Geile Siech

Neulich wurde ich von Kollegen aus dem grossen Kanton gefragt, was den eigentlich „e geile Siech“ ist. Um den Herren klar Informationen liefern zu können, habe ich folgendes zusammen gegoogelt:

Geile Siech, ein Begriff aus dem Schweizer Dialekt.

Definition:
Siech – „Typ“ (grob, meist in Verbindung mit „geile“ (um Respekt auszudrücken), „blööde“ (um Verachtung auszudrücken) oder „huere“ (als allgemeiner Fluch, wie z.B. „verdammt!“). Siech bedeutete ursprünglich „Kranker“, was aus dem Begriff Siechtum abzuleiten ist.

Siechtum (mittelhochdeutsch: siechtuom) bezeichnet man den Zustand unter chronischen, zur Entkräftung führenden Krankheitsprozessen zu leiden. Etymologisch ist das Wort verwandt mit Seuche.

In der Vergangenheit (11. bis 18. Jh.) hat man Dahinsiechende in Siechenhäusern (auch Kottenhäuser, Gutleutehäuser) zusammengefasst, da man – zum Teil zu Recht – eine Ansteckung befürchtete.