Mit “Cycle Beating” begibt sich eine weitere junge Formation auf das aktuell recht angesagte Schlachtfeld moderner Death-/Thrash-Kapellen. Das deutsche Metal-Quartett lässt mit “The The Age Of Depression” ihren durchweg brutalen und gleichzeitigen groovigen Thrash’n’Death-Erstling auf die Metalgemeinde los. “I Hate Myself” sind die letzten Worte des zackigen Titelsongs und diese Aussage ist wegweisend für die Stimmung, die “Cycle Beating” sehr erfolgreich transportieren. Herbe Enttäuschung und triste Atmosphäre überschatten das komplette Album. Was man da zu hören bekommt, reisst von Beginn an mit und lässt einem die vollen knapp 40 Minuten Spielzeit nicht mehr los.

Cycle Beating - The Age Of Depression

Diese junge Truppe kommt aus dem schönen Schwarzwald und hat sich dem Thrash Metal verschrieben, wobei man sich dankenswerterweise der heftigen und rohen Seite dieses Genres zugetan fühlt. “Cycle Beating” haben sich 2012 gegründet, um eine Mischung aus Thrash, Groove Metal und Hardcore zu spielen und veröffentlichen schon zwei Jahre nach ihrer Gründung in Eigenregie ihr erstes Album namens “The Age Of Depression”. Kann man gerne in Eigenregie machen, wenn man etwas von der Materie versteht. Und die vier Jungs aus Lehr tun das offensichtlich, denn nicht nur sehen CD und Booklet sehr professionell aus, sondern auch an der Produktion gibt es wenig zu meckern. Da steckt ordentlich Power dahinter, auch wenn man darüber streiten könnte, ob die Vocals und die Gitarren noch einen Zacken stärker in den Vordergrund gemischt werden sollten. Wie auch immer, musikalisch machen “Cycle Beating” keine Gefangenen und schnetzeln sich gnadenlos durch ihre zehn Songs. Neues gibt es wenig zu hören, dafür eine recht interessante Mischung aus “Pantera”, “Ektomorf” und “Sick of it All”.

Cycle Beating Band

“Cycle Beating” legen auch sehr viel Wert auf melodiöse Momente, man höre sich zum Beispiel “Burning Down The Bridge” oder auch “254” an. Diese eher sanfteren Passagen sind willkommene Pausen und verleihen der Musik zusätzliche Tiefe. Auf “The Age Of Depression” wird mit einem bedrohlichen Streicher-Dark-Metal-Intro von anderthalb Minuten Länge inklusive Intro-Monolog und Soundeffekten gekonnt Atmosphäre aufgebaut und mit den Worten “This will be my last day…” zum Titeltrack in ein headbangtaugliches, melodisches Thrash-Riff übergeleitet. Die Thrash-Heimat ist genauso wenig zu leugnen wie der Einschlag zum (Melodic) Death, das alles garniert mit dezentem, Core-esken Finish. “Cycle Beating” haben einen Hang zur klassischen Melodiebildung, die sich durch viele der Gitarrenlines zieht. Die klassische Melodieführung wird auf metallischer Seite durch fies stampfende Thrash-Riffs ergänzt, die sich auch mal für einen Breakdown-Part nicht zu schade sind. Die Mischung stimmt, gerade die Saitenfront gibt vielen der neun Songs richtigen Ohrwurmcharakter.

Die schnellen Drumparts wirken gerade beim Titelsong fast schon behäbig und damit umso bedrohlicher. Schnelle 32stel, Doublebass, Blasts, Breakdowns, da sitzt jeder Schlag. Niklas Maier Beckenarbeit ist exzellent und die öfters zu hörenden ganz hohen Splashes sind eine Ohrenweide. Dagegen nimmt sich der Gesang schon fast langweilig aus. Growler Robert Wagner wagt sich die ganze Platte über nicht aus der einzigen Growling-Stimmlage heraus. Dies kann auch ein Stilmittel sein, jedenfalls verleihen die schmutzigen Vocals von Robert dem Sound einen angenehmen Old School-Touch. Der Refrain des Titelsongs, “This is the age of depression”, entfaltet aber gerade deswegen auch eine fast hypnotische Wirkung und bleibt noch lange im grauen Denkpudding hängen. Düster und melancholisch bleibt die Grundstimmung trotz der harmonischen Gitarren die ganze Zeit über, ohne in die Monotonie abzugleiten, dazu passen die Vocals auf jeden Fall.

