Ensiferum: One Man Army burns the Z7 down!

Ensiferum Insomnium Omnium Gatherum“ – dreimal schnell hintereinander gesagt ist ein Zauberspruch, der drei finnische Bands auf die Bühne ruft! Die finnischen Epic-Battle-Metaller „Ensiferum“ sind mit ihrem neuen Album „One Man Army“ im Gepäck auf Tour und haben gleich zwei Bands aus ihrem Heimatland mit dabei, einerseits die Melodic Death Metaller „Omnium Gatherum“ sowie andererseits die Düstermetaller „Insomnium“. Am letztem Samstagabend machte das finnische Trio Halt im ausverkauften Z7 in Pratteln und glänzte dabei mit jeweils hochenergetischen Auftritten. Vor allem Ensiferum rissen einen Knaller nach dem anderen runter und liessen dabei keinen Stein auf dem anderen, obwohl sie auf ihre Keyboarderin Emmi Silvennoinen verzichten mussten.

Ensiferum: One Man Army burns the Z7 down!

Wusstet ihr eigentlich, dass Ensiferum bereits seit dem Jahr 1995 existiert? Von den ehemaligen Gründungsmitgliedern der Band ist nur noch Markus Toivonen übrig. Die restlichen Gründungsmitglieder haben die Band schon vor einigen Jahren verlassen und wurden entsprechend ersetzt. Im März veröffentlichte die Band ihr bereits sechstes Studioalbum mit dem Namen „One Man Army“ (das Review dazu findet ihr hier) und gleichnamig lautet ihre Tour, mit welcher uns die Finnen beglücken. Bereits die Bandzusammenstellung dieser Tour sorgte für einen Extrakick, auch wenn das Dreierpaket an finnischen Bands auf den ersten Blick nicht sonderlich aussergewöhnlich erschien. Doch wer auch immer diese Tour zusammengestellt hat, der muss wohl über eine ordentliche Portion Humor besitzen. Vermutlich finnischen Humor oder war das alles nur Zufall? Wie auch immer, diese Konstellation zog genügend Aufmerksamkeit auf sich, um die Konzertfabrik Z7 in Pratteln bis auf den letzten Platz zu füllen. Was den Fans an diesem Abend geboten wurde, war der absolute Hammer und liess das Z7 bis auf seine Grundfeste beben! Rakastan suomea!

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Insomnium live (22.03.2015) - Daughter of the moon @ Pratteln Z7

Den Anfang machten an diesem Abend „Omnium Gatherum“ und das Publikum war bereits so zahlreich anwesend, wie man es selten bei einer Support Band sehen kann. Das Lieblingsgetränk der Metalheads floss schon am frühen Abend reichlich, was aber der friedlichen Stimmung keinen Abbruch tat und so konnten sich bereits die erste Band über regen Publikumszuspruch freuen. Man fühlte sich bei der Darbietung der sechsköpfigen Truppe spontan ein wenig an die grossen Genrekollegen von „Amorphis“ erinnert, wohingegen der Sound eher an die ebenfalls finnischen Kollegen von „Moonsorrow“ denken liess. Eher ausladend und komplex war also auch das Songmaterial von „Omnium Gatherum“, lediglich Shouter Jukka Pelkonen bekam nicht so richtigen Druck hinter seine Stimme und lieferte stellenweise ein etwas schwachbrüstiges Gegrunze ab. Dadurch wartete man unbewusst immer wieder auf eine Art Höhepunkt, der dann aber nicht kam. Dem Publikum war das aber egal, es liess sich bereits sehr gut mitreissen und stieg bereitwillig auf die diversen Mitklatsch-Passagen ein.

Ensiferum: One Man Army burns the Z7 down!

So war das Publikum bereits durch die erste Band hellwach und so folgte der zweite Streich, die nächste Band „Insomnium“ betrat die Bühne und diese verbreitete weitere Schlaflosigkeit, wie der Name der Band oft gerne fälschlicherweise interpretiert wird. Der Name der Truppe bezieht sich auf Träume und als träumerisch konnte man den Sound der Finnen dann auch am ehesten beschreiben. Noch mehr als ihre Vorgänger erinnerte der Sound an „Amorphis“ und die Jungs konnten das Publikum auch deutlich mehr fesseln als der Opener. Vom Bestehen her in die gleiche Altersklasse wie die Vorgängerband dieses Abends einzuordnen, teilen sich Insomnium überdies auch noch ein Bandmitglied mit Omnium Gatherum, denn seit 2011 bedient Gitarrist Markus Vanhala parallel zu seinem bald 20-jährigem Engagement bei Omnium Gatherum auch die Sechssaitige bei Insomnium. Respekt!

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Ensiferum - Warrior Without A War, 15/03/2015 @ Budapest, Hungary (HD)

Besonders die tragenden Stücke wie „While We Sleep“ und „The Promethean Song“ vom aktuellen Album „Shadows Of The Dying Sun“, mit welchem sie in Finnland es sogar auf den 2. Platz der Charts schafften, bleiben im Gedächtnis hängen. Furchtlos vertreiben die Jungs die Schatten der sterbenden Sonne und machen sich auf den Weg zu einem neuen Morgen. Die äusserst aktive Stageperformance vermochte mitzureissen und wer die Songs kannte, liess sich eh von den melancholischen Melodien treiben. So wenig träumerisch wie die Band auf der Bühne agierte auch das Publikum, da wurde bis in die hintersten Reihen fleissig mitgeklatscht, ein erster Moshpit bildete sich und die Crowd Surfer waren en Masse unterwegs. Ein durchwegs überzeugender Auftritt von Insomnium!

