Der beste Bösewicht: R.I.P. Christopher Lee

Sir Christopher Lee ist bereits am vergangenen Sonntag, dem 7. Juni, im Alter von 93 Jahren in einem Spital in London gestorben. Sein Dracula ist und bleibt bis heute mit Abstand der beste aller Blutsauger. In Star Wars war er Count Dooku und im Herr der Ringe spielte er den Saruman. Nun ist er von uns gegangen, der Gentlemen der alten Schule, welchen er privat gab und er wird uns fehlen, der beste aller Bösewichte!

christopherlee

Der 1922 geborene Sohn eines britischen Offiziers und einer italienischen Gräfin entschied sich nach dem 2. Weltkrieg aus einer Bieridee heraus für die Schauspielerei, „ohne natürliche Begabung“, wie er immer freimütig zugab. Zehn Jahre musste er sich mit Kleinstauftritten und Statistenrollen herumquälen und pflegte dabei sein Motto: „Du kannst dir die Rollen nicht immer aussuchen – hast aber trotzdem die Freiheit, sie mit Würde zu interpretieren.“ Bald erhielt er das Angebot einer auf blutrünstigen Horror spezialisierten Firma namens Hammer, die ihn als Graf Dracula engagierte, den er dann noch sieben weitere Male gab. „Dracula bescherte mir einen Namen, einen Fanclub und einen Gebrauchtwagen“, vermerkte Lee dankbar in seiner Autobiografie „Lord of Misrule“.

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Christopher Lee as Dracula: Bite Montage

Der heute längst legendäre „Hammer Horror“ ist untrennbar mit seinem Gesicht verbunden: Ein schmales, elegantes Antlitz, das gut zu dem Untoten aus altem Adelsgeschlecht passte, ein stoisches, fast steifes Mienenspiel, das die psychologischen Dimensionen der Vampirrolle – Einsamkeit und sexuelle Gier – trotzdem auszuloten vermochte. Lee spielte für Hammer jedoch auch die Mumie, Frankensteins Monster und gleich fünfmal den Schurken Fu Man Chu. Schon früh wurde er zu einem herausragenden Bösewicht der Filmgeschichte. Zu den bekanntesten Figuren zählt der Scaramanga aus „The Man with the Golden Gun“ und mit Bond-Erfinder Ian Fleming verband ihn ein entferntes verwandtschaftliches Verhältnis.

Vampire, so heisst es, können sich von ihrem Schatten lösen. Christopher Lee wusste es besser, denn den blutrünstigen Grafen wurde er nie mehr ganz los. Lee hat diese lebenslange Identifikation bespöttelt. Wirklich beklagt hat er sie nie. Noch 2002 fand Johnny Depp, ein guter Freund der letzten Jahre: „Du spielst an der Seite von Christopher und kannst gar nicht anders als zu denken: Oh mein Gott, er ist es – Dracula!“ Bei den Filmen, die Lee besonders am Herzen lagen, sah freilich kaum jemand hin. Er war stolz, in „Jinnah“ (1998) den gleichnamigen Gründer Pakistans verkörpert zu haben. Als sein bestes Werk bezeichnete der Schauspieler selbst den in der Masse recht unbekannten britischen Horrorfilm „The Wicker Man“ (1973) über ein makaberes heidnisches Ritual.

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The Raven (Christopher Lee)

Gemeinsam mit seiner Frau Gitte und der Tochter Christina lebte er, der schon einen Teil seiner Kindheit in der Schweiz verbracht hatte, für ein paar Jahre am Genfersee. Von dort aus bereiste er den ganzen Kontinent: Das Sprachtalent konnte Italienisch, Französisch, Spanisch, Deutsch und natürlich seine Muttersprache Englisch fliessend und wurde überall gerne beschäftigt. Er selbst ging all diese Engagements gewissenhaft an, ohne sich über ihren filmhistorischen Rang allzu grosse Illusionen zu machen. So blieben die Höchstleistungen dann auch eher anderer Natur, kaum jemand hat wohl in mehr Filmen mitgespielt als Lee – je nach Quelle pendelt die Zahl pendelt zwischen 250 und über 300. 17 Schwertkämpfe hat er vor der Kamera ausgefochten – Errol Flynn kam nur auf 9. Auch Lees Körperlänge wurde immer wieder hervorgehoben: 1,96 Meter, zumindest in den Blütejahren.

Im Alter von 63 Jahren musste sich der Opernliebhaber, passionierte Golfer und Zigarrenraucher einer Herzoperation unterziehen. Zum Ende des Jahrtausends freundete er sich mit dem leidenschaftlichen B-Film-Verehrer Tim Burton an, der Lee nun regelmässig engagierte, so etwa für „Sleepy Hollow“ und „Charlie and the Chocolate Factory“. George Lucas verschaffte ihm einen Blockbusterauftritt in der Episode II und III von „Star Wars“ und sind wir ehrlich, Count Dooku ist das beste an diesen Episoden und eine kaum verhohlene Reminiszenz an seine berühmteste Rolle. Lee war ein grosser Bewunderer Tolkiens und hatte die Gelegenheit, ihn sogar noch persönlich zu treffen. Den „Herrn der Ringe“ las er einmal pro Jahr und so ist es nicht verwunderlich, dass die Rolle des bösen Zauberer Saruman ihm sehr am Herzen lag. Umso grösser war seine Enttäuschung, als sein Part aus der Kinofassung des dritten Teils, „The Return of the King“, gestrichen wurde – beim „Hobbit“ war er dann wieder dabei.

Danke Christopher, danke für alle die grossartigen Monster und sag Peter Cushing und Vincent Price einen schönen Gruss.

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The Time Warp Instructions - Christopher Lee

Topmodelterroristen

Irgendwie ist was faul an der Geschichte mit dem Bombenterror – und das waren keine Kalorienbomben für magere Models – bei Germany’s Next Topmodel. Nicht das Stories, über Promis welche „bevorzugt“ evakuiert wurden, schon bedenklich genug wären, dass ist alles nur Ablenkung, Opium fürs Volk, damit man auch immer schön was zu diskutieren hat und dass wesentliche aus dem Blickfeld verliert. Den Mal im Ernst Freunde, die Geschichte erscheint wie eine wunderbar inszenierte Show der Faschisten, um den Polizeistaat weiter vorantreiben zu können. Oder anders formuliert: Hätte es diese „Topmodelterroristen“ nicht gegeben, hätten sie von der SS von unseren Geheimdiensten erfunden werden müssen.

Topmodelterroristen

Genau dieser Polizeistaat, der schon lange in der Kritik steht, egal ob in Deutschland, US&A oder der Schweiz, den Geheimdienste scheint die Überwachung unbescholtener Bürger noch immer nicht weit genug zu gehen. Es ist schon ein unglaublich cleverer Schachzug von den „Terroristen“, ausgerechnet Heidi Klums menschenverachtende Model-Show mit Bombenterror zu überziehen. So liefern sie den Faschisten wieder einen „Grund“ mehr, den Polizeistaat voranzutreiben und erhalten dabei auch noch Applaus von den ganzen Topmodelglotzern, die sich wahrscheinlich grösstenteils aus bildungsfernen Schichten rekrutieren, wohingegen die Schnittmenge von Klum- und Überwachungskritikern recht gross sein dürfte. Na da freuen wir uns doch auf ein spannendes Finale von Germany’s Next Topmodel am 28. Mai.

11 Franken pro Zigi-Päckli: Rauchen ist Dienst am Vaterland

Raucher müssen die offenen Beine in den Kassen der AHV/IV stopfen. Wie gestern bekannt wurde, will der Bundesrat die Tabaksteuer erhöhen. Das Schweizer Vaterland wird dadurch noch abhängiger von der Leistungsfähigkeit seiner Raucher. Die wurden bereits zur Finanzierung der AHV/IV, der Krankenversicherung und des Anti-Terror-Kampfes herangezogen. Die Folgen sind unter anderem Bluthochdruck, Lungenkrebs, gelbe Fingernägel und Tod.

Rauchen fürs Vaterland

Längst qualmen die meisten nur noch aus patriotischem Pflichtgefühl, überwinden Tag für Tag ihren Ekel, um keine Arbeitsplätze, die Medizinische Versorgung oder Renten zu gefährden. Viele Raucher halten diese seelische Belastung schlecht aus. Der Gewissensstress führt zu Bluthochdruck, Lungenkrebs, gelben Fingernägeln und Todesopfern. Die Betroffenen brauchen ein stabiles Umfeld, das ihnen die Angst nimmt, immer schuld zu sein, wenn IV-Renten gekürzt oder Arbeitsplätze verloren gehen. Ständig sind sie auf der Pirsch nach dem nächsten Glimmstängel, um der Lebenserwartung ein weiteres Mal einen Scheitel zu ziehen.

Niemand warnt Nichtraucher so sehr vor den Gefahren, den Nachteilen, der Lästigkeit des Tabakkonsums, wie der Raucher selbst. „Ganz schlimme Angewohnheit“, sagen sie dann, als hätten sie es auswendig gelernt, ziehen genüsslich am verteerten Filter und fahren fort: „Fang bloss nicht auch noch damit an!“ Die Botschaft ist klar: Raucher wollen unter sich bleiben, sie sind eine verfluchte Elite, von denen der Nichtraucher tunlichst Abstand halten sollte. Röchelnden Nichtraucher werden von Rauchern geflissentlich gar nicht bemerkt oder schlicht ignoriert, denn nicht alle können dieser Elite angehören. Aus diesem Grund haben sich Nichtraucher selbst in die Opferrolle hineindefiniert und die Kinder des Teers und Nikotins aus öffentlichen Gebäuden verbannt. In Restaurants duftet es nun endlich nach Essen statt nach Teergrube, Kneipen und Pubs riechen nach Schnaps und Erbrochenem und Diskotheken und Clubs nach Schweiss.

Doch all dies bringt leider Väterchen Staat keine Einnahmen, um die horrenden Kosten zu decken. Und dabei geht es nicht nur um die AHV/IV, Krankenversicherungen oder den Kampf gegen den Terror. Es wollen auch jährlich 300 – 350 Tabakbauern mit mehr als 20 Million Franken subventioniert werden, oder die 5 Million Franken für Präventionskampagnen gegen das Rauchen müssen schliesslich auch irgendwo her kommen. Bald könnte die Schweiz gezwungen sein, hoch qualifizierte Kettenraucher im Ausland anzuwerben. Denkbar wäre auch, neuartige Passivraucher auszubilden, die zwar Zigaretten kaufen, aber nicht rauchen – um dem Staatshaushalt länger als Zigarettenkäufer dienlich zu sein.

Übrigens hat kürzlich eine Studie gezeigt, dass Vögel gerne Zigarettenstummel für den Nestbau verwenden. Resultat: Der Parasitenbefall ist wesentlich geringer. Mittlerweile werden so wenige Zigarettenkippen auf den Boden geschmissen, dass sich die Mitarbeiter des Strassenreinigungsdienstes ernsthafte Sorgen um ihre Arbeitsplätze machen müssen. Zwar sieht man aktuell noch von einem öffentlichen Aufruf Zigarettenstummel auf den Boden zu schmeissen ab, doch werden bereits andere Ideen gesponnen. So überlegt man, die Alkohol- und Benzinsteuer massiv zu erhöhen, zusätzlich Fondue-, Modelleisenbahn-, Skipass-, Fluch-, Plastikverpackungs-, Laufschuh- und Wanderstock-Steuern einzuführen und diese nötigenfalls mit Umerziehungscamps im Volk zu etablieren. Denn nur so schaffen wir es…

Bradley Manning: Wenn das Aufdecken der Wahrheit zu 35 Jahren Gefängnis führt

Das Video „Collateral Murder“ sorgte 2010 für weltweite Aufmerksamkeit und zeigte, wie eine US-Hubschrauberbesatzung eine Gruppe von Zivilisten – darunter Kinder sowie ein Reuters-Journalist – unter Feuer nahmen und dabei höhnische Kommentare von sich gaben. Für genau dieses Kriegsverbrechen stand Bradley Manning jetzt vor Gericht. Manning ist aber keiner der Schützen, sondern der US-Soldat, der Wikileaks das Video und viele weitere Informationen zugespielt hat. Die US-Regierung hat sich in all ihrer Grosszügigkeit dazu durchringen können, Manning nicht zum Tode zu verurteilen, sondern „nur“ 35 Jahre Haft!

