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Warum “Amon Amarth” ihren Stil trotz starkem Bezug zu den nordischen Kriegern nicht einfach Viking Death Metal nennen, ist nicht wirklich klar, aber spielt eigentlich auch kein Rolle. Hauptsache, die Mannen um Überwikinger Johan Hegg liefern weiterhin verdammt geilen Sound und grossartige Shows. Das Programm versprach Brutal Death, Thrash, Black und Melodic Death Metal und daher verwunderte es nicht, dass sich viele Metalheads schon früh einfanden. Dass es voll werden würde war auch an einem Dienstag nicht überraschend. Unterstützung erhielten die Wikinger aus den USA: Skeletonwitch, Havok und Suffocation waren dafür besorgt, die Stimmung anzuheizen. Ein absolut grossartiges Line-Up, welches Anfang August das Metal-Walhalla der Schweiz, das Z7 in Pratteln, bis in die Grundfesten erschüttern liess!

Amon Amarth im Metal-Walhalla

“Amon Amarth” sind die Speerspitze des Melodic Death Metal basierend auf Wikinger-Mythen und Legenden und mit dieser Band kam einer der ganz Grossen des Genres nach Pratteln. Spätestens seit dem 2003 veröffentlichten Album “Versus the World” sind die Schweden ein Dauerbrenner und haben sich mit zahlreichen Tourneen und Festival-Auftritten unter den besten Livebands etabliert. Den Abend eröffneten “Skeletonwitch” aus Ohio und zu diesem Zeitpunkt genossen viele noch ihr Feierabendbier bei schönem Wetter auf dem Vorplatz und warteten auf die ersten Klänge. Von Beginn weg gingen “Skeletonwitch” so richtig zur Sache, doch vor die Bühne locken liessen sich aber vorerst nur wenige. Musikalisch sorgten Elemente aus Thrash, Death und Heavy Metal zusammen mit dem Gesang, welcher eher dem Black Metal zuzuordnen ist, für eine interessante Kombination. Titel wie “I am of Death (Hell Has Arrived)” wurden von den Amerikanern trocken und präzise präsentiert. Einen Bezug zum Publikum herzustellen gelang den Jungs während ihres ganzen Auftrittes zwar nicht, was bei rund 30 Minuten Bühnenzeit auch nicht wirklich das Ziel war. Vielmehr sorgten “Skeletonwitch” mit ihrem schnellen und aggressiven Sound für einen gelungenen Start in den Abend.

Seit 2004 widmen sich “Havok” aus Denver dem Thrash Metal und veröffentlichten bisher drei Studioalben und zwei EPs. Auch sie erhielten rund eine halbe Stunde Spielzeit und diese nutzten sie sehr aktiv und zeigten sich auf der Bühne sehr präsent. Kritik an Gesellschaft und Politik gehört bei ihnen zum Standard, verpackt in einer schnellen und intensiven Interpretation des Bay Area Thrash Metals, wobei Havok eher eine junge Band dieses Genres ist und auch moderne Einflüsse zu nutzen weiss. So waren durchaus auch Crossover-Elemente herauszuhören, mit welchen sie die Lyrics in Songs wie “Give Me Liberty… Or Give Me Death” schonungslos untermauerten. Ohne Umschweife legten dann die New Yorker “Suffocation” los, der letzte Supportact an diesem Abend. Die Band wurde vor fast 25 Jahren gegründet und gilt als Urgesteine des Brutal Death. Die Herren boten von durchwegs düster-aggressiven Growls über schnelle Drums bis zu tiefen, einfach gestrickten Riffs das, was man von ihnen erwarten konnte. Akustisch gelang dies leider nicht so ganz, die Drums übertönten in den eigentlich ruhigeren Parts die Gitarren, der ganze Auftritt wirkte daher insgesamt etwas langatmig und eintönig.

Amon Amarth im Metal-Walhalla

Während dem Bühnenumbau konnte man einen ersten Blick auf das imposante Bühnenbild werfen und mit den beiden riesigen Drachenköpfen auf der Bühne erreichte die Anspannung dann ihren Höhepunkt. Nur wenige Minuten trennten die Anwesenden Fans von den Wikingern und dann kurz nach 22:00 Uhr ging es endlich los! Als ersten Song spielten “Amon Amarth” “Father of the Wolf” und dies so wie man es von ihnen kennt: Von Anfang an passte jeder Ton, alle Hände schnellten in die Höhe und vor der Bühne ging es von Beginn an zur Sache! Mit “Deceiver of the Gods” folgte der Titelsong des aktuellen Albums. Kurzatmige und prägnante Riffs, ein aggressiv gehaltener Refrain, kombiniert mit langen melodischen Parts und einem eingängigen, rein instrumentellen Übergang, welcher die ganze Halle zum Mitsingen einlud. Ein grossartiger Auftakt! So kam es auch, dass Johan Hegg die Anwesenden erst begrüssen konnte, als das erste Highlight des Abends bereits Geschichte war: “Metal Mekka Z7 – ready for some Metal? I fucking knew you were!”. Erste Rufe nach einer Wall of Death hallten durch das Z7, was der Sänger trocken mit “well, make sure nobody gets hurt” beantwortete und zugleich ein herrlich ironischer Übergang zum nächsten Titel war, “Death In Fire”. Im vorderen Teil der Halle herrschte viel Bewegung und zur Bridge zur Mitte des Songs gingen bereits wieder alle Hände nach oben. Der Frontmann wusste mit dem Publikum zu spielen, nahm gut gelaunt einen Schluck aus seinem Horn während die Gitarristen mit präzise gespielten Riffs zum zweiten, wesentlich melodischeren Teil des Songs übergingen. Spätestens als die beiden gleich anschliessend die ersten Klänge von “For Victory or Death” spielten, klatschte ausnahmslos jeder in der Menge.

Amon Amarth im Metal-Walhalla

Insgesamt langsamer als die meisten Titel, sorgten die sirenenartigen Riffs von Johan Söderberg für eine mystische Stimmung im Song ” As Loke Falls”. Während Olavi neben ihm und Frederik dahinter an den Drums ihre Parts präzise performten, grüssten Frontmann und Bassist von den Drachenköpfen. Das spärliche grüne Licht trug seinen Teil dazu bei, dass die imposante Bühnendekoration auch ohne Feuer seine optische Wirkung nicht verfehlte. Dennoch war diese nur eine schöne Nebensache, denn der Auftritt von “Amon Amarth” lebte von ihren unglaublich stimmungsvollen und abwechslungsreichen Songs und natürlich von Johan Hegg: Abseits der Bühne ein unscheinbar ruhiger, bodenständiger Typ, verwandelt er sich bei seinen Auftritten in einen unglaublich charismatischen, energischen Krieger, der mit seinem stimmungsvollen, authentischen Gesang überzeugt. Herr Hegg beweist, dass er sein Organ auch live genauso eindrucksvoll zur Geltung bringen kann wie auf Platte. Dem Mann könnte man tatsächlich abnehmen, der letzte Nachfahre der Wikinger zu sein. Die ganze Band präsentierte sich in guter Form, die Jungs hatten scheinbar Bock auf die Show und spielten absolut fehlerfrei und mit viel Elan.

Amon Amarth im Metal-Walhalla

“Guardians of Asgaard” sorgte für Bewegung im Moshpit wie kaum ein anderer Song und “Shape Shifter” war dann der letzte Song in der Halbzeit, welche fast ausschliesslich Titel der aktuelleren Alben beinhaltete. Während einer kurzen Verschnaufpause starrten nur die beiden Drachen mit gespenstisch leuchtenden Augen in die Dunkelheit. Der anhaltende Applaus des Publikums erstarrte, als die Rufe von Vögeln aus der Ferne den zweiten Konzertteil einleiteten. “Cry of the Black Birds” war der Auftakt zu einer Abfolge von Hits der früheren Platten. “Asator”, “Valhall Awaits Me” oder “War of the Gods”, dass sind Amon Amarth aus alten Tagen! Mit “Embrace of the Endless Ocean” wurde es episch, der Song erzählt die atemberaubende Geschichte eines Kriegers, welcher auf der Heimfahrt von den heimischen Winterlandschaften träumt, aber von den eisigen Wellen des weiten Ozeans verschlungen wird. Einmal mehr bewiesen “Amon Amarth” wie melodisch und emotional Death Metal sein kann. Und jeder Song wird vom Publikum frenetisch gefeiert.

