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Das zweite Album einer Band ist oft eine Herausforderung, da die Fans hohe Erwartungen stellen und man als Künstler gerne mal vor der Entscheidung steht: Gefallen wollen oder überraschen? In Zeiten zunehmender digitaler Anonymität und vermeintlich keimfreier Perfektion hat das Hannoveraner/Stuttgarter Rock’n’Roll-Trio Nitrogods einen zwar mühsameren, aber auf lange Sicht künstlerisch befriedigenderen Weg gewählt. Ihre Songs erfüllen keine Kriterien von absoluter Klangreinheit, spielerischer Unversehrtheit oder klinischer Sterilität. Ganz im Gegenteil: Bewusst wurde ihr zweites Studioalbum “Rats And Rumours” in einem Tonstudio mit analoger Technik aufgenommen, in dem Phänomene wie Spulenwechseln und regelmässiges Tonkopfsäuberungen zum Tagesgeschäft gehören. Keine Frage: Aufnahmeprocedere und Bandphilosophie auf “Rats And Rumours” passen perfekt zu den Nitrogods. Und das Album schiesst sowas von dermassen durch die Decke, dass es eine wahre Freude ist!

Nitrogods – Rats and Rumours

Mit dem Debutalbum “Nitrogods” brachten die drei Musiker bereits etwas auf den Markt, was zwar nicht einmalig ist, jedoch kaum einzuholen. Um mit der zweiten Scheibe mithalten zu können, mussten sich die Nitrogods also kräftig ins Zeug legen. Gitarrist Henny Wolter dazu: “Wir sind überzeugte Vintage-Freaks und haben wirklich jede Sekunde genossen, auf einer altehrwürdigen 24-Spur-Bandmaschine aufzunehmen. Natürlich ist eine solche Produktion weitaus aufwändiger und mühsamer, denn man kann nicht einfach ganze Passagen per Copy&Paste-Funktion hin und her schieben, sondern muss seine Songs auch wirklich komplett draufhaben. Wenn man sich mal verspielt hat, fängt man halt jedes Mal wieder ganz von vorne an. Aber genau das ist ja auch die spannende Herausforderung einer solchen Produktion, bei der man am Ende mit einem echten Rock’n’Roll Sound belohnt wird.”

Nitrogods – Band

Mehr als ein Dutzend neue Songs hat die Band von Henny Wolter, Sänger/Bassist Oimel Larcher und Schlagzeuger Klaus Sperling aufgenommen, einige davon kennen die Fans der Band bereits aus den Konzerten. Wolter erklärt uns dazu: “Direkt nach der Veröffentlichung unseres Debütalbums vor zweieinhalb Jahren haben wir sofort wieder angefangen, neue Songs zu schreiben. Deshalb konnten wir Stücke wie ‘Back Home’, ‘Nitrogods’ oder ‘Whiskey Supernova’ auch bereits in unseren Shows vor Publikum auf Herz und Nieren prüfen.” Insgesamt findet man auf dem neuen Album 13 Stücke, mit denen die stilistischen Direktiven des Erstwerks fortgesetzt werden, die dabei aber gleichzeitig variantenreicher und hörbar vielschichtiger ausgefallen sind. Auch anno 2014 sind die Vorbilder der Nitrogods bei weitem nicht ausschliesslich im Hard&Heavy-Bereich zu finden, sondern erstrecken sich über die gesamte Szenerie der Rockmusik. “Wir lieben alles von Status Quo über Motörhead, Stray Cats, Clash bis zu AC/DC”, gibt Wolter zu, “und aus genau dieser Mischung setzen sich auch unsere Songs zusammen. Uns ist klar, dass wir damit das Rad nicht neu erfinden werden, aber immerhin bereifen wir es ordentlich.”