Cycle Beating Band

Die Gitarristen und der Bass fallen erst beim zweiten Hinhören ins Gewicht. Dann fällt unweigerlich auf, dass Bassist Lars und die Gitarristen Kim und Robert sehr eingeschworen und stimmig agieren. “Cycle Beating” werden nie hymnisch, setzen aber trotzdem eine stimmige Mischung aus harschen Riffs und warmen Melodiebögen ab. Dabei schwingt immer eine gewisse Melancholie mit und es gibt zahlreiche, sehr fein abgebremste und drückende Mosh-Momente. “Cycle Beating” punkten mit der Tatsache, eine authentische Metalband zu sein, die Emotionen nicht mit Keyboard-Bombast oder gekünstelten Cleangesang transportiert, sondern schlicht mit den traditionellen Zutaten: Schlagzeug, Bass, Gitarre und Wut! Auch angenehm fällt auf, dass sich die vier Jungs nicht darauf beschränken, irgendwelche Gewalt-Exzesse in das Mirko zu gröhlen, sondern sich politisch und sozialkritisch zeigen. Das macht das Blättern durch das professionell aufgemachte Booklet gleich noch angenehmer.

Cycle Beating Logo

Moderner Metal ist heutzutage leider sehr austauschbar geworden, doch “Cycle Beating” zeigen, dass man mit einem gut ausgenutzten Genremix noch überraschen kann. Denn da wo eine Thrash Metal Band an die Grenzen der Musikrichtung stösst oder eine Metalcore Band nicht mehr weiss, wie man moderne Einflüsse ohne Synthesizer stilisiert, hat das Quartett genau den richtigen Weg gefunden. So bekommt man mal eine tragende Melodie, mal holt man sich wie im Song “Burning Down The Bridge” die Groove-geladene Gitarre aus dem Schrank oder verarbeitet Hardcore-Elemente im Song “No Regrets”. So kommt selten Langeweile auf und man kann nicht nur eine kleine Gruppe bedienen, sondern aus jeder Schublade einige. Es wäre interessant zu wissen, wer zum Text von “Who Do You Think You Are?” inspiriert hat, denn hier vertonen die Thrasher die gnadenlose Rache an Menschen, denen man zu Unrecht vertraut hat. Den Song dürfen “Cycle Beating” musikalisch gerne als Blaupause für die Zukunft verwenden, denn hier kommen wirklich alle Stärken der vier Musiker zu Geltung. Die Gitarre gibt uns moshbaren Stakkato, es gibt eine groovige, einprägsame Hook und eine wiederkehrende Gitarren-Lead, die hängenbleibt und schlichtweg geil ist.

Cycle Beating Band

“The Age Of Depression” lädt zum gepflegten Headbangen ein. Die Groove-Metal- und Hardcore-Elemente im Sound der Badener hätten dabei gerne noch stärker betont werden dürfen. Die Band ist nicht auf pure Brutalität ausgelegt, sondern wirkt melodiös und durchdacht. Ich bin mir sicher, dass die Mucke auf der Bühne noch weitaus mehr knallt, als sie es auf dem Silberling ohnehin schon tut! “The Age Of Depression” ist ein recht querschnittliches Werk aus Thrash, Death und etwas Core, das mit seinem düsteren Groove Anhänger jeder dieser Spielarten ansprechen wird. Ein anständiges Stück Metal mit ordentlichem Wums und “Cycle Beating” ist eine Band mit Potential, die live sicher keinen unnötigen Schnack macht. “The Age Of Depression” wird die Welt nicht revolutionieren, aber wer Lust hat, die Mähne durchzuschütteln, der sollte sich das Album kaufen!

