Eisbrecher: Schock im Z7

Mit „Schock mein System“ rufen die Münchener Eisboys um Alex Wesselsky und Jochen „Noel Pix“ Seibert eine neue Ära in der Geschichte der Band aus. Mit ihrem am 16. Januar erschienenen Album „Schock“ im Gepäck begeisterten Eisbrecher ihre Fans im Z7 in Pratteln wieder einmal aufs Neue. Begleitet wurden sie von den Industrial Rockern Maerzfeld, die als Special Guest das Vorprogramm gestaltet durften. Live sind Eisbrecher immer wieder ein Vergnügen, voller brachialer Wucht und der nötigen Portion Selbstironie einfach eine Klasse für sich. Gewaltig und ehrlich. Es ist jedes Mal ganz grosses Kino was uns Alexx und seine Mannschaft auf der Bühne bieten und jedes Eisbrecher Konzert ist einfach ein einzigartiges Live-Erlebnis.

Eisbrecher: Schock im Z7

Da gut Ding bekanntlich Weile braucht, machte sich die Band 2014 rar auf den Bühnen, um sich voll und ganz der Albumproduktion zu widmen. Viel muss man über die Vergangenheit der Münchener Band nicht mehr sagen. 11 Jahre lang haben sie sich Stück für Stück nach oben gearbeitet, unzählige Tourneen bestritten, Stars wie Alice Cooper und die Scorpions supportet und doch immer in ihrer eigenen Liga gespielt. Eisbrecher-Gigs sind bekannt für eine grosse Rockshow und eigenwillige Unterhaltung. In einer Zeit, in der die Gesellschaft nichts mehr richtig schocken kann, weil alles schon mal da war und immer der gleiche Mist durch die Medien gespült wird, ist es gut zu wissen, dass es noch Künstler gibt, die mit kritischem Blick und eigenem Kopf die Welt reflektieren.

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Eisbrecher live in Pratteln - Schweiz 2015 Part 1

Von „eiskalt“ konnte am Freitag, den 6. März im praktisch ausverkauften Z7 in Pratteln keine Rede sein! Die Menge anheizen durften Maerzfeld, die einige auch als die wohl erfolgreichste Rammstein-Coverband „Stahlzeit“ kennen dürften. Der Bandname leitet sich vom Märzfeld ab, das unter den Merowingern als Heeresversammlungsort diente. Auch soll der Name ein Feld symbolisieren, welches jedes Jahr im März bearbeitet und gepflegt werden muss, was die Band als Metapher für das Leben ansieht, in welchem man nur durch Bemühungen und Arbeit seine Ziele erreichen kann. Die Mehrdeutigkeit des Namens in Bezug auf das Märzfeld unter den Nationalsozialisten wurde bewusst gewählt, um gegen die meist sofortige Assoziation der deutschen Geschichte mit dem dritten Reich zu protestieren.

Maerzfeld

Bei den ersten Songs war die Band und die Zuschauer noch sehr verhalten und beide kamen nicht so ganz aus sich raus, während Sänger Helfried Reissenweber von Anfang an mit viel Energie das Publikum immer wieder zum Mitmachen animierte. Die Band machte das Publikum so richtig (h)eis(s) und kam u.a. mit ihrer neuen Single „Es bricht“ daher, die im Herbst auf dem neuen Album „Nackt“ zu finden sein wird. Wer mochte, konnte die Single am Merchandise-Stand kostenlos mitnehmen, wovon nach dem überzeugenden Auftritt der Band auch rege Gebrauch gemacht wurde. Nach „Es bricht“ ging es so richtig ab, bei „Treibjagd“ kam die Band aus sich heraus und brachte die Bühne so richtig zum Beben. Zum Abschluss präsentierten Maerzfeld noch ein zweites neues Stück aus dem kommenden Album, bevor sie sich von der Bühne verabschiedeten.