“Rats And Rumours” beginnt mit einer typischen Nitrogods-Nummer und ist eine Verneigung vor Motörhead der frühen 80er. Hell yeah, sowas gefällt! “Irish Honey” erinnert entfernt an “London Calling” von The Clash, denn da wird äusserst gelungen auf Nitrogods-Art dem Rockabilly gehuldigt. Der Song “Automobile” lotet die Schnittmenge zwischen Metal und Rockabilly noch offenkundiger aus und auch der Track “Nitrogods” wird von rauem Rock’n’Rockabilly-Feeling diktiert. Hier lebt Henny im Gesang sein Leidenschaft zum Sleeze aus und ahmt mit dieser Spielart die Motorgeräusche eines, na sagen wir mal V8, nach, der hochtourig auf der Strasse beschleunigt. “Nothing But Trouble” ist ebenfalls eine typische Henny Wolter-Nummer, hört man ihn doch abermals singen und der Stil ist schön dreckig und angepisst, aber ohne die whiskygeschwängerte Schwärze von Oimels Stimme.

Nitrogods

Die Nummer “Ramblin` Broke” bezeichnet Wolter als Blues-Ausreisser: “Das Stück hat im Grunde genommen mit Heavy Metal nichts zu tun, sondern hätte in dieser Form auch von John Fogerty oder Creedence Clearwater Revival stammen können.” Der Song erinnert entfernt an Tito & Tarantula und deren Auftritt im Kultmovie “From Dusk Till Dawn”. Kurz und schmerzlos fällt der Song “Dirty Old Man” aus und mit “Damn Right (The Call It Rock’n Roll)” und “Back Home” nimmt dann die Geschwindigkeit wieder kräftig Fahrt auf. Eine grossartige Biker-Nummer ist “BMW”, der so nur von einem echten Biker, so wie Oimel einer ist, stammen kann. Der Sound des Albums klingt wunderbar und man hat das Gefühl die Musiker vor sich spielen zu sehen. Beim CD-Cover hat man sich am Stil der ersten Scheibe orientiert. So darf der Schädel wieder mit Helm und Helmbrille die Front des Albums zieren.

Nitrogods – Band

Die Nitrogods zeigen allen Skeptikern des ersten Albums ihre sechs Mittelfinger und gehen den eingeschlagenen Weg konsequent weiter. Mit “Rats And Rumours” beweist die Band stilistische Bandbreite, die Songs haben Ohrwurmcharakter und man merkt den ‘Gods den Spass an, die Stilelemente anderer Richtungen mit einzuflechten und ihren eigenen unverwechselbaren Stil daran wachsen zu lassen. Allgemein ist “Rats And Rumours” etwas abwechslungsreicher als die 2012 erschienene CD. So ist zum Beispiel der Stil und die Stimme bei “Nothing But Trouble” eher beim 70th Hard Rock angelehnt, als beim sonstigen eher Rock’n’Roll lastigen Rest. Thematisch bedient man sich sämtlichen Klischees, wo “Irish Honey” und “Whiskey Supernova” eine Hommage an das “Wasser des Lebens” ist, geht es bei anderen Songs um Autos, Ehre und jede Menge Nitro! Nitrogods klingen richtig schön rotzig und wer die Debütplatte mochte oder mal wieder schön dreckigen Hard Rock mit Rock’N’Roll-Allüren hören möchte, der wird hier seinen Spass haben. “Rats And Rumours” ist die perfekte Scheibe für die Autofahrt und einen netten Abend mit Kollegen. Wer also was sucht das wirklich derbe rockt kann hier getrost zuschlagen.

Tracklist:

