DBD: Tribulation – Accuser

Accuser stellen ihre brandneuen Single „Tribulation“ vor. Zu hören gibt es den Track auf dem kommenden Album „The Forlorn Divide“, welches am 11. März erscheint. Der Silberling zeigt die Band mit einer deutlichen progressiveren und komplexeren Ausrichtung als bisher…

DBD: Cannibal Insanity – Accuser

Accuser haben einen neuen Clip am Start und da gibts mächtig was auf die Ohren! Das Video resp der Song zu „Cannibal Insanity“ stammt aus dem aktuellen Album „Diabolic“

Video Thumbnail
ACCUSER - CANNIBAL INSANITY (OFFICIAL VIDEOCLIP)

Strays for sale
For influence
Piece by piece
To cut apart

Exploited
And left behind
Sacrificed
For mankind

Cannibal insanity
Organ delivery
Cannibal insanity
Organ delivery

Slaughter house
Slashed like cows
My precious piece
Lying underneath

Exploited
And left behind
Sacrificed
For mankind

Cannibal insanity
Organ delivery
Cannibal insanity
Organ delivery

Fade away
This is your last day
Fade away
This is your last day

Money ruls
The bloody world
Pound for pound
Kicked around

Exploited
And left behind
Sacrificed
For mankind

Cannibal insanity
Organ delivery
Cannibal insanity
Organ delivery

Album Review: Accuser – Diabolic

Accuser - DiabolicBereits seit dem Jahre 1986 prügeln sich die Thrasher von Accu§er durch die Welt des Metals und bei der neusten Veröffentlichung „Diabolic“ handelt es sich deshalb auch schon um den neunten Langspieler der Band. Accu§er haben noch nie dermassen rasend vor Wut geklungen, da blendet die gleissende Glut des rasenden Zorns und die Siegener hauen voll drauf, ohne mit der Wimper zu Zucken. Accu§er haben sich zum Glück in keinster Weise vom New-Wave-Trend aus Übersee anstecken lassen, thrashen in alter Manier los und wer die neueren Veröffentlichungen wie „Agitation“ oder „Dependent Domination“ bereits mochte, wird garantiert auch am neusten Album seine Freude haben. Das aktuelle Werk schafft es qualitativ an die besten Accu§er-Alben anzuschliessen und übertrifft diese sogar in weiten Teilen.

Accu§er gründeten sich im Jahr 1986 in Siegen und fanden mit ihrem Sound zwischen Bay Area Thrash Metal und dem Sound deutscher Vertreter wie „Kreator“ oder „Destruction“ ihre ganz eigene musikalische Nische. Eine der ersten deutschen Thrash Metal-Bands konnte aber anders als Grössen wie Kreator, Sodom und Destruction nur szenenintern auf sich aufmerksam machen, internationaler Erfolg blieb der Band versagt, während innerhalb Deutschlands einige Erfolge erzielt werden konnten. Nach einigen Besetzungswechseln kommt es 1996 aufgrund mangelnden kommerziellen Erfolgs sowie musikalischer Differenzen zum Split der Band, welche aber im Jahre 2008 mit voller Power sich ihr Plätzchen in der Thrash Metal Szene zurück erobern. Im Mai 2010 gibt es dann mit „Agitation“ wieder neues Material mit grossartigen klassischen Trash Riffs, melodischen Leads und virtuosen Soli. Mit Produzent Martin Buchwalter (Destruction, Suidakra) zusammen entsteht das Album „Dependent Domination“ und nun legen Accu§er nach und so erscheint am 12. April ihr neues Album „Diabolic“. Darauf zeigen sich Accu§er von ihrer besten Seite, Bullit Belt Thrash at Neck breaking speed und dies mit einer ganz eigenen Note.

Auf „Diabolic“ gibts zehn Tracks mitten in die Thrashfresse, voll auf die Zwölf sozusagen. Nach einem progressiv gezupften Intro fliegen die Finger von Herrn Schmidt punkig wie eh und je über das Griffbrett seiner Gitarre. Schon während der ersten Songs wird klar, dass es vor dieser Dampfwalze kein Entkommen geben wird. Der Titeltrack „Diabolic“ ist mit einem schönen Groove unterlegt, ballert immer wieder frech davon, baut einige sanfte Verzögerungen ein und neben dem angepissten Gesang, der auch mal mit ein bisschen Hall ausfadet, sind es gerade die immer wie irr flitzenden Soli, die herrlich passende Akzente setzen und den Songs einen hohen Wiedererkennungswert verpassen. Bei allem Thrash muss der Fan aber nicht auf ein wenig Abwechslung verzichten, die überraschend ausgefeilten Tempiwechsel überzeugen genauso wie die tiefen Shouts, welche die Blastbeats des Schlagzeugs ergänzen. Auch bei den Vocals gibt es nichts zu meckern, im Gegenteil, da kommen durchaus auch das eine oder andere Mal Erinnerungen an den grossen Chuck Billy hoch.

