Regeln für den neuen Adel – Rules for the New Aristocracy

Rules for the New Aristocracy

Ganz wunderbare Polemik von J. Michael Straczynski (Amazing Spiderman, Babylon 5, Twilight Zone), welche ich mir erlaubt habe, frei ins Deutsche zu übersetzen:

REGELN FÜR DEN NEUEN ADEL

Es spielt keine Rolle, wie hoch die Lebensmittel-Preise steigen und es spielt keine Rolle, ob ihr euch nur Fast-Food leisten könnt, wir werden immer in der Lage sein, Steaks zu kaufen. Und wir werden in Fast-Food-Aktien kräftig investieren, um sicherzustellen, dass wir kräftig Geld damit verdienen. Egal, wie hoch die Öl- und Gas-Preise steigen, wir werden immer in der Lage sein, uns diese leisten zu können.

Neben schlechter Ernährung und schlechter Krankenversicherung, werden eure Kinder aufwachsen ohne gesunde Ernährung, welche auf allen Ebenen Probleme verursacht, von physischen bis zu schulischen Schwierigkeiten. Unsere Kinder wachsen kräftig und rein und gesund auf.

Es spielt keine Rolle, wie viel eine Ausbildung kostet, oder ob ihr euch diese leisten könnt eure Kinder aufs College zu schicken oder dafür massive Schulden machen müsst, wir werden immer in der Lage sein, unsere Kinder auf die Universität zu schicken. Und weil vieles von unserem Einkommen aus Steuererleichterungen und aus durch den Steuerzahler finanzierte Rettungspakete stammt, ermöglichen eure Steuern es, unsere Kinder zur Schule zu schicken. Aber ihr habt nicht das Recht Geld von uns zu bekommen, um euer Kind zur Schule zu schicken.

Wenn eure Kinder ein Unternehmen gründen wollen, werden diese feststellen, dass wir das ganze Geld aus der Wirtschaft saugen und es einfach keine verfügbaren Mittel gibt, euren Start zu finanzieren. Wir geben unseren Kindern einfach nur einen Scheck und sagen ihnen: Geht los und habt Spass damit.

Eure Kinder werden unter einer Glasglocke geboren, aus der sie praktisch nie die Gelegenheit haben werden, sich zu erheben. Unsere Kinder werden auf einem Marmorboden geboren, der es praktisch verunmöglicht zu fallen.

Wenn ihr versehentlich falsche Angaben auf eurer Steuererklärung macht, könnt ihr euer Haus, euren Besitz und den ganzen Lebensunterhalt verlieren. Wir lügen die ganze Zeit über unsere Steuerinformationen, ohne dass dies jemals jemand hinterfragt. Wir hamstern Billionen von Dollar in Überseekonten und tun was wir können um sicherzustellen das euer Geld sich nie unserer Kontrolle entzieht, weil wir es zweifellos dazu brauchen, um schnell noch mehr davon zu scheffeln.

Ihr wohnt in einer Unternehmens-Stadt, wir bezahlen euch, für uns zu arbeiten. Gleichzeitig aber sorgen wir dafür, dass wir alle Läden in der Stadt besitzen, die unsere Waren verkaufen, Arzt-Praxen, in der man in der Stadt geht, Restaurants, wo man isst berechnen wir so hoch, um sicherzustellen, dass am Ende der Woche kein Geld übrig bliebt, um es auf die Seite zu legen und ihr so auf die Idee kommen könntet, die Unternehmens-Stadt zu verlassen oder vorwärts zu kommen und so besteht nie Gefahr, dass die Unternehmen-Stadt kritisiert wird. Ihr arbeitet für uns. Wir besitzen die Stadt, wo ihr lebt. Wir besitzen euch.

Wenn einer von euch einen hundert Dollar-Schein aus der Kasse nimmt, kommt er dafür ins Gefängnis. Wenn wir Milliarden bei einfachen Leuten einsparen und damit die Wirtschaft zum Absturz bringen, was Tausende von Arbeitsplätzen kostet, wird keiner von uns jemals strafrechtlich verfolgt, da die neue Aristokratie über solchen Dingen steht. Also machen wir einfach so weiter. Geniesst die Fahrt.