Setlist:

  1. The Killjoy
  2. While We Sleep
  3. Every Hour Wounds
  4. Daughter Of The Moon
  5. Black Heart Rebellion
  6. Where The Last Wave Broke
  7. The Promethean Song
  8. Drawn To Black
  9. Ephemeral
  10. Weighed Down With Sorrow
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Ensiferum, Breaking The Law, live im Z 7 Pratteln, am 21.03.15

Nach einer kurzn Umbaupause hüllte sich die Bühne in rotes Licht und Ensiferum betraten nacheinander umjubelt die Bretter die die Welt bedeuten. Diesmal war das finnische Akkordeonwunder Netta Skog mit dabei, die ja einst bei „Turisas“ in die Tasten griff und auf dieser Tour Emmi Silvennoinen ersetzte. Schon bei den Klängen des Openers „March Of War“ ging das Publikum bereits steil ab und daran änderte sich dann im Verlauf des Abends rein gar nichts mehr. Sowohl die neuen Titel wie „March Of War“, „Axe Of Judgment“, „Heathen Horde“ oder „One Man Army“, als auch die ältere Stücke wie „Into Battle“, „Ahti“ oder „Victory Song“ zündeten voll und im Zuschauerraum wurde gesungen, geklatscht, gebangt, gemosht und natürlich auch getrunken als gäbe es kein Morgen. Und auch auf der Bühne war wie immer jede Menge Bewegung: Gitarrist Markus Toivonen und der ständig Grimassen schneidende Sami Hinkka stürmten fast ständig über die Bühne, wenn sie nicht gerade den Hintergrundchor geben mussten.

Ensiferum: One Man Army burns the Z7 down!

Ensiferum können ja mittlerweile aus einem reichen Fundus an heroischen Hymnen wählen. Ein äusserst kurzweiliges Set, bei dem mit „Two Of Spades“ auch ein Ausflug in eine Siebziger-Jahre-Disco nicht fehlen durfte, selbst wenn nicht jeder der Anwesenden damit etwas anfangen konnte. Die Fans gingen ab wie Schmidts Katze und das Z7 drohte auseinander zu fallen. Eines der Highlights war der Beginn des Zugabenblocks, der unerwartet startete: Die fünf Finnen tauschen die Instrumente einmal durch und so klopfte mit lockerer Hand der Gitarrist den Beat am Schlagzeug, während sich der Schlagzeuger die Klampfe umhängte, der Bassist das Akkordeon übernahm und sich die einzige Dame der Band am Mikro wiederfand um ein Cover von Judas Priests „Breaking The Law“ zum besten zu geben. Die Lässigkeit der Durchführung nötigte schon Respekt ab – alleine mangelte es davon ein wenig im Publikum, dessen jüngere anwesende Semester augenscheinlich mit dem Metal-Klassiker grösstenteils nichts anfangen konnten und anstatt mitzugrölen einfach doof aus der Wäsche schauten.

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Ensiferum live (22.03.2015) - Iron @ Pratteln Z7

Mit dem Zugabenblock ging es aber dann noch einmal richtig rund, denn dort brachten Ensiferum ihre richtigen Kracher unters Volk. Bei Titeln wie den grossartigen „Token of Time“ und „Iron“ sass der Text im Publikum bombenfest und die Band auf der Bühne wurde beinahe übertönt. Insgesamt hat das Live-Package rund um Ensiferum also mal wieder so richtig Spass gemacht und alle drei Bands boten jeweils eine verdammt starke Show, die an diesem Abend allesamt so richtig einschlugen! Jede Band gab ihr bestes, aber besonders die Jungs und das Mädel der Epic-Folk-Melodic-Death-Warmetal Band „Ensiferum“ bot einen absolut brillanten Auftritt! Die finnischen Bands beweisen einmal mehr, dass der Metal aus dem hohen Norden immer noch ein Massstab ist. An diesem Abend gab es Finland’s Finest! Rakastan suomea!

Setlist

  1. March of War
  2. Axe of Judgement
  3. Heathen Horde
  4. Into Battle
  5. Little Dreamer (Väinämöinen, Part II)
  6. Warrior Without a War
  7. Ahti
  8. Smoking Ruins
  9. Two of Spades
  10. Unsung Heroes
  11. Burning Leaves
  12. One Man Army
  13. Victory Song
  14. Zugabe:

  15. Breaking the Law
  16. From Afar
  17. Token of Time
  18. Iron
Ensiferum: One Man Army burns the Z7 down!
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Performance10
Akustik10
Sichtverhältnisse10
Vor-Ort-Service10
Sanitäre Einrichtungen8
Parkplatzsituation9
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Album Review: Ensiferum – One Man Army

Die Finnen kommen alle drei Jahre mit einem neuen Album daher, um ihre schwerttragenden Fans aus aller Welt wieder um sich zu scharen. Bereits zum sechsten Mal stürzen sich „Ensiferum“ nun ins Schlachtgetümmel, dieses mal mit dem Album „One Man Army“. Bei dem Quintett hat sich im Hintergrund einiges getan, sodass man vermuten könnte, dass sich auch musikalisch viel bei den Folk-Metallern verändert hat. „One Man Army“ bietet ein für die Band typisches Arsenal an illustren Ideen und Melodien. Die Band scheint wieder die Angriffslust anfänglicher Schlachten gepackt zu haben und kommt nicht so kriegsmüde daher wie der unsägliche Vorgänger „Unsung Heroes“ mit seinem pinken Cover, dass nach wenigen Durchläufen bei mir im Regal verstaubt! Bei „One Man Army“ stimmt nicht nur das Cover, auch musikalisch kann die Scheibe voll und ganz überzeugen!