Free Bradley Manning

Freunde, ich bin erschüttert und möchte Barack Obama, notabene Träger des Friedensnobelpreises, mitten auf dem Tisch des Oval Office kotzen. Der Friedensnobelpreis verkommt zur Farce, wenn ihn ein Präsident trägt, der durch menschen- und völkerrechtswidrige Aktivitäten glänzt:

  • Guantanamo: Amerikas Folterkammer, die jenseits jeglicher Rechtsstaatlichkeit operiert, ist entgegen Obamas vollmundiger Versprechen, sie sofort nach seinem Amtsantritt zu schliessen, immer noch in Betrieb.
  • Unter Obamas Regierung hat das US-Militär mehrere tausend Menschen auf fremdem Territorium mit ferngesteuerten Drohnen hingerichtet. Ohne Prozess, ohne Mandat.
  • Eine Organisation wie Wikileaks, eine moderne Form des ausgestorbenen, investigativen Journalismus, wird wie eine Terrororganisation verfolgt.
  • Sicherlich gibt es noch einiges mehr, einiges wissen wir, den grössten Teil aber nicht…

Bradley Manning sah dieses Leid. Er sah die grausame, zynische und menschenverachtende Taten von verrohten Soldaten, denen Tod und Leid nichts mehr ausmachen. Bradley Manning sah nicht weg. Bradley handelte und deckte auf, worüber der Mantel des Schweigens liegen sollte. Seine Menschlichkeit, seine Empörung, seine Verzweiflung waren der Grund, dass wir heute wissen, in welchem Ausmass WIR ALLE getäuscht wurden und werden. Sein Beispiel ermutigte andere, sich nicht zu verstecken und die Taten der Geheimdienste aufzudecken, die die Kriege dieser Welt planen und durchführen.

Edward Snowden deckte auf, dass Respekt selbst gegenüber der eigenen Bevölkerung oder der Bevölkerung von befreundeten Staaten nicht mehr existiert. Wie lange wollen wir diese Verletzungen UNSERER Freiheit noch zulassen? Welche Grenzen werden die Geheimdienste und Staaten morgen und in Zukunft für nichtig erklären? Amerika bleibt ein Land, für das die Wahrung der eigenen Machtstellung einen höheren Wert als die Wahrheit hat. Die USA werden auch weiterhin ihre „Werte“ in die Welt bomben, wenn sich das machtpolitisch lohnt. Doch eine Frage bleibt: Welche Werte eigentlich?

Hier wird von unserem grossem Bruder Amerika ein junger Mann vernichtet. Wir alle sollen eingeschüchtert werden, mundtot gemacht werden, gewarnt sein. Ein Mann, der meines Erachtens den Friedensnobelpreis weit mehr verdient als alle Kissingers und Obamas zusammen. Es reicht! Lasst uns aufstehen gegen diesen Irrsinn. Gegen diese verlogenen Kriege. Gegen die Macht der Geheimdienste. Lasst uns zusammenstehen. Für Bradley Manning. Für eine gerechtere Welt. Jeder auf seine Weise. Jeder nach seinen Möglichkeiten. Aber zusammen und entschlossen.

Ist das noch Punkrock? Ich glaube nicht! – Die Toten Hosen am Gurtenfestival

„Ist das noch Punkrock, wenn euer Lieblingslied in den Charts ist?“, fragen Die Ärzte in einem ihrer neuesten Songs und die Antwort wird gleich mit dazu geliefert: „Ich glaube nicht!“ Dieser Meinung bin ich auch, doch Die Toten Hosen vermochten dennoch zu überzeugen. Gut möglich, dass Die Ärzte beim Dichten dieser Zeilen an die Fans der Truppe aus Düsseldorf gedacht haben. Und die Frage ist berechtigt! So erfolgreich wie die Band aus Düsseldorf ist derzeit im deutschsprachigen Raum nur noch der Schlager-Graf von Unheilig. Punk lehnte sich vor Urzeiten mal gegen den gesellschaftlichen Konsens auf, doch diese deutschrockige Bierseligkeit, welche die Hosen auf dem Gurten zelebrieren, ist wohl eher eine Art Antithese zum Punk. Ich habe die Hosen schon in den Jahren 1996 und 2002 auf dem Gurten genossen und vielleicht liegt es auch daran, dass die Hosen und ich alt geworden sind, wie singt Campino schon wieder? „Ich bin noch keine sechzig und ich bin auch nicht nah dran.“ Tja, von wegen nah dran, bei Campino dauert es noch neun Jahre… bei mir zum Glück noch einiges mehr :)

Die Toten Hosen am Gurtenfestival

„No future – das war gestern, seit dem ist viel passiert“, um nochmals den Eingangs erwähnten Song zu zitieren und „das hat so den Coolnessfaktor von einem Gartentraktor“ passt auch wieder wie Arsch auf Eimer. Doch kommen wir erst zum zweiten Tag des 30. Gurtenfestivals, dass mit über 20’000 Besuchern ausverkauft war. Auch hier wieder eine kleine parallele zu den Toten Hosen, welche letztes Jahr ihr 30 jähriges bestehen Feiern konnten. Zurück zum Festival, den Tag eröffneten Hoffmaestro aus Schweden mit einer geballten Ladung Ska. Gebändigten Indiepop präsentierten auf der Zeltbühne die Landsmänner von Friska Viljor und ähnlich wechselhaft wie das Konzertprogramm war das Wetter, welches nicht wusste, ob es sich zwischen brütender Wüstenhitze und Regenschauer entscheiden sollte.

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Die Toten Hosen - Hier Kommt Alex ( Gurtenfestival 2013 )

Wer dem anbahnenden Regen entgehen wollte, verzog sich unter das Zelt der Zeltbühne, wo die Schweizer Celtic Metal-Band Eluveitie sich mit ihrem Sound deutlich von den bisherigen Acts auf dem Gurten positiv abhebte. Keltische Klänge, Dudelsäcke und urhelvetische Ikonografie lockten eingefleischte Metalheads an, schienen aber den Durchschnitts-Besucher eher zu verwirren. Letztere setzten sich daher doch lieber zu den braven Lunik auf der Waldbühne ab. Sophie Hunger schlägt sich derweil tapfer auf der Hauptbühne und ist sichtlich motiviert. Ein sauberes Konzert, doch der Funke will einfach nicht so recht auf das Publikum überspringen. Vereinzelte Zuschauer schunkeln zu den Big Band-Rythmen mit, aber Hunger kann sie auch mit grössten Anstrengung nicht zu mehr bewegen, denn alles wartet auf Die Toten Hosen.

Die Toten Hosen am Gurtenfestival

Dann, endlich, pünktlich wie angesagt um 21:45 Uhr, hissen die Hosen die Flagge auf der Hauptbühne. Frontmann Campino lässt nichts anbrennen und liefert gleich du Beginn eine Riesenshow ab. Bereits beim zweiten Song lässt er sich von seiner „Security“ zu den Fans tragen. Das hungrige Publikum grölt begeistert Hits wie „Ballast der Republik“, „Bonnie & Clyde“ und „Alles aus Liebe“ mit. Es herrscht eine ausgelassene Stimmung und der Frontsänger Campino erzählt uns aus einer Welt, die sich hauptsächlich um Fussball, Gerstensaft, Party und Passivsport zu drehen scheint. Campino, der sich in letzter Zeit ganz gerne auch als Komponist etwas gar plakativer Zusammengehörigkeits-Hymnen („An Tagen wie diesen“, „Steh auf, wenn du am Boden bist“) hervortut, ist ein geborener Entertainer.

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Paradies - Pasci & Die Toten Hosen, Gurtenfestival 2013 HQ

Der Sänger erwähnt, dass er schon in den Jahren 1996 und 2002 auf dem Gurten war und er sich nach eigenen Angaben gut erinnern kann. Auch erinnerte er sich an den April 2012 anlässlich die Band auf der „Magical-Mystery-Tour“ ein privates Hosen-Konzert auf einem Berner Dachboden, der zu einer Privatwohnung gehört, spielte und gemäss Campino eine der besten Parties überhaupt feierten. Ich selbst erinnerte mich daran, als „Die Goldenen Zitronen“ ein Konzert in der Reithalle gaben und Campino, Kuddel und Wölli als Freunde mit auf Tour waren. An diesem Abend war es möglich, mit den Jungs ein paar Bierchen zu kippen, zu plaudern und einigen Unsinn anzustellen. Schön wars, doch das ist ewige Zeiten her, kaum mehr wahr und darum zurück zum Konzert. „Paradies“ brach die Band plötzlich ab, denn einer (Pasci) im Publikum hielt ein Transparent hoch mit „Campino, das kann ich besser“. Campino bat Pasci aus dem Aargau mit den Worten „Hier ist die Bühne der Verlierer“ auf die Bretter die die Welt bedeuten und der Aargauer macht seine Sache gar nicht schlecht und nutzte die einmalig grosse Bühne, um sich in Szene zu setzen und die 15 Minuten Ruhm zu geniessen.

Die Toten Hosen am Gurtenfestival

Weiter gings und spätesten bei „Alles aus Liebe“ lagen sich die Menschen hüpfend in den Armen und Pyros werden gezündet, was die grimmigen Broncos in helle Aufregung versetzte. Bald war nicht mehr klar, was Schweiss, was verschüttetes Bier und was Freudentränen waren. Der grosse Headliner am Freitagabend brachte das textsichere Bern an den Rande des Kreislaufzusammenbruchs und bot ein gigantisches und energiegeladenes Konzert. Doch irgendwie war es vor vielen Jahren besser auf dem Güsche und dass machten nicht nur die teilweise fein rausgeputzten über 20’000 Zuschauer aus. Nein, irgendwie ist der Gurten Charme dem absoluten Kommerz gewichen, Freundschaften dem Sehen und Gesehen werden und irgendwie sehen sowieso alle gleich aus und das selbst an diesem Abend. Sie sind sauber, gesund, gutriechend, enthaart, leistungsfähig und unauffällig. Wie langweilig und irgendwie ekelhaft. Wo sind all die Freaks geblieben? Wo sind die Gruftis und Punks? All die „Spinner“ kann man an einer Hand abzählen. Nix mehr los, überall gepflegte Menschen, die alle aussehen, als seien sie Mitte 30. Schon wenn sie 20 sind, sehen sie so aus. Wenn sie crazy sind, tragen sie Bärte und Hüte und ein Hosen Shirt.

Ist das noch Punkrock? Ich glaube nicht! - Die Toten Hosen am Gurtenfestival

Doch was solls, auch hier eine parallele zu der Band – und irgendwie macht es ja trotzdem Spass. Fast zwei Stunden rockte die Band und der stimmungsmässige Höhepunkt der diesjährigen Jubiläumsausgabe erwies sich einmal mehr als Idealbesetzung für ein Festival in diesen Breitengraden. Die gewohnte Spielfreude und Interaktion mit dem Publikum fehlte ebensowenig wie der crowdsurfende Ausflug Campinos zum Mischturm – inklusive bengalischer Fackel auf dessen Dach – und zurück. Der Gurten befindet sich beim Konzert der Toten Hosen im Sing-Along-Rausch, „Hier kommt Alex“, „Wünsch Dir was“, das Ärzte-Cover „Schrei nach Liebe“, „Tage wie diese“ und als erste Zugabe den „eisgekühlten Bommerlunder“. Den Rest geben die müden Rebellen dem Gurten mit dem Abzählvers „Zehn kleine Jägermeister“ und der amtlichen Verabschiedungshymne „Auf Wiedersehen“. Ganz viel Spektakel, doch was die Toten Hosen bieten hat mit Punk nicht mehr viel am Hut, ist wohl eher zum Schunkelpunk geworden. Macht ja nix, Heino covert mittlerweile auch nen Song von „Die Ärzte“, wird schon alles passen, ansonsten wird es passend „gemacht“… Bist du noch Punkrock?

