Einfach grossartig wie es Monster Magnet auf der neuen Scheibe „Mastermind“ schafft, nicht nur zwölf Hammer Songs abzuliefern, sondern auch gleich an den unvergleichlichen „Larger Than Life“-Groove anzuknüpfen, der die Band seit jeher umgibt, aber auf dem Weg leider ein bisschen verloren ging. Aber „Mastermind“ hören ist wie nach Jahren wieder einen guten Freund zu treffen, den man aus den Augen verloren hatte. Alles, was diese Band gross und wunderbar gemacht hat, gibt es auf „Mastermind“! Back from space, Lord! Space Lord! Motherfucker!

Man kann es drehen und wenden wie man will: Monster Magnet sind wieder da. Und wie! Das Markenzeichen der Band war und ist Wyndorfs durchdringende Stimme, die auch nach zwanzig Jahren nichts an Charisma und Magie eingebüsst hat. Bei „Monolith, Baby“ war dann aber irgendwie die Luft raus, die geplante Tour wurde aufgrund einer wiederholten Tablettenvergiftung des Masterminds gecancelt, der nach Therapie mit „4-Way Diablo“ zurückkehrte. Nun sind weitere drei Jahre vergangen und lasst euch sagen, das aktuelle Werk zeigt, dass Monster Magnet wieder auf Kurs sind.

Schon der Opener „Hallucination Bomb“ mit seinem derben Bass-Intro ist die Anschaffung des Albums wert, beinahe doomig langsam, düster und grooooovy. Nach annähernd drei Minuten kippt der Song und endet spacig angehaucht mit Black Sabbath Touch und ausgedehnten Gitarren-Soli. Phantastisch! Anschliessend gibt „Bored With Sorcery“ ordentlich Gas und kann durchaus mit Hits der Band mithalten, auch hier ist der Space-Einschlag wieder aus der Mottenkiste gekramt. „Dig That Hole“ ist wieder herrlich düster und langsam, der verzerrte Bass spielt wie öfter auf „Mastermind“ neben dem Gänsehaut-erzeugendem Gesang eine tragende Rolle. „Gods And Punks“ ist die Single-Auskopplung aus dem Album und gibts im Anschluss an diesen Artikel als Video, transportiert er doch recht eingängig die Wyndorf’sche Magie, ohne den Hörer zu überfordern. „The Titan Who Cried Like A Baby“ punktet mit grossartiger Atmosphäre. „100 Million Miles“ geht wieder schwer in Richtung Monster Magnet anno 1998, ein dreckiger erdiger Rocker mit Refrain, der sich ins Ohr bohrt, gefolgt vom zügellosen „Perish In Fire“ (Freunde, was für ein Finale!). „Time Machine“ ist eine gelungene Halb-Ballade, „When The Planes Fall From The Sky“ ist wieder düster und schwer, ein Song der sich behäbig anschleicht. Die Scheiben „God Says No“ und „Monolithic Baby!“ bekommt mit „Ghost Story“ einen kleinen Tribut. Lückenfüller oder schwächere Songs gibts hier einfach nicht und die Bonus Tracks „Watch Me Fade“ und „Fuzz Pig“ sind absolut allererste Sahne!

Deutlich besser als befürchtet meldet sich das Stoner-Rock-Flagschiff zurück. „Mastermind“ knüpft wieder an die Grosstaten Monster Magnets zum Ende des letzten Jahrtausends an und ist eines der Rock-Glanzlichter des Jahres, belangloser Stadion-Hardrock Ade, Erwachsensein und Düsterkeit Willkommen. Eine Scheibe die in absolut jede Sammlung gehört! Kaufbefehl aus der Gruft! :)

  1. Hallucination Bomb
  2. Bored With Sorcery
  3. Dig That Hole
  4. Gods And Punks
  5. The Titan Who Cried Like A Baby
  6. Mastermind
  7. 100 Million Miles
  8. Perish In Fire
  9. Time Machine
  10. When The Planes Fall From The Sky
  11. Ghost Story
  12. All Outta Nothin‘
  13. Watch Me Fade (Bonus Track)
  14. Fuzz Pig (Bonus Track)
Vorschaubild
Album Review: Monster Magnet - Mastermind
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Originalität9
Tempo7
Musikalische Fähigkeiten9
Gesang9
Songtexte9
Substanz9
Produktion9
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