Mit “Victorious March” gewinnen wieder energischere Klänge Oberhand und wurden zum regelrechten Triumphzug durch Pratteln. Das Publikum hatte noch lange nicht genug und so verwunderte es nicht, dass die Jungs auf der Bühne noch nicht einmal so taten, als ob der letzte Song des regulären Sets wirklich der Abschluss des Abends gewesen wäre. Ohne lange zu Zögern packte Johan den Hammer aus, um den absoluten Übersong einzuläuten: “Twilight of the Thunder God”! Nochmals gingen alle Hände nach oben, langen Haare flogen wild durch die Luft und die ganze Halle sang den Refrain mit. Als Johan “if you’re loud enough” als Bedingung für einen letzten Song stellte, erreichte die Anzeige der Halle satte 115.7 Dezibel! Keine Instrumente, keine Mikrofone, es waren alleine die Stimmen des begeisterten Publikums, welche diesen rekordverdächtigen Wert erreichten! Mit dem letzten Kracher “The Pursuit of Vikings” setzten Amon Amarth dann einen grandiosen Schlusspunkt. Über 1500 Kehlen brüllten den Refrain – von Herrn Hegg angestachelt – immer lauter mit, was schon für kurze Gänsehaut sorgte. Das ganze war schlicht eine unvergessliche Show: Klasse Stimmung, qualitativ einwandfreier Sound, ein ausgewogenes und hochstehendes Set, zu Recht durften sich die Schweden an diesem Abend feiern lassen! Nach dem letzten Song segelten die Mannen umjubelt wieder gen Norden und man kann abschliessend festhalten, dass man heute Abend schon eine Menge für sein Geld bekommen hat. Ein stimmungsvoller Abend an dem “Amon Amarth” mit ihrem Auftritt, wie bereits 3 Jahre zuvor, einmal mehr wieder vollends zu überzeugen vermochten und das Z7 in ein Tollhaus verwandelten.

Amon Amarth im Metal-Walhalla

Trackliste:

  1. Father of the Wolf
  2. Deceiver of the Gods
  3. Death in Fire
  4. For Victory or Death
  5. As Loke Falls
  6. We Shall Destroy
  7. Guardians of Asgaard
  8. Shape Shifter
  9. Cry of the Black Birds
  10. Asator
  11. Embrace of the Endless Ocean
  12. Valhall awaits me
  13. War of the Gods
  14. Victorious March
  15. Twilight of the Thunder God
  16. The Pursuit of Vikings
Warum "Amon Amarth" ihren Stil trotz starkem Bezug zu den nordischen Kriegern nicht einfach Viking Death Metal nennen, ist nicht wirklich klar, aber spielt eigentlich auch kein Rolle. Hauptsache, die Mannen um Überwikinger Johan Hegg liefern weiterhin verdammt geilen Sound und grossartige Shows. Das Programm versprach Brutal Death, Thrash, Black und Melodic Death Metal und daher verwunderte es nicht, dass sich viele Metalheads schon früh einfanden. Dass es voll werden würde war auch an einem Dienstag nicht überraschend. Unterstützung erhielten die Wikinger aus den USA: Skeletonwitch, Havok und Suffocation waren dafür besorgt, die Stimmung anzuheizen. Ein absolut grossartiges Line-Up, welches Anfang August das Metal-Walhalla der Schweiz, das Z7 in Pratteln, bis in die Grundfesten erschüttern liess! "Amon Amarth" sind die Speerspitze des Melodic Death Metal basierend auf Wikinger-Mythen und Legenden und mit dieser Band kam einer der ganz Grossen des Genres nach Pratteln. Spätestens seit dem 2003 veröffentlichten Album "Versus the World" sind die Schweden ein Dauerbrenner und haben sich mit zahlreichen Tourneen und Festival-Auftritten unter den besten Livebands etabliert. Den Abend eröffneten "Skeletonwitch" aus Ohio und zu diesem Zeitpunkt genossen viele noch ihr Feierabendbier bei schönem Wetter auf dem Vorplatz und warteten auf die ersten Klänge. Von Beginn weg gingen "Skeletonwitch" so richtig zur Sache, doch vor die Bühne locken liessen sich aber vorerst nur wenige. Musikalisch sorgten Elemente aus Thrash, Death und Heavy Metal zusammen mit dem Gesang, welcher eher dem Black Metal zuzuordnen ist, für eine interessante Kombination. Titel wie "I am of Death (Hell Has Arrived)" wurden von den Amerikanern trocken und präzise präsentiert. Einen Bezug zum Publikum herzustellen gelang den Jungs während ihres ganzen Auftrittes zwar nicht, was bei rund 30 Minuten Bühnenzeit auch nicht wirklich das Ziel war. Vielmehr sorgten "Skeletonwitch" mit ihrem schnellen und aggressiven Sound für einen gelungenen Start in den Abend. [youtube id="t5V5bn9hrOo" align="center"] Seit 2004 widmen sich "Havok" aus Denver dem Thrash Metal und veröffentlichten bisher drei Studioalben und zwei EPs. Auch sie erhielten rund eine halbe Stunde Spielzeit und diese nutzten sie sehr aktiv und zeigten sich auf der Bühne sehr präsent. Kritik an Gesellschaft und Politik gehört bei ihnen zum Standard, verpackt in einer schnellen und intensiven Interpretation des Bay Area Thrash Metals, wobei Havok eher eine junge Band dieses Genres ist und auch moderne Einflüsse zu nutzen weiss. So waren durchaus auch Crossover-Elemente herauszuhören, mit welchen sie die Lyrics in Songs wie "Give Me Liberty... Or Give Me Death" schonungslos untermauerten. Ohne Umschweife legten dann die New Yorker "Suffocation" los, der letzte Supportact an diesem Abend. Die Band wurde vor fast 25 Jahren gegründet und gilt als Urgesteine des Brutal Death. Die Herren boten von durchwegs düster-aggressiven Growls über schnelle Drums bis zu tiefen, einfach gestrickten Riffs das, was man von ihnen erwarten konnte. Akustisch gelang dies leider nicht so ganz, die Drums übertönten in den eigentlich ruhigeren Parts die Gitarren, der ganze Auftritt wirkte daher insgesamt etwas langatmig und eintönig. Während dem Bühnenumbau konnte man einen ersten Blick auf das imposante Bühnenbild werfen und mit den…

Amon Amarth im Metal-Walhalla

Atmosphäre - 100%
Performance - 100%
Akustik - 100%
Sichtverhältnisse - 95%
Vor-Ort-Service - 95%
Sanitäre Einrichtungen - 30%
Parkplatzsituation - 80%
Zusammenfassung

Warum "Amon Amarth" ihren Stil trotz starkem Bezug zu den nordischen Kriegern nicht einfach Viking Death Metal nennen, ist nicht wirklich klar, aber spielt eigentlich auch kein Rolle. Hauptsache, die Mannen um Überwikinger Johan Hegg liefern weiterhin verdammt geilen Sound und grossartige Shows. Unterstützung erhielten die Wikinger aus den USA: Skeletonwitch, Havok und Suffocation waren dafür besorgt, die Stimmung anzuheizen. Ein absolut grossartiges Line-Up, welches Anfang August das Metal-Walhalla der Schweiz, das Z7 in Pratteln bis in die Grundfesten erschüttern liess! Das ganze war schlicht eine unvergessliche Show: Klasse Stimmung, qualitativ einwandfreier Sound, ein ausgewogenes und hochstehendes Set, zu Recht durften sich die Schweden an diesem Abend feiern lassen! Nach dem letzten Song segelten die Mannen umjubelt wieder gen Norden und man kann abschliessend festhalten, dass man heute Abend schon eine Menge für sein Geld bekommen hat. Ein stimmungsvoller Abend an dem "Amon Amarth" mit ihrem Auftritt, wie bereits 3 Jahre zuvor, einmal mehr wieder vollends zu überzeugen vermochten und das Z7 in ein Tollhaus verwandelten.