Setlist Maerzfeld:

  1. Vaterland
  2. Ich flieg
  3. Hübschlerin
  4. Maerzfeld
  5. Fremdkörper
  6. Es bricht
  7. Treibjagd
  8. La petite Morte
  9. Stalingrad
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Eisbrecher live in Pratteln - Schweiz 2015 Part 2

In der Pause zwischen Maerzfeld und Eisbrecher wurde die Bühne umgebaut und was man da zu sehen bekam, liess einen auf eine grossartige Show hoffen. Wenig später betrat Kapitän Alexx energiegeladen die Bühne und das Publikum war nicht mehr zu halten. Wie schon auf dem Album erwies sich „Volle Kraft Voraus“ als hervorragender Opener, mit Volldampf aus allen Rohren und der bisher aufwändigsten Eisbrecher Bühnenproduktion unterstrichen viele kleine Details den Auftritt der Band, der wahrlich zu einem Spektakel der besondern Art wurde und so ging es mit viel Power und Elan weiter. Auch die Gitarristen Noel Pix und Jürgen Plangger bearbeiteten ihre Instrumente mit vollem Körpereinsatz und es machte Spass der ganzen Band bei ihrem Auftritt zuzusehen. Die Massen tobten und so gut wie jeder sang mit. Eine Wahnsinnsstimmung durchflutete das Z7, welche von einer grandiosen Lightshow noch unterstrichen wurde.

Eisbrecher: Schock im Z7

In den kommenden zwei Stunden gaben Eisbrecher wie immer alles, natürlich mit dem typisch witzigen Geplänkel zwischen den Songs. Auch bei den neuen Liedern waren viele Fans sehr textsicher und für die anderen gab es bei „Zwischen uns“ eine LED-Text-Laufzeile auf der Bühne, wo jeder im Karaoke-Style mitsingen konnte. Zwischen Heavy Metal, Elektro, Neuer deutscher Welle und grossen Melodien feuern Eisbrecher einen Höhepunkt nach dem anderen ab. Altbewährtes trifft frisch Vertontes, präsentiert in einer mitreissenden Bühnenshow. Nah und echt, hart und zart, live und laut, ein durch und durch grossartiges Konzert einer grossartigen Band! Gespielt wurde ein ausgezeichneter Mix aus alten Hits und neuen Krachern. „Schwarze Witwe“ erklang mit ganz neuen Tönen, „Vergissmeinnicht“ war mal nicht der Song zur Zugabe und auch die neuen Songs wie „Zwischen uns“, dass sehr gelungene „1000 Narben“ und „So oder so“ oder auch „Noch zu Retten“ bekam das Publikum zu hören, womit auch die Highlights des neuen Albums abgedeckt wurden.

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Eisbrecher live in Pratteln - Schweiz 2015 Part 3

Vor dem letzten Lied holte Alexx noch ein Jagdhorn auf die Bühne und versuchte sich daran, doch kamen nur schräge Töne raus und die Band erlöste ihn recht schnell und stimmte das letzte Lied „This is Deutsch“ an. Ein treffender Song, mit explosiver Stimmung und grandioser Bühneneinlage. Beim Refrain wurde CO² aus Tanks in die Luft geblasen und so riesige Nebelsäulen gebildet. Ein fulminanter Abschluss, doch wer Eisbrecher Konzerte kennt, der weiss, da kommt noch mehr. Bei tobenden Applaus und unersättlichen Rufen nach mehr, ging es los mit den Zugaben. Erst erklang „Eiszeit“, dann kam „Verrückt“ und die Massen tobten. Mit „Miststück“ war der absolute Höhepunkt erreicht, wirklich jeder sang mit, so dass Alexx von der Bühne verschwand – um Minuten später mitten im Publikum aufzutauchen, um das Mikro den Fans weiter zu reichen, welche leicht schräg den Refrain ins Mikro brüllten. Ein allerletzter Song kam dann doch noch mit „Ohne dich“, bevor sich der Eisbrecher endgültig von der Bühne verabschiedete.

Eisbrecher: Schock im Z7

Die eisigen Mannen um die altgedienten Haudegen Alexander „Alexx“ Wesselsky und Jochen „Noel Pix“ Seibert boten eine überwältigende Performance und die grossartige Bühnenshow brachten das Z7 definitiv zum Kochen. Die Entertainer-Qualitäten von Frontmann Alexx, gepaart mit den grossartigen Songs und dem musikalischen Können der Band liessen keine Wünsche offen, ausser vielleicht dass das Konzert augenblicklich wiederholt wird. Alexx ist eine Rampensau durch und durch und er machte an diesem Abend mehrfach klar, dass auch Eisbrecher noch oft im Z7 spielen wollen, ohne diesen unsäglichen Baumarkt „OBI“, der das Z7 zu verdrängen droht. Mit den Worten „Vielen Dank Pratteln, ihr wart geil“ bedankte sich die Band für den tollen (h)eiskalten Abend und warfen noch ein paar Plüscheisbären in das Publikum. Ein wirklich wunderbares, ja grandioses Konzert mit einer bombastischen Show, welches schwer zu überbieten sein wird!