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Campino zündet Pyro, Die Toten Hosen, Gurtenfestival 2013 HQ

Setlist der Toten Hosen am Gurtenfestival:

  1. Ballast der Republik
  2. Altes Fieber
  3. Auswärtsspiel
  4. Das ist der Moment
  5. Alles was war
  6. Heute hier, morgen dort
    (Hannes Wader Cover)
  7. Bonnie & Clyde
  8. Paradies
    (Kann es Pasci besser?)
  9. Niemals einer Meinung
  10. Alles aus Liebe
  11. Pushed Again
  12. Schrei nach Liebe
    (Die Ärzte Cover)
  13. Liebeslied
  14. Steh auf, wenn du am Boden bist
  15. Hier kommt Alex
  16. Wünsch dir was
  17. Tage wie diese
  18. Encore:

  19. Eisgekühlter Bommerlunder
  20. Alles wird vorübergehen
  21. Far Far Away
    (Slade Cover)
  22. Zehn kleine Jägermeister
  23. Schönen Gruss, auf Wiederseh’n
  24. Encore 2:

  25. Draußen vor der Tür
  26. Wort zum Sonntag
    (Campino Croudsurfing)
  27. Bis zum bitteren Ende
    (Campino Surfing Back)
  28. You’ll Never Walk Alone
    (Gerry & The Pacemakers cover)
Ist das noch Punkrock? Ich glaube nicht! - Die Toten Hosen am Gurtenfestival
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Konzert Review: Depeche Mode im Stade de Suisse

Im Jahr 1987 im „Palais de Beaulieu“ in Lausanne konnte ich mein erstes Konzert von Depeche Mode sehen, damals bestritt Front 242 den ersten Teil der Show auf der „Music for the Masses“ World Tour. 26 Jahre später durfte ich die Herren nun am letzten Freitag auf ihrer „Delta Machine“ Tour bewundern und was soll ich sagen, Depeche Mode live ist einfach unbeschreiblich. Mit was vom besten, was ich bislang gehört und gesehen habe. Keine grosse Lightshow oder anderes Spektakel, im Fokus steht die Musik und nichts als die Musik und das ist gut so. Bei herrlichem Wetter begeisterte eine Band in Hochform über zwei Stunden das fast ausverkaufte Berner Stade de Suisse. Wo sonst die Götter des Fussballs ihren Ballzauber zeigen, spielten an diesem Abend die Götter des unverwechselbarem Sounds!

Konzert Review: Depeche Mode im Stade de Suisse, Bern

Im Mai 2013 hat die Band mit der „The Delta Machine“-Tour durch Europas Stadien begonnen, welche sie im Herbst nach Nordamerika führen wird. Als Support ist in Europa die Band „Trentemøller“ mit von der Partie. Der dänische DJ und Produzent Anders Trentemøller heimste bis dato zahlreiche Auszeichnungen als Produzent und DJ ein und machte sich einen internationalen Namen als Remixer, u.a. für die „Pet Shop Boys“ und 2011 hat er den Hit „Wrong“ für Depeche Mode aufgefrischt. Mit dem Dänen haben sich Depeche Mode einen gefragten Musiker ins Boot geholt, der spätestens seit seinem viel gelobten Album „The Last Ressort“ (2006) zu den gefragtesten Künstlern gehört und auch an diesem Freitag Abend in Bern absolut zu überzeugen vermochte.

Konzert Review: Depeche Mode im Stade de Suisse, Bern

Depeche Mode, die englische Synthie-Pop-Gruppe mit dem Namen eines französischen Modemagazins, hat sich nach massiven internen Querelen, dem Ausstieg von Keyboarder Alan Wilder Mitte der Neunziger und der Drogensucht und Suizidversuch von Sänger Dave Gahan wiedergefunden und heute haben alle Bandmitglieder den nötigen Freiraum, um sich selbst zu verwirklichen. Einige erfolgreiche Soloalben zeugen von diesem Schritt und das Ganze hat sich auch auf das Songschreiben ausgewirkt. War früher Martin Gore dafür zuständig, wirken heute alle Bandmitglieder mit. Der Auftritt von Depeche Mode am 7. Juni 2013 geriet zu einem wahren Triumphzug für die Band. Ein begeisterungsfähiges und singfreudiges Publikum sorgte von Beginn an für Euphorie auf den Rängen und auf der Bühne. Mit „Welcome To My World“ begrüsst Depeche Mode am Freitagabend das Berner Stade de Suisse. Die Geschichte eines Depeche Mode Konzerts ist auch stets die Geschichte der Fans und ihrer sagenhaften Begeisterungsfähigkeit. Mit einem guten Sinn für Spannungsaufbau bringt die Band nach zwei Songs des neuen Albums den ersten Klassiker. Nach einem abstrakten Klangintro, das den Song noch nicht verrät, startet der Ohrwurm „Walking In My Shoes“. Sofort erhebt sich das Publikum auf den Rängen, um mitzusingen und mitzutanzen und die Begeisterung steigert sich noch mit dem folgenden, düster brodelnden „Black Celebration“ und „Policy of Truth“.

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Depeche Mode - Black Celebration - Bern 2013

Der 51-jährige Dave Gahan hat sichtlich Freude an der Atmosphäre, lächelt ins Publikum, tanzt über die Bühne und wackelt lasziv mit dem Hintern, worauf (vornehmlich) die weiblichen Besucher mit lauten Jubel reagieren. Er macht Grimassen und rudert mit den Armen. Einst war er schwer drogenabhängig, Selbstmord gefährdet und krebskrank. Doch am Konzert in Bern strotzt Dave Gahan vor Energie und ist auf der Bühne der Dreh- und Angelpunkt von Depeche Mode. Topfit wetzt er wie ein Irrer über die Bühne und übt sich in Posen der Rockstars. Soundtüftler und Hauptkomponist Martin Gore hielt sich mit wenigen Ausnahmen in der zweiten Reihe und überliess Gahan die Show und Animation. Andrew Fletcher, das dritte Urgestein, blieb ganz im Hintergrund. Unterstützt wurde das Trio von einem Schlagzeuger und einem weiteren Keyboarder. Live hat sich Depeche Mode längst vom reinen Spielart des Synthie-Pop der Anfangszeit wegbewegt und hat sich mit dem Stadionrock versöhnt. Sie, die einst die Gitarre aus der Popmusik verbannten, haben wieder auf das prägende Instrument des Rock zurück gegriffen.

Depeche Mode im Stade de Suisse, Bern

Dave Gahan hat bis jetzt bestechend klar und kräftig gesungen. Bei „Should be Higher“ zeigen sich nun Schwächen in den oberen Lagen der Stimme. Doch er strapaziert diese nicht, sondern lässt sie dramatisch abbrechen, was die Wirkung des Textes über Liebe und Lüge noch verstärkt. Darauf folgen von Martin Gore gesungene Songs „Higher Love“ und „When The Body Speaks“ und diese lassen erkennen, dass Martin ein vielseitigerer und sicherer Sänger ist. Doch Mr. Bewegungslos hinter dem Keyboard, vermag ein voll besetztes Stadion einfach nicht recht zu packen, denn es mangelt seiner Stimme einfach an Charisma und so gehört dieser Part zu den langweiligsten Momenten des Konzerts. Das Publikum gibt sich zwar alle Mühe, sich für seine Songs mit warmherzigen Applaus zu bedanken, aber für ein Stadion sind seine Lieder einfach zu ruhig und vor allem zu lang und die anfängliche Euphorie hat sich wieder gelegt. Mit frischem Gilet erscheint Dave Gahan wieder auf der Bühne und es folgt das schleppende, melancholische „Heaven“, der eindringlichste Song des neuen Albums.

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Depeche Mode @ Stade de Suisse Bern - Enjoy The Silence - 7 Jun 2013

Der Tiefpunkt des ganzen Abends ist die Performance von „Soothe my Soul“. Die alternierenden Vocals zwischen Gahan und Gore funktionieren im dröhenden Live-Sound nicht und sowohl Text als auch Beats wirken flach und unoriginell. Depeche Mode spielen an diesem Abend zwar einige neuere Songs, aber natürlich wartet das Publikum auf die grossen 80er- und 90er-Hits. Depeche Mode könnte die Fans einfach mit originalgetreuen Versionen ihrer zahlreichen Hits begeistern, doch viele der Klassiker interpretiert die mit zwei Gastmusikern verstärkte Band deutlich anders. „A Pain That I’m Used To“ wird in einer gradlinig pumpenden Dancefloor-Version dargeboten und auffallend locker und leicht gerät die Version von „A Question Of Time“ aus dem Jahr 1986. Und so folgen die Lieder, auf die jeder wartet: „Enjoy The Silence“ gerät zur erwarteten Mitsing-Orgie, während „Personal Jesus“ extrem langsam beginnt, um dann regelrecht zu explodieren. Im Stück „Goodbye“ hingegen verstärken die Musiker den klanglichen Kontrast zwischen bluesiger Gitarre, verzerrtem Electro-Sound und innigem Chorgesang. Stammdesigner Corbijn lässt über die Grossleinwände visuell so einiges an Filmchen und Kamera-Gimicks auf die Fans prasseln: Das Hütchen-Spiel wirkt witzig und die Feuerschwinger sind spektakulär, doch Sachen wie die Hundeparade sind einfach nur doof.

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personal jesus, depeche mode at stade de suisse, bern, 07.06.2013.

Inzwischen tanzen alle Zuschauer bis in die obersten Reihen und der Jubel kennt keine Grenzen mehr. Es folgen fünf Zugaben, darunter eine epischen Interpretation von „Just Can’t Get Enough»“ aus dem Jahr 1981, deren Party-Groove auch an diesem Abend den Fans so richtig einheizt. Doch nach gut zwei Stunden ist es Zeit aufzuhören: Bei „I Feel You“ wirkt Dave Gahan heiser und mit „Never Let Me Down Again“ ruft Depeche Mode zum Schluss das zwischen Glückseligkeit und Wahnsinn rasende Gefühl in Erinnerung, das die Musiker Ende der 80er Jahre mit dem Welterfolg erlebten. Am Schluss also zwei Klassiker, die das Publikum vollends zum Ausrasten bringen. Um eine solche Stimmung nochmals zu erleben, muss man wohl warten bis zum nächsten Depeche Mode Konzert.

Depeche Mode im Stade de Suisse, Bern

Depeche Mode sind gerade als Liveband ein sicherer Wert und es ist sicher nicht ganz korrekt, Depeche Mode als „Frauenband“ zu betiteln, aber der Frauen-Anteil ist weitaus höher als bei anderen Konzerten derselben Grössenordnung. Das liegt wohl zum grössten Teil an Dave, der immer noch eine Ausstrahlung und Bühnenpräsenz besitzt, die problemlos die hintersten Reihen des Berner Stadions erreichten. Der Frontmann fegt nur so über die Bühne, kreist cool die Hüften, stampft mit dem Mikrofonständer auf den Bühnenboden, entblösst seinen Oberkörper und wirkt genauso fit wie vor zwanzig Jahren. Dabei performt er seine Mitmusiker förmlich an die Wand, aber gerade das macht das Trio aus: Vorne tobt das Bühnentier Gahan, flankiert von Martin Gore und Andy Fletcher. Doch viel mehr als „Thank you“ und „Come on“ bringt auch Dave Gahan an diesem Abend nicht über die Lippen. Lieber dreht er dem Publikum hin und wieder den Rücken zu, blickt über seine rechte Schulter und wirft diesen fordernden, lasziven Blick in die Menge, was natürlich stets mit tosendem Applaus erwidert wird. Man kann sich Dave Gahan einfach nicht entziehen. Grossartig, diese Spielfreude und Dave’s unbändige Energie und dazu stahlte der Personal Jesus mit der Abendsonne um die Wette. Ihn so gutgelaunt zu sehen, tat gut, obwohl er sich mehrmals beim Zürcherpublikum (!) bedankte.