Beurteilung 86%
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Der erste Trailer zur Doku “Wacken 3D” ist veröffentlicht worden. Seit nunmehr 25 Jahren strömen jedes Jahr aufs Neue an die 75’000 Metal-Fans in das kleine Dorf in Schleswig-Holstein. Zu diesem Jubiläum hat Norbert Heitker seinen Film in 3D gemacht, der neben Konzert-Mitschnitten und Backstage-Aufnahmen, auch Eindrücke abseits der Bühnen zeigt, das Festival von seiner familiären Seite beleuchtet. Am 24. Juli 2014 kommt die Doku in die Kinos und Heitker will dem legendären Festival zu dessen 25-jährigen Jubiläum damit ein filmisches Denkmal in 3D setzen.

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Im August 1991 beehrte die Elite der harten Gitarrenklänge Basel im Rahmen des “Monsters of Rock” und der Name wurde für 50’000 Metal-Jünger zum Programm! Metallica fegten damals mit (heute verbotenen) 110 Dezibel durchs Joggeli, so dass der Hauptact AC/DC trotz wild umher hampelnden Angus Young und einer grossartigen Show wie ein laues Lüftchen wirkten. Legenden besagen, dass Metallica noch im 20 Kilometer entfernten Rodersdorf zu hören waren. Nach über 20 Jahren kehrten Metallica am Freitag nach Basel in den ausverkauften Basler St. Jakob-Park zurück und versetzten 40’000 Fans in Euphorie – und beschwor einen dramatischen Wetterwechsel herauf. So begann die Show bei strahlendem Sonnenschein und endete im wahrsten Sinn des Wortes in einem kleinen Sturm. Die Zuschauer schien das Gewitter jedoch nicht im Geringsten zu stören, im Gegenteil: Es war, als setzten sie Blitz und Donner noch mehr unter Strom!

Ride the Lightning: Blitz, Donner und Metallica im Basler St.Jakob-Park, das Konzert Review

Nach der absoluten Schlammschlacht am Sonisphere 2010 in Jonschwil, dem organisatorischen Chaos, dass schlussendlich den Veranstalter in den Konkurs trieb am Sonisphere 2011, ebenfalls im Basler Joggeli, und dem Sonisphere 2012 in Yverdon-les-Bains, endlich einem rundum gelungenen Anlass mit Metallica, Motörhead und Slayer, fand letzten Freitag also das Sonisphere 2014 im Basler FCB St. Jakobs Park, mit Kvelertak, Airbourne, Alice in Chains und Metallica statt. Metallica im Sankt Jakob, das ist ein Anlass mit Geschichte. Das letzte Mal trat das amerikanische Quartett im Jahre 1993 hier auf, die Tour nach dem sogenannten schwarzen Album, das die Band von der Spitze der Heavy-Metal-Szene in die Riege der Stadionbands katapultierte und dort halten sie sich seither hartnäckig – trotz schwacher Alben, Besetzungswechseln, Alkoholproblemen und einem Dokfilm, der die Band mit einem Therapeuten beim Sezieren der eigenen Psyche zeigte. Nachdem Schwarzen Album war für mich persönlich Metallica tot und ausverkauft und die Napster-Affäre bestätigte mich in diesem Denken. Doch es gab nichts, was die Band-Fan-Beziehung nachhaltig beschädigen konnte und auch ich konnte den Herren verzeihen und kam mit St. Anger wieder auf den Geschmack.

Im Publikum dominierte am Freitag ganz klar Schwarz, wie es sich für ein Metal(lica)-Konzert auch gehört. Doch schnell wurde klar, hier ist auch viel Mainstream unterwegs: Besucher mit karierten Hemden und beigen Shorts, Menschen mit Föhnfrisuren und Damen und Herren in Deutschlandtrikots – was gar nicht geht an einem Metal-Konzert. Sei’s drum, Hauptsache die Technik stimmt und hier wurde nicht gekleckert, sondern geklotzt und dass so richtig: Die Bühne ist 110 Tonnen schwer, rund 14 Kilometer Kabel wurden verlegt, 1200 Menschen sind am Tourtag im Einsatz und 55 40-Tonnen LKW’s karrten das Material heran. Zwei Kranwagen à 60 Tonnen und sieben Gabelstapler waren im Dauereinsatz, 312 Meter Traversen wurden montiert und elf Nightliner brachten Musiker und Crew an den Ort des Geschehens. Wie konnte eine Band, die derart harte Musik spielt, zu einer der grössten Rockbands überhaupt werden? Nur so zum Vergleich: Slayer und Anthrax, die seit den Achtzigerjahren zusammen mit Megadeth und Metallica die “Big Four” des Thrash Metal bilden, traten vor einem Monat gemeinsam im Z7 in Pratteln vor 1500 Leuten auf. Im Gegensatz zu ihren Weggefährten schrieben Metallica schon früh auch melodiöse und balladeske Stücke, doch das allein kann nicht erklären, wieso Zehntausende an Metallica Konzerte strömen. Dafür muss es noch einen anderen Grund geben und der heisst James Hetfield. Er gehört zu den wenigen Frontmännern, die mit ihrer Aura ein Stadion füllen können. Breitbeinig steht er da, präsent und lässt mit kumpelhafter Autorität keine Zweifel aufkommen, wer hier das Sagen hat.

Ride the Lightning: Blitz und Metallica im Basler St.Jakob-Park, das Konzert Review

Die Vorbands Kvelertak, Airbourne und Alice in Chains konnten sich noch so ins Zeug legen: Die Metal-Könige waren in der Stadt und liessen alles andere verblassen! Bis Metallica war der Sound im kompletten Stadion völlige Grütze und wurde den Bands nicht gerecht. Schade! Doch als Metallica dann nach kurzer Umbauphase loslegten war der Sound äusserst fett! Bereits das altbewährte Intro von “The Good, the Bad und the Ugly” brachte die Meute mehr zum Toben, als jeder bis zu diesem Zeitpunkt dargebotene Song. Die grosse Stadion-Uhr war mit einem schwarzen Tuch verhängt und von der Bühne her erschallte der Hochgeschwindigkeitsangriff “Battery” aus dem Jahre 1986. Es schien, als wollten Metallica die Zeit anhalten. Spätestens beim nahtlos angehängten “Master of Puppets” aus dem gleichen Jahr klangen Metallica deutlich besser als noch vor sechs Jahren in Jonschwil. Die Hände gingen bis in die hintersten Reihen hoch und die Band holzte weiter ein Brett nach dem anderen raus. Seit zehn Jahren “neu dabei” ist Bassist Robert Trujillo, der sich sofort seinen Platz im dichten Frequenzspektrum der Band erkämpft hatte und das metallische Grollen seines Fünfsaiters blieb selbst dann hörbar, wenn Hetfield und Lead-Gitarrist Kirk Hammett schwere Riffs pumpten, wie etwa im erbarmungslosen “Ride the Lightning”.

Hungrig fieberte die Menge den Titeln entgegen, die im Vorfeld via Online-Voting gewählt werden konnten. “Metallica by Request” lautet das Motto der aktuellen Tour, was bedeutet, dass die Setlist im Vorfeld eines jeden Gigs durch Stimmabgabe der Fans über das Internet festgelegt und veröffentlicht wird. Dienst am zahlenden Kunden, denn wer derartige Massen vor sich hat, darf sich keine künstlerische Freiheit herausnehmen, sondern hat für Unterhaltung zu sorgen. Der Fan will Hits hören, denn dafür gibt er Geld aus und nimmt für die Anreise völlig überfüllte Extrazüge, in denen es viel zu wenig Toiletten gibt, in Kauf. Doch leider wurde nicht die gesamte Setlist per Online Voting bestimmt: Während des Konzerts wurde das Publikum wiederholt aufgefordert zwischen drei noch offenen Songs via SMS abzustimmen. Selbstverständlich für 80 Rappen pro Stimmabgabe, was die Veranstaltung zeitweise in eine richtig schmierige Verkaufsshow abdriften liess.