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Eisbrecher live in Pratteln - Schweiz 2015 Part 4

Setlist Eisbrecher:

  1. Volle Kraft Voraus
  2. So oder so
  3. Antikörper
  4. Heilig
  5. 1000 Narben
  6. Noch Zu Retten
  7. Leider
  8. Prototyp
  9. Himmel, Arsch und Zwirn
  10. Schock
  11. Schwarze Witwe
  12. Zwischen uns
  13. Rot wie die Liebe
  14. Vergissmeinnicht
  15. This Is Deutsch
  16. Encore 1:

  17. Eiszeit
  18. Verrückt
  19. Miststück (Megaherz Cover)
  20. Encore 2:

  21. Ohne dich
Eisbrecher: Schock im Z7
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Die Eiszeit ist ausgebrochen – Eisbrecher lassen es in der Schweiz krachen!

Mitte Dezember herrschen schon langsam die Temperaturen, bei denen man einen „Eisbrecher“ benötigt und so war der „Eisbrecher“ aus dem fernen Bayern beim Basler Z7 vor Anker gegangen, denn die Herren befanden sich gerade auf grosser Jubiläumstour. Zehn Jahre ist es inzwischen her, dass sich Alexander „Alexx“ Wesselsky und Jochen „Noel Pix“ Seibert von „Megaherz“ trennten und „Eisbrecher“ ins Leben riefen. „Megaherz“ gibt es auch heute noch, doch während sich die ehemaligen Mitstreiter mit ihrem Album „Götterdämmerung“ mit einem respektablen Platz 19 begnügen mussten, konnten „Eisbrecher“ mit ihrer fast zeitgleich erschienenen fünften Studioplatte „Die Hölle muss warten“ den dritte Chartposition sichern. An diesem Freitagabend, den 13. Dezember, hatten jede Menge Fans den Weg ins Z7 gefunden, um zusammen mit der Band und dem Support „A Life Divided“ die Geburtstagsfeier steigen zu lassen und beide Bands heizten dem gut gefüllten Z7 so richtig ordentlich ein.

Eisbrecher 10 Jahre Jubiläums Tour

Angeblich standen fast zwei Stunden vor Konzertbeginn sich Hardcore-Fans in Pratteln bei eisigen Minustemperaturen die gefrorenen Beine in den Bauch, was bei mir nur bemitleidendes Kopfschütteln auslöst, da es sich hier um keine Teenie-Band handelt und wenn man es sich schon selbst aussucht, so früh dort zu sein, sollte man anschliessend nicht noch über die Kälte jammern, sondern den Eisbrecher seines Amtes walten lassen. So kam es, dass schon bei den Special Guests das Z7 gut gefüllt war. Die Münchner „A Life Divided“ überzeugten mit eingängigem Rock, welchen sie zu vielen Teilen mit elektronischen Elementen ausschmückten. Jürgen Plangger und seine Bandkollegen verstanden es, die Konzertbesucher, die ungeduldig auf die Headliner warteten, in ihren Bann zu ziehen und konnten sicherlich an diesem Abend einige neue Fans hinzugewinnen.

Eisbrecher 10 Jahre Jubiläums Tour 2013 Z7

„A Life Divided“ bewiesem direkt nach einem langen Intro mit „The Lost“ vom diesjährigen Longplayer „The Great Escaape“ in bester Feierlaune zu sein. So wurde auch „It Ain’t No Good“ kräftig mitgeklatscht und mit „Words“ folgte ein knackiger Shouter vom 2011er Longplayer „Passenger“, bevor das melodische „Feel“ poppige Versatzstücke im Rock-Gewand servierte. „Hey You“ schickte unter Lichtgewittern einen Gitarrenorkan nebst Trommeltornado über die Bühne, ehe selbige für das VNV-NATION-Cover „Perpetual“ in blaues Licht getaucht wurde. „A Life Divided“ liessen es düster-metallisch krachen und man musste schon genau hinhören, um den Ursprungssong zu erkennen, wobei die Jungs ihre Sache wahrlich nicht schlecht gemacht haben. Immerhin gibt es auch diese Formation bereits seit zehn Jahren und Kollege Plangger, der seit 2006 auch bei „Eisbrecher“ die Gitarre zupft, wusste durchaus, wie er sein Publikum zu „The Last Dance“ bewegen konnte.

