Anteils auch zahlreiche Einwürfe von Klargesang. Zwar steht der Growl-Gesang stets im Vordergrund, häufig tritt aber auch der Klargesang hervor, der zum Teil mehrstimmig daher kommt und dem Album eine hymnische Note gibt.

Das Album beginnt mit “When Nature Awakes” träumerisch, bevor Pau Murillo mit seinem Schrei die Idylle durchbricht und Vásquez das Zepter übernimmt, was die entstandene Wucht wieder etwas abdämpft. Kam der Vorgänger fast ohne klar gesungene Passagen aus, so nehmen diese gut ein Viertel des neuen Materials ein. Die ersten vier Stücke “When Nature Awakes”, “Bloodred Sunrise”, “Together we Die” und das Instrumental “The Rite” ziehen einen sofort in den Bann. “Fury’s Unleashed” brettert mit einem zackigen Melodeath-Riff los, bevor eine herrlich brachiale Strophe (ganz ohne Folk) in einen übermelodischen Powermetal-Refrain übergeht. Erst danach folgt ein Folk-Break und die etwas heaviere, verlangsamte zweite Strophe verpasst dem Song eine angenehme Diversität. Einen drauf legt “Duskriders”, welches mit seiner Vielschichtigkeit, Dynamik, Dramatik und Melodik eine perfekte Melange darstellt. Auf gleichem Level, allerdings ungleich düsterer und bedrückender, zeigt sich das Titelstück.

Northland Logo

Beim hören dieses Album werde ich immer wieder an “Ensiferum” erinnert, einerseits in gewissen Passagen musikalisch, anderseits klingt die tiefe Stimme von Pau Murillo dieser von Petri Lindroos zum verwechseln ähnlich. Der Sound der hispanischen Wikinger ist irgendwo zwischen “Ensiferum” und “Eluveitie” angesiedelt und zeigt das grosse Talent, was hinter “Northland” steckt und hoffentlich auf den nächsten Werken weiter herausgearbeitet wird. Mag sein, dass man hier und da sehr viele bekannte Trademarks vorlegt, doch das Michverhältnis so auszurichten, dies vermögen nur sehr wenige Künstler. Für den Folklore-Anteil zeichnet sich vor allem die Violine von Pau Vázquez verantwortlich. Diese ist fast ständig präsent und trägt die Melodien aktiv mit. Die Folklore ist im Klangbild von “Northland” sehr präsent und findet keineswegs nur im Hintergrund statt. Auch setzen die Katalonier kaum auf das Keyboard, dieses dient nur ab und zu im Hintergrund als atmosphärische Ausmalung. Gegen Ende gibt es dann doch noch ein Highlight: “Moonlight Spell” eine Folk-Ballade mit einer zauberhaften Frauenstimme und phasenweiser Unterstützung durch Männer-Cleangesang.

“Downfall And Rebirth” zeigt sich differenziert und abwechslungsreich. Jeder Song ist gelungen, auch wenn nicht alle Qualitätsspitzen wie “Fury’s Unleashed”, “Duskfall” oder “Downfall And Rebirth” erreichen. Der Sound der Truppe klingt sehr erfrischend und “Northland” ist nach so langer Pause aufgrund des Motorradunfalles des Schlagzeugers eine wirklich rundum tolle Scheibe gelungen. Neben der Geige, die wie erwähnt die Hauptlast des Folk-Anteils trägt, kommen auch andere Instrumente zum tragen und neben Flöte und Akustikgitarre können einem auch mal Akkordeon und sogar Maultrommeln begegnen. Dieser Abwechslungsreichtum ist einer der grossen Pluspunkte des Albums und “Downfall and Rebirth” ist sehr vielseitig gestaltet. Neben den zahlreichen Instrumenten wird auch die Spielgeschwindigkeit und Stimmung oft variiert und “Northland” können auch mit ihrer guten Spielfertigkeiten und der sauberen Melodieführung überzeugen. So entstehen ebenso authentische wie mitreissende und aufwühlende Viking Folk Metal-Wonnekompositionen, wie man sie in dieser Natürlichkeit und Unverfälschtheit nur selten geniessen darf. Pagan und Folk Metal Fans sollten sich hier durchaus was Neues für die Sammlung holen, denn die Spanier reizen die Elemente sehr gut aus und parieren stets mit harschen Einfädelungen, sodass es nicht zu dudelnd klingt. Für Fans von “Ensiferum”, “Eluveitie” und melodischem Power Metal definitiv ein Muss!

Tracklist:

  1. When Nature Awakes
  2. Bloodred Sunrise
  3. Together We Die
  4. The Rite
  5. Fury’s Unleashed
  6. Duskriders
  7. Spirit in Darkness
  8. Whispers in the Wind
  9. Downfall and Rebirth
  10. Moonlight Spell
  11. Newborn Star
Album Review: Northland - Downfall And Rebirth
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Nach dem Ausstieg von Gitarrist Chris Broderick und der prophylaktischen Weigerung alter Weggefährten, wieder bei Megadeth einzusteigen, sollte sich Bandchef Dave Mustaine vielleicht mal an Gitarrist Travis Simpson wenden. Dieser zeigt in folgendem Video sein Medley aller 160 Megadeth-Songs in chronologischer Reihenfolge. Jeder Song der mittlerweile fünfzehn Megadeth-Studio-Alben kommt mit etwa vier bis sechs Sekunden zum Zug. Simpson versichert, das komplette Video sei ungeschnitten und nur das Ergebnis langen Übens. Das sollte Mustaine doch beeindrucken können – wir finden dies ein äusserst würdigen musikalischen Abschluss des Jahres!