Ride the Lightning: Blitz und Metallica im Basler St.Jakob-Park, das Konzert Review

Somit bewegte sich der Auftritt von Metallica zwischen einem routiniertem Konzert und einer absolut grenzwertigen Verkaufsshow. Ein Wunder konnte man nicht noch an einem SMS Gewinnspiel teilnehmen, mit dümmlichen Fragen im Stile moderner TV-Shows. Diese überflüssige Zuschauerinteraktion zum Voting nervte ungemein, so richteten sich bereits vor dem eigentlichen Gig die Bandmitglieder via Videoeinspieler an die Fans, um sie zum “Voten” aufzufordern. Doch dem nicht genug, so liess es sich James Hetfield nicht nehmen, sogar während des Auftritts immer wieder auf diese Votingmöglichkeit hinzuweisen, wobei er immer wieder mittels eines schicken Balkendiagramms den sehr knappen Zwischenstand präsentierte und die Fans aufforderte, ihr “Bestes zu geben” – gemeint war wohl: Ihr Geld. Und auch wenn Metallica in Basel satt spielten, so dürfte nicht jeder Fan wunschlos glücklich geworden sein bei diesem Wunschkonzert. Angesichts der anbiedernden Ausverkaufsshow wünschte man sich die böse Truppe aus den Zeiten vor dem schwarzen Album zurück, die hatte immerhin eine tiefschwarze Seele.

Abgesehen von diesen störenden Unterbrechungen zeigten sich Metallica im Rahmen der zweieinhalbstündigen Show gewohnt routiniert. Untermalt von gelungenen Visuals und Video-Clips, die über die LED-Wand liefen, ballerte die Band aus der kalifornischen Bay Area die Wunsch-Setliste nahezu fehlerfrei bis ins letzte Eck des Stadions. Metallica spielten, was sich das Publikum wünschte und lieferten solide Arbeit ohne Getue. Die vier Jungs aus San Francisco spielten die 16 meistgefragten Songs und lieferten so “Metallica auf Bestellung”. Der Klang war überragend, setzen doch insbesondere die Stücke aus den frühen Jahren vorrangig auf überwältigende Soundwände. Über die gesamte Breite der Bühne hing eine mehr als 360 Quadratmeter grosse LED-Wand, auf der nicht nur Aufnahmen der Musiker aus vier verschiedenen Kameraperspektiven zu sehen waren, da marschierten Soldaten und Skelette auf, es tropfte Blut und es wurde einem eine perfekt abgestimmte Inszenierung geboten. Die Lightshow war atemberaubend, zeichnete aberwitzige Muster auf die Ränge, zersägte die Bühne mit grellen Laserstrahlen und verwandelte die Menschenmenge in ein blutrotes Meer, aus dem lediglich James Hetfield weiss herausragte. Er suchte immer wieder den Kontakt zu den Fans, dazwischen sein dreckiges Lachen – auch wenn das etwas zu einstudiert rüberkam, der Meister liess die Puppen tanzen und immer wieder ging es von der 56 Meter breiten Bühne aus auf den Laufsteg in die Massen.

Ride the Lightning: Blitz und Metallica im Basler St.Jakob-Park, das Konzert Review

Als Metallica den einzigen neuen Song des Abends spielten, ging es los: Im Schutze der Dunkelheit hatte sich eine Gewitterfront übers Joggeli geschoben, welche nun die Schleusen öffnete. Die Erstaufführung des Songs, der möglicherweise auf dem neuen Album erscheinen wird, fiel somit komplett ins Wasser. Dabei ist “Lords Of Summer” nicht mal sooo übel. Mit Galopp-Rhythmus und den Wechseln ins schwere Halftime befinden sich Metallica zwar nahe dem Eigen-Plagiat. Egal, Zeit, um Biernachschub zu holen, für dessen Gewährleistung im Laufe der Woche einige Anstrengungen unternommen wurden. Drei Sattelschlepper mit insgesamt 400 Paletten Flüssigkeit standen im Stadion bereit. Fünf Kühlwagen und weitere fünf Kühlzellen kühlten die Getränke auf fünf Grad, zu den bestehenden Ständen im Stadion wurden zusätzliche 50 Durchlaufkühler – wie die mobilen Stände im Fachjargon heissen – installiert. Zudem entbehrte es nicht einer gewissen Ironie, dass sich ausgerechnet nach diesem Schlachtruf für den Sommer ein Regenschauer vom Himmel ergoss. Immerhin wusste Hetfield den plötzlichen Wetterumschwung zu nutzen und stellt sich für die Gesamtdauer von “Sad but True” auf die Rampe in den strömenden Regen. Das ist Solidarität zu den Fans, welche die eingängigen Strophen des wuchtigen Shuffles aus voller Kehle mitsangen. Und es stand nicht nur Hetfield, sondern auch Gitarrist Kirk Hammet und Bassist Robert Trujillo regelmässig auf dem Steg und liessen die Fans nicht alleine im Regen stehen, sondern standen mit ihnen im Regen und gaben dermassen Gas, dass selbst die Blitze, die über dem St. Jakob Park zuckten, zum Teil der Inszenierung wurden.

Während ihres Auftrittes unterstrichen Metallica immer wieder ihre Nähe zu den Fans, die sie als Teil der “Metallica-Family” bzw. fünftes Bandmitglied betrachten. Dies wurde auch dadurch zum Ausdruck gebracht, dass einige Fans während der gesamten Show am Bühnenrand stehen durften. Irgendwie fehlt mir das Rotzige, alles “Love, Peace and Happiness”, der Frontmann wirkt gezähmt. Es lässt sich nicht verleugnen, dass da ein anderer Mann auf der Bühne steht als vor zwei Jahrzehnten. Ging von ihm damals eine eher bedrohliche, dunkle Aura aus, so wirkt Hetfield jetzt kumpelhaft. Ansatzweise so oft wie er in den Songs “Die!” oder “Kill!” schreit – und das ist beileibe nicht gerade selten, so oft verkündet Hetfield in seinen Ansagen “Metallica loves you, Basel”. Es fällt mir schwer, darin keinen Widerspruch zu sehen. Da kann sich Hetfield noch so lange demonstrativ in den Regen stellen. Blitze zuckten während des gesamten Auftritts über den Himmel und Hetfield, Hammet und vorallem Trujillo prügeln unbeirrt auf ihre Instrumente ein. Darum heisst dieses Genre Thrash Metal. Thrash mit H. Nicht Trash, denn das ist kein Müll sondern ein Shredder, der den ganzen Müll, der einem das Leben versaut, zerkleinert und zermalmt, bis nur noch ein Gefühl von Taubheit und Erlösung übrigbleibt. Guter Thrash Metal wirkt wie Meditation, oder so ähnlich…

Ride the Lightning: Blitz und Metallica im Basler St.Jakob-Park, das Konzert Review

Erst gegen Ende kam “Nothing else Matters” und gleich hinterher “Enter Sandman”. Das Publikum wurde nie abgehängt und zu diesen Songs hing es sich noch mal voll rein. Hetfield hätte sich das “Sing it!” vor dem Refrain sparen können, die Metallica-Meute machte von sich aus mit und das mit einem Enthusiasmus, den selbst das endorphin-gewöhnte FCB-Stadion nur selten erlebt. “St. Anger” eröffnete die Zugaben, ein vergleichsweise neues Stück, dass wohl zu den härteren der Bandgeschichte zählt. Anschliessend spielten die Herren den per SMS gewählten Song, in Basel entschied sich das Publikum für “Orion” bis dann “Seek & Destroy” losgelassen wurde. Noch einmal blitzte es heftig am Himmel, dann verabschiedete sich die Band. Das letzte Stück spielten Metallica kurz nach elf, während im Stadion schon jede verfügbare Lampe brannte. Das lag wahrscheinlich nicht daran, dass man den Musikern ihr pflotschnasses Publikum zeigen wollte, sondern am Umstand, dass in Basel die Sperrstunde auch für Rockgötter gilt.