  1. Rats & Rumours
  2. Got Pride
  3. Irish Honey
  4. Automobile
  5. Damn Right (They Call It Rock’n Roll)
  6. Nothing But Trouble
  7. Back Home
  8. Dirty Old Man
  9. Ramblin’ Broke
  10. BMW
  11. Lite Bite
  12. Nitrogods
  13. Whiskey Supernova
  14. Black Car Driving Man (Live) (Bonus Track)
  15. Whiskey Wonderland (Acoustic) (Bonus Track)
Das zweite Album einer Band ist oft eine Herausforderung, da die Fans hohe Erwartungen stellen und man als Künstler gerne mal vor der Entscheidung steht: Gefallen wollen oder überraschen? In Zeiten zunehmender digitaler Anonymität und vermeintlich keimfreier Perfektion hat das Hannoveraner/Stuttgarter Rock'n'Roll-Trio Nitrogods einen zwar mühsameren, aber auf lange Sicht künstlerisch befriedigenderen Weg gewählt. Ihre Songs erfüllen keine Kriterien von absoluter Klangreinheit, spielerischer Unversehrtheit oder klinischer Sterilität. Ganz im Gegenteil: Bewusst wurde ihr zweites Studioalbum "Rats And Rumours" in einem Tonstudio mit analoger Technik aufgenommen, in dem Phänomene wie Spulenwechseln und regelmässiges Tonkopfsäuberungen zum Tagesgeschäft gehören. Keine Frage: Aufnahmeprocedere und Bandphilosophie auf "Rats And Rumours" passen perfekt zu den Nitrogods. Und das Album schiesst sowas von dermassen durch die Decke, dass es eine wahre Freude ist! Mit dem Debutalbum "Nitrogods" brachten die drei Musiker bereits etwas auf den Markt, was zwar nicht einmalig ist, jedoch kaum einzuholen. Um mit der zweiten Scheibe mithalten zu können, mussten sich die Nitrogods also kräftig ins Zeug legen. Gitarrist Henny Wolter dazu: "Wir sind überzeugte Vintage-Freaks und haben wirklich jede Sekunde genossen, auf einer altehrwürdigen 24-Spur-Bandmaschine aufzunehmen. Natürlich ist eine solche Produktion weitaus aufwändiger und mühsamer, denn man kann nicht einfach ganze Passagen per Copy&Paste-Funktion hin und her schieben, sondern muss seine Songs auch wirklich komplett draufhaben. Wenn man sich mal verspielt hat, fängt man halt jedes Mal wieder ganz von vorne an. Aber genau das ist ja auch die spannende Herausforderung einer solchen Produktion, bei der man am Ende mit einem echten Rock'n'Roll Sound belohnt wird." Mehr als ein Dutzend neue Songs hat die Band von Henny Wolter, Sänger/Bassist Oimel Larcher und Schlagzeuger Klaus Sperling aufgenommen, einige davon kennen die Fans der Band bereits aus den Konzerten. Wolter erklärt uns dazu: "Direkt nach der Veröffentlichung unseres Debütalbums vor zweieinhalb Jahren haben wir sofort wieder angefangen, neue Songs zu schreiben. Deshalb konnten wir Stücke wie 'Back Home', 'Nitrogods' oder 'Whiskey Supernova' auch bereits in unseren Shows vor Publikum auf Herz und Nieren prüfen." Insgesamt findet man auf dem neuen Album 13 Stücke, mit denen die stilistischen Direktiven des Erstwerks fortgesetzt werden, die dabei aber gleichzeitig variantenreicher und hörbar vielschichtiger ausgefallen sind. Auch anno 2014 sind die Vorbilder der Nitrogods bei weitem nicht ausschliesslich im Hard&Heavy-Bereich zu finden, sondern erstrecken sich über die gesamte Szenerie der Rockmusik. "Wir lieben alles von Status Quo über Motörhead, Stray Cats, Clash bis zu AC/DC", gibt Wolter zu, "und aus genau dieser Mischung setzen sich auch unsere Songs zusammen. Uns ist klar, dass wir damit das Rad nicht neu erfinden werden, aber immerhin bereifen wir es ordentlich." [youtube id="TgZnd2CJOz0" align="center"] "Rats And Rumours" beginnt mit einer typischen Nitrogods-Nummer und ist eine Verneigung vor Motörhead der frühen 80er. Hell yeah, sowas gefällt! "Irish Honey" erinnert entfernt an "London Calling" von The Clash, denn da wird äusserst gelungen auf Nitrogods-Art dem Rockabilly gehuldigt. Der Song "Automobile" lotet die Schnittmenge zwischen Metal und Rockabilly noch offenkundiger aus und auch der Track "Nitrogods" wird von rauem Rock'n'Rockabilly-Feeling diktiert. Hier lebt Henny im Gesang…