Ensiferum - One Man Army

Wenn man sich die Rahmenbedingungen des sechsten Streiches anschaut, hat sich bei „Ensiferum“ viel verändert. Bis vor kurzem war die Band noch bei „Spinefarm Records“ unter Vertrag, heute darf sich nun „Metal Blade“ glücklich schätzen, die Finnen in ihren Reihen begrüssen zu dürfen. Drehte für den Vorgänger „Unsung Heroes“ noch Hiili Hiilesmaa als Produzent die Knöpfchen, war auf „One Man Army“ nun Anssi Kippo dafür zuständig, der im Übrigen einen mehr als ordentlichen Job an den Tag gelegt hat. Selbst der Artwork-Künstler wurde ausgetauscht: Wo der berühmte Kristian Wahlin alias Necrolord zwar einen lässigen, wenn auch perspektivisch fast schon infantilen Stil pflegte, darf man mit dem Ergebnis von Gyula Havancsák äusserst zufrieden sein. Zwar weniger originell, aber passend wie die Faust aufs Auge, heroisch, mächtig und auch klischeehaft ist das Cover ausgefallen. So könnte man die Vermutung haben, dass sich auch musikalisch viel bei den Folk-Metallern getan hat.

Ensiferum - Band

Eins gleich vorweg, alle Fans können aufatmen und sich auf eine Stunde beste Unterhaltung einstellen, denn „Ensiferum“ geben wieder mächtig Gas und liefern einige der besten Songs ihrer Karriere ab. „One Man Army“ ist eines der stärksten Alben der Finnen, welche seit 2009 ein stabiles Line-Up haben. Das Quintett hat glücklicherweise den Härtegrad wieder ordentlich angezogen und klingen mächtiger als je zuvor. Auch ist die Produktion dieses Mal exzellent, die Tracks kommen wuchtig daher, strahlen eine enorme Energie aus und das Songwriting ist absolut erstklassig. Zwar kennt man manche Songstrukturen und Melodien aus früheren Alben, aber die Lieder wirken frisch, in sich geschlossen und haben schlicht geniale Refrains, die niemals zu kitschig werden. Auf ein stimmungsvolles Intro folgt mit „Axe Of Judgement“ ein speediger Opener, „Heathen Horde“ bezirzt mit einem schönen folkig angehauchten Hauptthema und macht mit seinen Chören und den melodiösen Gitarren einfach richtig Spass! Auch die vorab veröffentlichte Single und Titeltrack „One Man Army“ vermag durchs Band weg zu überzeugen.

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Ensiferum "One Man Army" (OFFICIAL VIDEO)

„Burden Of The Fallen“ stellt im weiteren Albumverlauf den Ruhepol dar, bevor sich auf „Warrior Without A War“ und „Cry For The Earth Bounds“ die Melodiebögen wieder weiter spannen und der heroische Epic-Anteil wieder deutlich nach oben geschraubt wird. Danach geht es sprichwörtlich rund und die Folk-Party nimmt voll Fahrt auf. „Two of Spades“ (eine Motörhead Verneigung?) ist der ideale Soundtrack, kommt mit viel Speed daher und mit Western/Disco-Reminiszenzen knallen uns „Ensiferum“ ganz grosses Kino um die Ohren. Die Banjoklänge und „Dschingis Khan“-Anleihen sind einfach grossartig und durchaus keine Überraschung bei den Suomis und zaubert den Hörern mit seinem discohaften Mittelteil ein breites Grinsen aufs Gesicht. „My Ancestor’s Blood“ bildet einen geschickt aufgebauten und spannungsvollen Zweiklang und „Descendants, Defiance, Domination“ beginnt sehr ruhig und wird vom Keyboard, klaren Gitarren und einem mächtigen Bass getragen. Charmant baut sich der Song langsam auf, Klargesang und metallische Screams wechseln sich ab und „Ensiferum“ vermischen auf intelligente Weise all ihre bekannten Trademarks. „Neito Pohjolan“ hingegen ist das schon fast zu erwartende „experimentelle“ Stück des Albums geworden. Ein Country-Song der einen Abstecher in den (finnischem) Tango unternimmt und von der zarten weiblichen Stimme von Netta Skog (Ex-Turisas) veredelt wird. Ein ungewöhnlicher wie würdiger Abschluss der Scheibe, der den Humor der Band zeigt.

Ensiferum - Logo

Wenn man sich die Scheibe kauft, sollte man darauf achten, mindestens die Doppel-CD zu erstehen, denn was einem auf der zweiten CD an Bonustracks geboten wird, walzt nochmals einfach alles nieder! Mit der Cover Version des Western-Songs von Frankie Laine aus dem Jahre 1958, dass zugleich der Titelsong zur Westernserie „Rawhide“ (Tausend Meilen Staub) war, wurde ein Song geschaffen, der an die besten Zeiten der Leningrad Cowboys erinnert. „War Metal“ lässt dann wieder den Krieger los, der kompromisslos mit seinem Schwert alles niedermetzelt, was sich ihm in den Weg stellt. „Candour and Lies“ ist die englische Version vom oben genannten „Neito Pohjolan“, dieses mal aber nicht mit Netta Skog, sondern einer rauhen, männlichen Stimme, die dem Song eine etwas andere Facette verleiht. Mit „Bonus Song“ bekommen wir nochmals eine volle Breitseite des Humors der Band zu hören, mit den vielen Zensur „Peeps“ ist der Track ein durchaus gelungener Abschluss des Bonus Silberlings.