Alles in Allem bleibt festzuhalten: Metallica halt. Zweieinhalb Stunden Weltklasse. Die vier Ausnahmemusiker sind nach mittlerweile mehr als 30 Jahren Bühnenpräsenz nicht nur technisch unschlagbar, sondern schienen in Basel einen echt guten Tag zu haben. Zumindest vermittelten sie den Eindruck, dass sie Bock auf jeden Song hatten, den sie spielten. Und wie sie diese spielten: Hetfield wechselte seine Gitarren öfter, als andere Leute ihre Unterhosen in der Woche. Hinzu kam ein einfach überragender Sound, wuchtig, schneidend, glasklar, absolut rein bei den Balladen, welche die Band geschickt zwischen die thrashigen Songs mischte und so mal die Luft raus nahm, um sofort wieder Gas zu geben. Dass die Fans die Songauswahl jeden Abend der “By Request”-Tour neu bestimmen dürfen, ist schliesslich auch nicht viel mehr als ein Werbegag. Schliesslich setzt sich bei diesem Online-Voting stets der Massengeschmack gegenüber den Insider-Wünschen durch. Angesichts der Abstimmungsergebnisse titelte ein grosses deutsches Metal-Magazin unlängst “Ihr Langweiler!” und meinte damit die Fans. Man darf jedoch gespannt sein, was sich die Marketingabteilung der Band um James Hetfield noch alles einfallen lässt. Nachdem Metallica vor kurzem bereits medienwirksam einen Gig in der Antarktis spielten (Antarctica), scheint im Sinne der Vermarktung alles möglich zu sein. Hier einige Vorschläge: “Titanica – Drown’em all” oder “Desertica – Meet the Sandman”. Es darf gevoted werden.

Setlist:

  1. Battery
  2. Master of Puppets
  3. Welcome home (Sanitarium)
  4. Ride the Lightning
  5. The Unforgiven
  6. Creeping Death
  7. Lords of Summer
  8. Sad but true
  9. Fade to Black
  10. …And Justice for all
  11. One
  12. For whom the Bell tolls
  13. Whiskey in the Jar
  14. Nothing else matters
  15. Enter Sandman
  16. Zugabe:

  17. St. Anger
  18. Orion
  19. Seek & Destroy

Ride the Lightning: Blitz und Metallica im Basler St.Jakob-Park, das Konzert Review

Im August 1991 beehrte die Elite der harten Gitarrenklänge Basel im Rahmen des "Monsters of Rock" und der Name wurde für 50'000 Metal-Jünger zum Programm! Metallica fegten damals mit (heute verbotenen) 110 Dezibel durchs Joggeli, so dass der Hauptact AC/DC trotz wild umher hampelnden Angus Young und einer grossartigen Show wie ein laues Lüftchen wirkten. Legenden besagen, dass Metallica noch im 20 Kilometer entfernten Rodersdorf zu hören waren. Nach über 20 Jahren kehrten Metallica am Freitag nach Basel in den ausverkauften Basler St. Jakob-Park zurück und versetzten 40'000 Fans in Euphorie - und beschwor einen dramatischen Wetterwechsel herauf. So begann die Show bei strahlendem Sonnenschein und endete im wahrsten Sinn des Wortes in einem kleinen Sturm. Die Zuschauer schien das Gewitter jedoch nicht im Geringsten zu stören, im Gegenteil: Es war, als setzten sie Blitz und Donner noch mehr unter Strom! Nach der absoluten Schlammschlacht am Sonisphere 2010 in Jonschwil, dem organisatorischen Chaos, dass schlussendlich den Veranstalter in den Konkurs trieb am Sonisphere 2011, ebenfalls im Basler Joggeli, und dem Sonisphere 2012 in Yverdon-les-Bains, endlich einem rundum gelungenen Anlass mit Metallica, Motörhead und Slayer, fand letzten Freitag also das Sonisphere 2014 im Basler FCB St. Jakobs Park, mit Kvelertak, Airbourne, Alice in Chains und Metallica statt. Metallica im Sankt Jakob, das ist ein Anlass mit Geschichte. Das letzte Mal trat das amerikanische Quartett im Jahre 1993 hier auf, die Tour nach dem sogenannten schwarzen Album, das die Band von der Spitze der Heavy-Metal-Szene in die Riege der Stadionbands katapultierte und dort halten sie sich seither hartnäckig - trotz schwacher Alben, Besetzungswechseln, Alkoholproblemen und einem Dokfilm, der die Band mit einem Therapeuten beim Sezieren der eigenen Psyche zeigte. Nachdem Schwarzen Album war für mich persönlich Metallica tot und ausverkauft und die Napster-Affäre bestätigte mich in diesem Denken. Doch es gab nichts, was die Band-Fan-Beziehung nachhaltig beschädigen konnte und auch ich konnte den Herren verzeihen und kam mit St. Anger wieder auf den Geschmack. [youtube id="XLaRF1iP_h0" align="center"] Im Publikum dominierte am Freitag ganz klar Schwarz, wie es sich für ein Metal(lica)-Konzert auch gehört. Doch schnell wurde klar, hier ist auch viel Mainstream unterwegs: Besucher mit karierten Hemden und beigen Shorts, Menschen mit Föhnfrisuren und Damen und Herren in Deutschlandtrikots - was gar nicht geht an einem Metal-Konzert. Sei's drum, Hauptsache die Technik stimmt und hier wurde nicht gekleckert, sondern geklotzt und dass so richtig: Die Bühne ist 110 Tonnen schwer, rund 14 Kilometer Kabel wurden verlegt, 1200 Menschen sind am Tourtag im Einsatz und 55 40-Tonnen LKW's karrten das Material heran. Zwei Kranwagen à 60 Tonnen und sieben Gabelstapler waren im Dauereinsatz, 312 Meter Traversen wurden montiert und elf Nightliner brachten Musiker und Crew an den Ort des Geschehens. Wie konnte eine Band, die derart harte Musik spielt, zu einer der grössten Rockbands überhaupt werden? Nur so zum Vergleich: Slayer und Anthrax, die seit den Achtzigerjahren zusammen mit Megadeth und Metallica die "Big Four" des Thrash Metal bilden, traten vor einem Monat gemeinsam im Z7 in Pratteln vor 1500 Leuten auf. Im…

Ride the Lightning: Blitz und Metallica im Basler St.Jakob-Park, das Konzert Review

Atmosphäre - 95%
Performance - 95%
Akustik - 95%
Sichtverhältnisse - 95%
Vor-Ort-Service - 95%
Sanitäre Einrichtungen - 90%
Parkplatzsituation - 30%
Zusammenfassung

Metallica halt. Zweieinhalb Stunden Weltklasse. Die vier Ausnahmemusiker sind nach mittlerweile mehr als 30 Jahren Bühnenpräsenz nicht nur technisch unschlagbar, sondern schienen in Basel einen echt guten Tag zu haben. Zumindest vermittelten sie den Eindruck, dass sie Bock auf jeden Song hatten, den sie spielten. Und wie sie diese spielten: Hetfield wechselte seine Gitarren öfter, als andere Leute ihre Unterhosen in der Woche. Hinzu kam ein einfach überragender Sound, wuchtig, schneidend, glasklar, absolut rein bei den Balladen, welche die Band geschickt zwischen die thrashigen Songs mischte und so mal die Luft raus nahm, um sofort wieder Gas zu geben. Dass die Fans die Songauswahl jeden Abend der “By Request”-Tour neu bestimmen dürfen, ist schliesslich auch nicht viel mehr als ein Werbegag. Schliesslich setzt sich bei diesem Online-Voting stets der Massengeschmack gegenüber den Insider-Wünschen durch. Angesichts der Abstimmungsergebnisse titelte ein grosses deutsches Metal-Magazin unlängst “Ihr Langweiler!” und meinte damit die Fans. Man darf jedoch gespannt sein, was sich die Marketingabteilung der Band um James Hetfield noch alles einfallen lässt.