Trackliste:

  1. Intro
  2. The Age Of Depression
  3. Burning Down The Bridge
  4. 254
  5. No Regrets
  6. Still Sober
  7. The Wrong Path
  8. Mass Corruption
  9. Who Do You Think You Are
  10. In My Darkest Dreams
Album Review: Cycle Beating - The Age Of Depression
8.3 Total
Nutzerwertung - (0 votes)
Wie bewertest Du?
Originalität 8
Tempo 7
Musikalische Fähigkeiten 8
Gesang 7
Songtexte 10
Substanz 8
Produktion 10
Langlebigkeit 8
Originalität 0
Tempo 0
Musikalische Fähigkeiten 0
Gesang 0
Songtexte 0
Substanz 0
Produktion 0
Langlebigkeit 0

In thrash we trust! Und “Suborned” stehen für Thrash Metal aus der Schweiz. Mit ihrer Debüt-EP “Hazardous Substances” traten sie 2011 zum ersten Mal in das Licht der Öffentlichkeit und am 21. November dieses Jahres erschien ihr erstes Full Length Album “From Space”. Die Truppe wird angeführt von einer Dame namens Lucie Werlen, Raymond Weibel zupft den Bass, Valentin Mössinger die Gitarre und Stefan Häberli hämmert auf die Felle. Der Sound kann ohne Weiteres in Richtung “Destruction”, “Overkill” oder “Legion of the Damned” eingeordnet werden, doch “Suborned” kopieren nicht einfach plump, sondern bringen sehr viele eigene Ideen und Arrangements in ihren Sound ein.

Suborned – From Space

Suborned” wurden 2010 ins Leben gerufen und schnell fand man sich nach einigen erfolgreichen lokalen Liveshows im “Little Creek Studio” (u.a. “Destruction”, “Fear My Thoughts”, “Pro-Pain”) wieder, um die Debut-EP “Hazardous Substances” einzuspielen, welche in der Szene äusserst positiv aufgenommen wurde. Auf diesen ersten Schritt folgten weitere Erfolge im Livesektor und so konnte die Band heimische und ausländische Bühnen mit Bands wie “Destruction”, “Municipal Waste” oder “Vader” teilen. Im Anschluss begannen 2013 die Vorbereitungen für ihr erstes Full-Length Album “From Space”, welches wieder im “Little Creek Studio” aufgenommen wurde. Nach dem Ausstieg ihres damaligen Drummers Remo wurde die Platte vom mehrmaligen Schweizer Drum-Champion Alain Ackermann eingespielt.

Mit “From Space” knallen uns “Suborned” ein Album mit viel Potential um die Ohren. Die junge Band hat sich dem Thrash Metal verschrieben, viel Innovatives kann man hier sicherlich nicht erwarten, aber das Kleeblatt um Frontfrau Lucie macht mächtig Druck und kann sich auf seine handwerklichen Fähigkeiten voll und ganz verlassen. Die Breaks werden von einer gut harmonierenden Rhythmusfraktion perfekt in Szene gesetzt und die Riffs haben absolut internationales Niveau. Auch die Vocals von Lucie fallen positiv auf und sind stimmlich irgendwo in der Gegend von Overkill’s Bobby und Destruction’s Schmier angesiedelt. Schön aggressiv, trotzdem dem Gesamt-Sound dienlich und gut in Szene gesetzt. Musikalisch haben sich die Vier dem Thrash Metal der alten Schule verschrieben und legen mit “Hit It” auch gleich ordentlich los. Die Riffs klingen dabei angenehm räudig und auch die Produktion ist ganz im Sinne der musikalischen Ausrichtung. Erbarmungslos wird nach vorne geprescht, gitarrentechnisch adäquat geschreddert von Valentin Mössinger.

Suborned – Band

Der anschliessende Titeltrack “From Space” setzt diesen Weg konstant fort und ergänzt das Klangbild mit einem typischen Speed Metal Riffs der 80er Jahre. Starker Einstieg und das Geschoss schlecht hin! Eingeleitet mit einer genialen Leadgitarre, einer Melodie, die ein paarmal im Song regelrecht zelebriert wird, entpuppt sich dieser Song ganz automatisch zum Highlight des Albums. Bei den Tracks “Sexolence” und “My Steps” gibt sich sogar kein Geringerer als Meister Schmier persönlich die Ehre. Erst genannter Song ist absolut super und tönt schon richtig ausgereift, während er in machen Passagen gar virtuos erscheint. Was für eine Komposition! Mit “Under the Yoke” haben Suborned gleich noch einen fetten Thrasher auf dem Album, mit dem man dieses Langeisen wohl jedem Genre-Liebhaber schmackhaft machen kann. Man höre auch den Midtempo-Stampfer “Bitch” mit herrlich gossenartigem Refrain. Schmutzig und anrüchig – Mensch Lucie, wie kannst du nur?! Bei “My Step” fehlen etwas die Ideen. Diese scheinen “Suborned” leider zum Ende hin etwas ausgegangen zu sein.

