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Idiocracy

20061 h 24 min
Kurzinhalt

Der Bibliothekar Joe Bauers und die Prostituierte Rita werden für ein streng geheimes Projekt des Pentagon als Versuchskaninchen ausgewählt. Das Ziel des Projektes ist es, brillante Persönlichkeiten in einen Winterschlaf zu versetzen und sie wieder unter die Lebenden zu holen, sobald ihre Dienste von Nöten sind. Der Test mit Joe und Rita geht jedoch vollkommen in die Hose und so erwachen die beiden im Jahre 2505 in einer von Blödheit regierten Welt. Schnell erkennt Joe, dass er der restlichen Bevölkerung im punkto Intelligenz haushoch überleben ist...

Metadaten
Titel Idiocracy
Original Titel Idiocracy
Regisseur Mike Judge
Laufzeit 1 h 24 min
Starttermin 1 September 2006
Website
Detail
Film-Details
Bewertung Sehr Gut
Trailer

Mike Judge wirft einen Blick in eine wenig verheissungsvolle Zukunft. Im beliebtesten TV-Sender namens „Masturbation Channel“ laufen Sendungen wie „Ow my Balls!“, wer mehr als drei Wörter fehlerfrei lesen kann, gilt als „Faggot“, und Gerichtsverhandlungen gleichen der „Jerry Springer-Show“. Wie jede gute Satire, entpuppt sich auch „Idiocracy“ als Übersteigerung real existierender Zustände. Ganz von einem klassischen Aufklärer-Geist beseelt, versucht der Beavis and Butthead-Erfinder seinem Publikum einen Spiegel vorzuhalten. Judge will ein dummes Publikum intelligenter machen, indem er ihm einen nur auf den ersten Blick dummen Film vorsetzt. Das kann natürlich nicht klappen…

Idiocracy

Wer also schon immer dachte die Zukunft der Menschheit würde so wie in Star Trek ablaufen von der Eroberung des Weltraums, einem grenzenlosen Utopia von Wissen, Fortschritt, Gleichberechtigung aller Rassen und dem Einsatz von Technik zum Nutzen der gesamten Menschheit unter der Führung der klügsten, besten und geschicktesten Köpfe unserer Zeit hat sich schwer geirrt. Die Menschheit verblödet dank der Technik die sie eigentlich klüger, stärker und fortschrittlicher machen sollte immer stärker zu einer an Niveaulosigkeit kaum zu unterbietenden Masse die ihre Lebenszeit nur noch mit absoluten Müll verschwendet. Den während die Klugen Menschen die die Welt zum Positiven hätten verändern können keine Kinder mehr zeugen ist der Prolet, Vollpfosten und der dumme Pöbel der die Menschheit in zu grosser Masse in die Knie zwingt weiter fleissig dabei. Und wenn es mit unserer Gesellschaft so weitergeht, wird unsere Zukunft wohl genau so aussehen. Sehr tiefgründig, verpackt in Idiotie.

Idiocracy

Den 20th-Century-Bossen missfiel die subversive Idee, das selbe Publikum, das von der konzerneigenen TV-Sparte „Fox New“ systematisch verblödet wird, im Kino wach zu rütteln. Fast hätte ich „Zum Denken anregen“ geschrieben, das wäre dann doch zu hoch gegriffen. Jedenfalls wurde der Kinostart nicht beworben. „Idiocracy“ floppte folglich gnadenlos in den Kinos. Um eine Zielgruppe zu erreichen, muss man ihre Sprache sprechen. Das klingt hier so: „Hey Mann, warum versuchst du dieses Wort lesen? Bist du eine Schwuchtel oder was?“ Im Klartext: Menschen mit Allergie gegen Brachialhumor und wenig sorgfältiger Ausdrucksweise könnten bei diesem Film Probleme bekommen. Mike Judge geht jedenfalls erfreulich unsubtil vor und lässt seinem heiligen Zorn über die Dummheit der Menschheit freien Lauf. Das garantiert gute Gags in recht hoher Frequenz, allein die Vorstellung, mit welcher Flüssigkeit die Starbucks-Filialen des Jahres 2500 ihr Geld verdienen, ist die DVD wert.

Idiocracy

„Idiocracy“ ist eine erfreulich niveaulose und gar nicht mal so blöde US-Brachialkomödie, der man leichte Plot-Schwächen gerne verzeiht. Terry Crews als President Camacho ist aber auch echt der Hammer. Ein Blick in die Zukunft der Generation RTL und wenn der Film nicht so witzig wäre, wär es ein Drama. Ich empfand den Film in manchen Momenten zum brüllen, war phasenweise angesteckt von dieser Dummheit, die sich wirklich permanent wie ein roter Faden durch den Film zieht. Aber vieles fehlt auch in diesem Film, vieles war nicht durchdacht und nur einige Momente haben wirklich gezündet. Inhaltlich waren auch einige Dinge wenig logisch, wobei der Plan bei dem wahrscheinlich Film war, logikfrei zu sein. Ebenso ist die angepeilte Geschellschaftskritik anfangs präsent, flacht jedoch schnell ab. Schaut ihn euch an. Ganz spassfrei werden Ihr nicht durchkommen! Temporeiche Unterhaltung wird garantiert, „Borat“-Qualitäten werden allerdings nicht erreicht. In diesem Sinne: „Wasser? Das Zeug aus der Toilette?“