Nitrogods – Rats and Rumours

Originalität - 90%
Tempo - 100%
Musikalische Fähigkeiten - 95%
Gesang - 95%
Songtexte - 90%
Substanz - 90%
Produktion - 100%
Langlebigkeit - 90%
Zusammenfassung

Die Nitrogods zeigen allen Skeptikern des ersten Albums ihre sechs Mittelfinger und gehen den eingeschlagenen Weg konsequent weiter. Mit "Rats And Rumours" beweist die Band stilistische Bandbreite, die Songs haben Ohrwurmcharakter und man merkt den 'Gods den Spass an, die Stilelemente anderer Richtungen mit einzuflechten und ihren eigenen unverwechselbaren Stil daran wachsen zu lassen. Thematisch bedient man sich sämtlichen Klischees, wo "Irish Honey" und "Whiskey Supernova" eine Hommage an das "Wasser des Lebens" ist, geht es bei anderen Songs um Autos, Ehre und jede Menge Nitro! Nitrogods klingen richtig schön rotzig und wer die Debütplatte mochte oder mal wieder schön dreckigen Hard Rock mit Rock'n'Roll-Allüren hören möchte, der wird hier seinen Spass haben. "Rats And Rumours" ist die perfekte Scheibe für die Autofahrt und einen netten Abend mit Kollegen. Wer also was sucht das wirklich derbe rockt kann hier getrost zuschlagen.

Beurteilung 94%
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Die Bandgeschichte von “Riot” beinhaltet zahlreiche musikalische Meisterleistungen, aber auch mindestens ebenso viele Rückschläge und Tragödien. Es würde den Rahmen sprengen, hier die Details zu berichten, doch wer die Band kennt, wird wissen, dass Anfang 2012 Bandgründer Mark Reale verstarb. Nach dem Tod von Mark machte die 1975 gegründete New Yorker Band unter “Riot V” weiter, denn Mark habe vor seinem Tod den Willen geäussert, dass es nach ihm mit der Band weitergehen solle. So zeigten Bassist Don Van Stavern und Gitarrist Mike Flyntz einmal mehr Durchhaltevermögen und leidenschaftliche Hingabe zur Musik. Sie versammelten alte und neue Bekannte unter dem Banner “Riot V” und präsentieren mit “Unleash The Fire” nun ein Debüt, das paradoxerweise zwangsläufig mit seinen Vorgängern verglichen werden wird. Ganz im Sinne des Albumtitels muss man “Unleash The Fire” nicht unbedingt durch die Retro-Brille betrachten, denn die Band hat immer noch das Potenzial, so ziemlich alle Hörerschichten zwischen “Helloween”, “Iron Maiden”, “Judas Priest” und “Thin Lizzy” nicht nur anzusprechen, sondern zu begeistern.

Riot V - Unleash The Fire

Der Nachfolger des 2011er Comeback-Albums “Immortal Soul” bietet Power Metal in Perfektion, Musik in bester Riot-Tradition und das Material darauf überzeugt ziemlich, denn “Unleash The Fire” ist voll von Riot Trades. Die Scheibe wird all jene Fans begeistern, die vor allem auf die Thundersteel-Ära der Riot-Karriere stehen, denn die meisten Songs stammen von Don Van Stavern, Mark Reales langjährigen Kreativpartner und einflussreichen Komponisten, der seinen Stempel bereits “Thundersteel” und “The Privilege Of Power” aufgedrückt hatte. Unterstützt wurde Don Van Stavern von Songschreiber Mike Flyntz, seinem langjährigen Riot-Bandkollegen, der mehr als 20 Jahre lang Reales Gitarrenpartner war. Zusammen haben sie Songs produziert, die mit grossem Stolz als Riot-Album veröffentlicht werden und die auch Reale garantiert geliebt hätte. In all den Jahren hat die Truppe immer wieder grandiose Alben aufgenommen, angesichts der Songs ihrer neuesten Scheibe kann man daher nur zu einem Schluss kommen: Weitere erfolgreiche Jahre liegen vor dieser Band!