Eure örtliche Polizei gehört uns. Wir haben sie zu Soldaten geformt, die euch wie Terroristen behandelt. Wenn ihr gegen uns sprecht, stellen wir sicher, dass ihr mit Tränengas bombardiert, geschlagen und in Handschellen gefesselt in die Käfige der „Freie Rede Zone“ verfrachtet werdet, so konzipiert, dass ihr vergesst, dass das ganze Land eigentlich eine „Freie Rede Zone“ wäre. Aber jetzt dürft ihr nur frei Reden, wann und wo wir dies zulassen, dass ihr dies tun könnt. Wir können so ziemlich alles zu euch sagen und tun, was wir wollen, ohne dass was geschieht.

Wenn ihr die Hintergründe zu unserem Spiel durchschaut und darüber sprecht, beschuldigen wir euch einen Klassenkampf zu führen, um davon abzulenken, dass jedermann realisiert, dass tatsächlich ein Klassenkampf stattfindet und zwar gegen euch und bis ihr dass bemerkt, ist der Krieg vorbei und wir haben gewonnen.

Ja, ihr habt die Chance, für Politiker und Senatoren und Präsidenten zu stimmen. Aber erst nachdem wir entschieden haben, welchen Kandidaten wir finanzieren, lange bevor der erste Wahlgang begonnen hat. In erster Linie finanzieren wir diejenigen, die wir mögen und die, die uns geben, was wir wollen und ihr könnt einen der beiden vorgesiebt Kandidaten wählen, die wir euch geben. Wenn wir sie nicht mögen, wenn wir denken, dass sie uns herausfordern, finanzieren wir diese nicht und somit werden ihr nie die Chance haben, für diese zu stimmen, weil ihr keine echte Abstimmung unter der neun Aristokratie bekommt.

Wir besitzen das Weisse Haus. Wir besitzen die Kongresse. Diese führen – die Rechnungen schreiben wir. Sie machen die Gesetze, die wir wollen, dass sie diese machen und stellen damit sicher, dass diese uns nicht eingrenzen, nur euch, uns nie. Wir besitzen die Gerichte. Wir besitzen die Anwälte. Sie sind der Verein, mit dem wir euch zur Unterwerfung zwingen.

Es gibt keine demokratischen oder republikanischen Senatoren, oder Kongresspolitiker oder Präsidenten. Diese Parteien gibt es seit Jahrzehnten nicht mehr. Es gibt nur die Partei des neuen Adels. Der Rest ist Kabuki-Theater. Es ist Mexican Wrestling. Es ist die Illusion der Wahl, der Differenz, der Demokratie. Dies ist keine Demokratie. Es ist eine Geld Monarchie. In dieser Monarchie, sind wir der Adel, die Könige und was wir sagen, wird gemacht.

Wenn ihr Müll illegal wegwerft , werdet ihr bestraft und möglicherweise verhaftet. Wenn wir Hunderte von Tonnen Giftmüll in Meere, Flüsse und Bäche versenken, wird keiner von uns jemals verhaftet. Falls wir einmal bestraft werden, heben wir einfach unsere Preise an, so seit wieder ihr diejenigen, welche eigentlich für dass, was wir taten, bezahlen.

Wir sind die neue Aristokratie und wir zahlen keine Geldstrafen.
Wir sind die neue Aristokratie und wir sind immun gegen Strafverfolgung.
Wir sind die neue Aristokratie und wir finden, deine Armut und deine Ohnmacht und deine Kämpfe ekelhaft. So bleiben wir lieber unter uns.

Versteht: Wir wollen nicht, dass ihr Erfolg habt. Wir wollen nicht, dass jemand daher kommt, um den Kuchen in noch kleinere Stücke zu schneiden. Wir wollen alles besitzen. Wenn wir wirklich mehr von euch wollten, glaubt ihr, wir hätten die letzten 30 Jahre damit verbracht, jede grössere Firma in immer kleinere Gruppen aufzuteilen, die immer weniger Menschen gehören?

Wir sind die neue Aristokratie, weil wir in sie hineingeboren wurden. Wir haben unser Geld auf altmodische, mittelalterliche Art erhalten: Unsere Eltern gaben es uns. Wir wurden in eine Fülle geboren, die wir euch und euren Familie in den letzten fünfzig Jahren gestohlen haben. Ihr wurdet schon immer in Armut und Kampf geboren. So werdet ihr nie zu uns gehören. Ihr habt nie unsere Vorteile. Und wir mögen das so.

