Prince ist tot. Einer der wandlungsfähigsten Künstler seiner Zeit ist am Donnerstag Morgen im Alter von 57 Jahren in seinem Tonstudio Paisley Park in Minnesota gestorben. Sein durchdringender Blick, die schwarzen Locken, ein Hauch von Oberlippenbart, seine künstlerische Hinterlassenschaft für Pop, Funk und R&B lassen sich kaum ermessen. In den 80er Jahren wurde er zur Legende, nun ist Prince tot. Lebe wohl, kleiner Prince!

Bye Prince

Woran Prince starb, ist noch nicht genau bekannt. Das amerikanische Portal TMZ berichtete zuerst vom Tod des Weltstars und schreibt, dass ein Notruf wegen eines „zusammengebrochenen Mannes, der nicht mehr atmet“ bei den Rettungskräften eingegangen war. Die Polizisten, die als erste am Ort des Geschehens eintrafen, fanden Prince leblos in einem Fahrstuhl vor, Wiederbelebungsmassnahmen halfen nicht mehr. Die Sprecherin Yvette Noel-Schure teilte schliesslich mit: „Ich bestätige in tiefer Trauer, dass der legendäre Kultstar Prince Rogers Nelson an diesem Morgen in seiner Paisley-Park-Residenz gestorben ist.“ Der Musiker sei bereits am 15. April wegen eines Notfalls mit seinem Privatjet notgelandet, schreibt TMZ weiter. Er war demnach ins Krankenhaus eingeliefert worden. Er sei jedoch einen Tag später bei einem Konzert aufgetaucht, um zu verkünden, dass es ihm gut gehe. Nach TMZ-Informationen habe er eine „Grippe“ gehabt

Prince galt mit seinem einzigartigen Stil als einer der vielseitigsten und wandlungsfähigsten Künstler seiner Zeit. Der siebenfache Grammy-Gewinner ging sehr häufig auf Tour, produzierte Alben und schrieb Songs für andere Musiker und nahm hunderte Titel auf, die bis heute unveröffentlicht sind. Immer wieder experimentierte er mit verschiedenen Stilen und band diese zu einem unverwechselbaren Werk zusammen. Der 1958 in Minneapolis geborene Prince gilt als einer der bedeutendsten Musiker der Geschichte. Sein wohl grösstes Album und eine der Pop-Wegmarken der Achtziger, „Purple Rain“ veröffentlichte Prince 1984. Seine letzte Hit-Single „The Most Beautiful Girl In The World“ liegt ebenfalls schon zwei Jahrzehnte zurück. Dennoch galt Prince nicht nur weiterhin als einer der weltbesten Live-Musiker, sondern auch als unberechenbares Genie. Der Multi-Instrumentalist verkaufte in seiner Karriere mehr als 100 Millionen Platten.

Lebe wohl, kleiner Prince

2016 ist echt ein Ar*** :( Mit Prince ist der nächste geniale Künstler gegangen. Prince und Michael Jackson waren für mich immer die beiden Ausnahmetalente der 80er, nicht von dieser Welt und exzentrisch bis zum Anschlag. Ich möchte Prince, aber worallem mochte ich „Purple Rain“, auch wenn zu einer gewissen Zeit nicht mehr so, da der Song einfach an jeder Ecke lief und zu Tode gespielt wurde. Aber auch „When the Doves cry“, „I would die 4 u“, „1999“, „Lets go crazy“ sind absolute Knaller und zu diesen Songs hat wohl jeder seine eigene Story dazu. „Kiss“ war damals der wohl unwahrscheinlichste Song in den Popcharts, den man sich vorstellen konnte. Damals, als die noch zu etwas taugten. Was ich an Prince besonders mochte, war sein unverhohlener Stolz. Auf sein gnadenloses Talent, auf seinen eigenen Grössenwahnsinn, seine Unvergleichlichkeit und natürlich auf seine Musik. He was one proud motherfucker, und zwar zurecht.

Während ich die Meldung gerade schreib, bin ich, wie wahrscheinlich die halbe Welt, auf der Suche nach Prince‘ Musik. Doch die gibt es lediglich als Downloads auf iTunes/Amazon oder auf Tidal, ansonsten hat er mit seinem Urheberrechtsmaximalismus praktisch alles online weglöschen lassen. Man findet so gut wie nichts – doch langsam ist auch etwas zu finden, vielleicht haben die Plattenfirmen die Tonspuren auf Youtube und Co. frei gegeben, schliesslich muss man jetzt einfach Prince hören. RIP, Prince, gute Reise, Grüss Lemmy und den Starman von uns! „No need to worry. No need to cry. I’m your messiah and you’re the reason why. ‚Cause you, I would die for you, yeah“. Merci, Chapeau und Au revoir! Lebe wohl, kleiner Prince!

Lebe wohl, kleiner Prince