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Ich selbst bin ja weder ein grosser Apple Fan, noch konnte mich Steve Jobs jemals mit seinen Marketing Versprechen grossartig in seinen Bann ziehen. Ich kenne den Mac und finde die Benutzeroberfläche der Computer aus Cupertino, Kalifornien äusserst ansprechend und das Betriebssystem funktionell und innovativ. Doch der Mac ist ein PC wie alle anderen auch, mit den ihnen eigenen Vor- und Nachteilen. Egal ob Windows, Ubuntu (um nur eine der vielen Linux Distr zu nennen) oder eben Mac OS X, alle haben ihre Stärken und Schwächen, genau gleich verhält es sich mit den MP3-Playern und neusterdings auch Handys der verschiedenen Hersteller, denn bei all diesen Produkten mischt Apple mit innovativen Bedienungskonzepten erfolgreich mit, oder sollte ich beim Hype um den iPod und das jetzige iPhone eher davon sprechen, dass Apple den Markt aufmischt? Wie auch immer

Am letzten Donnerstag dürfte ich zum ersten Mal eines der hochgelobten iPhones in Händen halten und einwenig damit rumspielen. Mein Fazit: WOW! Dieses Teil vermag zu überzeugen, obwohl in meinen Augen noch lange nicht alles perfekt ist. Aber ein Touchscreen, welcher sich so fehlerlos, flüssig und einwandfrei bedienen lässt, hab ich noch nie gesehen. Alles reagiert sofort und man muss schon bewusst und mit viel Mühe sich richtig dämlich geben, dass sich die Oberfläche nicht so verhält, wie man es erwartet. Sogar die virtuelle Tastatur lässt sich absolut Problemlos bedienen und der Text lässt sich Dank allen vorhandenen Zeichen bequemer eingeben als bei manchem „normalen“ Handy. Auch Wurstfinger sollten ausser grösseren Fingerfettabdrücken kein Fehler auf dem Display hinterlassen. Das switchen zwischen den verschiedenen Programmen geschieht sehr schnell und ohne nennbaren Wartezeiten. Das ganz Userinterface glänzt mit sehr schnellen Reaktionszeiten, genial schnellem Verhalten und das Display ist klar, scharf und gut ausgeleuchtet, sowie die ganze äussere Verarbeitung wirkt solide, stabil und trotzdem filigran, einfach schön aus einem Guss, alles in allem so wie man es als einfacher Nutzer eines mobilen Telefons eigentlich erwarten würde, geschweige denn von einem Gerät in dieser Preisklasse.

Leider hat aber mit diesen banalen Anforderungen noch kein althergebrachter Hersteller wirklich überzeugend glänzen können, weder Nokia, welche zwar mit einem guten, aber trägen OS am Markt auftreten, offensichtlich aber prinzipiell schwache CPUs und zu wenig Memory verbauen, noch Sony Ericsson, welche zwar gut durchdachte und funktionelle Handys am den Mann bringen, welche doch auch einige hardwarebedingte Mankos aufweisen. Ich selbst bin zwar sehr zufrieden mit meinem momentanen Handy, dem K800i, dennoch vermisse ich einige, nicht gravierende Sächelchen. Oder Motorola, mobile Telefone, welche eine – aus meiner persönlichen Sicht – absolut fürchterliche, wenig intuitive Benutzerführung an den Tag legen und auch in CPU, Memory und allgemeiner Verarbeitung mich noch nie hat und wohl nie wird zu überzeugen vermögen. Oder das HTC Touch, welches auch über einen Touchscreen verfügt, der erstaunlich gut bedienbar, leider aber niemals so zügig und intuitiv wie das Gerät aus Cupertino ist. Das Touch basiert auf Microsofts Windows Mobile und dieses reagiert wie bei diesen Handy OS üblich einwenig träge und Programme starten nicht ganz so schnell und flüssig.
Egal ob nun N95, P1, Razr, Touch oder iPhone, dass technisch perfekt Handy gibst aus meiner Sicht (noch) nicht, denn jedes lässt auf seine Art Dinge vermissen. Das iPhone ist aber schon verdammt nah dran, obwohl UMTS und vieles andere aus meiner Sicht fehlt.

Ich werde mir aber sicher noch lange kein iPhone zulegen, da ich gerne noch die 2. oder 3. Generation abwarten werde. Das iPhone hat aber den bislang eingedösten und heute wenig innovativen Handy-Hersteller endlich wachgerüttelt und auch hier wird in Bälde noch einiges zu erwarten sein. Konkurrenz belebt das Geschäft, die Koreaner sind ganz gross im kommen und scheinen ein riesiges Potenzial zu haben. Mal sehen, was die Zukunft bringt.

Aber das iPhone überzeugt, erstaunlich das es erst Apple brauchte, welche den etablierten Produzenten zeigen mussten, wie Geschäfte technisch und im Vertragswesen (man denke an die Providerbindung und die Beteiligung Apples bei den Verbindungskosten) gemacht werden können. Apple führte auch schon vor Jahren der Musikindustrie vor, wie man innovativ mit guter Hard- und Software gewinnbringend Geschäfte macht. Selbiges scheint nun Steve Jobs im Handymarkt zu machen. Es wird interessant :)

Diesen Beitrag hab ich übrigens mit meinem K800 geschrieben ;)