Riot V - Band

Stilistisch war die Band schon immer schwer einzuordnen, spielte sie doch Speed Metal (“Warrior”), bevor es diesen überhaupt gab, ehe es mal bluesig (“Restless Breed”), mal metallisch (“Thundersteel”), mal bluesig-metallisch (die Alben mit Mike DiMeo am Gesang) zuging. Das neue Album deckt fast die gesamte Spannweite ab. Der Gesang von Todd Michael Hall und die trockene Produktion wecken Erinnerungen an “Thundersteel”, während einige Stücke sich nicht nur in Sachen Songtitel an den hardrockigeren Frühwerken orientieren (“Return Of The Outlaw” und “Take Me Back”). “Unleash The Fire” klingt ganz klar nach Riot, Shouter Todd Michael Hall klingt nun wieder mehr wie sich selbst, ohne auf die Stimmfarben seiner vier Vorgänger bei Riot Rücksicht nehmen zu wollen oder gar zu müssen. Mit dem Bonustrack einer Liveaufnahme von “Thundersteel” kommt “Unleash The Fire” mit dreizehn Tracks auf eine volle Stunde hochwertigen Materials, dass das hohe Niveau eisern hält.

Die Gitarrenabteilung Mike Flyntz und sein Schüler Nick Lee waren quasi beide bei Mark Reale in der Lehre, Lee allerdings durch Flyntz. Das ist auch der Grund warum hier nichts, aber auch wirklich gar nichts anbrennt. Natürlich gibt es genügend melodische Hymnen wie “Metal Warriors” und “Land Of The Rising Sun”, die auch Altfans zum Kauf animieren sollten und auch das Titelbild reiht sich nahtlos in die Riot-Diskographie ein. Zwei ruhigere Stücke zollen Mark Reale direkt Tribut (“Immortal”, “Until We Meet Again”) und die starke Judas Priest-Schlagseite von “Bring The Hammer Down” und dem Titeltrack irritieren zu Anfang. Die Texte bestehen aus metallischen Standardvokabular und sind keine Meisterleistung. Von einem Trinkspiel, bei dem man für jedes gesungene “shine on” einen Schnaps trinkt, muss ich auf alle Fälle abraten. Wie schon bei “Immortal Soul” hätten es vielleicht zwei, drei Stücke weniger sein können, um ein schlüssigeres Album zu haben.

Riot V - Logo

Insgesamt ist “Unleash The Fire” ein überdurchschnittliches Album, für alte Riot-Fans bleibt die Nostalgie jedoch ein zweischneidiges Schwert. Man freut sich, dass der Outlaw zurück ist und die zweistimmigen Gitarren-Leads funkeln. Man hat aber auch das Gefühl, dass hier noch mehr geht. So kann man nur hoffen, dass wir in Zukunft noch viel von “Riot V” zu hören bekommen werden, auch wenn alte Fans der Band noch etwas Zeit brauchen. Nach den vielen tragischen Ereignissen aber auch grossen internationalen Erfolgen gehören zur aktuellen Besetzung der Band der Sänger Todd Michael Hall (Burning Starr, Reverence), Frank Gilchriest (Virgin Steele, Riot’s Army of One) und der frühere Gitarrenschüler von Mike Flyntz, Shredder-König Nick Lee und diese halten stolz die Riot-Flagge hoch, in Gedenken an die verstorbenen Bandmitglieder und als riesigen Dank an die vielen Fans, die der Gruppe seit Jahren die Treue gehalten haben. “Riot V” sind passionierte Metal-Soldaten, die unablässig weiter marschieren und einen gerechten Kampf kämpfen, um ihren Fans jene Musik zu bringen, die man sich von der Band erhofft hat. Mark, Guy und Rhett lächeln aus dem Rock’n’Roll-Himmel auf die Erde und erkennen, dass das Riot-Erbe bis in alle Ewigkeit leuchten wird!