Die Quintessenz liegt bei diesem Album eindeutig auf Schnelligkeit und “Voll auf die Fresse”, doch zwischendurch wird auch mal etwas der Fuss vom Gas genommen und mit Slo-Mo Riffs gearbeitet. “Suborned” haben mit “From Space” eine flotte Sohle aufs Parkett gelegt. Der Mix aus netten musikalischen Ideen und Kompromisslosigkeit kann voll und ganz überzeugen, Anleihen an Overkill, Destruction und ab und an auch Slayer sind den Schweizern dienlich und fallen absolut nicht negativ ins Gewicht. Im Vergleich zur EP hat man stark an den Ohrwurmqualitäten der Songs gefeilt und beispielsweise mit “Bitch” und “Under The Yoke” zwei echte Live Granaten im Repertoire. Ansonsten sind die Songstrukturen glücklicherweise weiterhin keinesfalls einfallslos, sondern mit vielen Details gespickt. Leider kann der Gesang nicht immer mit der starken Instrumentalfraktion mithalten. In den Refrains mag dieser Aspekt aufgrund des Einsatzes von Gangshouts nicht auffallen, aber in den Strophen ist es ganz deutlich zu merken. Speziell in “Simply Darwin” und “My Step” fällt auf, dass Shouterin Lucie sich enorm anstrengen muss um mit dem Rest mithalten zu können und ihr teilweise etwas die Puste ausgeht.

Suborned – Band

Fazit zu “From Space”: Fabelhaftes Gewitter – die Ausserirdischen sind gelandet! Die Weichen sind gestellt, das Konzept passt und die Hausaufgaben sind ebenfalls erledigt. Durch etwas mehr Abwechslung und eine solide Live-Performance sollte in Zukunft noch einiges mehr von “Suborned” zu Hören sein. Eine interessante Scheibe, die auch noch Luft nach oben lässt, wenn man zum Beispiel an den Vocals arbeitet, ist noch Einiges drin! Produzent V.O. Pulver (manchem vielleicht noch von Poltergeist oder GurD bekannt) hat in seinen Little Creek Studios einen angemessenen Sound geschmiedet, der für Thrash-Verhältnisse absolut keine Wünsche offen lässt. Thrasher sollten die Band unbedingt mal checken. Wer Thrash Metal im Blut hat, wird hier anständig die Rübe trashen.

Tracklist:

  1. Hit It
  2. From Space
  3. Sexolence
  4. Bitch
  5. Under The Yoke
  6. Hazardous Substance
  7. Simply Darwin
  8. Demon
  9. My Step
Album Review: Suborned – From Space
8.9 Total
Nutzerwertung - (0 votes)
Wie bewertest Du?
Originalität 9
Tempo 10
Musikalische Fähigkeiten 10
Gesang 8
Songtexte 7
Substanz 9
Produktion 10
Langlebigkeit 8
Originalität 0
Tempo 0
Musikalische Fähigkeiten 0
Gesang 0
Songtexte 0
Substanz 0
Produktion 0
Langlebigkeit 0

Lemmy drinks gasoline, eats rusty nails, pisses lightning and shits thunder! He’s THE most BADASS of all time! Here the greatest metal video ever!