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Depeche Mode live ist genial und die Herren hätten noch locker 2 Stunden länger spielen können, denn es fehlten unzählige Hits wie „People are People“, „Blasphemous Rumours“, „World in my Eyes“, „In your Room“ um nur einige zu nennen. Was mich aber verwunderte fand nicht auf der Bühne, sondern im Publikum statt: Noch nie habe ich an einem Konzert so viele Sekttrinker, Abendkleid- und Anzugträger gesehen! Früher sah das Publikum noch anders aus: Düsterer, cooler, lässiger – heute gleicht das ganze fast einem Staatsball für Sekttrinker. Doch dank vieler originell arrangierter Oldies war es trotzdem ein runder Abend. Hätten die Drei jetzt noch statt 7 nur 3 neue Käse Lieder gebracht, wäre es wohl das Konzert des Jahres gewesen.

Setlist:

  1. Welcome to my world
  2. Angel
  3. Walking in my shoes
  4. Precious
  5. Black celebration
  6. Policy of truth
  7. Should be higher
  8. Barrel of a gun
  9. Higher love (Martin Gore)
  10. When the body speaks (Martin Gore)
  11. Heaven
  12. Soothe my soul
  13. A pain that I’m used to (Jacques Lu Cont’s Remix)
  14. A qestion of time
  15. Secret to the end
  16. Enjoy the silence
  17. Personal Jesus
  18. Goodbye
  19. Zugabe:

  20. Home (Acoustic)
  21. Halo (Goldfrapp Remix)
  22. Just can’t get enough
  23. I feel you
  24. Never let me down again

Depeche Mode im Stade de Suisse, Bern

Konzert Review: Depeche Mode im Stade de Suisse
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Dravens Hate List

  • Leute die im Bahnhof beim gehen fast einschlafen
  • Leute die bereits am Morgen nach Schweiss riechen
  • Leute die nach Schweiss riechen
  • Leute die keinen Anstand haben
  • SAP als Gelegenheitsanwender
  • Sonntagsfahrer
  • Angeber, Aufschneider und Heissluftplauderer
  • „Manager“ + „Banker“
  • Nachbarn, die kein Zuhause zu haben scheinen, sondern ständig im Gang zu allen Tages- und Nachtzeiten laut reden und einen ausspionieren
  • Schlangen vor Kassen. Ich will doch nur zahlen
  • lästige Werbeanrufe
  • zu langsame Internetverbindung
  • schreiende Kinder
  • die Berichterstattung der Medien über Dinge von denen sie keine Ahnung hat
  • Flash Intros
  • Abteilbesetzer in der SBB
  • Senioren am Steuer
  • Märklisammler an der Coop Kasse
  • Alternde Stars mit 1 Stunde Verspätung an Konzerten
  • Leute die nicht Grüssen, wenn ich sie Grüsse
  • Guggenmusik

Bis zum bitteren Ende! – Die Toten Hosen in Basel

Nichts bleibt für die Ewigkeit: Campino & Co. sind längst nicht mehr die anarchischen Punks, die sie früher einmal waren. Die einst zügellose Band hat sich selbst immer mehr Regeln verpasst. Begann ein Konzert früher selten nüchtern, ist Alkohol vor dem Auftritt längst verpönt. Was den Erfolg gefährden könnte, wird verbannt und obwohl ihre aktuelle Tour etwas von Rückschau auf gute alte Zeiten hat und die Punk-Attitüde schon ein bisschen zweifelhaft wirkt, bleiben die Toten Hosen lebende Legenden. Nun sind die Toten Hosen auf Jubiläums-Tour mit Titeln aus drei Jahrzehnten Bandgeschichte wird das zahlreich erschienene Publikum in der St. Jakobshalle in Basel in den Bann gezogen. Nach dreissig Jahren Punk-Karriere spielten die Toten Hosen am Dienstag im Rahmen der „Der Krach der Republik – Tour“ erstmals in Basel. Frontmann Campino trat zwei Stunden lang nicht auf die Bremse und fand sofort den Draht zum Publikum.

Zum bitteren Ende! - Die Toten Hosen: Der Krach der Republik Tour 2012

Als Support war die schwedische Alternative Rock-Band Royal Republic mit am Start. Sänger Adam Grahn, Gitarrist Hannes Irengard, Bassist Jonas Almén und Schlagzeuger Per Andreasson verfügen seit ihrem ersten Album „We Are The Royal“ über eine beachtliche Fangemeinde und sind eine absolute Live-Band, zumindest schafften sie es mit ihrer punkigen Rockmusik die Hosen-Fans auf Betriebsemperatur zu bringen. Der Gig an sich war etwas kurz, aber so ist das halt, wenn man als Vorband auf de Bühne steht. Nachdem Royal Republic die Bühne geräumt hatten, folgte eine recht kurze Umbaupause, deren Verstreichen grafisch dargestellt wurde, indem das Reichsadlerskelett, welches an die Leinwand projiziert wurde, langsam nach unten verlief und nach gut 30 Minuten gingen dann endlich die Lichter aus und die Toten Hosen betraten die Bühne. Mit dem Intro „Drei Kreuze (dass wir hier sind)“ und dem obligaten Aufzug der „Bis zum bittern Ende“ Logos bis unter die Hallendecke, begann die Show der Düsseldorfer Helden.

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Die Toten Hosen - Altes Fieber [18.12.2012, Live at St. Jakobshalle, CH-Basel]

Die St. Jakobshalle war restlos ausverkauft, als um neun Uhr die Ikonen des Deutschpunk die Bühne stürmten. Dreissig Jahre im Geschäft und k(l)ein bisschen müde, das bewiesen sie vom ersten Ton des Openers „Ballast der Republik“, dem Titelstück ihrer aktuellen CD. Das Logo dazu ist eine Mischung von Bundesadler und Hammer und Zirkel, dem Wappen des untergegangenen Arbeiter und Bauernstaates DDR. Treffender lässt sich die Rolle der Hosen in der Deutschen Musikgeschichte kaum versinnbildlichen. Bereits fünf Minuten nachdem die fünf Musiker die Bühne betraten, sangen rund 9000 in der ausverkauften Halle mit. Viele auf den vollen Sitzplatz Rängen nahmen ihre Plätze gar nie ein: Man sang, man gröhlte, man reckte die Arme, man stampfte. Nicht nur musikalisch war die Band in Topform, auch die gigantische Multimedia-Show auf den riesigen LED Screens im Rücken der Band sorgte für Hühnerhaut.

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Tage Wie Diese - Die Toten Hosen

Es war eine knappe halbe Stunde nach Konzertbeginn, als Sänger Campino auch jene begrüsste, die zum ersten Mal ein Konzert der Toten Hosen besuchten. Viele können es nicht gewesen sein, denen diese Grussworte galten: Die Show der Düsseldorfer Punkrockband, die dieses Jahr ihr dreissigjähriges Bestehen feiert, war ein Heimspiel, ein Triumphzug. Campino und seine Kapelle schmissen für 9000 Fans, ach was, für 9000 Kumpels in der ausverkauften St. Jakobshalle die steilste Punk-Party des Jahres. Campino ist auch mit 50 noch ein begnadeter Entertainer. Ein energiegeladener Punk-Dirigent, der seine Menschenchöre mit dem kleinen Finger im Griff hat, der die ausgezehrte Meute in der ersten Reihe väterlich mit Getränken versorgt und sich selber das Wasser über den nackten Oberkörper kippt. So erlebte ich wie Campino in den Neunzigern auf dem Gurten die Querstrebe des Bühnenaufbaus erklomm und dabei noch sang. Ein anderes Mal verabschiedete sich die Band von der Bühne um etwa 10 Minuten später im Scheinwerferkegel eines ganz anderen Ortes der Halle wiederloszurocken, inmitten von Fanreihen. Und genau dies ist den Toten Hosen wichtig – Fannähe.

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Weihnachten mit den toten Hosen. Live in Basel.

Ein bisschen verwundert hatte mich, dass man mit einem der besten Songs des neuen Albums begonnen hat – „Altes Fieber“ – ein ganz starkes Stück, welches mir einfach aus dem Herzen spricht. Aber so ist es bei vielen Songs von den Toten Hosen, man erkennt sich wieder… Die erste grosse Überraschung kam für mich dann, als beim Cover von „Schrei nach Liebe“, welches im Original ja bekanntlicherweise von den ehemaligen Rivalen „Die Ärzte“ stammt, aus der eigentlichen Textstelle „Zwischen Störkraft und den Onkelz steht ne Kuschelrock-LP“ von Campino gesungen wurde „Zwischen Störkraft und Bushido“. Soviel ich weiss, singen die Ärzte den Song mittlerweile auch in diesem oder ähnlichem Wortlaut, jedenfalls fand ich es gut, dass man mit dieser Textzeile dem Song etwas Aktualität einhauchte anstatt sich immer noch auf die Vergangenheit der Frankfurter Onkelz zu stürzen.

Zum bitteren Ende! - Die Toten Hosen: Der Krach der Republik Tour 2012

Meister Campino und seine treuen Gesellen Breiti, Andi, Kuddel und Vom warfen diesen Abend mit Hits nur so um sich, „Liebeslied“, „Bonnie & Clyde“ oder das von Hannes Wader gekaperte „Heute hier, morgen dort“, von „Alex“, „Alles aus Liebe“ und „Tage wie diese“ ganz zu schweigen. Mit „Hang on Sloopy“, „The Little Drummer Boy“ und „You’ll Never Walk Alone“ spielten die Hosen an diesem Abend auch noch so einige weitere Coverversionen. Vor der Bühne wurden Fackeln abgebrannt und immer wieder schwenkten viele die Fahne mit dem Bundesadlerskelett. Die Revoluzzer der achtziger Jahre, die unermüdlich gegen gesellschaftliche Konventionen und die rechte Gewalt angesungen haben, die in den Neunzigern zum musikalischen Allgemeingut mutierten sind heute aktueller denn je. Mal reinrassiger Punkrock, mal beschleunigter Hardrock, mal schroffer Sixties Beat, den die Band in die Halle hinauspowerte. Frontmann Campino beschränkte sich auf kurze Überleitungen und stimmliche und körperliche Verausgabung, der Rest der Band auf herrliches Hinrotzen der Songs und das Publikum erwies sich als durch und durch textsicher.

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DTH @basel

Campino tobt zwei Stunden über die Bühne als gäbe es kein morgen. Wo sich andere Bands mühsam drei Zugaben ableiern, hauten die Hosen drei satte Zugabenblöcke raus, die ein Drittel des Konzerts ausmachten. Selbst nachdem sie mit „Schönen Gruss, auf Wiederseh’n“ eigentlich klar signalisiert hatten, dass es jetzt nichts mehr gibt, jubelt das Publikum unermüdlich weiter, bis sie für „Paradies“ noch einmal wiederkommen. Dazu holt Campino einen zwölfjährigen Jungen auf die Bühne und lässt ihn mitsingen. Eben doch wie beim Familienkonzert. Wenn aber eine Band, die eine so klare Botschaft von Toleranz und Freiheit vertritt, zu einem Massenphänomen wird, kann man eigentlich nur dankbar sein, dass es läuft, wie es läuft. Glücklicherweise verzichten sie grösstenteils auf die Lieder, die mehr an Schlager als an Rockmusik erinnern, erst ganz am Ende, als schon fast die ganze Herrlichkeit vorbei ist, kommt dann doch noch das unsägliche „Zehn kleine Jägermeister“ und wird frenetisch bejubelt.