Hier das Video “Death To Rights” der Band “Wovenwar”. Ihr kennt die Band nicht? Dann soviel dazu, nachdem “As I Lay Dying” Sänger Tim Lambesis wegen Anstiftung zum Mord an seiner Ehefrau verhaftet wurde, stand der restliche Teil der Band vor einer schweren Entscheidung. Zwar haben die Metalcore-Pioniere ihr “As I Lay Dying”-Baby zu Grabe getragen, aber dafür wartet jetzt eine neue, noch stärke, Band auf uns: “Wovenwar”! Mit Sänger Shane Blay haben sie sich kurzerhand einen neuen Sänger an Land gezogen und dieser hat einiges auf Lager! Doch hört selbst!

Die Finnen kommen alle drei Jahre mit einem neuen Album daher, um ihre schwerttragenden Fans aus aller Welt wieder um sich zu scharen. Bereits zum sechsten Mal stürzen sich “Ensiferum” nun ins Schlachtgetümmel, dieses mal mit dem Album “One Man Army”. Bei dem Quintett hat sich im Hintergrund einiges getan, sodass man vermuten könnte, dass sich auch musikalisch viel bei den Folk-Metallern verändert hat. “One Man Army” bietet ein für die Band typisches Arsenal an illustren Ideen und Melodien. Die Band scheint wieder die Angriffslust anfänglicher Schlachten gepackt zu haben und kommt nicht so kriegsmüde daher wie der unsägliche Vorgänger “Unsung Heroes” mit seinem pinken Cover, dass nach wenigen Durchläufen bei mir im Regal verstaubt! Bei “One Man Army” stimmt nicht nur das Cover, auch musikalisch kann die Scheibe voll und ganz überzeugen!

Ensiferum - One Man Army

Wenn man sich die Rahmenbedingungen des sechsten Streiches anschaut, hat sich bei “Ensiferum” viel verändert. Bis vor kurzem war die Band noch bei “Spinefarm Records” unter Vertrag, heute darf sich nun “Metal Blade” glücklich schätzen, die Finnen in ihren Reihen begrüssen zu dürfen. Drehte für den Vorgänger “Unsung Heroes” noch Hiili Hiilesmaa als Produzent die Knöpfchen, war auf “One Man Army” nun Anssi Kippo dafür zuständig, der im Übrigen einen mehr als ordentlichen Job an den Tag gelegt hat. Selbst der Artwork-Künstler wurde ausgetauscht: Wo der berühmte Kristian Wahlin alias Necrolord zwar einen lässigen, wenn auch perspektivisch fast schon infantilen Stil pflegte, darf man mit dem Ergebnis von Gyula Havancsák äusserst zufrieden sein. Zwar weniger originell, aber passend wie die Faust aufs Auge, heroisch, mächtig und auch klischeehaft ist das Cover ausgefallen. So könnte man die Vermutung haben, dass sich auch musikalisch viel bei den Folk-Metallern getan hat.

Ensiferum - Band

Eins gleich vorweg, alle Fans können aufatmen und sich auf eine Stunde beste Unterhaltung einstellen, denn “Ensiferum” geben wieder mächtig Gas und liefern einige der besten Songs ihrer Karriere ab. “One Man Army” ist eines der stärksten Alben der Finnen, welche seit 2009 ein stabiles Line-Up haben. Das Quintett hat glücklicherweise den Härtegrad wieder ordentlich angezogen und klingen mächtiger als je zuvor. Auch ist die Produktion dieses Mal exzellent, die Tracks kommen wuchtig daher, strahlen eine enorme Energie aus und das Songwriting ist absolut erstklassig. Zwar kennt man manche Songstrukturen und Melodien aus früheren Alben, aber die Lieder wirken frisch, in sich geschlossen und haben schlicht geniale Refrains, die niemals zu kitschig werden. Auf ein stimmungsvolles Intro folgt mit “Axe Of Judgement” ein speediger Opener, “Heathen Horde” bezirzt mit einem schönen folkig angehauchten Hauptthema und macht mit seinen Chören und den melodiösen Gitarren einfach richtig Spass! Auch die vorab veröffentlichte Single und Titeltrack “One Man Army” vermag durchs Band weg zu überzeugen.