Accuser

Solos, instrumentale Ausklänge und Überleitungen sowie ein paar bunte Zwischentöne wie das Horrorschrillen in „Deification“ sind die Augen des Sturms, in denen man kurz verschnaufen kann, bevor erneut die Hölle losbricht und die komplette Last der Welt über einem zusammenbricht. In „Cannibal Insanity“ konkurrieren akustische und elektrische Gitarre für einige Sequenzen und lässt mit „Deification“ schon fast leichte Core-Einschläge hören. „Dethroned“ schiebt sich durch den fast schon melodischen Ansatz der Leadgitarre in den Vordergrund und es ist bemerkenswert, wie präzise und zielsicher die komplette Band dabei wirkt. Dabei gibt es nicht permanent nur auf die Zwölf, sondern Songs wie das Titelstück, „Apocalyptic Decay“, „Beyond The Blackness“ oder „Save Your Legends“ begeistern durch melodische, originelle Riffs, rhythmische Schlenker und fast durchgehend einprägsame Refrains. Selbst beim Longtrack „World Wide Violence“ kommt keinerlei Langeweile auf.

Zu keiner Zeit entsteht beim Hören auch nur der Anflug der Idee, dass die Zügel für eine Sekunde aus Händen gleiten könnten. Auch wenn die Songs in aller Regel mit überlanger Spielzeit daherkommen, so sind Worte wie Langeweile oder totgedudelt absolut fehl am Platze. Accu§er nutzen ihre Chance und legen mit „Diabolic“ ein unerwartet starkes Album nach, was nach „Dependent Domination“ ganz sicher nicht erwartet werden konnte. Klangen auf „Dependent Domination“ vor allem gegen Ende der Spielzeit einige Songs etwas gleichförmig, hält man auf „Diabolic“ den Spannungsbogen aufrecht. Zudem lassen sich die Bay-Area-Einflüsse der Band zwar noch heraushören, aber Accu§er klingen mittlerweile mehr nach sich selbst als je zuvor. Besondere Erwähnung sollen an dieser Stelle noch die wirklich genialen Gitarren-Soli finden, welche stets einen echten Höhepunkt des jeweiligen Songs darstellen und sowohl technisch beeindrucken als auch mit feinen Melodien glänzen.

Video Thumbnail
Accuser - Diabolic

Auf Nummer sicher gehen Accuser nicht, denn die Songs knacken allesamt die Fünf-Minuten-Marke, zehn Songs in mehr als sechzig Minuten purer Thrash-Power. Obwohl man mehr als eine Stunde weichgeklopft wird, liegt der erfahrene Stahlschädel am Ende nicht in Trümmern, sondern grinst selig. Was die Texte angeht, gehörten Accu§er schon immer zu den angenehm kritischen Geistern und da macht auch dieses Album keine Ausnahme. Anstatt komplexe Experimente zu wagen, wird eine geschlagene Stunde lang geholzt, bis sich der Wald ins Nirvana verabschiedet hat. Tiefe Gitarren und hohe Soli, eingängige Midtempo-Hymnen und unberechenbare Blastbeats, Hardcorepunk Attitüde und Metalsound – dieses Album setzt sich zwischen die Stühle und ist auch noch stolz darauf. Und das völlig zurecht, denn ich würde nicht darauf wetten, dass in diesem Jahr noch ein Thrashalbum derart schnaubend und tobend die Gehörgänge durchputzen wird. Also Freunde, Sense weg und ab auf den Mähdrescher, denn mit „Diabolic“ habe ich aktuell ein Lieblingsalbum und halte es für einen heissen Anwärter auf den Titel „Thrash-Album des Jahres“. Unbedingt kaufen!

  1. Apocalyptic Decay
  2. Diabolic
  3. Cannibal Insanity
  4. Deification
  5. Dethroned
  6. Beyond the Blackness
  7. Save your Legend
  8. Immortal Aggression
  9. Remains of Chaos
  10. World Wide Violence
Album Review: Accuser - Diabolic
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Tempo10
Musikalische Fähigkeiten10
Gesang10
Songtexte9
Substanz9
Produktion10
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