Beurteilung 85%
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5
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Heute Abend findet ja bekanntermassen das Sonisphere in Basel statt mit Bands wie Alice in Chains, Airbourne, Kvelertak und natürlich Metallica. Letztere haben ihre Fans die Songs zum Konzert wählen lassen, dass sogenannte “Metallica by Request” und das haben die Jungs dieses Jahr schon bei einigen Konzerten den Anhängern angedeihen lassen. Leider werden uns in Basel die besteen Songs wie Whiplash und XXX nicht dargeboten, doch sind Metallica Live immer wieder ein Erlebnis.

Für alle die zuhause bleiben mussten gibts nachfolgend zwei “Metallica by Request”-Konzerte: Das erst aus Chile mit den Songs wie Battery, Master Of Puppets, Welcome Home (Sanitarium), Ride The Lightning, The Unforgiven, Lords Of Summer, …And Justice For all, Sad But True, Fade to Black, Orion, One, For Whom the Bell Tolls, Blackened, Nothing Else Matters, Enter Sandman, Creeping Death, Whiplash und Seek And Destroy.

Das zweite stammt aus Südamerika allgemein und enthält die Songs: Battery, Blackened, Master Of Puppets, Welcome Home (Sanitarium), The Unforgiven, Sad But True, Fade To Black, …And Justice For All, Lords of Summer, Orion, For Whom the Bell Tolls, One, The Four Horsemen, Whiplash, Ride the Lightning und Whiskey In The Jar. Have fun with Bullit Belt Thrash at Neck breaking speed!!!

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Metallica Sonisphere Basel Running Order

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Morgen findet das Metallica Sonisphere mit den Bands Alice in Chains, Airbourne und Kvelertak statt, heute ist nun der Running Order dazu veröffentlicht worden, die Bands spielen wie folgt:

15.00 Uhr – Türöffnung
17.00 Uhr – Kvelertak
18.05 Uhr – Airbourne
19.15 Uhr – Alice in Chains
20.40 Uhr – Metallica
23.00 Uhr – Konzertende

Falls ihr wissen möchtet, welche Songs die Fans nun gewählt haben, sieht es aktuell heute Abend wie folgt aus:

  • Master of Puppets
  • Enter Sandman
  • One
  • Nothing Else Matters
  • The Unforgiven
  • Seek and Destroy
  • Sad But True
  • For Whom the Bell Tolls
  • Fade to Black
  • Battery
  • Whiskey in the Jar
  • Welcome Home (Sanitarium)
  • …And Justice for All
  • Ride the Lightning
  • Creeping Death
  • St. Anger

Naja, da hätte man aus meiner Sicht besser den einen oder anderen Song aus alten Zeit wählen dürfen. Aber henu, es ist nun wie es ist und trotzdem wird das ganze sicherlich ein riesen Fest werden! Also Freunde, man sieht sich und denkt daran: Die, BANG YOUR HEAD!!! :rock: :rock: :rock:

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So gut werden Metallica beim Sonisphere in Basel

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Metallica By Request“, die Fans haben entschieden! Diese Songs spielen Metallica bei ihrem Konzert in Basel! Die Wahl der Masse wird wohl kaum jeden Metallica-Fan glücklich machen, doch seht selbst: Das sind die Songs, die Metallica, neben ihrem neuen Song “The Lords Of Summer”, bei ihrem Konzert am Sonisphere in Basel spielen werden!

  • Master of Puppets
  • Enter Sandman
  • One
  • Nothing Else Matters
  • The Unforgiven
  • Seek and Destroy
  • Sad But True
  • For Whom the Bell Tolls
  • Fade to Black
  • Battery
  • Whiskey in the Jar
  • Welcome Home (Sanitarium)
  • …And Justice for All
  • Ride the Lightning
  • Creeping Death
  • St. Anger
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Baby Metal sind japanisches Trio, bestehend aus Suzuka Nakamoto, Yui Mizuno und Moa Kikuchi, die allesamt Mitgleider beim “Heavy Music Club” (jyu-on-bu) von Sakura Gakuin sind und demnächst auf Welttournee gehen. Da sollte man fast hin gehen…

Baby Metal World Tour 2014

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Seit über 30 Jahren stehen Billy Idol und der Gitarrist Steve Stevens für ungezügelten Rock’n’Roll. Wasserstoffblond, rotzig und skandalumwittert, so hat man Billy Idol im Gedächtnis. Doch vor Jahren ist es ruhig geworden um den Rockrebellen der Achtziger. Nun ist er wieder zurück mit Sex in der Stimme und ein Sixpack, das sich sehen lassen kann. Billy Idol brachte bei seinem Konzert im Z7 in Pratteln nicht nur die Frauen ins Schwärmen, sondern bewies auch, dass Rock keine Frage des Alters ist. Eigentlich lebt die Legende Billy Idol vor allem von seinen alten Hits, die er damals auf dem Zenit seiner Karriere hatte. Deshalb war die Überraschung um so grösser, als dieser Mann am Donnerstagabend die Bühne betrat: Man hätte eher einen alternden, abgerockten Sänger erwartet, der sein Gnadenbrot mit Greatest-Hits-Konzerten verdient. Doch mitnichten. Da stand ein Mann, den man auf den ersten Blick fast auf Mitte 30 schätzen würde!

When the Rebel Yells: Wie Billy Idol das Z7 rockte

Schlank, durchtrainiert, ganz in Schwarz gekleidet. Es scheint, dass er inzwischen lieber seinen Fitnesstrainer konsultiert, als Drogen konsumiert. In den 80ern einer der Heroen meiner Jugend, mit rotzigen Auftritten und grandioser Musik im Gepäck, war es nach dem gefloppten „Cyberpunk“ Album (1993) still um den blondierten Bürgerschreck geworden. Lediglich mit Drogenexzessen konnte der gute Mann noch in den Boulevardblättern auftauchen, umso erstaunlicher war seine famose Rückkehr im Jahre 2005 mit dem Album “Devil’s Playground”, welches allerorten abgefeiert wurde. Nun will er dieses Jahr sein neustes Werk “BFI” veröffentlichen und ist der Zeit auch live unterwegs und beweist damit, keineswegs zum alten Eisen zu gehören, trotz der 59 Lenze.

Bei traumhaftem Wetter gewährte die Freilichtbühne des Z7 praktisch jedem der knapp 2800 Besucher optimale Sicht auf das Geschehen und es fanden sich viele Menschen im besten, sprich meist mittleren Alter ein, die dem guten Billy sicher schon länger die Treue halten, sprich die Show war Ausverkauft. Dabei befanden sich kaum “szenige” Leute auf dem Gelände, die allermeisten waren einfach Menschen in “normalen” Klamotten. Vor Billy Idol wurden die Zuhörer erst einmal durch Gloria Volt, einer Band aus Winterthur, auf den Abend eingestimmt. Mit druckvollem Sound wurde ein Set von etwa 40 Minuten durchgerockt. Nach einer Umbaupause war es dann auch soweit, Billy Idol betrat die Bühne am Z7. Es war schon etwas merkwürdig: Da steht ein ein praktisch 60 jähriger Mann auf der Bühne und tut so, als wäre er immer noch der ewig jugendliche Rebell. In Lederkluft, wasserstoffblondem Strubbelkopf und mit dicker Trotz-Lippe schert er sich keinen Dreck darum, dass er inzwischen zu den Stubenältesten im Punk-Disneyland zählt. Mit den Worten “Can you hear me?” enterte William Albert Michael Broad, wie Billy Idol mit bürgerlichem Namen heisst, die Bühne. “Once again I’m running, in times that are frightening, but I won’t let that break me. I won’t let that take me down again”, singt er im Opener “Postcards Form The Past”. Er hat nach langen ausufernden Jahren mit Sex, Drugs and Rock’n’Roll seinen Platz gefunden in der Popgeschichte, versprach alle seine Hits zu spielen, heizte den jubelnden Fans gleich so richtig ein und die Stimmung stand sofort auf Sturm.