“Burden Of The Fallen” stellt im weiteren Albumverlauf den Ruhepol dar, bevor sich auf “Warrior Without A War” und “Cry For The Earth Bounds” die Melodiebögen wieder weiter spannen und der heroische Epic-Anteil wieder deutlich nach oben geschraubt wird. Danach geht es sprichwörtlich rund und die Folk-Party nimmt voll Fahrt auf. “Two of Spades” (eine Motörhead Verneigung?) ist der ideale Soundtrack, kommt mit viel Speed daher und mit Western/Disco-Reminiszenzen knallen uns “Ensiferum” ganz grosses Kino um die Ohren. Die Banjoklänge und “Dschingis Khan”-Anleihen sind einfach grossartig und durchaus keine Überraschung bei den Suomis und zaubert den Hörern mit seinem discohaften Mittelteil ein breites Grinsen aufs Gesicht. “My Ancestor’s Blood” bildet einen geschickt aufgebauten und spannungsvollen Zweiklang und “Descendants, Defiance, Domination” beginnt sehr ruhig und wird vom Keyboard, klaren Gitarren und einem mächtigen Bass getragen. Charmant baut sich der Song langsam auf, Klargesang und metallische Screams wechseln sich ab und “Ensiferum” vermischen auf intelligente Weise all ihre bekannten Trademarks. “Neito Pohjolan” hingegen ist das schon fast zu erwartende “experimentelle” Stück des Albums geworden. Ein Country-Song der einen Abstecher in den (finnischem) Tango unternimmt und von der zarten weiblichen Stimme von Netta Skog (Ex-Turisas) veredelt wird. Ein ungewöhnlicher wie würdiger Abschluss der Scheibe, der den Humor der Band zeigt.

Ensiferum - Logo

Wenn man sich die Scheibe kauft, sollte man darauf achten, mindestens die Doppel-CD zu erstehen, denn was einem auf der zweiten CD an Bonustracks geboten wird, walzt nochmals einfach alles nieder! Mit der Cover Version des Western-Songs von Frankie Laine aus dem Jahre 1958, dass zugleich der Titelsong zur Westernserie “Rawhide” (Tausend Meilen Staub) war, wurde ein Song geschaffen, der an die besten Zeiten der Leningrad Cowboys erinnert. “War Metal” lässt dann wieder den Krieger los, der kompromisslos mit seinem Schwert alles niedermetzelt, was sich ihm in den Weg stellt. “Candour and Lies” ist die englische Version vom oben genannten “Neito Pohjolan”, dieses mal aber nicht mit Netta Skog, sondern einer rauhen, männlichen Stimme, die dem Song eine etwas andere Facette verleiht. Mit “Bonus Song” bekommen wir nochmals eine volle Breitseite des Humors der Band zu hören, mit den vielen Zensur “Peeps” ist der Track ein durchaus gelungener Abschluss des Bonus Silberlings.

Das Album “One Man Army” überzeugt durch sorgfältig geschmiedete Waffen und solide Kampfkunst. Das Album ist ein richtiger Brecher. Wer nach “Unsung Heros” befürchtet hat, dass es jetzt langsam bergab geht, der täuscht sich! Hier kann mit gutem Gewissen behauptet werden, dass es auf “One Man Army” keinen Totalausfall zu beklagen gibt. Das sechste Album von “Ensiferum” ist ein Volltreffer geworden. Die Schwertträger haben ihren Sound und ihre Qualitäten erkannt und können ihr Talent nun perfekt ausspielen. In den letzten Jahren haben nicht alle kleineren Experimente funktioniert, aber auf “One Man Army” passt einfach alles zusammen und das Album klingt so, als wäre es mit viel Kreativität, Seele und Leidenschaft aufgenommen worden. Das ist vielleicht eines der grösste Komplimente, das man einer Band überhaupt machen kann. Wer dem Genre Fantasy-Folk-Metal etwas abgewinnen kann, für den wartet hier das erste Jahreshighlight! Die Finnen haben wieder ordentlich an Geschwindigkeit zugelegt, schmissige Songs, keine Durchhänger, schöne Melodien, Speed, Druck, heroischer Kitsch, all das zeichnet diese Scheibe aus und somit sollte das die Vorfreude auf kommende Liveaktivitäten ordentlich anfeuern. “Ensiferum” setzen gleich mehrmals auf heroische Mitsingrefrains und so gesellen sich zur Einmannarmee also gleich mehrere Kampfgenossen, keine Söldner, sondern eine eingeschworene Gemeinschaft. “Ensiferum” scheint die Angriffslust anfänglicher Schlachten wieder gepackt zu haben. Man sieht sich Live im März!

Trackliste:
CD 1:

  1. March Of War
  2. Axe Of Judgment
  3. Heaten Horde
  4. One Man Army
  5. Burden Of The Fallen
  6. Warrior Without A War
  7. Cry For The Earth Bounds
  8. Two Of Spades
  9. My Ancestor’s Blood
  10. Descendants, Defiance, Domination
  11. Neito Pohjolan

CD 2:

  1. Rawhide
  2. War Metal
  3. Candour and Lies
  4. Bonus Song
Album Review: Ensiferum - One Man Army
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Hier das neue Video zum Song “Hellion Rising” der Thrasher Hirax. Der Song stammt vom aktuellen Album “Immortal Legacy”, das im Oktober 2014 veröffentlicht wurde…

Seit fünf Jahren sind “Night Falls Last” gemeinsam unterwegs und drängen mehr und mehr aus Österreich hinaus, wo sich die sechs Steirer mit ihrem Modern Thrash Metal bereits durchaus einen Namen gemacht haben. Neben einem Auftritt am Nova Rock nur ein Jahr nach Bandgründung, konnte die Band bereits zwei EPs sowie zahlreiche Live-Auftritte verbuchen. Das erste richtige Studioalbum der Bandgeschichte, “Deathwalker”, könnte ein weiterer wichtiger Schritt in diese Richtung sein. Wer das Album das erste Mal in Händen hält, ist zuerst mal vom aufwendig gestalteten Artwork beeindruckt. Aber mit ihren 11 Tracks und einer Spielzeit von rund 50 Minuten kann die Platte noch sehr viel mehr!