Setlist:

  1. Ballast der Republik
  2. Altes Fieber
  3. Auswärtsspiel
  4. Du lebst nur einmal (vorher)
  5. Alles was war
  6. Madelaine (aus Lüdenscheid)
  7. Heute hier, morgen dort (Hannes Wader Cover)
  8. Hang On Sloopy (The McCoys Cover)
  9. Bonnie & Clyde
  10. Call Of The Wild
  11. Das ist der Moment
  12. Niemals einer Meinung
  13. Europa
  14. Pushed Again
  15. Schrei nach Liebe (Die Ärzte Cover)
  16. Liebeslied
  17. Steh auf, wenn du am Boden bist
  18. Alles wird vorübergehen
  19. Hier kommt Alex
  20. Wünsch DIR was
  21. Tage wie diese
  22. Encore:

  23. Draussen vor der Tür
  24. Schade, wie kann das passieren?
  25. Alles aus Liebe
  26. Freunde
  27. Encore 2:

  28. The Little Drummer Boy (The Von Trapp Family Singers Cover)
  29. Still, Still, Still
  30. All die ganzen Jahre
  31. Schönen Gruss, auf Wiederseh’n
  32. Encore 3:

  33. Paradies
  34. Zehn kleine Jägermeister
  35. You’ll Never Walk Alone (Gerry & The Pacemakers Cover)
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DIE TOTEN HOSEN live in basel 18.12.2013 by THE GRAVEYARD SCENE

All das bei einem Repertoire, das 15 Alben umfasst. Der Mix aus alten und neuen Liedern kam beim Publikum sehr gut an, der Auftritt an und für sich war ganz grosses Kino vom Anfang bis zum Schluss und bis und mit dem andächtig gefeierten Liverpool-Heiligtum „You’ll Never Walk Alone“. Die Setlist enthielt von echt alten zu ganz neuen sowie von wilden bis romantischen Songs einfach alles. Eine perfekte Mischung aus gutverdaulichem Stoff. Mögen die neuen Lieder etwas weicher, die Texte tiefgründiger und die Gitarrenriffs ein wenig vielfältiger geworden sein – auf der Bühne strahlen die Punkrocker pure Energie aus, spielen ihre Lieder wie üblich schneller als auf der Platte und Campino hetzt über die Bühne fast wie vor zehn, zwanzig Jahren, aber eben nur fast, denn mir sind Konzerte aus früheren Tagen in Erinnerung, bei denen Campino doch noch etwas mehr Power an den Tag legte. Ob dies am Alter liegt, oder daran, dass er durch den Tag bereits Wassertreten musste und an einem Knäckebrot-Test mitmachte, lass ich mal dahingestellt, schliesslich ist auch Campino keine Zwanzig mehr und dies tat dem Auftritt der Hosen keinerlei Abbruch. Nachfolgend ein kleiner Zusammenschnitt der gerade genannten Aktivitäten. An Tagen wie diesen… wenn sich eine der besten Livebands überhaupt zu einer intensiven und schweisstreibenden Party trifft… wünscht man sich Unendlichkeit.

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Die Toten Hosen // Basel
Bis zum bitteren Ende! - Die Toten Hosen in Basel
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From hell it came! Twins of Evil Tour 2012 feat. Marilyn Manson and Rob Zombie

Ob mit oder ohne Schminke im Gesicht, Marilyn Manson und Rob Zombie haben eines gemeinsam: Beide Herren provozieren gerne und reichlich. Jeder der beiden Namen für sich wecken bereits den Drang, mit Begriffen wie „Legende“, „Titan“ oder „Superstar“ um sich zu werfen. Der „König der Provokation“ Manson und der „Meister des Horrors“ Zombie haben sich zu einer gemeinsamen Welttournee des Schreckens zusammengetan. Mit vereinten Kräften touren sie als „Twins of Evil“ durch Europa, machten dabei auch in Basel halt für ein Konzert und zogen ein recht kunterbuntes Publikum in die St. Jakobshalle. Nachdem ich Rob Zombie letztes Jahr in Lausanne in dem doch recht kleinen Laden „Les Docks“ gesehen hatte, bekam ich nun endlich die Gelegenheit eine seiner grossen Shows erleben zu dürfen. Ich liebe Zombie wegen seiner Horror-Roots und seinem Hang zum Genre und zum Glück spielt Rob Zombie die Hauptrolle auf dieser „Twins of Evil Tour“!

Twins of Evil - Rob Zombie

Nachdem die Beiden ihre letzten Auftritte in der Romandie hatten – Rob Zombie letztes Jahr in Lausanne und Marilyn Manson am Festi Neuch in Neuenburg, kamen sie nun in die Deutschschweiz. Für mich ist Manson eine Art Weiterentwicklung von Alice Cooper. Marilyn perfektionierte vor einiger Zeit das, was Alice vorgelegt hat: Polarisieren mit Themen, welche viele Menschen schockieren, auch in Sachen Schminke, sprich der äusseren Erscheinung. Doch kann ein Künstler noch wirklich empören, der gut und gerne rauf und runter auf MTV gespielt wird? Meiner Meinung nach nicht. Um den früheren Schützling von „Nine Inch Nails“-Frontmann Trent Reznor wurde es in der vergangenen Zeit eh etwas ruhiger. Die letzten drei Alben konnten kommerziell nicht mehr an den Erfolg der Vorgänger anknüpfen.

Twins of Evil - Marilyn Manson

Nach einer etwas Verhaltenen Metal DJ Einlage als Vorprogramm, fällt der Vorhang und auf der Bühne steht – Marilyn Manson. Den Auftakt machen „Hey, cruel world“ von der aktuellen Scheibe und der alte Klopfer „Disposable Teens“. Die Leute gehen gut mit, der Sound ist laut und drückend. „mOBSCENE“ ist das erste Highlight der Show. Nach jedem Song wechselt Mr. Manson seine Garderobe, das Ganze ist selbstredend ziemlich bizarr und kaputt, aber macht auch unheimlich viel Spass. So gibt es neben einigen neuen Songs einen Mix seiner Hits, aus dem vor allem „Coma White“ heraussticht, bei welchem von der Decke künstlicher Schnee fällt. „The Beautiful People“ beendet nach einer Stunde mit Konfetti-Regen eine erstaunlich gute Show, Licht und Sound vom Feinsten und der Frontpsycho war, trotz vorangegangener Schlägerei in Zürich und lädiertem Ohr, scheinbar gut aufgelegt.

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Marilyn Manson - Coma White @ St.Jakobshalle Basel

Seine Show hat mich dann auch insofern begeistert, dass alles perfekt inszeniert war. Das Bühnenbild wechselt ebenso oft, wie der Akteur seine Kleidung. Das Programm wirkt auf mich, als arbeite man ein Programm Punkt für Punkt ab. Ohne gross Emotionen zu zeigen oder in Kontakt zu treten mit den Augenzeugen der Show. Marilyn Manson hat mich gesanglich enttäuscht. Ich habe keine Höchstleistung erwartet, aber dass er so schlecht singt hätte ich nicht erwartet, er war wohl heiser oder sonst was und das im Ricola Land. Auffallend war aber das der Sound in der St. Jakobshalle wirklich verdammt gut war, bei Metal verschmilzt ja gerne auch mal alles zu einem dröhnenden Klangbrei, nicht so bei the Twins of Evil.

Twins of Evil - Marilyn Manson

Setlist:

  1. Intro: Suspiria
  2. Hey, Cruel World…
  3. Disposable Teens
  4. The Love Song
  5. No Reflection
  6. mOBSCENE
  7. The Dope Show
  8. Slo-Mo-Tion
  9. Rock Is Dead
  10. Personal Jesus (Depeche Mode Cover)
  11. Sweet Dreams (Are Made of This) (Eurythmics Cover)
  12. Coma White
  13. King Kill 33°
  14. Antichrist Superstar
  15. The Beautiful People

Twins of Evil - Rob Zombie

Dass die Umbauphase über 30 Minuten in Anspruch nam, kann man angesichts der ganzen Bühnenaufbauten gut nachvollziehen. In dieser Zeit verdeckt ein riesiger Vorhang die Bühne, den ein Schwarz-Weiss-Bild von King Kong ziert. Was auffällt ist, dass viele Menschen offensichtlich nur wegen Marilyn Manson anwesend sind und sich nach der Show zurückziehen und die vorderen Reihen verlassen. Für mich absolut unverständlich, denn der wahre König des Horrors kommt erst noch, aber umso besser für uns und einige andere Kenner, die somit bei Rob Zombie weiter nach vorne rutschen.

Um etwa 21:30 Uhr beginnt dann das Zombie-Intro. Ein riesiger Roboter steht auf der Bühne, der Bassist Piggy D und mit Drummer Ginger Fish und Gitarrist John5 stehen zudem zwei ehemalige Mitglieder von Marilyn Manson mit Rob Zombie auf der Bühne, kommt nach und nach die Band dazu und als die ersten Takte des Openers „Jesus Frankenstein“ erklingen, öffnet sich der Roboter und Mr. Zombie Himself steigt heraus. Zu bestem Sound klettert er auf eines der zahlreichen Podeste und stimmt in den Song ein – auf seinem Kopf ein Zylinder, an seinem Arm die bereits bekannte mechanische Klaue, die er immer wieder Richtung Hallendecke reckt. All meine Hoffnungen, dass er den Abend rettet, lagen auf ihm. Und ich wurde nicht enttäuscht. Er tanzt über die Bühne, fundiert seine Show mit „Jesus Frankenstein“ und holt das Publikum mit „Superbeast“ ab. Schafft also nach zwei Songs das, was seinem Kollegen davor nicht mal bis zum Schluss wirklich gelungen ist.

Twins of Evil - Rob Zombie

Ich muss nochmals erwähnen, der Sound klingt dermassen gut, dass es wirklich richtig Laune macht. Die Riffs dröhnen in amtlicher Lautstärke aus der PA und dieses Mal hat der gute Rob seine komplette Show dabei (letztes Jahr in Lausanne gab es nur die abgespeckte Variante, da wohl kaum der Platz vorhanden gewesen wäre) und das bedeutet einen Haufen LED-Leinwände, Pyros, Konfetti, Feuersäulen und allerlei Roboter, Monster und Getier auf der Bühne. Die LED-Leinwände zeigen optisch hervorragend zu den jeweiligen Songs passende Sequenzen, dazu wirbelt der Oberzombie immer wieder wie ein Derwisch über die Bretter oder nimmt direkt Kontakt zu den ersten Reihen auf.

„Living dead girl“ taucht schon relativ früh im Set auf, es folgt der alte White-Zombie-Klassiker „More human than human“ – Hits am Fliessband also. Und zu jedem Song gibt es ein neues Gimmick – sei es ein Roboter oder ein überdimensionaler Teufel, der von der Bühne grüsst. Das Drum-Solo kommt bei diesem Sound richtig gut – die Doublebass wummert schön in der Magengegend. Bei „Mars needs Women“ fährt Rob mit einem Monster Mondmobil auf der Bühne hin und her und bei „Sick Bubble-Gum“ tanzen bunte grosse Ballons über die Zuschauerköpfe hinweg. Alles mit einem Augenzwinkern und nie ganz ernst gemeint. Zombie und John5 rockten die Bude und besonders Rob wirbelte von einer Seite zur anderen. Während eines Gitarren Solos macht er sogar einen Ausflug quer durch die Halle. Nach einem ausschweifenden Gitarren-Solo covert die Truppe noch „School’s out“ von Alice Cooper, Robs grossem Vorbild und verabschiedet sich anschliessend von der Bühne. Die Fans erreichten mit langem und vor allem lauten „Zombie, Zombie!!“ Rufen jedoch noch eine Zugabe. Doch nach „Dragula“ war dann definitiv Schluss.

