Holidays

Surviving Them Is Hell

2016Länge unbekannt
Kurzinhalt

Ein junges Mädchen wird von ihren Mitschülern drangsaliert und entlädt ihren Zorn in einer unfassbaren Verzweiflungstat. Die Schwangerschaft einer Lehrerin nimmt einen unerwarteten Verlauf. Die nächtliche Begegnung mit dem Osterhasen wird zu einem Albtraum ohnegleichen. In der Einsamkeit der kalifornischen Wüste treibt ein seltsamer Kult sein Unwesen. Die plötzlich auftauchende Botschaft ihres seit Jahren verstorben geglaubten Vaters führt einen rebellischen Teenager in die vergessenen Straßen ihrer Stadt - und zu einem unerwarteten Wiedersehen. Das diesjährige Halloween-Fest hält für den schmierigen Möchtegern-Pornoproduzenten Ian eine bittere Lektion in Sachen Schmerz bereit. Selbst Weihnachten verläuft anders als sonst, nachdem sich ein verzweifelter Vater auf unfeine Art das letzte Exemplar eines begehrten Hightech-Geschenks sichert. Und zum Jahresausklang trifft schließlich ein psychopathischer Killer auf ein vermeintlich wehrloses Opfer - mit blutigen Konsequenzen.

Metadaten
Titel Holidays
Original Titel Holidays
Laufzeit Länge unbekannt
Starttermin 22 April 2016
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Detail
Film-Details
Bewertung Nicht schlecht
Bilder
Trailer

„Holidays – Surviving Them Is Hell“ umfasst acht Kurzfilme von zehn Regisseuren – und wie fast immer sind einige davon echt sehenswert, während sich andere als totale Rohrkrepierer entpuppen. Obskure Kreaturen und gestörte Serienkiller wüten selbstverständlich auch im vorliegenden Streifen durch Kino und Wohnzimmer. Eine Handvoll im Horror-Bereich erfahrener Regisseure hat sich zusammengetan, um mit einem bitterbösen Festtagsprogramm beim Publikum Eindruck zu hinterlassen. Darunter auch Comic-Nerd Kevin Smith, der sich zuletzt mit Filmen wie „Tusk“ und mit „Red State“ sogar im Horror- und Thrillergenre ausprobiert hat. „Holidays“ ist definitiv nichts für jene, die mit Galgenhumor auf Kriegsfuss stehen. Die Horror-Anthologie ist vollgestopft mit bitterbösen Spässen, fiese aber dennoch schwer unterhaltsame Kurzgeschichten, die nacheinander erzählt werden.

Bilder von "Holidays"

Hier wird Liebe zum Detail geboten, schliesslich waren hier Filmemacher am Werk, die bereits sehenswerte Horrorfilme gedreht haben und ihr Handwerk verstehen. Alle Regisseure (u.a. Scott Stewart – Dark Skies und Nicholas McCarthy – At The Devil’s Door) waren für die Umsetzung der eigenen Episode verantwortlich und durften sogar selbst die Drehbücher ihrer bitterbösen Geschichten verfassen. Die Entscheidungsgewalt über eigene Projekte hat Kreativität gefördert, denn selten wurden Feiertage derart makaber und grotesk in Szene gesetzt, dass man nach dem Abspann unbedingt noch mehr von diesem grimmigen Horrorspass sehen möchte.

Zynisch, makaber und rabenschwarz. „Holidays“ ist die wohl schwarzhumorigste Horror-Antologie, die man bisher zu sehen bekommen hat. Der Film hat definitiv Suchtpotenzial, was in erster Linie an den makabren Episoden liegt. Darin werden amerikanische Feiertage durch den Horrorfilter gesehen, die für die Hauptdarsteller der jeweiligen Segmente keinen guten Ausgang haben. Jede Kurzgeschichte in dieser schaurigen Anthologie ist konzipiert, möglichst bitterböse zu enden. Wer mit Galgenhumor nichts anfangen kann, ist hier keineswegs gut aufgehoben, denn krude Scherze im Stil eines „Tales from the Crypt“ lassen einem definitiv das Lachen im Halse stecken. Qualitativ ist „Holidays“ Königsliga und abwechslungsreich, von subtil bis blutig ist alles vertreten. Bis auf die unfertig und gehaltlos wirkende Oster-Episode sind alle Kurzgeschichten durch die Bank weg als gelungen zu betiteln und so abgedreht, dass „Holidays“ zweifelsohne Anthologie-Pflichtprogramm ist. Wir empfehlen die Sammlung ungeliebten Verwandten zu einem Fest eurer Wahl zu schenken. Damit hinterlässt man garantiert prägenden Eindruck und hat zum nächsten Festtag mit Sicherheit einige Gäste weniger. Da bleibt dann mehr Zeit, um sich viele schaurige Gruselfilme anschauen zu können…