ARVE Error:
Thats all folks! - Video not available

Das Album „One Man Army“ überzeugt durch sorgfältig geschmiedete Waffen und solide Kampfkunst. Das Album ist ein richtiger Brecher. Wer nach „Unsung Heros“ befürchtet hat, dass es jetzt langsam bergab geht, der täuscht sich! Hier kann mit gutem Gewissen behauptet werden, dass es auf „One Man Army“ keinen Totalausfall zu beklagen gibt. Das sechste Album von „Ensiferum“ ist ein Volltreffer geworden. Die Schwertträger haben ihren Sound und ihre Qualitäten erkannt und können ihr Talent nun perfekt ausspielen. In den letzten Jahren haben nicht alle kleineren Experimente funktioniert, aber auf „One Man Army“ passt einfach alles zusammen und das Album klingt so, als wäre es mit viel Kreativität, Seele und Leidenschaft aufgenommen worden. Das ist vielleicht eines der grösste Komplimente, das man einer Band überhaupt machen kann. Wer dem Genre Fantasy-Folk-Metal etwas abgewinnen kann, für den wartet hier das erste Jahreshighlight! Die Finnen haben wieder ordentlich an Geschwindigkeit zugelegt, schmissige Songs, keine Durchhänger, schöne Melodien, Speed, Druck, heroischer Kitsch, all das zeichnet diese Scheibe aus und somit sollte das die Vorfreude auf kommende Liveaktivitäten ordentlich anfeuern. „Ensiferum“ setzen gleich mehrmals auf heroische Mitsingrefrains und so gesellen sich zur Einmannarmee also gleich mehrere Kampfgenossen, keine Söldner, sondern eine eingeschworene Gemeinschaft. „Ensiferum“ scheint die Angriffslust anfänglicher Schlachten wieder gepackt zu haben. Man sieht sich Live im März!

Das Album könnt ihr in unserem Shop kaufen.

Trackliste:
CD 1:

  1. March Of War
  2. Axe Of Judgment
  3. Heaten Horde
  4. One Man Army
  5. Burden Of The Fallen
  6. Warrior Without A War
  7. Cry For The Earth Bounds
  8. Two Of Spades
  9. My Ancestor’s Blood
  10. Descendants, Defiance, Domination
  11. Neito Pohjolan

CD 2:

  1. Rawhide
  2. War Metal
  3. Candour and Lies
  4. Bonus Song
Album Review: Ensiferum - One Man Army
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Originalität10
Tempo9.5
Musikalische Fähigkeiten10
Gesang9.5
Songtexte9
Substanz9
Produktion10
Langlebigkeit9.5
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DBD: Heathen Horde – Ensiferum

Freunde, hier für euch der neue Ensiferum-Song „Heathen Horde“ vom kommenden Album „One Man Army“, welches am 20. Februar erscheint. Aufgenommen wurde das Album, dass elf Songs enthalten wird, in den finnischen Astia-Studios mit Anssi Kippo (Children Of Bodom, Impaled Nazarene, Entwine)…

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Heathen Horde - Ensiferum (HD with LYRICS)

DBD: One Man Army – Ensiferum

Frunde, hier das neue Video von Ensiferum zum Song und gleichnamigen Album „One Man Army“, welches am 23. Februar erscheinen wird. Klingt härter und epischer und somit deutlich besser, als die Songs vom letzten Album… ;)

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Ensiferum "One Man Army" (OFFICIAL VIDEO)

Heidenfest 2013 – Auf in die Schlacht mit Ensiferum, Turisas, Equilibrium, Suidakra und Frosttide

Das Heidenfest zieht plündernd durchs Land und ist wohl die grösste Viking- und Pagan Metal-Sause dieses Spätsommers. Daher haben sich wohl alle Wikinger, Horntrinker und Schwertträger den letzten Sonntag rot im Kalender angestrichen um sich unter eiserner finnischer Doppelspitzenführung von „Ensiferum“ und „Turisas“ auf das Schlachtfeld zu stürzen. Mit dabei waren auch zwei deutsche Folk Metal-Instanzen, nämlich „Equilibrium“ und „Suidakra“ und als Special Guests heizten die finnischen Melodic/Folk Metaller „Frosttide“ im legendären Z-7 in Pratteln, Basel so richtig ein. Das Z-7 war praktisch ausverkauft und nicht nur schwermetallischen Trinkhorn-Stemmer waren zugegen, nein, auch die holde Weiblichkeit war erstaunlich gut im Publikum vertreten. Das Heidenfest hat sich in den letzten Jahren zur absoluten Tour-Instanz gemausert und hat auch letzten Sonntag das Z-7 in Schutt und Asche gelegt!

Heidenfest 2013 - Auf in die Schlacht!