Wir mögen es, wenn ihr durch die Gitterstäbe des Käfigs späht, um all das zu sehen, was wir haben. Wir möchten, dass ihr denkt, ihr könnt dies selbst eines Tages haben, da diese Illusion euch auf unserer Seite hält. Aber ihr werdet diese Dinge nie haben. Das haben wir sichergestellt. Denn dass, was ihr gerade seht ist unser und wir teilen nicht.

Die Welt, die wir sorgfältig für euch aufgebaut haben, ist wie ein Glücksspiel, wo man die grossen Stifte mit einem Baseballschläger reinklopfen muss, um einen riesigen Preis zu gewinnen. Aber die Stifte sind gewichtet und so positioniert, dass ihr diese nie, nie reinklopfen könnt. Aber ihr bezahlt ja dafür und klopft weiter, bis ihr selbst erschöpft und euer Geldbeutel leer ist. Und wir mögen es so.

Wir wollen nicht, dass ihr Möglichkeiten habt, wir wollen nicht, dass ihr eine Ausbildung macht, wir wollen nicht, dass ihr eine Stimme habt um zu erzählen was euch passiert, wir wollen nicht, dass ihr gesund seit, wir wollen nicht, dass ihr etwas tun könnt, ausser erschrocken und hilflos zu sein, gelehrige Verbraucher, die Essen und Sehen und Kaufen, was wir euch sagen, zu Essen und zu Sehen und zu Kaufen, während wir all die guten Sachen für uns behalten.

Ihr gehört nicht zu unserem Club.
Weil wir die neue Aristokratie sind.
Und ihr seit die neuen Bauern.
Und wir mögen das sehr, sehr, sehr so…

„Der grosse Reibach“ und „Der Tanz der Geier“

Vor einiger Zeit lief auf Arte der Themenabend „Banken, Banker, Bankster“ mit zwei extrem interessanten Dokus über Finanzkrise und Bankster hintereinander. Nun bin ich per Zufall auf Youtube über die damalige Sendung gestolpert und muss diese einfach in die Gruft stellen, denn es ist wieder mal an der Zeit, etwas Wissen zu versprühen. Übrigens ich mag den Titel der zweiten Dokumentation sehr: Der Tanz der Geier, dass muss man sich mal bildlich vorstellen! Hier nun zweieinhalb Stunden volle Packung Real Life Wirtschaftsthriller! Beide Filme zusammen am Stück zeigen, wie die Banken die Welt vergewaltigen und die Marionetten ihnen die Tür dazu aufhalten. Kriminelle in Anzügen.

Der große Reibach
Als Margaret Thatcher in Großbritannien und Ronald Reagan in den USA die Regierung übernahmen, starteten diese beiden überzeugten Anhänger mit Hilfe von Wirtschaftsberatern der mächtigsten Großbanken eine Deregulierungskampagne sondergleichen: Stück für Stück zerschlugen sie alles, was nach der großen Depression 1929 und der Nachkriegszeit geschaffen worden war, um dem Kapitalismus eine soziale Komponente zu geben. Ihre Nachfolger, ob konservativ oder “links”, führten diese Politik fort. So bestand ironischerweise die letzte Amtshandlung des Demokraten Bill Clinton im Oval Office in der Unterzeichnung eines Gesetzes, das den Staat völlig entwaffnen und Finanzmärkten endlich erlauben sollte, sich so zu entwickeln, wie es ihnen beliebte.
Das neue Zeitalter führte zu allgemeiner Verschuldung und einem Spekulationskapitalismus, in dem der sofortige Profit verlockender ist als Investition und in dem nicht mehr der einzelne Anleger, sondern die ganze Welt die Risiken trägt. Zwischen Produktions- und Finanzsektor tat sich ein tiefer Graben auf.
Spekulation hatte es im Kapitalismus schon immer gegeben. Doch was früher als Ausnahme galt, wurde nun die Regel. Die weltweite Finanzwirtschaft geriet aus den Fugen: Das Oligopol der Großbanken wurde zum Unsicherheitsfaktor, und mit der neuen Wirtschaftselite wuchs die soziale Ungleichheit. Doch dann riss die Realität die Finanzriesen aus ihren Träumen: im Jahr 2007 implodierte das System.
Die Filmemacher Jean-Michel Meurice und Fabrizio Calvi bieten einen Einblick in das Zusammenwirken jener Mechanismen, die die Finanzwelt in die aktuelle Krise geführt haben.