If you squeeze my lizard
I’ll put my snake on you
I’m a romantic adventure
And I’m a reptile too

[CHORUS:]
But it don’t make no difference
‘cos I ain’t gonna be, easy, easy
the only time I’m gonna be easy’s when I’m
Killed by death [x4]

I’m a lone wolf ligger
But I ain’t no pretty boy
I’m a backbone shiver
and I’m a bundle of joy

[CHORUS]

But it don’t make no difference
‘cos I ain’t gonna be, easy, easy
the only time I’m gonna be easy’s when I’m
Killed by death
Killed by death
Killed by death
Killed by death

Es ist schon erstaunlich, wie früh solche Entscheidungen getroffen werden… ;)

Born to Rock

Der Song “Sick Like Me” stammt aus dem neuen “In This Moment”-Album “Black Widow”, das am letzten Freitag erscheinen ist. “‘Black Widow’ zeigt definitiv den dunkleren Teil von mir”, kommentiert Frontfrau Maria Brink. “Das Album handelt davon, wie man seine inneren Schwächen herausfindet und sie in Stärken verwandelt. Es geht darum, wiedergeboren zu werden, sich zu befreien und die Balance in allem zu erkennen – den Schatten und das Licht.” Ob dies gelingt, könnt ihr euch mit folgendem Video selbst ein Bild machen…

“Death Bell of the Day” mit “Hellvetica” und dem Song “Forever Revolution” aus der EP “Deadly Eyes”, welche am 28 November veröffentlicht wird…

Forever, Forever, Forever, Forever

We chose our right live our own fucking life
Until the end we will stand our ground until the end

Forever, forever, forever
Forever ever Revolution
This will be our fucking resolution

Were standing here side-by-side arm in arm
Waiting for our destiny our purpose for life

Rise up
Stand tall
And never back the fuck down
Rise up
Stand tall
And never back the fuck down

We’ll fight the fight of our life
Our revenge will be our sacrifice
Never will our children life this way
Our blood shall be shed in the streets

Never will you tread on us ever again
We will kick back, we will strike back, we will fight back
We will kick back, we will strike back, we will fight back

Letzten Samstag Abend stand Gitarrengott Slash endlich wieder einmal live in der Schweiz auf der Bühne. Wilde, pechschwarze Locken, Zylinder, Sonnenbrille und die Gibson “Les Paul”-Gitarre im Anschlag – kurz: Slash! Sein Auftreten ist nicht minder legendär wie seine flinken Finger, die der E-Gitarre Klänge entlocken, wie es sonst kaum ein anderer vermag. Slash, der mit Guns N’Roses Weltruhm erlangte und laut dem “Time Magazine” der zweitgrösste E-Gitarrist aller Zeiten nach Jimi Hendrix ist, spielt ein exklusives Schweizer Konzert in der St. Jakobshalle Basel. Wie schon letztes Mal war natürlich auch Myles Kennedy (Alter Bridge) und die Conspirators (Todd Kerns, Frank Sidoris und Brent Fitz) wieder mit dabei und um es kurz zusammen zu fassen, der Gig war absolut grossartig!

Slash feat. Myles Kennedy & The Conspirators

Saul Hudson, wie Slash bürgerlich heisst, hat mit Guns N’Roses Geschichte geschrieben und Weltruhm erlangt. Über 100 Millionen Alben konnte er mit ihnen verkaufen. Insgesamt wurde Slash 7 Mal für den Grammy nominiert, wobei er sich die Trophäe auch einmal mit nach Hause nehmen konnte. Dass Slash im Gegensatz zu Hendrix noch lebt, hat mehr mit Glück als Verstand zu tun. Bereits zwei Mal klopfte der heute 49 Jährige an die Himmelspforte: 1988, als man ihn vollgepumpt mit Heroin vor der Lifttüre eines Hotels in San Francisco liegend fand – ganze acht Minuten lang hatte Slash keinen Puls. Und 2001 bekam er einen Herzschrittmacher, weil er sich “fast totgesoffen” hatte. Seither trinkt er keinen Alkohol mehr und den Drogen hat er auch abgeschworen. Das Gitarrenspiel sei für ihn heute ein viel berauschenderer Trip.

Nach dem Ausstieg 1996 als Leadgitarrist bei Guns N’Roses widmete er sich seinen Projekten wie “Slash’s Snakepit” oder “Slash’s Blues Ball”, bevor er mit dem Stone Temple Pilot Frontmann Scott Weiland und den Ex-Bandkollegen von Guns N’Roses (allen, ausser Axl Rose) die Rock-Band “Velvet Revolver” gründete. Dazwischen hielt er immer wieder Gastaudienzen bei den verschiedensten Bands und Musikern (u.a. Lenny Kravitz, Michael Jackson, Alice Cooper oder Brian May). Letztes Jahr ist Slash auch in das Film Business eingestiegen und hat den Horrorfilm “Nothing left to fear” produziert. Damit hat er sich einen alten Traum erfüllt, den Slash ist seit jeher ein grosser Fan von Horrorfilmen und Ende Jahr schon beginnt die Produktion des nächsten Streifens.