Man sollte meinen, dass es den Metalfans hierzulande so langsam reicht mit kleinen Festivals heidnischer Prägung, aber weit gefehlt; das Z-7 ist brechend voll, als an diesem Sonntag Abend das Heidenfest 2013 zum Abfeiern einlädt. Und besagtes Abfeiern ist wohl einer der Hauptgründe dafür, dass das geneigte langhaarige Volk so zahlreich erschienen ist. Ein Bier nach dem anderen wandert über den Tresen und es wird allerorten immer lauter und lustiger. Pünktlich um 18:30 Uhr gehen die Lichter aus und die Bühne gehört „Frosttide„, welche gleich richtig heftig loslegen. Die 5-köpfige Band ist seit 2009 musikalisch aktiv und vermag das Publikum vom ersten Ton an zu begeistern, obwohl die Band auf dem europäischen Festland noch nicht so bekannt ist. Dieser Umstand scheint die Band aber eher zu motivieren und so nutzen die Jungs die halbe Stunde ihres Auftritts um einen ausserordentlich guten Eindruck zu hinterlassen. Die Bühnenpräsenz von Sänger Joni Snoro und Keyboarder Felipe Munoz ist absolut grandios und die ganze Band ist eine absolute Offenbarung an diesem Abend. „Frosttide“ lassen keinen Stein auf dem anderen, heizen dem Publikum so richtig ein und es lohnt sich sicherlich, die Herren einmal bei einer anderen Gelegenheit wieder zu sehen.

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Suidakra - Wartunes (live 2013-09-29 - Z7 - Pratteln - Heidenfest)

Kurz nach sieben betraten die fünf Ruhrpottler von „Suidakra“ die Bühne. Für mich war es hier auch das erste Mal, die Herren live zu sehen und was man zu sehen bekam, war absolut stark! Grossartige 40 Minuten mit Songs wie „Inner Sanctum“, „Isle of Skye“, „Dead Man’s Reel“, „Pendragon’s Fall“, „March of Conquest“ und „Wartunes“ aus ihren letzten Studio-Album liessen einem kaum Luft holen. Sänger Arkadius Antonik hat eine grossartige Bühnenpräsenz und es gelingt ihm, alle Anwesenden völlig in seinen Bann zu ziehen. Das Publikum tobt und bangt was das Zeug hält und falls es jemand gegeben hat, bei dem noch nicht bei „Frosttide“ der Funken übergesprungen ist, war spätestens bei „Suidakra“ Feuer und Flamme. Eine solche Begeisterung sieht man nicht alle Tage und es wäre zu erwarten gewesen, dass es erst bei „Ensiferum“ und „Turisas“ so abgeht, doch weit gefehlt, das Quartett aus Düsseldorf brennt das Z-7 bereits jetzt völlig nieder. Insgesamt war dies ein absolut überzeugender Auftritt und die Band hatte mit ihrem fetzigen Sound das Publikum innert kürzester Zeit buchstäblich völlig erobert.

Heidenfest 2013 - Auf in die Schlacht mit Turisas

Nach dem grossartigen Auftritt von „Suidakra“, ist der Moment gekommen für „Equilibrium“ mit ihrem epischen Folk/Viking Metal. Und hier begann der Bär erst so richtig steppen. Die Dame und Herren um Rampensau Robse und Songwriter-Mastermind René hatten so manch neuen Song im Gepäck, wie „Waldschrein“, „Zwergenhammer“ und „Himmelsrand“, dem Skyrim Theme, welches wohl auch den letzten Nerd in der Halle packte und alle auf der letzten EP „Waldschrein“ zu finden sind. Munich’s Finest versprühen eine chaotische Atmosphäre, sowohl auf der Bühne sowie davor: Der Moshpit tobt und Pogo ist angesagt! Met-Flaschen finden den Weg ins Publikum, genau wie Trinkhörner und gereckte Fäuste den Weg in die Luft. Die fünfköpfige Band bietet insgesamt ein äusserst überzeugendes Konzert mit viel Spielfreude und ner Menge Energie schmeisst man dem hungrigen Publikum Hits wie „Blut im Auge“, „Der Sturm“, „Unter der Eiche“, „Met“ und „Unbesiegt“ entgegen. Die Meute dankt es, indem sie das Z-7 zum Überkochen bringt. „Equilibrium“ waren zugegebenermassen erfrischend sympathisch und härter als gedacht. Wirklich exorbitant spielfreudig vermittelten die Münchner dem Publikum jedenfalls, dass nicht nur die Zuhörer Spass an der Show hatten, sondern auch die Musiker selbst. Aus meiner Sicht hätte die Band den Titel der besten Band des Abends verdient.

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Equilibrium - Unbesiegt (final) - Live Heidenfest 2013 - Paris

Ob nach geschlagener „Equilibrium“-Schlacht wohl noch Kraft für die Headliner bleib? Für „Turisas“ wohl in jedem Fall, denn selbst wenn man der Musik künstlerisch nicht unbedingt was abgewinnen kann – ausser viel triumphales Tataa – so muss man doch anerkennen, dass die Band auf der Bühne richtig was hermacht, sowohl visuell als auch actionmässig. Die Nordmänner wissen, was Spass auf der Bühne bedeutet und so wurde es Zeit für die angemalte Mannen. „Turisas“ konnten sich ebenfalls sehr schnell in die Herzen der Fans spielen. Der Sound ist gewaltig, auch wenn die Stimme von Sänger Mathias „Warlord“ Nygård manchmal etwas leise ist. Der Song „For Your Own Good“ liess die Hände in die Höhe steigen und ludt zum Feiern ein. Auch für die Epikfans gibt es mit „To Holmgard And Beyond“ Kost zum Abfeiern. Allgemein lassen „Turisas“ kaum etwas anbrennen und zeigen sehr viel Professionalität auf der Bühne. Immer wieder wird das Publikum animiert alles zu geben, und dies wird auch mit grossem Einsatz der Fans belohnt. Obwohl „Turisas“ sehr viele lange Lieder in ihren Laufbahn geschrieben haben und inzwischen nun genug Material da ist, um die Massen sehr lange zu begeistern, gibt es gerade einmal 60 Minuten Aktion auf der Bühne. Am Ende wurde mit „Stand Up and Fight“ ein Schlussstrich gezogen und zurück bleibt eine tobende Meute, die eine gute Show mit sehr gutem Licht, Sound und Bühnenpräsenz bekommen hat.