Tracklist:

  1. Ride Hard Live Free
  2. Metal Warrior
  3. Fall from the Sky
  4. Bring the Hammer Down
  5. Unleash the Fire
  6. Land of the Rising Sun
  7. Kill to Survive
  8. Return of the Outlaw
  9. Immortal
  10. Take Me Back
  11. Fight Fight Fight
  12. Until We Meet Again
  13. Thundersteel (live) – Bonus Track
Die Bandgeschichte von "Riot" beinhaltet zahlreiche musikalische Meisterleistungen, aber auch mindestens ebenso viele Rückschläge und Tragödien. Es würde den Rahmen sprengen, hier die Details zu berichten, doch wer die Band kennt, wird wissen, dass Anfang 2012 Bandgründer Mark Reale verstarb. Nach dem Tod von Mark machte die 1975 gegründete New Yorker Band unter "Riot V" weiter, denn Mark habe vor seinem Tod den Willen geäussert, dass es nach ihm mit der Band weitergehen solle. So zeigten Bassist Don Van Stavern und Gitarrist Mike Flyntz einmal mehr Durchhaltevermögen und leidenschaftliche Hingabe zur Musik. Sie versammelten alte und neue Bekannte unter dem Banner "Riot V" und präsentieren mit "Unleash The Fire" nun ein Debüt, das paradoxerweise zwangsläufig mit seinen Vorgängern verglichen werden wird. Ganz im Sinne des Albumtitels muss man "Unleash The Fire" nicht unbedingt durch die Retro-Brille betrachten, denn die Band hat immer noch das Potenzial, so ziemlich alle Hörerschichten zwischen "Helloween", "Iron Maiden", "Judas Priest" und "Thin Lizzy" nicht nur anzusprechen, sondern zu begeistern. Der Nachfolger des 2011er Comeback-Albums "Immortal Soul" bietet Power Metal in Perfektion, Musik in bester Riot-Tradition und das Material darauf überzeugt ziemlich, denn "Unleash The Fire" ist voll von Riot Trades. Die Scheibe wird all jene Fans begeistern, die vor allem auf die Thundersteel-Ära der Riot-Karriere stehen, denn die meisten Songs stammen von Don Van Stavern, Mark Reales langjährigen Kreativpartner und einflussreichen Komponisten, der seinen Stempel bereits "Thundersteel" und "The Privilege Of Power" aufgedrückt hatte. Unterstützt wurde Don Van Stavern von Songschreiber Mike Flyntz, seinem langjährigen Riot-Bandkollegen, der mehr als 20 Jahre lang Reales Gitarrenpartner war. Zusammen haben sie Songs produziert, die mit grossem Stolz als Riot-Album veröffentlicht werden und die auch Reale garantiert geliebt hätte. In all den Jahren hat die Truppe immer wieder grandiose Alben aufgenommen, angesichts der Songs ihrer neuesten Scheibe kann man daher nur zu einem Schluss kommen: Weitere erfolgreiche Jahre liegen vor dieser Band! Stilistisch war die Band schon immer schwer einzuordnen, spielte sie doch Speed Metal ("Warrior"), bevor es diesen überhaupt gab, ehe es mal bluesig ("Restless Breed"), mal metallisch ("Thundersteel"), mal bluesig-metallisch (die Alben mit Mike DiMeo am Gesang) zuging. Das neue Album deckt fast die gesamte Spannweite ab. Der Gesang von Todd Michael Hall und die trockene Produktion wecken Erinnerungen an "Thundersteel", während einige Stücke sich nicht nur in Sachen Songtitel an den hardrockigeren Frühwerken orientieren ("Return Of The Outlaw" und "Take Me Back"). "Unleash The Fire" klingt ganz klar nach Riot, Shouter Todd Michael Hall klingt nun wieder mehr wie sich selbst, ohne auf die Stimmfarben seiner vier Vorgänger bei Riot Rücksicht nehmen zu wollen oder gar zu müssen. Mit dem Bonustrack einer Liveaufnahme von "Thundersteel" kommt "Unleash The Fire" mit dreizehn Tracks auf eine volle Stunde hochwertigen Materials, dass das hohe Niveau eisern hält. [youtube id="VDM-6haRWew" align="center"] Die Gitarrenabteilung Mike Flyntz und sein Schüler Nick Lee waren quasi beide bei Mark Reale in der Lehre, Lee allerdings durch Flyntz. Das ist auch der Grund warum hier nichts, aber auch wirklich gar nichts anbrennt. Natürlich gibt es…

