Einheimische haben daraufhin empört Fotos von den beiden, umringt von ihren Luxus-Einkaufstaschen, gepostet – als Beweis, in welchem Saus und Braus die Flüchtlinge auf ihre Kosten leben. Dummerweise handelte es sich bei den vermeintlichen „Flüchtlingen“ um Hollywoodstar Samuel L. Jackson und Basketball-Legende Magic Johnson, die in Forte dei Marmi, einer Provinz am Ligurischen Meer in Italien im Urlaub waren. Jackson und Johnson waren in der Seestadt shoppen und gönnten sich ein paar Minuten der Ruhe auf einer Bank, umgeben von Luxus-Einkaufstaschen, darunter Louis Vuitton und Prada. Als die Fotos von dem Paar in den Social Media geteilt wurden, ärgerten sich viele Italiener über zwei schwarze „Flüchtlinge“, die nur von italienischen Steuergeldern profitierten, um in teuren Boutiquen einkaufen gehen zu können.

„Das ist echt zu viel“, schrieb das Model Nina Moric in einem Post auf Facebook. „Nun sieht man selbst schon an Touristenorten wie Forte Dei Marmi und Milano Marittima diese Immigranten unterstützt von unseren 35 Euro auf den Bänken herumlungern.“ Dieser Kommentare explodierten und die italienischen Medien spekulierten, ist das jetzt ein Scherz oder meint sie das wirklich ernst? Ironie funktioniert im Internet nur begrenzt. Nina Moric, gebürtige Kroatin, stellt sich auf ihrem Instagram-Account selbst als „Kommunikations- und Marketingexpertin“ vor und schreibt dazu, dass sie seit kurzem militante Verfechterin der „CasaPound Italia“ (CPI) sei. Dies ist auch der Punkt, der ihre Äusserungen so heikel macht, denn CPI ist eine politische Bewegung, die gegen Immigration und für Nationalismus steht, und zwar in der faschistischen Tradition von Benito Mussolini. So steht es explizit auf ihrer Website. Moric ist eine der prominenten Anhänger. Moric selbst stellte klar, sie habe selbstverständlich gewusst, um wen es sich bei den Herren auf der Parkbank handelte. Ein Fauxpas sei die Äusserung nicht gewesen, sondern ein beabsichtigter Scherz – nur hätten ihn eben alle missverstanden.


(via Daily Sabah)