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Turisas - To Holmgard And Beyond (live 2013-09-29 - Z7 - Pratteln - Heidenfest)

Setlist Turisas:

  1. The Bosphorus Freezes Over
  2. For Your Own Good
  3. A Portage to the Unknown
  4. Ten More Miles
  5. Piece By Piece
  6. To Holmgard and Beyond
  7. Greek Fire
  8. As Torches Rise
  9. Battle Metal
  10. We Ride Together
  11. Stand Up and Fight
  12. Toreador Song (Georges Bizet Song)

Heidenfest 2013 - Auf in die Schlacht mit Ensiferum

Da möchte man meinen, dass „Ensiferum“ es im Anschluss schwer haben, die Spannung aufrecht zu erhalten, aber sie haben wirklich unglaublich viele treue Fans, die auch beim x-ten Gig wieder und wieder ausflippen. So wurde es (endlich) Zeit, für die epischen „Ensiferum“, dem zweiten Headliner an diesem Abend, welche man des öfteren bei Veranstaltungen heidnischer Prägung antrifft. „Ensiferum“ aus Finnland spielen eine recht eingängige Mischung aus Folk und Metal, auf genau diese Mischung fährt das Publikum des heutigen Abends offenbar völlig ab und so wurde das Ende des Abends mehr als energisch. Wie gewohnt mit nacktem Oberkörper, mit Schottenröcken bekleidet und mit der typischen Kriegsbemalung im Gesicht, die sich auch der ein oder andere Fan verpasst hat, kommen die vier Jungs aus dem hohen Norden zu „Ensiferum, Ensiferum“-Chören auf die Bühne, das Mädel trägt eine fetzige Lederkluft. In der folgenden Stunde passiert nicht viel Ungewöhnliches und darüber würden sich die Fans wohl auch eher ärgern, doch der Schluss sollte dennoch eine Überraschung bieten. Den Anfang macht die Truppe mit „Into Battle“ vom Album „Iron“, doch gibt es auch neueres Material in Form von „In My Sword I Trust“ sowie „Unsung Heroes“ vom aktuellen, gleichnamigen Album. Zwei Drittel des Gigs werden mit älterem Material bestritten, darunter obligatorische Stücke wie „From Afar“, „Ahti“ und „Twilight Tavern“.

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Ensiferum - Ahti - @Heidenfest/Z7, Pratteln, 29/09/2013

Dem Publikum sind keine Ermüdungserscheinungen anzumerken und routiniert und energiegeladen zieht das Quartett sein Set durch, die Songs hauen dank ordentlichem Sound auch total rein, Haare und Crowdsurfer fliegen in Massen durch die Gegend. Erstaunlich ist immer wieder das technische Können der Musiker, tadellos und makellos. Zum Schluss greifen die Dame und Herren hinter die Bühne, zaubern riesige Sombreros hervor, um diese gleich aufzusetzen und mit dem Cover Song „Bamboleo“ die Menschenmenge auf eine ziemlich kuriose Art und Weise zu unterhalten. Wir sehen einen Petri Lindroos als Entertainer, begleitet von seinen treuen Kumpanen Sami Hinkka und Markus Toivonen, welche die Meute anstacheln zu diesem Song zu tanzen. Ein grossartiges Ende, mit einem herrlichen Zwinkern! Wieder einmal mehr bestätigt „Ensiferum“, dass sie eine der wenigen Bands sind, die wirklich in der Lage sind, die Zügel zu führen und zeigen, dass sie der perfekte Headliner für ein Festival sind. So waren „Ensiferum“ ein würdiger Headliner, denen man ruhig etwas mehr Zeit hätte geben dürfen, aus ihrem grossen Repertoir zu schöpfen. Zugleich war es ein spassiger und fetziger Abschluss eines rundum gelungenen Festivals, das wirklich nur positive Eindrücke hinterliess. Neben der souveränen und höflichen Security, dem schnellen Service an den Getränkeausgaben, den friedlichen und fröhlichen Festivalbesuchern gilt es abschliessend nochmals die gelungene Organisation hervorzuheben. Das war einfach perfekt!