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Eisbrecher, Amok, live im Z 7 Pratteln, am 13.12.13

Es gab NDH-Standards für den Dancefloor, um schliesslich mit dem abwechslungsreichen „Heart On Fire“ die Textsicherheit der Zuschauerschaft abzufragen. Hier tummelten sich ganz offensichtlich jede Menge Wiederholungstäter und so wunderte es nicht, dass es nach einer guten halben Stunde reichlich verdienten Applaus zu hören gab. Meiner Meinung nach ist der Sound der Band absolute Spitzenklasse, die Stimme von Jürgen Plangger ist aber nicht mein Fall. Nicht das diese schlecht wäre, ganz und gar nicht, mir persönlich ist sie einfach etwas zu hell, so dass sie aus meiner Sicht den Sound der Band eher stört, als ergänzt. Aber zum Glück sind die Geschmäcker verschieden. „A Life Divided“ ist ein grossartige Live Band, da gibt es nix zu meckern, mein Fall ist es jedoch nicht, aber den Jürgen sollte man nach einer kleinen Verschnaufpause ja noch einmal zu sehen und zu hören bekommen. „A Life Divided“ legte von der ersten Minute an los, als wären sie der Headliner und der abschliessende Applaus war auf jeden Fall eines Headliners würdig.

Eisbrecher 10 Jahre Jubiläums Tour 2013 Z7

Begleitet von 70er-Jahre Disko ging es in die Pause, ehe die Titelmelodie des A-Teams den Spannungsbogen wieder ansteigen liess. Die zwei an den beiden Bühnenrändern positionierten Fäuste in Übergrösse leuchteten in einem tiefen Rot auf und eine Computerstimme begrüsste das zahlreiche Publikum. Endlich fanden auch die Hauptakteure auf die Bühne und die Herren boten ein zweistündiges Auf und Ab an alten und neuen Songs, dass es nur so krachte. So ging die Party mit „Kein Mitleid“ los und man setzte im folgenden Set auf Highlights der letzten Dekade und es ging somit mit „Willkommen im Nichts“, „Adrenalin“ und „Antikörper“ weiter. Vor mit dem hymnischen „Augen unter Null“ wurde die Bühne in rotes Licht getränkt und da wurde erstmals aktuellere Kost geboten. Anschliessend konnte „Amok“ abermals durch seine Choreo mit den schon fast altgedienten Fässern ein optisches Highlight setzen und auch „Eiszeit“, bei dem dann doch noch die Polarausrüstung zum Einsatz kam, wirkte vertraut. Das sich anschliessende „Leider“ rockt immer noch, mindestens genauso euphorisch mitgeklatscht wurde bei „Prototyp“. Die Spielfreude war jedem auf der Bühne anzumerken und die Zuschauer und Band steigerten sich von Song zu Song.

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Eisbrecher Jubiläumstour - Verrückt (Live 2013)

Die Setlist war im Vergleich zur „Die Hölle muss warten“ Tour um- und ausgebaut worden und gespickt mit redegewandten Anmoderationen von Alexx, der sein Publikum mittlerweile völlig in der Hand hatte, ging es weiter mit „Engel“. Die grossartige, selbstbetitelte Bandhymne, die in einer 2013er Version auf der „10 Jahre Eisbrecher“ Single zu finden ist und bei der Alexx nunmehr zu Kapitänsmütze und Eispickeln griff, leitete nachfolgend den nächsten Klassiker-Abschnitt ein: Dieser wurde unter anderem ergänzt durch „Schwarze Witwe“, zu der ein wenig Hochprozentiges gereicht wurde. Weiter gings mit „Vergissmeinnicht“, „Herzdieb“ und „This is deutsch“ beendete fulminant als deutschrockendes Musikantenstadl mit Rauchsäulen den regulären Teil der Show, der nach nur kurzer Unterbrechung in „Heilig“ jedoch seine verdiente Fortsetzung fand. „Verrückt“ endete mit tosendem Applaus und war an dieser Stelle natürlich nur noch zu toppen vom „Miststück“. Doch die Herren liessen sich nicht lumpen und kamen nach einer weiteren Pause noch einmal mit „Ein Leben lang unsterblich“ zurück. Dann war aber endgültig Schluss, auch wenn ein, zwei Stücke wie zum Beispiel „Kann denn Liebe Sünde sein“ nach meinem Geschmack noch gegangen wären. Aber dann halt wieder beim nächsten Mal.