Slash feat. Myles Kennedy & The Conspirators

Slash hat Rockgeschichte geschrieben und ist damit noch lange nicht fertig. Im September erschien sein neues Album “World on Fire”, das dritte Solo-Album innerhalb der letzten vier Jahre, nach “Slash” (2010) und “Apocalyptic Love” (2012). Beide Scheiben schossen von Null auf Platz Drei in den Schweizer Charts, Den Durchbruch in seiner Solo-Karriere war das Album “Slash”, auf dem er zusammen mit vielen Rockgrössen wie Duff McKagan, Lemmy Kilmister, Dave Grohl, Fergie oder Iggy Pop musizierte, was ihm nebst dem Stern auf dem “Walk of Fame” in Hollywood vor dem Hard Rock Café am Sunset Boulevard, noch viele weitere Awards einbrachte. Vor allem seine Riffs, u.a. wie aus “Sweet Child O’ Mine”, welches als das Beste in der Rockmusik überhaupt gilt, machten ihn weltberühmt und so wurde er selbstverständlich auch in die legendäre “Rock and Roll Hall of Fame” aufgenommen.

Slash ist ein Perfektionist und ein Macher der die Liebe zur Musik in allen Facetten lebt. Seit mehr als drei Jahren ist er nun zusammen mit dem “Alter Bridge” Sänger Myles Kennedy und den Conspirators rund um den Globus auf Tour. Er gönnt sich nur kurze Pausen, welche er wiederum nutzt um ein neues Album einzuspielen oder um seit neustem Horrorfilme unter seinem Label “Slasher Films” zu drehen. Bereits Anfang der 80er Jahre spielte Slash in der Band “Tidus Sloan”, wechselte dann zu “Road Crew” wo er das erste Mal Steven Adler traf. Die beiden gründeten dann später zusammen mit Axl Rose die Band “Hollywood Rose” aus der dann später “Guns N’Roses” hervorging, mit der Slash schliesslich weltberühmt werden sollte. Doch kommen wir zurück zum Konzert.

Slash feat. Myles Kennedy & The Conspirators

Es gibt doch (fast) nichts besseres, als sich an einem verregneten Samstagabend von Gitarrenspiel in Perfektion betören zu lassen. Diesen Gedanken schienen sich auch viele andere Rockfans gemacht zu haben, denn die Halle war sehr voll, doch ich war schon etwas überrascht, dass das “Joggeli” nicht ausverkauft war. Die Vorband “Monster Truck” aus Kanada spielte eine Mischung aus Southern- und Psychedelic-Rock und erinnert mit ihrem Sound an längst vergangene Zeiten und schafften es trotzdem, frisch und groovy rüberzukommen. Ich kannte diese Band bis jetzt noch nicht und muss sagen, dass dieser Einstieg in den Abend absolut grossartig war! Genialer Sound und ich kann das aktuelle Album “Furiosity” jedem Rockfan nur wärmstens ans Herz legen!

Nach einer kurzen Umbau-Pause stand dann Slash, der seine Sonnenbrille nur im Bett auszieht, Myles Kennedy und The Conspirators auf der Bühne. Vom ersten Gitarrenriff und vom ersten Klang an wurde man in den Bann der Band gezogen und man merkte sofort, dass ausschliesslich Vollblutmusiker auf der Bühne standen, die genau wussten was sie tun. So wurde es einem schwer gemacht, das Gehör und den Blick zu fokussieren, man wusste beinahe nicht, wo man hinhören und hinschauen sollte. Dauernd hatte man das Gefühl, wenn man Augen und Ohren Myles widmet, schenkt man Gitarrengott Slash zu wenig Aufmerksamkeit und umgekehrt. Doch auch Todd Kerns, Frank Sidoris und Brent Fitz von den Conspirators lieferten eine grossartige Show und die ganze Band spielte sich die Seele aus dem Leib.