Night Falls Last – Deathwalker

Bei “Night Falls Last” fällt als erstes die genreuntypische Besetzung auf, denn die Thrash Metaller haben einen Keyboarder in ihren Reihen, der von Zeit zu Zeit mit seinem Auftreten die Genregrenzen zu sprengen versucht, was der Band erstaunlich gut gelingt. Das steirische Sextett hat 2010 und 2012 bereits mit den EPs “Decisions And Directions” und “Return Of The Fallen” erste Ausrufezeichen gesetzt. Nach einem Jahr ergibigem Songwriting wurde dann der erste Longplayer “Deathwalker” aufgenommen und man hat sich gegenüber dem Vorgänger nochmals gesteigert! Die Scheibe gibt Vollgas auf Teufel komm raus und agiert wie ein wildes Monster. “Deathwalker” spielt in einer post-apokalyptischen Zukunft und handelt von Unterdrückung und Ausbeutung, umgemünzt auf die negativen Aspekte von Globalisierung und Kapitalismus.

“Night Falls Last” beginnen ihr Album mit viel Epos. Das Intro “Invasion” versetzt den Hörer in die bereits erwähnte post-apokalyptische Szenerie. Die Gitarren-Leads verbreiten eine positive Stimmung, die mit der Gewalt der folgenden Stücke aber zerschlagen wird. Mit “Fear The Machine” zeigen uns die Jungs ihre Schokoladenseite, preschenden nach vorn und bieten uns groovigen, fiesen, im Uptempo gehaltenen Thrash Metal allererster Güte. Selbstverständlich erfinden auch die Steirer das Rad nicht neu, doch setzen sie gewohnte Klangschemen so ein, dass es ein wahrer Genuss ist. “Detonate” ist ein Stück für alle die gerne Klotzen statt Kleckern. Generell suchen “Night Falls Last” das Heil in der Flucht nach vorn und schalten nur selten ein paar Gänge herunter. Bereits nach diesen paar Takten kann man sagen, dass den Steirern da ein absolut stimmiges Album gelungen ist! Jeder Song ein kleines Highlight für sich, da stechen “Start to Breath” und “A Call From Inferno” besonders heraus. Fiese Growls, rasantes Tempo und Uptempo-Soli erinnern schon mal an “Lamb Of God”.

Night Falls Last - Band

Am deutlichsten wird dieser Vergleich in den letzten 40 Sekunden von “Shootout”, wenn das Sextett nach einem abermals komplexen, aus den verschiedensten Teilen zusammengeschweissten Bastard durchstartet und bis zum Kollaps die Abrissbirne auspackt. Auch “The Bitter Taste Of Disease” zählt zu jenen Songs, bei denen der Finger zur Repeat-Taste wandert. Mit fiesem, sadistischem Grinsen wird der Circle Pit gestartet und das entfachte Lodern der Flammen wird weiterhin eifrig geschürt. Die Grundsoliden Rhythmuseinlagen mögen zwar bekannt vorkommen, werden aber mit viel eigener Energie vorangetrieben. Die gezauberte, sehr wutentbrannte Energetik ebbt nie ab und somit kann man eben mit einem enormen Schwung viel Stimmung zaubern. Am dreiteiligen Schlussakkord “Rise”, “And”, “Fall” werden sich die Geister scheiden. Gerade der erste, neun Minuten lange Teil spielt mit melodischem Dickicht, dezent proggigen Untertönen und Klargesang. Letzteres gehört klar zu den Schwächen der Steirer, normalerweise shoutet Wolfgang Fleck, doch die Clean-Vocals stammen von Bassist Chris Kerschenbauer, der den Thrash seiner Band zwar um eine weitere Facette bereichert, jedoch beim Gesang keine gute Figur macht. Dass er kein Profi beim Singen ist, hört man leider nur zugut. Live mag der Auftritt zwar Charme haben, doch auf CD gebannt klingt der Versuch unglücklich.

Die wütende Bestie mit Namen “Night Falls Last” kennt keine Rast oder Ruh und nonstop wird das Gaspedal bis zum Anschlag durchgedrückt. Produktionstechnisch, wie auch die Stimmung der einzelnen Neo-Thrash Granaten stehen für sich, doch wie so oft im Leben besitzt auch “Deathwalker” seine Schattenseite, diese zeigt sich vor allem dann, wenn das Sextett etwas vom Gas geht, sich ausschweifenden, fast schon progressiven, Passagen hingibt und den Sampler sprechen lässt. Grundsätzlich ist auch gegen diese Vorgehensweise nichts zu sagen, doch im Fall von “Night Falls Last” zündet diese schlicht und einfach nicht. “Rise” überrascht mit Piano-Melodien und ist generell der vielseitigste der Langrille. Mit einigen moderneren Rock-Elementen grenzt sich das neunminütige Wunderkind von seinen zehn Brüdern ab. “Deathwalker” ist im grossen und ganzen ein Thrash-Album, das mit einigen Ausflügen insbesondere zum Ende hin auch als Melodic Death eingestuft werden kann. Dazu tragen nicht zuletzt die Keyboard-Leads sowie der Klargesang bei.