Eisbrecher 10 Jahre Jubiläums Tour 2013 Z7

Viele glückliche Gesichter und ein sichtlich geschaffter Sänger bedankten sich gegenseitig beieinander und machten sich jeweils auf ihren Heimweg. Alexx und Noel Pix haben mit ihren Musikern eine routinierte Band beisammen und lieferten eine gelungene Show, die vor allem durch ihre abwechslungsreiche Setlist überzeugte, für eine volle Halle sorgte und mächtig Laune machte. Eine klasse Bühnenshow und auf „Eisbrecher“ darf man sich immer freuen, die Jungs haben es einfach drauf! Die Mannen geben Vollgas und das Publikum frisst Sänger Alexx vom ersten Ton an aus der Hand. Der Mann ist eine Rampensau, der man jedes einzelne Klischee fast schon abkauft. Natürlich hat er neben seinem coolen Acting auch eine grosse Portion Humor und ist schlicht und einfach der geborene Entertainer. Eisbrecher rockten die Bühne vom Feinsten. Requisiten wurden zu fast jedem Song auf die Bühne getragen und Alex war eloquent wie gewohnt. Ein grossartiger Abend und eine absolut würdige Reise durch 10 Jahre „Eisbrecher“, die immer noch eine Schippe drauflegten und nicht zur Ruhe kamen. Wir hoffen und freuen uns, dass es genau so weitergeht, denn 2014 dürfen die Fans auf ein neues Album hoffen, das an die Erfolge der vergangenen Jahre anknüpfen soll. In diesem Sinne: Auf die nächsten 10!

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Eisbrecher Jubiläumstour - Miststück (Live 2013)

Setlist Eisbrecher 10 Jahre Jubiläums Tour

  1. Kein Mitleid
  2. Willkommen im Nichts
  3. Antikörper
  4. Adrenalin
  5. Augen unter Null
  6. Amok
  7. Eiszeit
  8. Leider
  9. Prototyp
  10. Die Engel
  11. Eisbrecher
  12. Schwarze Witwe
  13. Vergissmeinnicht
  14. Herzdieb
  15. This is deutsch
  16. Heilig
  17. Verrückt
  18. Miststück
  19. Ein Leben lang unsterblich

Nachfolgend für euch noch der Trailer zur Eisbrecher 10 Jahre Jubiläums Tour 2013:

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Eisbrecher 10 Jahres Tour 2013 - Trailer
Die Eiszeit ist ausgebrochen - Eisbrecher lassen es in der Schweiz krachen!
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DBD: Die Engel – Eisbrecher

Aus gegebenen Anlass, sprich dem heutigen Konzert der Eisbrecher im Z7 und passend zur vorweihnachtlichen Zeit, gibts für euch Engel…

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Eisbrecher- Die Engel

Ich bin nicht blind doch kann nicht sehn
Bin wie gelähmt und kann nicht gehn
Ich habe Angst und dreh mich um
Ich möchte schrein doch bleib ich stumm

Ich bin nicht müde und nicht wach
Möchte aufstehn bin zu schwach
Sehn mich im letzten Augenblick zu dir zurück…

Kannst du die Engel sehn?
Sie werden fallen nur für dich
Kannst du die Engel sehn?
Ich hol sie nur für dich…
Für dich vom Himmel!

Ich bin mir fremd,fühl mich allein
Ich lauf mir nach,hol mich nicht ein
Noch bin ich hier wer weiß wie lang
Doch was nicht endet fängt nie an

Ich bin gefangen,kann nicht fliehn
Mich meiner ohnmacht nicht entziehn
Sehn mich im letzten Augenblick zu dir zurück…

Kannst du die Engel sehn?
Sie werden fallen nur für dich
Kannst du die Engel sehn?
Ich will sie nur für dich…
Für dich vom Himmel holn!

DBD: Die Hölle Muss Warten – Eisbrecher

Heute gibts im Rahmen des „Death Bell of the Day“ das offizielle Video von „Die Hölle muss warten“, der neuen am 30.03. erscheinenden Single von Eisbrecher!