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Rob zombie live

Nach etwas mehr als einer Stunde war also auch Zombie mit seinem Gig durch und ich um eine weitere grossartige Live-Erfahrung reicher! Rob Zombies Show war als ganzes gesehen verdammt grosses Kino, der Mann weiss wie man das Publikum bei Laune hält. Danke Rob, du hast mich einmal mehr echt überzeugt! Bleibt zu hoffen, dass Rob Zombie uns nun an alle 1 – 2 Jahre besucht! Das grösste Manko an dem Abend war allerdings, dass eigentlich beide Konzerte viel zu kurz waren. Denn bei den vielen Songs, die beide Band geschrieben haben, wären mehr als je knappe 80 Minuten angemessen gewesen. Aber das scheint bei amerikanischen Bands immer mehr Usus zu werden. Nichtsdestotrotz ein äusserst lohnenswerter, wenn auch kurzer Konzertabend.

Setlist:

  1. Intro: Sawdust In The Blood / Sinners Inc.
  2. Jesus Frankenstein
  3. Superbeast
  4. Meet the Creeper
  5. Living Dead Girl
  6. More Human Than Human (White Zombie Song)
  7. Theme for an Angry Red Planet
  8. Mars Needs Women
  9. Drum Solo

  10. Never Gonna Stop (The Red, Red Kroovy)
  11. Sick Bubble-Gum
  12. Scum of the Earth
  13. Lords of Salem
  14. Thunder Kiss ’65 (White Zombie Song)
  15. Guitar Solo

  16. School’s Out (Alice Cooper Cover)
  17. Zugabe:

  18. Dragula

Twins of Evil - Rob Zombie

Nach der Show in Basel gab es nur noch ein Konzert in Bologna, Italien und dann war die Tour, mit 33 Auftritten in 10 Ländern zu Ende, so wie auch dieser kleine Bericht und passend dazu, möchte ich mit dem Zitat zum Tour Ende der Band schliessen. Lets do this again soon!

So that’s all folks as a certain Porky Pig would say at the end of a certain series of famous cartoons. The Twins of Evil tour has come to a close. The tour gear is being packed, robots are going back to storage, tired and weary souls return to the comforts of their beds. 10 countries were visited with 33 shows played. Every city welcomed the show with raucous cheer and invigorating energy. Even when Rob apologized to the Birmingham UK crowd for his croaky voice, the crowd still bayed for Zombie and left the show with smiles from ear to ear.

Thank you to everyone that came out; to those who flew across countries, travelled for hundreds of miles on the road, came out night after night through snow storms and cold, wind and rain. To those who came not once nor twice but many many times, to the fans met on meet and greets, or who hung around before and after shows to say hi.

Thank you. Lets do this again soon!

From hell it came! Twins of Evil Tour 2012 feat. Marilyn Manson and Rob Zombie
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50 Dinge die man im Leben gemacht haben sollte

  1. Eine wildfremde hübsche Frau auf der Strasse ansprechen
    Aber bitte nicht zu plump! Wenn ich da an gewisse Bekannte denke, brrrrr
  2. Die ganze Nacht durchmachen und sich den Sonnenaufgang anschauen
    Nur eine Nacht? Dürfen es auch drei nacheinander sein?
  3. Einen Baum pflanzen
    Und ihn Olf nennen? :)
  4. Die Bibel lesen
    Beide Testamente schon durch und wieder retour
  5. Ein Konzert der Lieblingsband besuchen
    Der Lieblingsband? Nur eine gibts nicht bei mir…
  6. Sex im Auto haben
    Da kann ich mir aber durchaus berauschendere Plätzchen vorstellen
  7. Ein Musikinstrument lernen
    Zählt Blockflöte auch? :)
  8. Sich krankschreiben lassen, obwohl man es nicht ist
    Sowas mach ich nicht, bringt eh nix…
  9. Eine Schneeballschlacht mitmachen
    Aber hallo? Gibts tatsächlich jemanden in unseren Breiten, der das nicht gemacht hat?
  10. Eine Frau küssen (Für Männer und Frauen ;) )
    Hab auch schon nen Mann geküsst, is aber gar nicht mein Ding…
  11. Eine Ohrfeige dafür kassieren
    Ne, nie ne Ohrfeige kassiert. Bin ein guter, um nicht zu sagen ein hervorragender Küsser ;)
  12. Paris besuchen
    Immer wieder gerne!
  13. Den Eiffelturm besteigen
    Also wenn man denn schon in Paris ist, ist das obligatorisch, sowie auch die Katakomben
  14. Spontan ins Ausland fliegen
    Ist jetzt die Frage, was man unter spontan versteht.
  15. Am Lagerfeuer Gitarre spielen und singen
    Schön falsch ist auch schön!
  16. Nachts Nacktbaden gehen
    …bei Vollmond!
  17. Seinen Computer sauber machen
    Was? Den muss man sauber machen? So findet man doch immer wieder was zu knabbern… böööörps
  18. „Ich liebe dich“ sagen
    Natürlich!
  19. Bungeejumping
    Gääääääääääähn!
  20. Fallschirmspringen
    Das muss ich noch unbedingt machen, aber unbedingt!
  21. Surfen
    Internet zählt wohl nicht…
  22. Eine Woche auf Meer verbringen
    Was sehr schönes, darf auch gerne mehr sein :)
  23. Selbst ein Fisch fangen
    Und totschlagen, harharhar!
  24. Vorgeben, ein Superstar zu sein
    Nö, hab ich nie und werd ich nie. Hat genug Superstars oder solche die meine sie seien einer
  25. Japan besuchen
    Jepp und Australien, Neuseeland, Irland, Südamerika…
  26. Die Chinesische Mauer besuchen
    Ich würde lieber drüber fliegen…
  27. Einen Blumenstrauss verschicken
    Dazu gibt es doch immer wieder Gelegnheiten :)
  28. Ein Haus bauen
    Abreissen macht doch deutlich mehr Spass
  29. Sein eigenes Geschäft gründen
    Dass lass ich wohl lieber…
  30. Ein Kind bekommen
    Neee danke, nexter Punkt…
  31. Eine Schlägerei mitmachen
    Und auf keine Stolz! Schulbubenzeugs unter Männern!
  32. Einen Marathon mitlaufen
    Neeeeeee Freunde…
  33. Ein Buch schreiben
    Bin dran… ob das jemals was gscheites wird, wird sich zeigen…
  34. Beim Autofahren Oralverkehr
    Da kann ich mir durchaus besseres, „verbotenes“ vorstellen, ach was heisst vorstellen…. ein Gentleman geniesst und schweigt!
  35. Ein altes Auto auf Vordermann bringen
    Lieber ein Motorrad…
  36. Über 200 km/h fahren
    Ready to take off?
  37. Einen Baum umarmen
    Olaf, mein Olaf
  38. Ein eigenes Gemälde malen
    Naja, Gemälde ist viellecht etwas übertrieben, reicht aber auch.
  39. Mit eigenen Händen Feuer machen
    Habe mich schon oft gewundert, dass man sowas NICHT kann.
  40. Eine ganze Serie ohne Pause bis zum Schluss gucken
    Is aber kaum noch wahr und ewig her, die heutigen Serien taugen ja nicht mehr wirklich
  41. Einen Berg besteigen
    Auch schon erledigt :)
  42. Heiraten
    Einmal und nie, nie, nie mehr wieder!
  43. Einen Drachen steigen lassen
    Klappt hier aber nur einmal so richtig für Stunden
  44. Einen Schneeengel machen
  45. Den Kölner Dom besuchen
    Nö, den brauch ich nicht wirklich.
  46. Mit Delfinen schwimmen
    Hätte beinahe geklappt, doch der Respekt vor dem kleinen Baby Delfin war grösser
  47. Nachts spazieren gehen
    Hahaha, ich als Nachtmensch, aber nicht doch…
  48. In einem Helikopter mitfliegen
    Und dann mit dem Fallschirm raus, yeah!
  49. Ein Picknick machen
    Da hab ich sogar nen Korb dazu gehabt
  50. 50 Dinge aufschreiben die man machen sollte
    Here we go…

Falls du Ergänzungen hast würde ich sie gerne in den Kommentaren lesen! Ansonsten schreib was du schon gemacht hast oder was du gerne machen würdest!

Green Mile Star Michael Clarke Duncan ist tot!

An der Seite von Tom Hanks (56) wurde Michael Clarke Duncan in „The Green Mile“ zum Weltstar. Montag Morgen verstarb der Schauspieler im Alter von nur 54 Jahren.

Erst im Juli überlebte er dank der Rettungsmassnahmen seiner Verlobten Omarosa Manigault einen Herzinfarkt. Den Kampf um sein Leben hat er jetzt verloren. Laut den Informationen von tmz.com war seine Verlobte bei ihm im Krankenhaus. Omarosa soll das Zimmer für einen kurzen Augenblick verlassen haben, als sie zurückkam, war der Schauspieler tot.

Ein Sprecher des Darstellers bestätigte, dass sich Michael wohl nie so ganz von seinem Herzinfarkt im Juli erholt hatte. „Manigault ist dankbar für alle eure Gebete und wünscht sich Privatsphäre in dieser schweren Zeit“, so der Sprecher weiter über das Anliegen von Michaels Verlobten.

Duncans erster grosser Film war „Armageddon“ von Regisseur Michael Bay. Für seine Rolle im Film „The Green Mile“ von Frank Darabont erhielt er eine Oscar- und eine Golden-Globe-Nominierung. Überdies spielte er unter anderem in den Filmen „Planet der Affen“ und „Kung Fu Panda“ mit.

„Top Gun“-Regisseur Tony Scott begeht Selbstmord

Der Hollywood-Regisseur Tony Scott, der unter anderem Actionstreifen wie „Staatsfeind Nr.1“ und „True Romance“ drehte, dürfte den meisten Kinogängern aber als Regisseur des 80er-Jahre-Blockbusters „Top Gun“ ein Begriff sein, ist tot. Am Sonntagnachmittag Ortszeit sei der gebürtige Brite in Los Angeles von einer Brücke gesprungen, wird berichtet. Neben seinem berühmten Bruder Ridley Scott hinterlässt Tony eine Frau und zwei junge Söhne.

Im Auto des 68-jährigen Briten wurde ein Abschiedsbrief gefunden, dessen Inhalt allerdings nicht bekannt ist. Nun suchen die Polizei, Feuerwehrleute und die Küstenwache von Los Angeles im Wasser nach der Leiche. Die „Los Angeles Times“ berichtet, Scott habe sich in der Nähe von Los Angeles von einer Brücke gestürzt. Mehrere Augenzeugen sollen beobachtet haben, wie er in der Ortschaft San Pedro (Los Angeles County) bei der Vincent Thomas Bridge, einer Hängebrücke zwischen San Pedro und Terminal Island, ins Wasser sprang.

Tony war Mitte der Achtziger Jahre mit dem Actionfilm „Top Gun“ weltweit bekannt geworden, in dem Tom Cruise einen Kampfjet-Piloten der US-Navy spielte. Später drehte er Blockbuster wie „Staatsfeind Nr.1“, „Beverly Hills Cop II“ und «“True Romance“. Scott war in dritter Ehe mit der Schauspielerin Donna Wilson verheiratet. Sein älterer Bruder Ridley ist ebenfalls Regisseur. Er drehte unter anderem „Alien“, „Blade Runner“ und «“Gladiator“. Gemeinsam produzierte sie auch TV-Serien wie „Numb3rs“ oder „Die Säulen der Erde“.

Hach, „True Romance“, was hab ich diesen Film geliebt. In meiner persönlichen Rangliste steht „True Romance“ ganz ganz weit oben! Hier stimmt einfach alles: Durch die Bank weg gute Darstellerleistungen, Story die abgedrehter nicht sein könnte, zeitlose Sprüche und gnadenlose Selbstironie, machten den Film für mich zu einer absoluten Trash Perle. Tony Scott (Regie) und Quentin Tarantino (Story), dazu ein überwältigender Christopher Walken, was will man mehr? Dieser Film besitzt alles, was einen ganz grossen Film ausmacht. Er ist einerseits spannend und fesselnd, andrerseits kommt er aber immer mit viel Witz in den Dialogen daher, wobei auf Macho-Sprüche oder peinliche Szenen gänzlich verzichtet wird. Ein Meisterwerk! Wer kann sich nicht an die Sizilianer Szene mit Dennis Hopper aus dem Film erinnern (falls dies doch tatsächlich der Fall sein sollte, nachfolgend der Clip)? Einfach nur grossartig! Und nun ist der Mann, der solch geniale Arbeiten ablieferte, freiwillig aus dem Leben geschieden? Sehr schade! Tony, was war den los..?