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Ensiferum - Bamboleo (final) - Live Heidenfest 2013 - Paris

Setlist Ensiferum:

  1. Into Battle
  2. In My Sword I Trust
  3. Windrider
  4. Unsung Heroes
  5. Burning Leaves
  6. From Afar
  7. Twilight Tavern
  8. Ahti
  9. Tumman virran taa
  10. The Longest Journey (Heathen Throne, Part II)
  11. Zugabe:

  12. Wanderer
  13. Bamboleo (Gipsy Kings Cover)

Heidenfest 2013 - Auf in die Schlacht mit Ensiferum

Heidenfest 2013 - Auf in die Schlacht mit Ensiferum, Turisas, Equilibrium, Suidakra und Frosttide
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Heidenfest 2013 Youtube Playlist

Um sich auf das heute Abend statt findende Fest einzustimmen, hier eine kleine Youtube Playlist mit über 175 Songs der Bands, die diese Sause veranstalten…

Ensiferum: The Making Of „In My Sword I Trust“

Freunde, hier ein kurzer Clip der zeigt, wie das Shooting zum Video „In My Sword I Trust“ lief. Die Aufnahmen fanden bei viel Regen in einer mittelalterlichen Burg in Polen statt. Das Video erzählt die Geschichte, wie gewöhnliche Menschen sich erheben und gegen die Oberschicht und einen gierigen und grausamen König rebellieren. Ein Video mit Schwertern, Leichen und Saufgelagen, also so ziemlich allem, was ein tolles Video braucht und hier ist das Making of:

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Ensiferum - The Making Of 'In My Sword I Trust' | Metal Hammer

DBD: Guardians of Fate – Ensiferum

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Ensiferum - Guardians of Fate [High Quality] Track Four

Race with the wind
The night is ending
They will win
when the sun is rising
Stories have been told for years about the rebel men
riding in the lands of unknown
No one has ever seen their furious beings
and their secret remains untold

Their deeds shall be heard
Their legend will live forever
They are the Guardians Of Fate

As they shouted their last battle cries their destiny was to be dead
Their future was in no one’s hands like the prophet of the moon had said

Those who travelled far away from home, they’ll never return
and those who crossed the seas of hope, they all will burn

DBD: Slayer Of Light – Ensiferum

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Ensiferum - Slayer Of Light

I have come to unfold your mind
in my veins runs the poison wild
in the streams of mountains I flow
I have opened the doors for unleashed and endless hate
it will burn like the raging green flames
inside a man dwell secrets so cold

Through the dreadful storms, across the frozen oceans
I have come from the dark lands with sorrow in my hands
The firewind rages in the sky
and my luminious sword hungers for more
I will leave no one alive
For I am the Slayer of Light

I… I will break your will
I… I will crush your faith
I… I will slay your dreams
I will reclaim the stars and I will tear your precious world apart
I will tear it apart

I will pull everything with me under the surface
and all the screams will fade into my dreams
Fall now! Dying light!
I will burn away the ground beneath your feet
and all will be vanished in the darkness
Dying light! Fall now!
and let the night arrive

DRC presents: Rauhnacht Special

DRC – Dravens Radio from the Crypt präsentiert zur heutigen Rauhnacht in der Schüür Luzern an der Abinchova, Finsterforst und Ensiferum auftreten, auf dem hauseignen Radio ein kleines Special, mit den folgenden Sendezeiten:

Rauhnacht Special
Samstag 1:00 Uhr bis 4:00 Uhr
Samstag 5:00 Uhr bis 8:00 Uhr
Samstag 9:00 Uhr bis 12:00 Uhr
Samstag 13:00 Uhr bis 16:00 Uhr
Samstag 17:00 Uhr bis 20:00 Uhr
Samstag 21:00 Uhr bis 0:00 Uhr

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DBD: From Afar – Ensiferum

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ENSIFERUM - From Afar

A raven came to me
Spoke to me in my dream
A long lost prophecy
A forgotten legacy

Echoes of yesterday
Won’t let these dreams fade away
All the beauty I adored
At the edge of the world

Across the universe
Time is to be reversed
No shelter can be found
To this fate, we are bound

Behold the final hour
The last times will be dour
All life falls into gorge
Of the end of the world

Burning skies
On the vengeance’s night
Devastating scythe
Of the Ancient Light

I saw the might
Of the Ancient Light
And the beauty of the perishing world
Theres no tomorrow
We have been warned

Across the universe
Time is to be reversed
No shelter can be found
To this fate, we are bound

Behold the final hour
The last times will be dour
All life falls into gorge
Of the end of the world

The sky’s bird struck fire
Made a flame flare up
The north wind burnt the clearing
The north-east quite consumed it:
It burnt all the trees to ash and reduced them to dust.

Burning skies
On the vengeance’s night
Devastating scythe
Of the Ancient Light

I saw the might
Of the ancient Light
And the beauty of the perishing world
Theres no tomorrow
We have been warned

Ensiferum – Are your ready for Tata dada Taataa daadaa?

Bekanntlich sind die kultigen, finnischen Folk-Metaller von Ensiferum auf Tour nicht von schlechten Eltern. Ihren Fans boten die Jungs Mitte April um legendären Z7 einen hammerharten Auftritt! Sänger Petri Lindroos machte seinen Job nicht ohne das notwendige Charisma und der aktive Part ging an das letzte Gründungsmitglied Markus Toivonen und vorallem an den Bassisten Sami Hinkka, der entsprechend wild und wie ein Berserker auf der Bühne agierte. Ensiferum waren eigentlich Support für Children of Bodom, welche auch zu überzeugen vermochten, aber einfach nicht rüber kamen und so spielten Ensiferum diese locker an die Wand! Bangerherz, was willst Du mehr?