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Eisbrecher - Die Hölle Muss Warten

Ich hab gelogen für Dich
Die Welt betrogen
Für Dich, Hab ich den Traum gelebt
Der jetzt zu Ende geht

Ich war ganz oben für Dich
Ich ging zu Boden
Für Dich, Hab ich den Halt verloren
Doch ich hab mir geschworen

Die Hölle muss warten
Es ist noch nicht an der Zeit
für mich zu gehen
Trotz all meiner Taten
Die Hölle muss warten
Es ist noch nicht Zeit für mich zu gehen

Ich hab gelogen für Dich
Mich selbst verbogen
Für Dich, Hab ich die Angst gespürt
Mich selbst ins Nichts entführt
Ich wär gestorben für Dich

Als gäbs kein morgen
Für mich, Hab ich die Zeit verloren
Doch ich hab mir geschworen

Denn nach allem was geschah
Ich bin immer noch da
Es gibt noch so viel für mich zu tun

Ganz egal was auch kommt
Ich nehm’ alles in kauf
Was auch immer geschieht
Ich geb’ nie auf

Die Eiszeit ist vorbei – Eisbrecher in der Schweiz

Wo Eisbrecher drauf steht, sind auch Eisbrecher drin: Nachdem es Rammstein und Oomph! zunehmend an Ideen mangelt und der unheilige Graf den Wechsel ins Schlagerfach endgültig vollzogen hat, befinden sich Eisbrecher plötzlich auf dem Gipfel der „Neue Deutsche Härte“. Mit dem aktuellen Album „Die Hölle muss warten“ wurde musikalisch und inhaltlich das Rad nicht neu erfunden oder infrage gestellt, vielmehr hat man den guten Unterhaltungswert im Blick. Der Eisbrecher bahnte sich unbeirrt und umjubelt seinen Weg durch mittlerweile knapp 10 Jahre Bandgeschichte, und man musste keineswegs „Verrückt“ sein, um diese Reise in guter Erinnerung zu behalten. Pratteln war dabei letzten Samstag auch Teil der aktuellen Kreuzfahrt des NDH-Flaggschiffs und seiner „Höllentour“ und bescherte den Fans eine durchwegs grossartigen Abend.

Die Hamburger „Lord of the Lost“ eröffneten den Abend. Leider haben wir uns ein wenig verspätet, so dass wir nicht mehr allzu viel von den Dark Rockern mitbekommen haben. Doch das was wir sehen durften war dafür aber eine sehr solide Show mit Publikumsnähe und viel nackter Haut. „Lord of the Lost“ verstanden es insgesamt bestens, sich selbst (und ihre Körper) zu inszenieren. Musikalisch überzeugt haben auch „Break Your Heart“ und der Song „Eure Siege“. Nach Aussage von Chris Harms zählt dieser zu einigen Lord of the Lost/Eisbrecher-Cokompositionen, die es nach und nach zu hören geben wird. Zwar klang die Stimme seiner Lordschaft auf Deutsch etwas ungewohnt, doch an der Melodieführung und Ausgestaltung des Songs wurde der Einfluss der Szenegrössen deutlich.

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Eisbrecher - Verrückt (Live, Höllentour 2012)

Nach einer kurzen Umbaupause, gespickt mit 80er-Klassikern, merkte man dann schon, dass es bald ernst werden soll. Die Titelmelodie des A-Teams läutete dann den Showbeginn von Eisbrecher ein. Nach und nach betraten die Bandmitglieder die Bühne und stimmten „Exzess Express“, von der neuen Platte, ein. Sofort setzte Sänger Alex Wesselsky mit seinen Mannen den rockigen Grundstein für die kommenden rund zwei Stunden und präsentierte sich dabei ebenso selbstironisch wie charismatisch. Zu „Willkommen im Nichts“ vom 2004er Debutalbum sollte sich die Stimmung dann gleich noch steigern. Direkt bohrte sich der Eisbrecherisch satte Sound durch Mark und Bein und lies den Stimmungspegel in der Halle schlagartig steigen, ehe es unter einem lauten Knall, lange Papierbänder und -schnipsel von der Hallendecke regnete.

Nach diesem impulsiven Opening wurde mit „Angst“ nachgelegt und ordentlich Dampf abgelassen, ehe man sich anschliessend in den „Abgrund“ stürzte. Mit dem Klassiker „Angst“ traf man natürlich direkt das Gehör des Publikums, bevor man sich dann doch mehr auf das neue Album konzentrierte. So kommen Songs wie „Abgrund“ und „Verrückt“ deutlich melodischer daher als viele älteren Sachen. Nun zog Kapitän Alex Zwischenbilanz und witzelte mit dem Publikum rum, dabei scheinen dem geborenen Entertainer nie die passenden Sprüche und zynischen Anspielungen auszugehen.