Night Falls Last - Band

Trotz einiger Unstimmigkeiten ist “Deathwalker” ein grundsolides Album und ein ordentliches Fundament für weitere Veröffentlichungen. Die Einflüsse der Band liegen ohne Zweifel bei Bands wie “Lamb Of God” und “Machine Head”. Etwas mehr Kompromisslosigkeit hätte dem Werk allerdings keinesfalls geschadet. Desweiteren ist der Mix des Silberlings hier und da nicht ganz rund, die Keyboardklänge sind nämlich weitestgehend unauffällig. “Night Falls Last” stehen für einhundert Prozent Metal und “Deathwalker” ist ein Thrash-Release, der jedoch nicht nur für eingefleischte Genre-Fans ein Muss ist, sondern seine Fühler in alle möglichen Himmelsrichtungen streckt. Ein richtig tolles Neo-Thrash Potential dass sich hier entfaltet. Trotz vieler Einflüsse und Elemente bietet man viel Eigenständigkeit und bringt diese meiner Meinung nach bestens zur Geltung. “Deathwalker” ist ein sehr gutes Debütalbum, dass sich lohnt anzuhören und zu unterstützen. Mit beherztem Einsatz wuchten sich die sechs Steirer durch 51 sympathische, nicht immer leichte, dabei stets kreative und ambitionierte Minuten. Hört es euch selbst an, macht euch euer eigenes Bild und ihr werdet bestimmt nicht enttäuscht!

Kleiner Tipp am Rande: Nehmt beim durchhören unbedingt die Lyrics zur Hand! Die Texte sind genauso gelungen wie die Songs selbst. Hierbei ist mein klarer Favorit “Fall”, grossartige Idee und beeindruckend, wie lediglich durch die Vocals der Konflikt zwischen dem Deathwalker und dem herrschenden Tyrannen deutlich wird! Aber wie erwähnt, hört selbst rein und macht euch euer eigenes Bild!

Tracklist:

  1. Invasion
  2. Fear the Machine
  3. Detonate
  4. A Call from Inferno
  5. Shootout
  6. Deathwalker
  7. Start to Breathe
  8. The Bitter Taste of Disease
  9. Rise
  10. And
  11. Fall
Album Review: Night Falls Last – Deathwalker
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Gesang8.5
Songtexte10
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Die Band “Teufelskreis” aus Wien treiben seit dem Jahre 2008 hauptsächlich im österreichischen Raum ihr Unwesen und veröffentlichten drei Alben in Eigenregie. Die Band dürfte einigen bereits von gemeinsamen Auftritten mit “Megaherz” oder “Eisregen” bekannt sein. Mit “Spuren der Vergangenheit” legen die Heavy-Rocker ihr im Jahr 2009 im Eigenvertrieb erschienenes Debütalbum neu auf. An sich auch eine gute Idee, da man hier quasi “jungfräulich” an eine Band herangehen kann, die bereits seit einiger Zeit existiert. 2009 kam das Album auf den Markt und war inzwischen natürlich längst vergriffen. Über das Label NRT Records kommt die Scheibe nun abermals auf den Markt und wenn man die Platte mit dem ebenfalls neu aufgelegten Album “Lust Frust” vergleicht, merkt man sehr schnell, dass “Spuren der Vergangenheit” deutlich metallischer ist als der Nachfolger.

Teufelskreis – Spuren der Vergangenheit

Irgendwann im Jahr 2008 gründete der von “Sunterra” bekannte Friedl Schütz eine neue Band mit dem Namen “Teufelskreis“. 2009 erschien dann im Eigenvertrieb dieses erste Opus, welches wie erwähnt nun neu aufgelegt wurde. Das Album der Düsterrocker bietet eine geballte Mischung aus Neuer Deutscher Härte, Heavy-Rock und Metal und legte den Grundstein für all das, was die Band in den nächsten Jahren ausmachen sollte. Der Silberling umfasst insgesamt 10 Songs plus Bonusmaterial, wie eine Radio Version und einen Remix mit harten Beats. “Spuren der Vergangenheit” hat zwar wenig Höhepunkte, bringt jedoch durchweg eine ordentliche Leistung mit sich. Hier hat man ganz auf aufwendige Schnörkel verzichtet und es scheint, als hätte man die sehr textlastige Basis ausgebaut, um die Hard Rock-Songs teils rhythmisch und teils melodiös darum zu bauen. Die deutschsprachigen Texte sind teils sozialkritisch und teils mitten aus dem Leben gegriffen und so zeigen die Wiener ganz klar auch mal Gefühl ohne dabei kitschig zu werden.