Slash feat. Myles Kennedy & The Conspirators

Wie zu erwarten war, wurden natürlich auch einige Songs von den Guns N’Roses gespielt. So fanden Songs wie “Night Train”, “Out Ta Get Me”, “Mr. Brownstone”, “Rocket Queen” und zu meiner ganz besonderen Freude “You Could Be Mine” einen wohlverdienten Platz in der Setlist. Myles Kennedy zeigte sich wie immer sehr publikumsnahe und schaffte es, nicht nur die Fans in der ersten Reihe, sondern auch das Publikum ganz hinten zum Abrocken zu animieren. Auch gesanglich zeigte der Sänger sein ganzes Können und überzeugte die Fans bis in die hinteresten Reihen. Besonders beim neuen Song “Bent To Fly” war Gänsehaut angesagt.

Slash feat. Myles Kennedy & The Conspirators

Das Gitarren-Solo von Slash, welches er zu “Rocket The Queen” zum Besten gab, mauserte sich zu einem weiteren der vielen Höhepunkte des Abends. Man kriegte durchaus das Gefühl, der Gute wolle gar nicht mehr aufhören mit dem Solo, denn es war nicht einfach irgendein Solo, nein, es war ein Slash-Solo wie es im Buche steht. Ehrfürchtig lauschte das Publikum dem Gitarren-Gott und Slash schien seinen Moment völlig zu geniessen. Ein weiteres Highlight des Abend war der Klassiker “Sweet Child O’ Mine”, hier sang die ganze Halle mit und schwenkten die Arme in der Höhe. Als Zugabe gab Slash dann noch “Paradise City” zum besten und die Halle kochte! An diesen Abend werden sich die Fans noch ein Weilchen erinnern. Es war eine über zweistündige Rockshow der Superlative. Slash, Myles Kennedy und The Conspirators haben einmal mehr bewiesen was sie drauf haben und versetzten die St. Jakobshalle in Ekstase.

Setlist:

  1. You’re a Lie
  2. Nightrain (Guns N’Roses Cover)
  3. Halo
  4. Avalon
  5. Back from Cali (Slash Cover)
  6. Withered Delilah (Live Premiere)
  7. You Could Be Mine (Guns N’Roses Cover)
  8. Ghost (Slash Cover)
  9. Doctor Alibi (Slash Cover und Todd Kerns on Lead Vocals)
  10. Out Ta Get Me (Guns N’Roses Cover mit Todd Kerns on Lead Vocals)
  11. Shadow Life
  12. Beneath the Savage Sun
  13. Mr. Brownstone (Guns N’Roses Cover)
  14. Rocket Queen (Guns N’Roses Cover)
  15. Bent to Fly
  16. World on Fire
  17. Anastasia
  18. Sweet Child O’ Mine (Guns N’Roses Cover)
  19. Slither (Velvet Revolver Cover)
  20. Zugabe:

  21. Paradise City (Guns N’Roses Cover)
Slash rocked the St. Jakobspark in Basel
7.9 Total
Nutzerwertung - (0 votes)
Wie bewertest Du?
Atmosphäre 9
Performance 9
Akustik 8
Sichtverhältnisse 9
Vor-Ort-Service 6
Sanitäre Einrichtungen 7
Parkplatzsituation 7
Atmosphäre 0
Performance 0
Akustik 0
Sichtverhältnisse 0
Vor-Ort-Service 0
Sanitäre Einrichtungen 0
Parkplatzsituation 0

Heute für euch die amerikanischen Industrial Metaller “Mushroomhead” mit “Qwerty” aus dem Album “The Righteous & The Butterfly”, welches Mitte Mai veröffentlicht wurde…

One shot heard around the world
Gonna bring it to a head
We’re gonna show the world what it was
Once said
Whatever the cost
We will never surrender
Leave abandoned no loss
When the rich wage war
And the patriotic whores
Dig their own grave
For their own sake
Another casualty
another travesty

Another motherfucking German shepherd
growling with his teeth snappin’
Bitch slappin’ smack rappin’
Kick you when the bass drop BOOM! BOOM!
Alpha to Zulu
I’m here to say FUCK YOU!!
I had a bad day
With her angel’s wings

I had a bad day
(With her angel’s wings)

Fall in line glorify
Patriotic parasite
Punishment don’t fit the crime of
Being bred to lead to slaughter