When the Rebel Yells: Wie Billy Idol das Z7 rockte

Die Formation Billy Idol besteht vordergründig aus der Symbiose des Sängers, der den Namen gibt und dem Gitarristen Steve Stevens. Letzterer gilt als einer der versiertesten Rock-Gitarristen überhaupt. Der aus New York stammende Künstler komponierte, neben den Billy-Idol-Klassikern, unter anderem den unverwechselbaren Gitarrenpart für Michael Jacksons “Dirty Diana” und das “Top Gun Anthem” (mit Harold Faltermeyer), wofür er 1986 einen “Grammy” erhielt. Mit an Bord neben Billy und Steve: Drummer Erik Eldenius, Bassist Stephen McGrath, Gitarrist Billy Morrison und Paul Trudeau an den Keyboards – alles hochkarätige Musiker, die ihr Handwerk verstehen und perfekt miteinander harmonieren. Natürlich war aber Billy Idol der absolut umjubelte Star, der seiner Rolle auch gerecht wurde und sowohl stimmlich als auch physisch völlig überzeugte. Äusserst durchtrainiert stellte er während der Show immer wieder seinen Body zur Schau. Doch er lieferte noch viel mehr als das. Wenn man Idol mit einem Wort beschreiben will, ist wohl Charisma das zutreffendste. Zu den Songs, die er mit seiner unverwechselbaren, tiefen Stimme vortrug, sprang er über die Bühne wie ein junger Derwisch.

Steve (immer mit Kippe im Mundwinkel) hielt sich eher im Hintergrund auf, lief dann aber während seiner Gitarrensoli zu Höchstform auf. Verbringt der Mann seine Zeit auch noch mit etwas anderem als mit Gitarre spielen? Über Kopf, mit der Zunge – das ganze Programm! Genau das wurde von den feiernden Fans erwartet und auch genau das bekamen sie. Mit viel Druck wurde auf der Bühne gefeiert, die Menge war sofort im Bann der Musik, im Bann der guten alten 80er. Es wurde überdeutlich, dass dies hier keine Nostalgie Show ist, wie bei so manch anderem “wiederentdeckten” Künstler. Der Mann rockt immer noch und seine Begleitmannschaft, allen voran Steve Stevens, macht es ihm nach. Unglaublich wie der Gitarrero sein Instrument beherrscht, ein ausgedehntes Solo mit einer Akustikgitarre offenbarte sein technisches Können, während er mit spanischen Klängen die Fans ganz alleine unterhielt. Hier performte eine Band, der einfach nur Spass auf der Bühne hat, was sich auch auf das Publikum übertrug. Man merkte wie in Erinnerungen geschwelgt wurde und die meisten sangen die Hits textsicher mit. Jeder Titel wurde frenetisch bejubelt – naja, die “alten” Gassenhauer vielleicht doch ein bisschen mehr! “Rebel Yell” beendete nach 90 Minuten standesgemäss den ersten Part des Konzerts.

When the Rebel Yells: Wie Billy Idol das Z7 rockte

Das sollte es natürlich noch nicht gewesen sein, mit “White Wedding” kam man noch einmal zurück auf die Bühne und den krönenden Abschluss bildete das rotzige “Mony Mony”. Das Publikum konnte sich kaum beruhigen. Die Energie, die Idol versprühte, sprang auf alle über. Da waren zum einen die erdrückenden, brachialen Momente, in denen Steve Stevens mit aller Wucht in die sechs Saiten seines Instrumentes langte und den Vorplatz des Z7 am Donnerstagabend zum Beben brachte und zum anderen die gefühlsbetonten Einschübe, in denen der Gitarrengott alles zum Schmelzen brachte. Immer wieder wechselte er in seinen zahlreich in die Show eingebetteten Soli zwischen diesen Extremen hin und her, er lag während des Spielens auf dem Boden, spielte mit dem Instrument hinter dem Kopf, spielte mit dem Mund. Um neben einem Steve Stevens auf einer Bühne bestehen zu können, braucht es mehr als nur einen gestählten Body. Und Billy Idol meisterte diese Aufgabe mit Bravour und zelebrierte Publikumsnähe in Reinkultur. Und wären alle Dämme gebrochen und hätte das Publikum nicht ohnehin schon ab den ersten Takten getobt, was das Zeug hält, hätte der Mann mit den sieben Leben seinen grössten Trumpf “Rebel Yell” wohl einfach früher in die Setlist eingebettet und nicht erst vor der Zugabe angestimmt. Billy Idol hatte einen Riesenspass mit den Schätzen aus seinem persönlichen Popmuseum, die freilich keinen Moment lang museal erschienen. Zum Schluss war der Jubel so laut, dass man den Mann auf der Bühne kaum mehr verstand. Nach zwei Stunden war das Spektakel dann zu Ende. Seine letzten Worte, bevor er die Bühne verliess, waren: “I’m Billy ‘Fucking’ Idol”.

Setlist:

  1. Postcards from the Past
  2. Cradle of Love
  3. Dancing with Myself (Generation X Song)
  4. Flesh for Fantasy
  5. Love and Glory
  6. One Breath Away
  7. Ready Steady Go (Generation X Song)
  8. Sweet Sixteen
  9. Whiskey And Pills
  10. Eyes Without a Face
  11. L.A. Woman (The Doors Cover)
  12. Guitar Solo
  13. King Rocker (Generation X Song)
  14. Love Like Fire (Generation X Song)
  15. Blue Highway
  16. Rebel Yell
  17. Zugabe:

  18. White Wedding (Special Acustic Version)
  19. Mony Mony (Tommy James & the Shondells Cover)
Seit über 30 Jahren stehen Billy Idol und der Gitarrist Steve Stevens für ungezügelten Rock'n'Roll. Wasserstoffblond, rotzig und skandalumwittert, so hat man Billy Idol im Gedächtnis. Doch vor Jahren ist es ruhig geworden um den Rockrebellen der Achtziger. Nun ist er wieder zurück mit Sex in der Stimme und ein Sixpack, das sich sehen lassen kann. Billy Idol brachte bei seinem Konzert im Z7 in Pratteln nicht nur die Frauen ins Schwärmen, sondern bewies auch, dass Rock keine Frage des Alters ist. Eigentlich lebt die Legende Billy Idol vor allem von seinen alten Hits, die er damals auf dem Zenit seiner Karriere hatte. Deshalb war die Überraschung um so grösser, als dieser Mann am Donnerstagabend die Bühne betrat: Man hätte eher einen alternden, abgerockten Sänger erwartet, der sein Gnadenbrot mit Greatest-Hits-Konzerten verdient. Doch mitnichten. Da stand ein Mann, den man auf den ersten Blick fast auf Mitte 30 schätzen würde! Schlank, durchtrainiert, ganz in Schwarz gekleidet. Es scheint, dass er inzwischen lieber seinen Fitnesstrainer konsultiert, als Drogen konsumiert. In den 80ern einer der Heroen meiner Jugend, mit rotzigen Auftritten und grandioser Musik im Gepäck, war es nach dem gefloppten „Cyberpunk“ Album (1993) still um den blondierten Bürgerschreck geworden. Lediglich mit Drogenexzessen konnte der gute Mann noch in den Boulevardblättern auftauchen, umso erstaunlicher war seine famose Rückkehr im Jahre 2005 mit dem Album "Devil's Playground", welches allerorten abgefeiert wurde. Nun will er dieses Jahr sein neustes Werk "BFI" veröffentlichen und ist der Zeit auch live unterwegs und beweist damit, keineswegs zum alten Eisen zu gehören, trotz der 59 Lenze. [youtube id="dHL84cnDH9U" align="center"] Bei traumhaftem Wetter gewährte die Freilichtbühne des Z7 praktisch jedem der knapp 2800 Besucher optimale Sicht auf das Geschehen und es fanden sich viele Menschen im besten, sprich meist mittleren Alter ein, die dem guten Billy sicher schon länger die Treue halten, sprich die Show war Ausverkauft. Dabei befanden sich kaum "szenige" Leute auf dem Gelände, die allermeisten waren einfach Menschen in "normalen" Klamotten. Vor Billy Idol wurden die Zuhörer erst einmal durch Gloria Volt, einer Band aus Winterthur, auf den Abend eingestimmt. Mit druckvollem Sound wurde ein Set von etwa 40 Minuten durchgerockt. Nach einer Umbaupause war es dann auch soweit, Billy Idol betrat die Bühne am Z7. Es war schon etwas merkwürdig: Da steht ein ein praktisch 60 jähriger Mann auf der Bühne und tut so, als wäre er immer noch der ewig jugendliche Rebell. In Lederkluft, wasserstoffblondem Strubbelkopf und mit dicker Trotz-Lippe schert er sich keinen Dreck darum, dass er inzwischen zu den Stubenältesten im Punk-Disneyland zählt. Mit den Worten "Can you hear me?" enterte William Albert Michael Broad, wie Billy Idol mit bürgerlichem Namen heisst, die Bühne. "Once again I'm running, in times that are frightening, but I won't let that break me. I won't let that take me down again", singt er im Opener "Postcards Form The Past". Er hat nach langen ausufernden Jahren mit Sex, Drugs and Rock'n'Roll seinen Platz gefunden in der Popgeschichte, versprach alle seine Hits zu spielen, heizte den jubelnden…