Teufelskreis Band

Der erste Song des Albums “Zerrissen” wirkt auf mich genau so, wie es der Titel schon offeriert. Das Gefühl dahinter wird gut transportiert und mit Ronny Platzer, haben “Teufelskreis” die Rockröhre schlecht hin am Mikro. Sein Gesang geht in Mark und Bein. Selbst die Gitarrensolos von Friedl Schütz reissen den Hörer mit und der Song wird durch die satten Drums förmlich ins Gehirn geprügelt. “Leben” ist nicht minder leise und kommt ohne eine Einleitung daher, denn hier drückt die Band sofort wieder aufs Gas. Der Song überzeugt durch einen geilen Refrain der Mitsing-Charakter besitzt. Die eingesetzten Keyboards lassen das ganze düster erscheinen und der Song besitzt einen gewissen Groove und hämmernde Beats. Der Song “Verloren” kommt zu Anfang etwas schwächer rüber und will zunächst nicht so ganz zünden. Irgendwie wirkt die Nummer unfertig. Macht aber nix, denn im Refrain fängt die Band sich wieder und in der Mitte, wird wieder richtig aufs Gas gedrückt. Immer mehr, muss ich bei der Band an “Oomph!” oder “Rammstein” denken. Dies heisst nicht, dass “Teufelskreis” eine billige Kopie dieser Grössen sind, “Teufelskreis” besitzen zwar durchaus Ähnlichkeit mit diesen Bands, ihre eigene Identität ist ihnen jedoch unabdingbar.

Der Track “Eifersucht” ist aus meiner Sicht die beste Nummer auf diesem Album. Musikalisch wurde ganze Arbeit geleistet. Ein Song, wie er sein soll. Melodien, Riffs und Umsetzung passen einfach grossartig zusammen und auch der Text erzählt eine Geschichte, wie sie vielen Menschen tatsächlich passiert. Mit “Gefangen” kriegen wir einen ordentlichen Heavy-Groove und der Refrain ist einfach stark. Die Hook hingegen wirkt etwas krampfhaft, leitet aber den breitbeinigen Refrain ein und so kann auch “Gefangen” sich retten, hinkt aber im Vergleich zu “Eifersucht” ein wenig hinter her. Mit “Ein Leben lang” geht es beinhart weiter und “Verlorenes Spiel” verströmt einen gewissen Flair, ist aber etwas zu lange auf demselben Riff aufgebaut. Der Sound wirkt ein wenig langatmig und kann hinsichtlich des Arrangements nicht ganz punkten, im Anbetracht des Textes jedoch schon. Die obligate Ballade gibt es mit “Im Angesicht”, hier wird körperliche Gewalt an Kindern, Kriege und Not anprangert. Dies aber nicht auf eine peinliche Art und Weise, sondern es wird schlichtweg die Wahrheit ausgesprochen. Die seichte Seite des Tracks weicht ab Mitte des Songs der gewohnten Heavyness und wird so zur Powerballade mit Ohrwurmcharakter.

Teufelskreis Logo

Mit “Schein Tod” geben “Teufelskreis” wieder richtig Gas und dass mit einer in Mark und Bein gehenden Energie. Mal wieder sind die Lyrics wirklich gut und bringen alles einfach glaubwürdig rüber. Der Song “Vorbei” beschreibt das Ende einer Beziehung zwischen zwei Menschen. Dieser Song ist eine Heavy Nummer vom feinsten und auch am Text gibt es nichts zu nörgeln. Der Track rockt und ist ein guter Ausstieg aus dem Erstlingswerk der Wiener Combo. Die Bonustracks “Eifersucht” als Radio Edit ist eine etwas gekürzte Fassung des oben genannten Titels und der Dance Remix von “Ein Leben lang” lassen wir mal so stehen und ist sicher eher was für Clubs. “Spuren der Vergangenheit” tritt einfach in den Arsch, auch wenn hier nicht alle Songs den gleichen hohen Standard erreichen, kann man schon von einem mitreissenden Album sprechen, denn spätestens jede zweite Nummer zieht die Aufmerksamkeit wieder auf sich. Manchmal packt einen der Text, manchmal ein Riff. “Teufelskreis” sind 2009 bei weitem weniger eingefahren als bei der nächsten Platte. Klar bedeutet das auch eine weniger ausgeprägte Identität, aber das Markenzeichen der Band ist ja hauptsächlich der Gesang und der drückt seinen Stempel mächtig auf.

“Spuren der Vergangenheit” ist aus meiner Sicht das beste Album der Band. Hier wollte man noch einfach Musik machen, die einen gewissen künstlerischen Anspruch hat und dass ist auch gelungen. Schnörkel hat man sich erspart und auch zu viele Stilexperimente braucht hier niemand zu fürchten. Themen, wie das Hinterfragen des eigenen Schicksals und die Aussichtslosigkeit der Situation, schwingen spürbar durch das gesamte Album. Jeder Song für sich schafft es, das jeweilige Gefühl zu transportieren, doch wirken die Songs trotz der eingehenden Refrains und Texte – oder gerade deswegen, ein wenig zu einheitlich. Mir hätte etwas mehr Abwechslung beim Songaufbau gefallen, obwohl ich zugeben muss, dass durchaus etwas hängen bleibt. “Teufelskreis” liefern mit “Spuren der Vergangenheit” eine solide deutschsprachige Scheibe ab, die sowohl für Metalfans, Deutschrock Fans, Heavy Fans im allgemeinen und auch Fans der Neuen Deutschen Härte zu empfehlen ist. Besonders Freunde von Bands wie “Rammstein”, “Megaherz”, “Oomph!” und in gewisserweise auch “Eisbrecher” werden ihre Freude haben. Die wenigen schwachen Momente sind verzeihlich und selbst traditionelle Metalfans sollten sich die Jungs ruhig mal anhören!