Überraschend wenig bekommt man auf der aktuellen Tour das neueste Erfolgsalbum „Die Hölle muss warten“ zu hören. Zwar läutete „Exzess Express“ den Auftritt mit neuem Material und im bekannten Rammstein-Stil ein, doch bereits danach entführten das ironische „Willkommen im Nichts“ und das eindringliche „Angst“ in ältere Zeiten. Insgesamt haben sich Eisbrecher trotz wachsenden Erfolgs erfreulich wenig verändert. Alle Musiker zeigten sich bei allerbester Stimmung und präsentierten sich ungemein homogen. Von Starallüren und sonstigen Auswirkungen des Sony-Deals keine Spur. Alex fragte das Publikum, ob es Jim Bean Trinker in der Halle habe, was auch lauthals durch einen Fan bestätigt wurde, damit dieser dann von Alex zurecht geweisen wurde, dass anständiger Whiskey aus Tennessee kommt und wenn der werte Herr Jim Bean Trinker das wüsste, er wohl auch nicht so klein geraten wäre… Nach dieser Feststellung war es an der Zeit eine Flasche Good Old Uncle Jack zu öffnen, welche Alex persönlicher Bediensteter „Dodo“, in Erfüllung seiner Pflichten, dem Sänger überreichte. Entsprechend feierten die Rocker nicht nur die neue Single „Verrückt“, sondern wahrten auch liebgewonnene Traditionen wie die kreisende Whiskey-Flasche bei „Leider“, die jedoch (erwartungsgemäss) nicht ihren Weg zurück auf die Bühne fand.

Erstaunlich fliessend wurde „Amok“ nebst Auf- und Abbau von vier Tonnen in die Hauptsetliste integriert. Ausgestattet mit Neondrumsticks prügelten die Musiker synchron im dunklen Scheinwerferlicht auf ihre Unterlagen ein, ehe im darauf folgenden Schlagerblock sowohl die Bühne als auch die Zuschauermenge in die buntesten Farben gehüllt wurde. Ein Paradebeispiel dafür wie fähige Lichttechniker ein ganzes Konzert aufwerten können. Selbiges gilt für den exzellenten Sound, sowohl im Rock- als auch im Akustikblock. Bevor anschliessend Alex und Jürgen auf ihren Hockern „Tränen lügen nicht“ und eine eigenwillige Interpretation von „In der Schweiz“ von Vico Torriani anstimmten. Zur Belohnung gab es für Jürgen an der Akustikgitarre noch ein Küsschen auf den Mund, bevor es mit „Engel“ weiterging. Dabei bewies der Frontmann seine Qualitäten als Schützenkönig als er mit imaginären Waffen gestikulierend Engel vom Himmel schoss.

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Eisbrecher live in der Schweiz 3.3.12

Anschliessend wurde aus den besten Bestandteilen aller Anwesenden der „Prototyp“ gebaut, um nach „Vergissmeinnicht“ eine kleine Pause einzuläuten, welche aber nicht lange dauern sollte, um mit „Schwarze Witwe“ und „Heilig“ dem Publikum gleich wieder ordentlich einzuheizen. Auch bayrische Trachtenfans sollten auf ihre Kosten kommen, nach einer Minutenlangen stilechten Jodeleinlage zu traditionellen Schuhplattler Verrenkungen, wurde das allseits beliebte „This is Deutsch“ angestimmt. Womit gleich erneut bewiesen wurde, dass sie nichts von ihrer ironisch-zynischen Art verloren haben.

Schnell stand man zu „Kann denn Liebe Sünde sein“ und „Ohne Dich“ wieder auf der Bühne und holte noch mal die restlichen Reserven raus. Folgte doch der Megaherz-Klassiker „Miststück“, der die Halle noch mal komplett zum kochen bringen sollte. „Die kommen doch von hier, oder?!“ schrie der Frontmann dem Publikum entgegen während er die Schweizer-Flagge schwang. Mit Publikumsgesang, einer Einlage von Clawfinger (Nigger) und Gitarrensoli wurde das „Miststück“ ordentlich abgefeiert und die Band verliess unter tosendem Jubel die Bühne. Das war pure Energie. „Wow! Was für ein Konzertabschluss.“ ging mir durch den Kopf. Doch sollten die Jungs die Bühne ein letztes Mal für diesen Abend betreten um den Titelsong der neuen Platte „Die Hölle muss warten“ rauszuhauen.