When the Rebel Yells: Wie Billy Idol das Z7 rockte

Atmosphäre - 100%
Performance - 100%
Akustik - 95%
Sichtverhältnisse - 95%
Vor-Ort-Service - 90%
Sanitäre Einrichtungen - 50%
Parkplatzsituation - 80%
Zusammenfassung

Seit über 30 Jahren stehen Billy Idol und der Gitarrist Steve Stevens für ungezügelten Rock'n'Roll. Wasserstoffblond, rotzig und skandalumwittert, so hat man Billy Idol im Gedächtnis. Nun ist er wieder zurück mit Sex in der Stimme und ein Sixpack, das sich sehen lassen kann. Billy Idol brachte bei seinem Konzert nicht nur die Frauen ins Schwärmen, sondern bewies auch, dass Rock keine Frage des Alters ist. Da waren zum einen die erdrückenden, brachialen Momente, in denen Steve Stevens mit aller Wucht in die sechs Saiten seines Instrumentes langte und den Vorplatz des Z7 am Donnerstagabend zum Beben brachte und zum anderen die gefühlsbetonten Einschübe, in denen der Gitarrengott alles zum Schmelzen brachte. Um neben einem Steve Stevens auf einer Bühne bestehen zu können, braucht es mehr als nur einen gestählten Body. Und Billy Idol meisterte diese Aufgabe mit Bravour und hatte einen Riesenspass mit den Schätzen aus seinem persönlichen Popmuseum. Zum Schluss war der Jubel so laut, dass man den Mann auf der Bühne kaum mehr verstand. Die Energie, die Idol versprühte, sprang auf alle über.

Beurteilung 87%
Leser Bewertung
3 votes
4.8
87
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Heute Abend findet bekanntermassen Billy Idol den Weg in die Schweiz, um das legendere Z7 in Pratteln bei Basel zu rocken. Aus diesem Anlass für alle daheimgebliebenen und diejenigen unter euch, die nicht am Konzert teilnehmen können hier für euch “Billy Idol In Super Overdrive Live” aus dem Jahre 2009 mit folgenden Tracks:

0:00:29 Super Overdrive
0:04:57 Dancing With Myself
0:10:42 Flesh For Fantasy
0:17:50 Touch My Love
0:22:18 White Wedding
0:27:37 Scream
0:32:35 Eyes Without A Face
0:39:39 Cry
0:45:14 Blue Highway
0:52:12 Ready Steady Go
0:55:30 Rebel Yell
1:02:28 Kiss Me Deadly

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Freunde, hier 30 “Sehenswürdigkeiten”, die man nie an seinem Lieblings-Musik-Festival oder Open Air sehen möchte. Von urkomisch bis schrecklich ist alles dabei und teilweise definitiv nichts für schwache Nerven oder einen schwachen Magen…

Warteschlangen

Warteschlangen

Deine Eltern

Deine Eltern (peinlich)

Deine betrunken Eltern

Deine betrunken Eltern

Schlamm

Schlamm

Diese Jungs in der Getränke Warteschlange

Diese Jungs im Getränk Warteschlange

Stage Dive Fail

Menschen, die ständig Bilder schiessen..

Menschen, die ständig Bilder schiessen

..und dies mit ihrem iPad

Bilder schiessen mit dem iPad

Dein Crowdsurfing Foto macht die Runde im Internet

Dein Crowdsurfing Foto macht die Runde im Internet

Die Grimassen dieses Typs

Wirklich grosse Jungs

Wirklich grosse Jungs

Ein Mädchen, dass es mit einem Baum treibt

Unangemessene Freizügigkeit

Unangemessene Freizügigkeit

Dein überflutetes Zelt

Dein überflutetes Zelt

Dein wegfliegendes Zelt

Ausdruckstanz

Zerstörtes Dixi Klo

Zerstörtes Dixi Klo

Wirklich zerstörte Dixi Klos

Wirklich zerstörte Dixi Klos

Dieser Kerl, der von dem Klo springt, dass du gerade benutzt

Dieser Kerl, der von dem Klo springt, dass du gerade benutzt

Diese Erfindung, genannt “P-Tree”

Diese Erfindung, genannt "P-Tree"

Deine Oma, welche mehr abfeiert als du

Trolle

Trolle

Menschen, die alle und jeden umarmen und einfach nicht damit aufhören

Menschen, die alle und jeden umarmen und einfach nicht damit aufhören

Geisteskranke Circle Pits, ausser du bist Ready to Rumble!

Jungs, die Gürteltaschen tragen

Jungs, die Gürteltaschen tragen

Jungs, die Mankinis tragen

Jungs, die Mankinis tragen

Jungs, die Jungs mit Mankinis auf den Schultern tragen

Jungs, die Jungs mit Mankinis auf den Schultern tragen

Crowdsurfing nackt

Crowdsurfing nackt

Kerl, der beim Abgleiten aus dem Moshpit in den Strahl eines Mädchens beim Wasserlassen rutscht

Ein Löwe

Ein Löwe

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Megadeth haben schon vor einem Moment bekannt gegeben, dass Auftritte bis zum 20.06.2014 abgesagt werden mussten, da der Bruder von Bassist David Ellefson seinem Krebsleiden am 19. Mai erlegen ist und die Band deswegen Rücksicht nehmen möchte. Hier wäre das Konzert vom 28. Juni mit Rob Zombie nicht betroffen gewesen. Doch erstens kommt es anders, zweitens als man denkt!

Nun hat der Veranstalter Good News bekannt gegeben, dass das Konzert in der Schweiz wider erwarten auch nicht stattfinden kann, dazu gesellen sich noch einige weitere anstehende Konzerte. Nachfolgend die vollständige Liste:

  • 04.-07.06.2014 Sweden Rock Festival 2014
  • 06.-08.06.2014 ROCK HARD Festival 2014
  • 10.06.2014 Paris, France – Le Palais Des Sports
  • 11.-13.06.2014 Copenhell 2014
  • 11.06.2014 Utrecht, Netherlands – Tivoli Vredenburg
  • 13.-15.06.2014 Nova Rock 2014
  • 20.-22.06.2014 Hellfest 2014
  • 23.06.2014 Luxembourg, Luxembourg – Rockhal
  • 27.-29.06.2014 Graspop Metal Meeting 2014
  • 28.06.2014 Winterthur, Switzerland – Eishalle Wetzikon

Voraussichtlich wird die Band ab 24.Juli ihre Europatour antreten. Über eventuelle Nachholtermine zu den restlichen Konzerten ist aktuell noch nichts bekannt. Das Konzert von Rob Zombie am 28. Juni wird jedoch durchgeführt, als weiterer Support Act konnte Avatar bestätigt werden. Als Entschädigung erhalten Personen welche bereits ein Ticket gekauft haben einen Getränkegutschein (bei Stehplatztickets) oder zwei Getränkegutscheine (bei Sitzplatz Tickets). Durch den Ausfall von Megadeth können Konzerttickets auch bis zum 28. Juni an der Vorverkaufsstelle, an welcher das Ticket erworben wurde, zurück gegeben werden.

Rob Zombie 2014