Tracklist:

  1. Zerrissen
  2. Leben
  3. Verloren
  4. Eifersucht
  5. Gefangen
  6. Ein Leben lang
  7. Verlorenes Spiel
  8. Im Angesicht
  9. Schein Tod
  10. Vorbei
  11. Eifersucht (Radio Edit)
  12. Ein Leben lang (Dance Remix)
Album Review: Teufelskreis – Spuren der Vergangenheit
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Originalität7.5
Tempo8
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Gesang8.5
Songtexte8.5
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Dienstag, 24. Februar 2015, 23:11
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Samstag, 21. Februar 2015, 14:09
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Hier das Video zu “Survival” aus dem aktuellen Album “Liberty Island”. Nachfolgend gibts die Lyrics gleich mit dazu…

She’s screaming: Let me out. This place is cursed.
Can’t even imagine how it could be worse.
Beaten up, she’s all black & blue.
The scar, the bruise, she can’t get through.

How do we let this happen?
An eye for an eye has turned the whole world blind.

You’re all fighting for your own survival.
I understand your concern – survival.
But have got your hearts stuck to survival.
Do not let your whole life become survival.

Now everybody is an enemy
that he sees with his bloodshot eyes.
He needs to beat and beat then.
That way he’ll reach the sky.

Man, how did this happen to you?
No matter what they say,
you don’t have to play their game.

I refuse to let my limbs become tools of hatred.
This is not cowardice for I’m not standing defenseless.
Fuck violence, let it be heard.

You know and I know your life is so much more.

Vom kommenden Album “Sketchbook III” hier eine Country-Rock Interpretation des H-Blockx Hits “Little Girl”. Ski-King selbst über den Track: “Little Girl ist der Lieblingssong meiner Frau und eines sehr guten Freundes. Es hat sehr viel Spass gemacht, das Video zu drehen: tolle Leute, schönes Bike, geile Location! Ich hoffe, es macht den Zuschauern genau so viel Spass, den Clip anzuschauen, wie es mir Spass gemacht hat, das Video zu drehen!”

Nach den erfolgreichen Veröffentlichungen der ersten beiden Alben “We Are The Mess” und “Bury Me In Vegas” steht mit “Crystals” das nun 3. Studio Album von Eskimo Callboy kurz vor der Veröffentlichung am 06. März 2015. Vorab gibt es mit dem neuen Video zum Album Titel “Crystals” schon mal was um die Ohren…

Bei Molten Metal Merchandise gab es metallische Grusskarten für die Liebsten. Jede Karte zeigt einen legendären Metal- oder Rock-Musiker und einen an die jeweilige Band angelehnten Spruch. Insgesamt konnte man aus neun Motiven wählen. Jeweils drei Karten waren in einem Set zu etwa 10.50 Euro enthalten, leider sind die Teile vergriffen…

http://www.moltenmetalmerch.com/collections/limited-editions/products/heavy-metal-heroes-valentines-day-cards

Hier das offizielle Lyric Video zum Song “Lost Tribes” der Band Melechesh mit Max Cavalera (Soulfly). Der Song stammt vom kommenden Album “Enki”. Der Nachfolger des 2010er Meisterwerks “The Epigenesis” stellt das bereits sechste Album der Band dar und wartet mit Gastauftritten von Ikonen wie Max Cavalera (Soulfly, Cavalera Conspiracy, Killer Be Killed), Sakis Tolis (Rotting Christ) und Rob Caggiano (Volbeat, ex-Anthrax) auf. Die Veröffentlichung von “Enki” ist für den 27. Februar geplant…

Die britischen Rockveteranen UFO kommen diese Tage mit ihrem 22. Studioalbum um die Ecke. Eine der britischsten Rockbands der Musikgeschichte hat erstmals seit über 20 Jahren wieder ein Studioalbum in ihrer Heimat England aufgenommen. Das Werk heisst “A Conspiracy Of Stars” und um eins gleich vorweg zu nehmen: Grosse Überraschungen enthält das Teil nicht. Die Band atmet textlich und stilistisch exakt jene englische Souveränität, für die diese Band seit mehr als 45 Jahren bekannt ist. Ein starkes Stück Musik, das sich über elf neue Songs erstreckt und all das in sich vereint, wofür die Gruppe um Frontmann Phil Mogg steht: kernige Riffs, markante Hooks, abwechslungsreiches Songwriting, intelligente Texte und eine generell abgeklärte Grundhaltung, wie man sie seit je her von UFO kennt.