Am Dienstag, den 12. April dieses Monats waren Children Of Bodom, Ensiferum und Machinae Supremacy im Rahmen der Ugly World Tour 2011 zu Gast im Z7 in Pratteln und liessen es dabei so richtig ordentlich krachen. Als erstes durfte Machinae Supremacy mit ihrem SID Metal, welcher eine Mischung aus melodischem Hard Rock und Chiptune darstellt und als eines der zentralen Elemente Melodien aus der Zeit und im Stil des Commodore 64 verwendet. So dürften die Jungs den Soundtrack zum Computerspiel Jets’n’Guns machen und benutzen dazu praktisch immer auch eine SIDstation, die den berühmten SID-Chip des C-64 enthält. Mich vermochte der Sound nicht wirklich zu überzeugen und so freute ich mich auf den Nachfolger: Ensiferum. Bereits als das Intro von der letzten Ensiferum-Scheibe ertönte war klar, dass die Meute vor der Bühne gleich austicken würde…

Vor der Bühne bildete sich ein Moshpit, in dem die Finnen abgefeiert wurden wie es ihnen gebührt. Ensiferum spielten ein Set, welches sich fair über die bisherigen Veröffentlichungen verteilte und dies obwohl die Band auf Scheibe heute akustischer und folkiger klingt als noch zu Debut-Zeiten. Los ging es dabei mit „From Afar“ und „Into Battle“, „Token of Time“ und „Twilight Tavern“ gingen straight nach vorne los und machten an diesem Abend jede Menge Spass . Sänger Petri Lindroos macht seinen Job auch nicht ohne das notwendige Charisma. Es fällt zwar auf, dass der gute Petri alles Andere als eine Frontsau ist. Meist plaziert er einen Fuss auf dem Monitor und keift grimmig ins Mikrofon, nur selten kommt er davon weg und lässt sein blondes Haupthaar ein paar Schritte weiter hinten kreisen. Der aktivere Part bleibt deshalb beim letzten Gründungsmitglied Markus Toivonen und dem Bassisten Sami Hinkka hängen, entsprechend wild agieren diese auf der Bühne :)

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Ensiferum - Intro - From Afar @ Z7 - Switzerland - 12.04.2011

Auf der Bühne liessen die Nordmänner ihre blonden Haare ausgiebig kreisen und bei einem Wettbewerb im Synchronbangen wären sie sicherlich ganz vorne dabei. Natürlich liess sich das Publikum nicht lumpen und kam der Aufforderung eines ordentlichen Moshpits so gut wie möglich nach und feierten mit „Guardians of Fate, „Ahti“ und „Lai Lai Hei“ die Schwerträger ordentlich ab. „Iron“ gab es dann noch als Zugabe und vermochte das Z7 noch einmal so richtig derb aufzumischen.

Das die Band dabei als Outfit auf Röcke im Stil der finnischen Landesflagge setzt rundet das Erscheinungsbild ab. Herrlich, dieser knapp stündige musikalischen Feuersturm. Dabei dürfte bei keinem Ensiferum Fan kein Auge trocken gebleiben sein. Dominant schnetzeln sich die Finnen durch die ausgewählte Setlist:

  1. From Afar
  2. Into Battle
  3. Token of Time
  4. Twilight Tavern
  5. Guardians of Fate
  6. Ahti
  7. Lai Lai Hei
  8. Iron
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Ensiferum - Outro - Iron @ Z7 - Switzerland - 12.04.2011

Was ich auch geschätzt habe an diesem Abend war, dass die Herren doch relativ wortkarg rüberkamen und somit mehr Zeit für die Musik blieb. So gehen bestimmt einige Zuschauer mit einem massiven Muskelkater im Nacken und zahlreichen blauen Flecken nachhause. Heute konnte man auf jeden Fall einen richtig tollen Auftritt der Band mit erleben. Einer, die mit ihrer rasanten und frischen Art trotz ihrer Stilistik noch sehr viel mit dem ursprünglichen Heavy Metal gemeinsam hat. Und ich kann jedem nur empfehlen sich Ensiferum in naher Zukunft anzuschauen! Are your ready for Tata dada Taataa daadaa?

Ich danke art-noir.ch für die wunderbaren Fotos und Youtube User scal666 für die Clips.

Ensiferum - Are your ready for Tata dada Taataa daadaa?
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Sichtverhältnisse9
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DBD: The Longest Journey – Ensiferum

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Ensiferum - The Longest Journey (Heathen Throne Part II)

„Could my ruin have come,
my day of trouble have arrived
in these Tuonela cabins
these abodes of the dead land?“ – Kalevala

Far beyond the Dark Stream pagan souls will
Roam those cold lands wild and free
Wait for the sign; a blood red sky
Then beyond the Dark Stream we will ride

The path of mortals
So narrow and brutal
Only bravest of them all
Will find true valours

Decaying souls of men
Who trust in false omens
Will drown in the stream
With their untrue beliefs

He’s been drifting
For so long
Searching for the land
Where heroes roam

In the horizon
The last ray of light
A breeze from the other side
Before he dies

Dividing walls of stone
Eternal Heathen Throne
Beneath the cold starlight
Revealed for the purest sight

Through constant affliction
Towards alleviations
When a searing star is near
Carry on, you’re almost here

Far beyond the Dark Stream we’ll meet again
Across the wilderness and we will be home

The longest journey of them all
Has to be made all alone
A flame in the skyline reaching the stars
Guiding the seeker through the night

Far beyond the Dark Stream we’ll meet again
Across the wilderness and we will be home
Gather your strength, don’t be afraid
Far beyond the Dark Stream, we’ll meet again