Der Tanz der Geier
Geschäftsbanken, Hedgefonds und Versicherungen spielen mit Risiken und Vertrauen, mit wahren und falschen Werten. Derivate werden immer komplexer, Kommissionen steigen ins Unermessliche, und Geldmengen bewegen sich immer schneller um die ganze Welt. Die Gefahr einer Finanzblase steigt. Ob Rohstoffe, Immobilienkredite oder undurchschaubar gewordene Finanzinstrumente – die Spekulanten machen auf der Suche nach Profit vor nichts halt.
Wie konnte sich dieses System durchsetzen, und warum können die Staaten es nicht mehr kontrollieren? Die Antwort scheint nahe zu liegen: Die Bankiers haben die Macht übernommen. In den Vereinigten Staaten etwa ist die “Krake” namens Goldmann Sachs allgegenwärtig und viele Männer und Frauen in Machtpositionen waren oder sind immer noch für diese Bank tätig. Auch in Europa, vor allem in Brüssel, schreiben die omnipräsenten Banken den Staaten ihre Gesetze vor. Und eine Änderung ist trotz globaler Finanzkrise nicht in Sicht.

Werde Bankkauffrau oder Bankkaufmann

Nachdem die Banken die Investment Banker auf die Strasse gestellt haben und auch sonst alteingesessene Mitarbeiter auf die Strasse stellen, sucht man jetzt natürlich wieder Frischfleisch, den Auszubildende kosten ja schliesslich auch weniger und machen den 08/15 Bankjob fast genau so gut. Da man aber leider bei der Jugend ein etwas angestaubtes Image hat, versucht man nun dieses mittels einem peppigen Werbeclip loszuwerden und rappt was das Zeug hält: „Komm schliess doch schon an. Und trau dich ran. Entdecke das schöne als Bankkauffrau und Bankkaufmann. Heeeeey… Heeeey…“

Der Teufel sucht Finanzierung für die Hölle

John Cleese als Teufel, der Finanzierung für die Hölle sucht. Snip von Open Culture:

John Cleese plays a cash-strapped Prince of Darkness in this classic sketch from The Frost Report, the show that launched Cleese as a television star in Britain. He was 26 years old at the time. The program was hosted by David Frost, who is perhaps best known for his 1977 interviews of Richard Nixon. There were four other future Monty Python comedians on the writing staff of The Frost Report–Graham Chapman, Terry Jones, Michael Palin and Eric Idle–but only Cleese was a cast member. The show was broadcast in 1966 and 1967, with each weekly episode centered around a particular theme, like love, leisure, class and authority. The “Souls in Torment Appeal” is from a March 24, 1966 program about sin.

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John Cleese is the devil - An appeal for hell!

Dokumentation: Geld als Schuld

Da das Finanzsystem im Begriff ist zusammen zubrechen, hier ein Film über die Entstehung von Geld. Es zeigt auf das Geld gleich Schuld ist, insbesondere sollten Zinsen abgeschafft und Spekulation mit Geld verboten werden. Snip von Youtube:

Augenoeffnende Doku fuer alle die nicht wissen wie unser Geldsystem funktioniert und warum hier Geld tatsaechlich Schulden entspricht.

Wie entsteht überhaupt Geld? Wissen sie es? Paul Grignons eindrucksvoller Film erklärt in anschaulicher Weise, warum alle Welt soviele Schulden hat – und was man dagegen tun könnte! Gerade mal so lange wie eine Schulstunde, erklärt dieser Film mehr über unsere Welt, als uns in Jahren des Schulbank Drückens jemals gezeigt wurde.

Wenn auch Sie tagtäglich dem lieben Geld nachjagen, wird die verblüffende Erkenntnis der wahren Natur Ihrer Beute Sie mit Sicherheit interessieren! Und wenn nicht, gibts natürlich das Geld zurück.

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Geld als Schuld
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