Konzert Review: Sonisphere Festival 2012 in Yverdon-les-Bains mit Metallica, Motörhead und Slayer

Die erste Ausgabe in Jonschwil versank im Schlamm, die zweite in Basel brach Veranstalter Free and Virgin das Genick. Das Sonisphere Festival stand bisher unter einem schlechten Stern. Letzten Mittwoch folgte der dritte Anlauf in neuer Umgebung und mit neuem Veranstalter. 32’000 Metalheads – mehr als erwartet – strömten auf das Gelände Parc Rives Du Lac in Yverdon-Les-Bains am Neuenburgersee mit den Headlinern Motörhead, Slayer und Metallica. Der Neustart ist geglückt, ist jedoch weit weg von perfekt. Der Sound war, wenn er denn kam – bei Mastodon lief zum Beispiel die PA die halbe Zeit nicht und fiel immer wieder aus – doch erstaunlich gut. Der Golden Circle war zu gross ausgelegt und man musste wieder einmal, Jonschwil lässt grüssen, über 30 Minuten für Getränke anstehen. Nichts desto trotz war mein Eindruck dass dies das beste Sonisphere Festival bis jetzt war, das sonnige Wetter und die geniale Location machten so einiges wett.

Rund 32’000 Musikfans haben Metallica auf das ehemalige Expo.02 Gelände in Yverdon-les-Bains, welches selbst 28’000 Einwohner hat, gelockt, wo am Mittwoch die dritte Ausgabe des Sonisphere Festivals über die Bühne ging. Dies war das erste Mal, dass in dieser Stadt ein Festival in dieser Grössenordnung organisiert wurde. Das Festival begann um 15 Uhr bei schönstem Wetter, die Atmosphäre war ok und die Dezibel hoch, so hoch, dass die Konzerte bis ins 13 km entfernte Cheyres (FR) zu hören waren. Rund 1’200 Helfer waren am Gelingen des Festivals beteiligt, die Montage dauerte eine Woche und es hatte rund 50 Imbissbuden, 5.5 km Barrieren und 300 mobile Toiletten. Lustigerweise war keine Bar im Golden-Circle-Bereich aufgestellt, was mir jedoch ziemlich egal war, da ich eh nicht zu den Weichspülmetalern mit zu viel Kohle im Sack gehöre, doch organisatorisch hätte dies sicherlich besser gelöst werden können, aber so musste halt the Rich-People zum Fussvolk Getränke holen, was die Wartezeiten nicht gerade verkürzte.

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Gojira Live @ Sonisphere Switzerland Yverdon - L'enfant Sauvage

Mit den Headlinern Metallica, Motörhead und Slayer konnte wahrhaftig geballte Metal-Macht präsentiert werden. Eluveitie, Gojira und Mastodon waren ebenfalls mit von der Partie, die Drei mussten aber quasi in den sauren Apfel beissen und dem sonnengeschwängerten Publikum – nachmittags bei 30 Grad – ihre Musik schmackhaft machen. Bei Eluveitie war leider noch komplett tote Hose, was vielleicht aber am Sound lag, der vermutlich im Vergleich zum restlichen Programm etwas aus dem Rahmen fiel und so nicht den Erwartungen der Besucher entsprochen hat und die Band bereits eine halbe Stunde nach Türöffnung spielen musste. Doch auch Gojira mussten das Publikum daran erinnern, dass dies ne Metalshow war und forderte zu Pits auf, welche aber nicht stattfanden. Und so konnten erst Mastodon, sie boten vor allem ihr neustes Album „The Hunter“ feil, für gute Stimmung sorgen. Leider stieg während 45 Minuten ohne zu übertrieben 15 mal der Sound aus und dies war wirklich unterstes Niveau, da kann ich nur ein grosses Lob an Mastodon ausprechen, welche sich davon nicht beirren liessen und immer wieder souverän und ohne mit der Wimpern zu zucken weiter machten.

Die anschliessend auftretenden lebenden Legenden, Slayer, hatten zwar keine Ungereimtheiten mit der Technik, irgendwie aber erweckten sie den Eindruck, Probleme mit dem Bewegungsapparat zu haben. Ähnlich dynamisch wie eine Terrakotta-Armee spulten sie ihre Setlist ab. Vielleicht lag dies aber auch am Publikum und Slayer liessen sich von der bewegungslosen Menge anstecken – oder es war schlicht das Alter, denn Tom wirkte in meinen Augen optisch als nicht mehr ganz der Frischeste. Slayer bestachen mit ihrem kompromisslosen, rasend schnellen und knüppelharten Sound. In dieser unglaublichen Präzision konnte das von Slayer aber nicht unbedingt erwartet werden, denn Gitarrist Jeff Hannemann hat sich immer noch nicht von seiner Spinnenbiss-Infektion erholt und musste durch Gary Holt ersetzt werden. Ein paar Moshpits gab es aber dennoch, zwar nicht direkt vor der Bühne (Golden Circle Problem), aber beim Fussvolk ging es doch ab, obwohl diese Pits grösstenteils mehr wie Kindergeburtstag wirkten.

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Slayer - Raining Blood - Angel of Death - Sonisphere 2012

Motörhead zeigte sich wiederum von ihrer schmutzig guten Seite und versprühten niemals Langweile. Doch auch hier fehlte die Stimmung direkt vor der Bühne und Lemmy stand oft fraglos da und wartete auf Reaktionen seitens des Publikums, wenn er einen Song ankündigte. Neues war von den Altmeistern der harten Töne freilich aber nicht zu hören. Kult-Rocker Lemmy Kilmister bot seinen gewohnten, schnörkellosen, ehrlichen Rock. Zeitgleich zog sich die Sonne zurück und übergab ihren Platz der passenden Abenddämmerung. Je mehr Zeit verstrich und je dunkler es wurde, desto mehr suchten ihren Platz mit direkter Sicht zur Bühne. Die gesamte Fanschar wartete auf Metallica und erwartete ein schwarzes Spektakel. Übrigens erstaunt es mich nicht, dass Free and Virgin beim Sonisphere Basel Konkurs gegangen ist, wenn ich an die Schlangensteherei in Yverdon denke und wie viel Umsatz in Yverdon durch das Warten verloren ging, kann ich nur sagen: Schade, Schade, Schade.

Äusserst pünktlich und voller Spielfreude trumpften Metallica auf, jedes songtechnische Register wurde gezogen. Die Kalifornier spielten das „Black Album“ – ihr legendäres Meilenstein-Werk von 1991 – in voller Länge. Doch das Album einfach nur von Song 1 bis 12 runterzunudeln, das wäre für die Metal-Heroen zu einfach, stattdessen drehten Metallica die Reihenfolge der Songs um und starteten mit „The Struggle Within“, dem eigentlichen Abschlusssong des Albums. Die zwölf Songs der Scheibe gelten heute als Hymnen der Rockmusik. Wie sehr, das zeigte sich am Sonisphere-Festival, als tausende Fans in den Gesang von Frontmann James Hetfield einstimmten oder den Takt von Schlagzeuger Lars Ulrich mitklatschten. Und zwar nicht nur bei der radiotauglichen Ballade „Nothing Else Matters“, sondern bei fast jedem einzelnen Song. Metallica überzeugte, bis auf Kirk Hammett, den dieser versemmelte jeweils laufend einfachste Passagen.

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Metallica @ Sonisphere Yverdon Switzerland 2012 - For Whom the Bell Tolls HD

Erfreulich war bei Metallica, dass die musikalische Verirrung mit Lulu und der verunglückten Zusammenarbeit mit Lou Reed schadlos überstanden und mit der Interpretationen des „Black Album“ zwar nichts Neues geboten wurde, doch signalisierten die Jungs mit ihrem langen, beherzten Auftritt, dass sie immer noch die Alten sind. „Blackened“ liess bei jedem kleinen Pyromanen das Herz aufgehen mit grossen Flammen-Säulen und „One“ überzeugte mit oberfetten Lasern. Das „Black Album“ war aus meiner Sicht etwas langfädig und für mich vor Jahren der Tod der Band, doch man wird älter und so kam der Sound insgesamt sehr gut rüber und zu (meinem) Glück bleib es nicht bei den Songs aus diesem Album, sondern es wurde dem geneigten Fan auch älter Kost geboten.

Insgesamt war es ein geiler, entspannender Event in stimmiger Umgebung. Das Sonisphere in Yverdon stand unter dem Zeichen von Mässigung: weniger Bands, weniger Zuschauer, weniger Gigantomanie, weniger Gedränge bei gleichbleibender musikalischer Qualität. Die Bandwechsel verliefen reibungslos und der Sound war von erstaunlicher Transparenz und kam echt fett rüber. Ärgerlich war nur das Gedränge vor den Bierständen und vermutlich für die Bands der viel zu gross angelegte Golden Circle Bereich for the Rich-People, die sich zu fein oder zu faul waren, ihren Arsch zu bewegen. Hauptsache, man geht danach an den Merch-Stand, kauft ein teures Shirt und lässt dann den grossen Fan raushängen. Und dass sich die Golden Circler zu schade waren Begeisterung zu zeigen, war ja eigentlich mehr als absehbar und folglich habe ich dafür keinerlei Mitleid – ausser den Bands gegenüber. Nichts desto trotz, Metallica, Motörhead, Slayer, Mastodon, Gojira und Eluveitie waren einfach Klasse. Offensichtlich braucht es die Romandie um ein gelungenes Festival hinzubekommen. Wirklich tolle Location und wohl das beste Sonisphere bis jetzt…

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Metallica @ Sonisphere Switzerland 2012 - One

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Rasierer mit Olympia-Feeling – Braun Series 3 350CC

Vom 27. Juli bis 12. August finden in London die Olympischen Sommerspiele statt. Ob Sprinter, Velofahrer oder Schwimmer: Wer bei den Olympischen Spielen London 2012 schnell unterwegs sein will, setzt auf möglichst haarfrei, weil dadurch der Widerstand sinkt. Jeder will im Wettkampf sein Bestes geben und möglichst eine Medaille gewinnen. Die Firma Braun nimmt das zum Anlass, bereits jetzt eine sportliche Sonderedition ihres „Series 3 350CC“-Rasierers zu lancieren. Diese beinhaltet nicht nur eine entsprechend athletische Verpackung, sondern auch ein Etui aus echtem Leder.

Die Rasur kann für einen Mann ein tägliches Ritual oder ein tägliches Ärgernis darstellen, entscheiden tut dies meistens der Rasierer, der verwendet wird. Als überzeugter Nassrasierer habe ich den Braun Series 3 350CC getestet und hier ist nun mein Testbericht. Der Rasierer ist extrem handlich und wirklich leise. Die Rasur ist sehr schonend und gründlich. Hautreizungen habe ich im Verlauf der vergangenen Wochen nicht erleiden müssen. Somit bin ich mit der Handhabung und dem Komfort dieses Rasierers schon mal zufrieden. Was mir besonders wichtig bei einem Rasierer ist, ist einerseits eine konstant gute Rasierleistung und andererseits die Akkuladezeit, da ich häufig vergesse das Gerät zum Aufladen einzusteckern.

Beides stimmt beim Braun Series 3 350CC absolut. Mit dem Triple Action Free Float System, also einem System, in dem im Rasierer drei unabhängig voneinander agierende Klingen innerhalb des Scherkopfes mehr Haare in einem Rasierzug erfassen können, fällt die Rasierzeit wesentlich kürzer aus als vermutet, denn es werden deutlich weniger Züge zur Rasur benötigt. Das Ladeverhalten des Braun Series 3 350CC ist des Weiteren auch mehr als positiv zu betrachten, denn um 45 Minuten durchgehend rasieren zu können, braucht der Braun Series 3 350CC lediglich eine Stunde Ladezeit.

