Hidden in the Woods

20141 h 31 min
Kurzinhalt

Die Schwestern Ana und Anny wachsen bei ihrem gewalttätigen Vater Oscar auf, der sich sein Geld für die tägliche Schnapsration mit dem Verstecken von Drogen für Onkel Castello verdient. In der abgelegenen Waldhütte sind die Mädchen den sexuellen Übergriffen ihres Vaters praktisch hilflos ausgeliefert. Eines Tages entscheiden sie sich, ihn bei der Polizei zu melden. Bei der standartmäßigen Überprüfung des Anrufs, werden zwei Polizisten getötet und ihr Vater kommt ins Gefängnis. Doch die Mädchen geraten vom Regen in die Traufe: Denn sie landen bei ihrem Onkel, der seine Drogen wiederhaben will und die Geschwister noch schlimmer misshandelt, als zuvor ihr Vater.

Metadaten
Titel Hidden in the Woods
Original Titel Hidden in the Woods
Regisseur Patricio Valladares
Laufzeit 1 h 31 min
Starttermin 12 Dezember 2014
Website
Detail
Film-Details
Bewertung Schlecht
Bilder
Schauspieler
Mit: Michael Biehn, William Forsythe, Ricco Ross, Jennifer Blanc,
Trailer

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Der Missbrauch von Frauen steht im US-Remake des chilenischen Films „En las afueras de la ciudad“ an der Tagesordnung. Doch die in unseren Breiten erhältliche Fassung wirkt schon beinahe harmlos, obwohl sie eine brutale Wahrheit erzählt. Der uns vorliegende Fassung lässt leider nur erahnen, was uns in der ungeschnittenen Version gezeigt werden würde. Ganze 6,5 Minuten (laut schnittberichte.com) wurden aus der erhältlichen FSK-18-Version herausgeschnitten. Klar, dass sowas auffällt. Denn die Kürzungen sind vor allem dann spürbar, wenn der Film in Schwung kommen will.

Hidden in the Woods

„Hidden in the Woods“ gehört ganz klar in die Filmkategorie „Vergewaltigung und Rache“ – beziehungsweise „Rape and Revenge“. Doch ein dickes Problem des Films ist, dass die Szenen irgendwie zusammengestückelt aussehen. Der rote Faden fehlt. Das hat nichts mit der hier vorliegenden gekürzten Version, sondern mit dem Filmemacher und Regisseur Patricio Valladares selbst zu tun. Machart, Schauspieler und Dialoge wirken halbherzig und unprofessionell. Der Film ist streckenweise zu langatmig umgesetzt, mit dünnem Drehbuch und insgesamt viel zu unspannend. Filmfans dieses Subgenres schauen vermutlich mal rein. Alle anderen können getrost einen anderen Film in ihren Blu-ray-Player legen. Denn man verpasst nichts, ausser vielleicht ein müdes Wiedersehen mit dem alten Haudegen Michael Biehn, den wir bereits aus „The Terminator“ und „Aliens – Die Rückkehr“ kennen.

Hidden in the Woods

Apropos Biehn. In diesem Film hat er eine etwas seltsame Rolle. Zuerst bringt er seine Frau um, dann vergeht er sich an seinen Kindern und später wird er noch zum Antihelden. Kurz und nur ganz kurz erinnert uns die schräge Mixtur aus Gewaltparadies, Drogenmilieu und Westernattitüde an einen Streifen von Quentin Tarantino oder Robert Rodriguez. Aber das war es auch schon. „Hidden in the Woods“ hat einen hohen Gewaltgrad, filmtechnisch ist er nur auf Amateurniveau. Zuschauer, denen im Genre gar nicht genug Frauen gequält, missbraucht und gefoltert werden können, werden hier definitiv auf ihre Kosten kommen. Weil man aber mittlerweile so viele ähnlich gestrickte Streifen gesehen hat, berührt das Gezeigte keineswegs. Vor allem auch deswegen, weil sich die Figuren so unsinnig verhalten, dass man sich kaum mit ihnen identifizieren kann oder auch nur möchte. So wird Gewaltexzess an Gewaltexzess geklebt und mit reichlich milieugeschädigter Sprache unterstrichen – ansonsten bleibt leider nicht viel.