UFO - A Conspiracy Of Stars

Sie haben sich noch mal aufgerafft, mit dem 22. Studioalbum Namens “A Conspiracy Of Stars” setzen die britischen Rocker UFO ihrer schon fast unglaublichen Liste an produzierten Alben noch eines drauf und wie schon auf den Vorgängerscheiben wird mit dem Album grundsolider Classic Rock im modernen Soundkleid geliefert. Mit dem Longplayer stellen UFO erstmals auch ihre aktuelle Besetzung vor: Neben den Originalmitgliedern Phil Mogg (Gesang), Paul Raymond (Keyboards, Gitarre) und Andy Parker (Schlagzeug) sowie dem bereits seit 2004 fest zur Gruppe zählenden Leadgitarristen Vinnie Moore gehört seit 2012 auch der amerikanische Bassist Rob De Luca zur Band. De Luca ist nicht nur ein glänzender Instrumentalist, sondern hat auch als Songschreiber gleich zwei Stücke zum neuen Album beigesteuert. Der Grossteil des neuen Materials stammt von Vinnie Moore, zudem gibt es auch einen Song von Paul Raymond sowie eine Kooperation zwischen Raymond und De Luca. Sämtliche Texte wurden wie immer von Frontmann Phil Mogg verfasst.

UFO - Band

Die Tatsache, dass “A Conspiracy Of Stars” von Chris Tsangarides (Judas Priest, Thin Lizzy, Gary Moore, u.a.) produziert und gemischt wurde, kann man zudem als weiteres entscheidendes Mosaikteilchen einer in sich stimmigen Veröffentlichung betrachten. Das alles reicht kreativ allerdings nicht an die Klassiker aus den Zeiten mit Michael Schenker heran. Sound und handwerkliches Können der Beteiligten sind aber über jeden Zweifel erhaben und die Band bietet auf der Platte einige echte Knaller wie den Opener “The Killing Kind” oder den originellen Quasi-Reggae “The Real Deal”. In der Breite fehlen den Kompositionen allerdings ein wenig die Höhepunkte, ohne dass es echte Ausfälle gäbe. 50 Minuten darf man der Rock/Hard Rock-Show von UFO beiwohnen und die Scheibe zeigt, wie man Vergangenheit und Gegenwart zu einer homogenen Einheit verschmilzt.

UFO pressen nach mehr als 45 Jahren Erfahrung sehr homogene und massive Arrangements auf den Rohling. Die Melodien sind eingehend und setzen sich sofort fest und die Riffs sind kernig und die Drums knackig. Auch diesmal wieder beweist Mogg seine Fähigkeiten als präziser Beobachter der menschlichen Spezies. Der Brite ist trotz seiner Ausnahmestellung im internationalen Rock’n’Roll-Business ein Mann des Volkes geblieben. Mogg sympathisiert mit der Arbeiterschicht Englands, hier sind seine Wurzeln, zu diesen Menschen fühlt sich der UFO-Sänger nach wie vor hingezogen. Man hört diese Herkunft in seinen Songs, seinen Texten, die bei allem Wortwitz und bewusster Doppeldeutigkeit stets seine unbedingte Bodenhaftung aufzeigen.

UFO - Band

Seit 1969 mischen die Herren nun schon mit im Geschäft und Tsangarides war bereits als 14jähriger Praktikant mit im Studio, als UFO 1970 in England ihr Debütalbum UFO 1 produzierten. Ihr neuestes Werk ist ein Output sondergleichen. “A Conspiracy Of Stars” verfügt über ein sehr abwechslungsreiches Songwriting und somit kommt nie Langeweile auf. Geschickt verbauen sie das eine oder andere Solo und machen die komplette Platte sehr rund und mehr als hörbar. Elf Tracks voller Hörgenuss und insgesamt gewinnen Mogg & Co das Kräftemessen mit den gesammelten Ex-Bandkollegen “House of X” – vorher bekannt als X-UFO – die eine stilistisch ähnliche Scheibe am Start haben. “A Conspiracy Of Stars” ist ein grossartiges Album geworden, die Tour zum Album für das Frühjahr 2015 ist bereits fest gebucht und UFO sind bestens gewappnet, das mittlerweile 22. Kapitel ihrer Laufbahn aufzuschlagen. Respekt!

Tracklist:

  1. The Killing Kind
  2. Run Boy Run
  3. Ballad Of The Left Hand Gun
  4. Sugar Cane
  5. Devils In The Detail
  6. Precious Cargo
  7. The Real Deal
  8. One And Only
  9. Messiah Of Love
  10. Rolling Rolling
  11. King Of The Hill (Bonus Track)
Album Review: UFO - A Conspiracy Of Stars
9 Total
9.9 Besucherwertung (3 votes)
Originalität8.5
Tempo7.5
Musikalische Fähigkeiten10
Gesang9.5
Songtexte9.5
Substanz9
Produktion9.4
Langlebigkeit8.5
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Sonntag, 15. Februar 2015, 20:08
Originalität10
Tempo10
Musikalische Fähigkeiten10
Gesang10
Songtexte10
Substanz10
Produktion10
Langlebigkeit10
0
1
Sonntag, 15. Februar 2015, 20:04
Originalität8.5
Tempo10
Musikalische Fähigkeiten10
Gesang10
Songtexte10
Substanz10
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Langlebigkeit10
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Samstag, 14. Februar 2015, 0:19
Originalität10
Tempo10
Musikalische Fähigkeiten10
Gesang10
Songtexte10
Substanz10
Produktion10
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