Riot V - Unleash The Fire

Originalität - 75%
Tempo - 90%
Musikalische Fähigkeiten - 90%
Gesang - 75%
Songtexte - 70%
Substanz - 80%
Produktion - 85%
Langlebigkeit - 75%
Zusammenfassung

Insgesamt ist "Unleash The Fire" ein überdurchschnittliches Album, für alte Riot-Fans bleibt die Nostalgie jedoch ein zweischneidiges Schwert. Man freut sich, dass der Outlaw zurück ist und die zweistimmigen Gitarren-Leads funkeln. Man hat aber auch das Gefühl, dass hier noch mehr geht. So kann man nur hoffen, dass wir in Zukunft noch viel von "Riot V" zu hören bekommen werden, auch wenn alte Fans der Band noch etwas Zeit brauchen. Nach den vielen tragischen Ereignissen aber auch grossen internationalen Erfolgen hält die Band stolz die Riot-Flagge hoch, in Gedenken an die verstorbenen Bandmitglieder und als riesigen Dank an die vielen Fans, die der Gruppe seit Jahren die Treue gehalten haben. "Riot V" sind passionierte Metal-Soldaten, die unablässig weiter marschieren und einen gerechten Kampf kämpfen, um ihren Fans jene Musik zu bringen, die man sich von der Band erhofft hat. Mark, Guy und Rhett lächeln aus dem Rock'n'Roll-Himmel auf die Erde und erkennen, dass das Riot-Erbe bis in alle Ewigkeit leuchten wird!

Beurteilung 80%
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3.6
80
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Das holländischen Hard Rock Trio Vanderbuyst haben zum Titeltrack ihres neuen Albums “At The Crack Of Dawn” ein Video gedreht. Die Band kommentiert:

When you work with a real artist like Jérome Siegelaer, you get the best result when you surrender to his creative mind. For this video he took us to his natural habitat, that is heathlands and forests, for a mini adventure. It was a very easy to lose yourself in this breathtaking environment. The highlight at the crack of dawn, with the rising of the sun, was a true spiritual experience.

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“Sick of it All” haben mit “Get Bronx” einen neuen Song gelauncht, den es hier zusammen mit einem statischen Clip zu hören und sehen gibt…

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Die amerikanische Death Metal Legende “Obituary” veröffentlicht am 28. Oktober ihr neues Album “Inked In Blood”, welches durch ein Crowdfunding-Projekt realisiert wurde. Hier der neue Song “Violence”…

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Vor ein paar Monaten waren Trivium mit Volbeat auf Tour und wurden von den Jungs auf die Bühne eingealden, um mit ihnen “Evelyn” zu spielen. Ich selbst bin ja kein Fan von Volbeat, aber die beiden Bands zusammen klingen grossartig… Überzeugt euch selbst!

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Hier die Metal-Coverversion der düsteren Falco-Hymne “Out Of The Dark” von Axel “Hardbox” Goldmann von “Placenta” und Paul Bartzsch von “We Butter The Bread With Butter”. Die beiden haben sich, aufgrund ihrer grossen Liebe zu Falco, zusammengetan und eine düstere Metal-Coverversion von “Out Of The Dark” inklusive Video aufgenommen.

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Freunde, endlich erfahren wir, wo die Socken hingehen, nach dem sie am Waschtag verschwunden sind! Wie jedes anständige Kleidungsstück hören Socken Slayer und so haben die ausgebüxten Fusskleider die ultimative Slayer-Cover-Band “Stayner” gegründet. In folgendem Clip performen sie für uns “Raining Bleach”, den Albtraum jeder Socke, die wirklich frei ist und mit dem Standard der schlichten weissen Socken bricht. Und so singen sie:

Raining bleach / It’s not a colorfast dye / Bleeding all the color / Creating my mixture, bow as I stain / Raining bleach!

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Die schwedische Death Metal Legende “Entombed A.D.” haben ein brandneues Video zum Song “Kill To Live” vom aktuellen Album “Back To The Front” am Start…