Der Rasierer gibt über LED’s Auskunft über den Ladestand, die nächste Reinigung und sogar wann man am Besten das Schersystem wechseln sollte. Und wenn man auf Reisen ist, wo man logischerweise die Reinigungsstation nicht dabei hat, kann der Rasierer unter fliessend Wasser gereinigt werden. Der im Braun Series 3 350CC integrierte Langhaarschneider stellte sich auch als positiv heraus, dieser ist ideal um Koteletten zu kürzen oder stehen gebliebene Haare zu entfernen. Lediglich im Kinnbereich kann der Langhaarschneider des Braun Series 3 350CC Schwächen zeigen.

Das Reinigungssystem erscheint auf den ersten Blick etwas sperrig und die Kartuschen hochpreisig. Dabei erfolgt die Reinigung im Gerät automatisch, kaum wird der Rasierer in die Halterung eingesetzt und der Knopf auf der Oberseite gedrückt, erfolgt die gesamte Reinigung ohne ein Eingreifen. Der Rasierkopf wird gespült, dabei läuft sporadisch auch der Rasierer. Alles gesteuert durch den Reinigungssatz. Da die Stoppeln aus der Rasur leicht ausgeklopft werden können, beschränke ich die Reinigungsvorgänge auf die notwendigen Ladezyklen, so dass sich der Verbrauch an Reinigungsflüssigkeit in Grenzen hält. Es sei denn die Kontrollleuchte für den Reinigungsvorgang leuchtet auf. An der Front des Rasierapparates befinden sich drei Leichtdioden, die den Ladezustand im normalen Gebrauch, eine Ladekontrolle und eben die Notwendigkeit der Reinigung des Apparates anzeigen. Ein Reinigungsvorgang dauert zusammen mit der Trocknung des Kopfes ungefähr 4 Stunden.

Vorteile:

  • Ergonomische Form
  • Integrierte Reinigungsfunktion
  • Reinigungskartuschen einfach zu wechseln
  • Scherkopf kann leicht gewechselt werden
  • Optimal angepasste Ladefunktion
  • Hervorragendes Rasierergebnis
  • Umfangreiches Zubehör
  • Integrierter Landhaarschneider

Nachteile:

  • Langhaarschneider kann im Kinn- und Halsbereich schwächeln
  • Reinigungsvorgang kann Reste der Flüssigkeit am Scherkopf hinterlassen

Fazit: Durch seine durchdachte Form und Funktionen kann der Braun Series 3 350CC bei mir persönlich punkten. Dieser Herrenrasierer überzeugt durch seine einfache Reinigung, seine hervorragenden Ergebnisse als auch durch die kurze Ladezeit. Natürlich besiegt der Braun Series 3 350CC nicht alle Schwächen des Rasierer-Genres, dennoch kommt er dem Optimum schon sehr nahe. Wer einen guten und wirklich leisen Rasierer sucht, der leicht zu reinigen ist und bei Bedarf innerhalb von 5 Minuten aufgeladen werden kann, sollte sich näher mit dem Braun Series 3 beschäftigen. Ansonsten ist mir lediglich aufgefallen, dass der Braun Series 3 350CC etwas Schwierigkeiten mit einem Dreitagebart in den Regionen Kinn und Hals haben kann. An diesen Stellen muss dann zwei bis drei Mal nachrasiert werden, dies empfand ich jedoch als wenig negativ, da dieses Problem im Rasierer-Genre weit verbreitet ist.

Für jedes Haar die richtige Länge – Braun CruZer Beard & Head

Eins sei gleich vorweg genommen, der Braun CruZer Beard & Head kann was. Bart- und Haarschneider, separat und kombiniert, netzabhängig und akkubetrieben, sowohl billig als auch aus dem mittleren Preissegment habe ich im Laufe meines nun bald zweieinhalb Jahrzehnte währenden Bartwuchses reichlich ausprobiert. So richtig rundum zufrieden war ich bislang mit keinem Einzigen. Andere haben zwar einen ausreichenden Wirkungskreis, schneiden aber unsauber oder haben einen Aufsatz, der nicht richtig einrastet und beim geringsten Druck zurückrutscht und erstmal eine Schneise in die Matte fräst. Das Gerät von Braun hingegen ist solide und wertig verarbeitet und die Aufsätze arretieren fest in der gewählten Schnittlänge ein, lassen sich aber durch leichten seitlichen Druck von Daumen und Zeigefinger problemlos verstellen und austauschen. Das Rasierergebnis ist beim Bart tadellos, beim Kopfhaar kann es insbesondere bei sehr feinem Haar passieren, dass das eine oder andere vor der herannahenden Klinge in Deckung geht und sich erst wieder aufrichtet, wenn die Gefahr vorbei ist. Aber beim zweiten, spätestens dritten Versuch ist dann auch der letzte Drückeberger machtlos.

Doch eine Frage sei mir vorweg erlaubt, warum kann ein solches Gerät nicht einfach Bart- und Haarschneider heissen, sondern Neu-Denglisch „beard & head cruZer“? Wahrscheinlich sträubts dem nativen Speaker beim Anblick dieser Bezeichnung automatisch Bart- und Kopfhaare, was dann die anschliessende Prozedur wenigstens erleichtert.

Bisher habe ich mir in ca. 5 Jahren 3 x neue Billighaarschneider gekauft. Nach kurzer Zeit waren sie immer defekt, etwas ist abgebrochen oder riss fürchterlich an den Haaren. Nicht so der Braun CruZer Beard & Head. Der Cruzer war relativ schnell aufgeladen und funktionsfähig. Ein blinkendes Lämpchen zeigt an, ob noch geladen wird oder ob vollständig geladen wurde. Ich fing sofort an zu rasieren und musste feststellen, dass das Gerät sehr präzise arbeitet und zudem erstaunlich leise ist! Andere Geräte klingen teilweise wie Rasenmäher, nicht so der CruZer von Braun. Da das Gehäuse nicht aus Plastik, sondern Hartgummi ist, bleiben die Haare zunächst etwas am Gerät kleben. Das ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber man kann es nach Gebrauch problemlos abwaschen. Ebenso kann man die Schneidklinge oben aufklappen, sowohl zum waschen unter laufendem Wasser, als auch natürlich zum reinigen mit der mitgelieferten Bürste. Nach mehrmaligem Gebrauch sollte man die Klingen mit dem mitgelieferten Leichtöl reinigen, dass ist bei diesen Geräten ja Standard und üblich.

Mit den Clips kann von 1 bis 20 mm alle möglichen Längen fast stufenlos eingestellt werden. Die Aufsätze sind stramm fixiert und verrutschen nicht. Die Schneidequalität ist hervorragend, den Bart kann man so schnell und gründlich, bis direkt unter die Nase stutzen, ohne das Haare stehen blieben. Der Trimmer leistet ebenfalls saubere Arbeit an Koteletten und sonstigen Stellen, die ein Feintunig benötigen, und lässt sich ohne Verrenkungen ein- und ausfahren. Zu jedem Gerät werden zwei Aufsätze mitgeliefert, mit denen man die verschiedenen Schneidelängen einstellen kann. Der eine Aufsatz ist eher für den Bart gedacht, der andere für die Haare auf dem Kopf. Das mitgelieferte Stromkabel hat eine sehr lang dehnbare Schnur, was durchaus auch von Vorteil ist. Aber Vorsicht Freunde: Beim Abwaschen der Klinge sollte man das Gerät besser vom Strom nehmen. Das Gerät liegt insgesamt gut und angenehm in der Hand. Die Akkukapazität habe ich nicht mit der Stoppuhr kontrolliert, entspricht aber in etwa den Herstellerangaben. CruZer, Ladekabel, Aufsätze und übriges Zubehör passen etwas knapp, aber komplett in die mitgelieferte Reisetasche.

Der Akku hält nach vollständigem Aufladen wirklich sehr lange und am meisten beeindruckt mich, dass das Gerät wirklich Power hat, sehr gründlich ist und dabei sehr sehr leise bleibt! Insgesamt ein sehr gut für Verarbeitung und Technik, ebenfalls ein sehr gut für das Rasierergebnis beim Bart und ein gut für die Kurzhaarfrisur. Das Preis/Leistungsverhältnis erhält ebenfalls ein gut und bei regelmässiger Anwendung sollten sich nach einigen Monaten die Anschaffungskosten durch eingesparte Friseurbesuche amortisiert haben. Der mitgelieferte Reisebeutel gefällt auch gut. Hier lässt sich alles ordentlich verstauen und ist auf Reisen immer zur Hand und schnell eingepackt.

Der Braun CruZer Beard & Head ist ein sehr überzeugender, handlicher und leiser Haarschneider mit Trimmerfunktion. Die Verarbeitung ist qualitativ hochwertig. Das Styling ist sehr zurückgenommen und farblich wenig verspielt. Er punktet vor allem durch das sehr präzise Trimmen und Stylen problematischer Bartpartien. Der Haarschneider kürzt das Haar schnell, wobei das übliche Problem der verbleibenden Haarreste in den Schneidaufsätzen auch bei dem Braun keine Ausnahme bildet. Dieses Problem lässt sich aber durch die unkomplizierte und schnelle Reinigung beheben. Ich habe Freude an meinem neunen Braun CruZer Bear & Head und würde ihn nicht wieder hergeben! Einzig hätte ich mir anstelle von NiMH- Lithium-Ionen-Akkus gewünscht. Dann wäre der Apparat aber wohl erheblich teurer geworden. Bartstyling kann wirklich Spass machen, wenn das Ergebnis entsprechend ist. Bei diesem Haarschneider kann man nicht viel verkehrt machen. Real Beard shaper – Not for Kids.

Beim Inhalt der Verpackung wurde nicht gespart. Es ist alles Notwendige vorhanden:

  • Haarschneider + Aufsätze für unterschiedliche Haarlängen
  • kleine Flasche Öl zum Schmieren des Schneidemechanismus
  • Pinsel zum Reinigen des Haarschneiders
  • kleine schöne, schwarze, schlichte Tasche in die alles hineinpasst
  • bebilderte Anleitung

Handhabung:

  • Die Benutzung des Haarschneiders ist einfach und selbsterklärend
  • Akku hält lange. Nach ca. 40 min Betrieb ist der Akku noch nicht leer
  • Reinigung mit Wasser möglich. Dadurch sehr schnell zu reinigen
  • Normale Haare lassen sich sehr gut und schnell entfernen
  • Dünnere Härchen werden nicht so gut entfernt
  • Bart stutzen und Konturen schneiden funktioniert durch die Zusatzfunktion sehr gut

Vorteile:

  • Akkuladung hält ausreichend lange
  • Lieferumfang
  • Reinigen sehr schnell und einfach
  • Zusatzfunktion für die Gesichtsrasur
  • gutes Schneideergebnis bei dicken und normalen Haaren

Nachteil:

  • Schneideergebnis bei dünnen Haaren nicht ausreichend

Happy New Fear!

Freunde der Gruft, atmet tief durch, die letzte Minute des Jahres ist angebrochen und 2012 steht vor der Tür! Hope 2012 is your year! Meines ists mit Bestimmtheit, den einmal mehr steht die Apokalypse vor der Tür und nachdem es die letzten Jahre nicht geklappt hat, sehe ich mit Zuversicht ins neue Jahr, alle Propheten können nicht falsch liegen… so hoff ich doch zumindest. Aber auch Ihr wisst, Hoffnung ist der lange Weg zur Verzweiflung :)

Wie auch immer, ich werde sicherlich weiter Bloggen und dies mindestens bis zum 21.12.2012! Und sollten mir Naturkatastrophen, die Revolution oder Skynet es erlauben, auch weiter, stay tuned! Also Freunde, lasst es Krachen bis die Apokalypse kommt. Ich tues… and stay brutal and rock on! Bleibt sauber und tut nichts, was ich nicht auch tun würde ;)

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