Eisbrecher überzeugten auf ganzer Linie durch musikalische Härte, eingängige Melodien und überraschend viel Abwechslung. Langeweile kam zu keiner Sekunde auf. Kapitän Alex hatte das Ruder den ganzen Abend fest im Griff, die Flasche zur Hand, den Spruch auf Lager. Sein Team war ihm an Körpergrösse zwar deutlich unterlegen, handwerklich jedoch über jeden Zweifel erhaben. Der Abend endete schliesslich zu Bonny Tylors „It’s a heartache“, welches plötzlich nach dem letzten Song über die Hallenlautsprecher erklang. Die Band verabschiedete sich lang und breit beim Publikum, verbeugte sich mehrmals und warf Rosen und Plüsch Eisbären in die verschwitzte Masse. Eine spassige Idee für eine düstere Band.

Freunde, dies war ein Konzert, welches in allerbester Erinnerung bleiben wird. Eisbrecher zählen definitiv zu den derzeit besten Live-Bands im deutschsprachigen Sektor und verstehen es, Eingängigkeit mit kraftvoller Härte zu verschmelzen. Auch der Humor hat voll meinen Geschmack getroffen und die ganze Show war einfach schlicht und ergreifend grossartig! Locker könnte man den Herren noch weitere Stunden zuhören, denn die rund 2 Stunden waren äusserst kurzweilig und gelungen, so dass sicherlich keinerlei Gründe gab zu meckern. Eisbrecher sind eine grossartige Live-Band, haben immer etwas den Schalk im Nacken und ich kann nur jedem Freund guter Musik die Herren empfehlen. Falls die Jungs also bei euch in der Nähe spielen sollten, unbedingt Tickets kaufen, es lohnt sich wirklich!

Setlist:

  1. Exzess Express
  2. Willkommen im Nichts
  3. Angst
  4. Abgrund
  5. Verrückt
  6. Antikörper
  7. Leider
  8. Herz aus Eis
  9. Amok
  10. Tränen lügen nicht
    (Michael Holm Cover)
  11. Engel
  12. Prototyp
  13. Vergissmeinnicht
  14. Zugabe:

  15. Schwarze Witwe
  16. Heilig
  17. This Is Deutsch
  18. Zugabe 2:

  19. Kann denn Liebe Sünde sein
  20. Ohne Dich
  21. Miststück
    (Megaherz Cover)
  22. Zugabe 3:

  23. Die Hölle muss warten

Der Swisscom Talk mit Eisbrecher vom Januar 2012 hat zwar nicht direkt etwas mit dem Konzert zu tun, aber ich muss dieses Interview einfach noch dazu pappen, da es doch wieder einiges zu Erfahren und zu Lachen gibt :)

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Swisscom Talk mit Eisbrecher, Januar 2012

Die Eiszeit ist vorbei - Eisbrecher in der Schweiz
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DBD: Verrückt – Eisbrecher

Heute gibts im Rahmen des „Death Bell of the Day“ das Video zur am 20. Januar kommenden Single „Verrückt“ des Eisbrecher Albums „Die Hölle muss warten“, Veröffentlichungtermin hier ist der 3.Februar dieses apokalyptischen Jahres.

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Eisbrecher - Verrückt (Official Video)

Du sagst ich bin anders
ich sag Du hast Recht
Du sagst dir gehts prächtig
das heisst Dir gehts schlecht
Ich bin unersättlich
krieg niemals genug
fass in deine Wunden
und schüre die Glut.

Es ist angerichtet
es ist mir ein Fest
ich leck deine Lippen
weil du mir schmeckst
und bin ich dir peinlich
mach ich dir Angst.
Wer ist normal hier,
und wer ist hier krank?

[Refrain]
Die Entscheidung ist gefallen,
die Ladung in mir tickt
nichts wird mehr wie früher sein
zum Glück bin ich verrückt.

Ich bin auf Bewährung
nein gut bin ich nicht
dein hässlicher Bruder
ein Schlag ins Gesicht
Du sagst ich bedroh dich
bin neben der Spur
Du glaubst ich versteh dich
ich quäl’ dich doch nur.

ich habe keine ahnung
erinnere mich nicht
plediere auf freispruch
ich bin nicht ganz dicht
du sagst ich bin peinlich
sag mach ich dir angst
was ist schon normal hier
und wer ist hier,
und wer ist hier KRANK!

[Refrain]

Zum Glück bin ich verrückt
Verrückt!

2 [Refrain]

3x Zum Glück bin ich verrückt